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Indios

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    indios
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Man stelle sich mal vor, es gibt Kulturen, wo der Sex mit Kindern völlig legal ist. Und damit meine ich nicht solche Fälle wie in islamischen Ländern, was schon schlimm genug ist, nein, ich meine richtige sexuelle Ausbeutung - vom Staat her legal.

Ich frage mich, wie viele von euch dann immer noch von der Kultur und dem Prinzip der nicht-Einmischung sprechen würden?

Du meinst also nicht die legale Zwangsverheiratung und Vergewaltigungsopfer (8JÄhrige) in der islamischen "Kultur".

Und Du meinst nicht die Kinderprostituierten der Thailändischen (oder warn es die Phillipinen, oder beide?) "Kultur".
 

Hallo Catherine,

schau mal hier: Indios. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Du glaubst also, das - MÖGLICHERWEISE - rauben der kulturellen Integrität sei genauso schlimm, wie das töten?

nun, bisher habe ich noch keine plausible Idee gehört, wie man human Menschen die eigene Kultur und Sichtweise überstülpt.
Wenn man sich die Geschichte ansieht, hat man in der Regel erreicht, dass die "zwangsgeholfenen" entweder an irgendwelchen aktuellen Krankheiten krepiert sind, mit denen ihr Körper nicht umgehen konnte oder sie zu Bettlern/Alkis/Drogenabhängigen wurden. Nur die wenigsten haben es geschafft. Somit ist da für mich wirklich kein großer Unterschied...
 
Ich spreche vom Staat her legal, Catherine.

Du weißt was ich meine.

Ich hab das Thema Extreme schon einmal angesprochen.

Hier kloppen sich zwei Exteme: NUR Zivilisation (was immer das bedeutet) gegen NUR Wilde (was immer auch das bedeutet)

Klärt doch erstmal die Begriffe "Zivilisation" und "Wilde Indios".

Dass wir ALLE gegen das einbuddeln von Kindern sind, dürfte doch wohl klar sein.

Ich persönlich hab nix gegen die Zivilisation in der ich lebe - aber sie hat auch Nachteile. Nachteile die oft genug nicht gering, sondern sehr erheblich sind.

Ich persönlich hab auch nix gegen die "unzivilizierten" Wilden (Begriffsklärung: unzivilisiert) und es gibt auch dort Nachteile die wahrscheinlich sehr groß sind.


Zwar hört ja Niemand auf mich, aber schon mal was vom Weg der Mitte gehört?

Man kann sich doch auch langsam erstmal kennenlernen.
Kameras kennen diese "Wilden" ja schon. Weiße in Klamotten haben sie auch schon gesehen, auch Schuhe und höchstwahrscheinlich nen Wasserkocher.

Ein bisserl Zivilisation kennen sie also schon.

Dass das Einbuddeln von Kindern falsch ist, das wissen die meisten dieser "Wilden" eh, das muss man nicht erklären.

Die Frage ist: warum tun sie das?
Kennt Jemand die Gründe?

Aber abgesehen vom Einbuddeln, sollten diese "Wilden" dann aber selbst entscheiden inwiefern sie sich unserer "Zivilisation" annähern wollen oder nicht.

Hast Du Dir mittlerweile mal den Film angeschaut den ich Dir ans Herz gelegt habe?

Das Problem ist folgendes: Dort wo diese "Wilden" leben gibts Bodenschätze die "ausgebeutet" werden wollen und die Weißen davon auch reichlich Gebrauch machen.

Und dann gibts da noch viel Wald zu roden. Jeden Tag wieviel Fußballfelder?

D.h. sie kommen zuallererst mal mit den "negativen" Seiten unserer hochgeschätzten Zivilisation in Berührung indem man ihr Land einfach nimmt, die Indios vertreibt (notfalls mit Gewalt) und das Land ausbeutet.

Wir Zivilisierten hinterlassen also keinen wirklich positiven Eindruck.

Und mal ganz ehrlich: wer ist denn wirklich an diesen Menschen interessiert? Wegen diesem Einbuddeln wird ein riesen Geschrei gemacht. Gäbe es das nicht würden diese Menschen sang und klanglos in den Fängen der Zivilisation untergehen.

Es sei denn sie fangen an sich zu wehren und kämpfen für sich, ihr Land und ihren Traditionen.
 
nun, bisher habe ich noch keine plausible Idee gehört, wie man human Menschen die eigene Kultur und Sichtweise überstülpt.
Wenn man sich die Geschichte ansieht, hat man in der Regel erreicht, dass die "zwangsgeholfenen" entweder an irgendwelchen aktuellen Krankheiten krepiert sind, mit denen ihr Körper nicht umgehen konnte oder sie zu Bettlern/Alkis/Drogenabhängigen wurden. Nur die wenigsten haben es geschafft. Somit ist da für mich wirklich kein großer Unterschied...

Man kann von vergangenen Ereignissen und Fehlern, nicht auf die Zukunft schließen.
Nur weil etwas einmal oder mehrere mal so stattgefunden hat, wozu auch sicherlich andere Faktoren beigetragen haben, heißt es nicht, es wird immer so sein.

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Die Mitte und ein langsames kennenlernen hört sich immer gut an, Catherine. Nur leider fehlt die Zeit. In jedem weiteren Jahr dieses "langsamen kennenlernens" werden wieder Kinder lebendig vergraben.

Man muss handeln - JETZT. Deutschland und die EU müssen massiven Druck auf diese Staaten ausüben, diese Praktiken zu unterbinden.
 
Dr. House, dann bitte aber konkrete Vorschläge, WIE es besser laufen kann.
Die von mir vorgetragene Problematik trifft ja bei weitem nicht nur einen einsamen Stamm irgendwelcher Wilden, sondern hat weltweit bei nahezu allen Zwangszivilisationen so stattgefunden.

Also muss man doch offensichtlich etwas anders machen. Wenn Du sagst, dass sich diese Fehler nicht wiederholen müssen, dann hast Du sicher auch konkrete Ideen, was man anders machen muss.
 
Mit den konkreten Vorschlägen ist das ja immer so eine Sache. Wir sind ja alle nur Theoretiker auf diesem Gebiet.

Dennoch, möchte ich was dazu schreiben.

Zuerst müsste man diesen Indios zwar nett, aber dennoch bestimmt, klar machen, dass sie ihre Kultur nicht zu 100 Prozent werden konservieren können. Das geht nicht.

Sie werden Abstriche machen müssen. Das aus ihrer Kultur mitnehmen, was sie für wichtig und, wenn sie überhaupt in die Zivilisation gehen wollen, auch ohne Probleme weiter betreiben können.

Aber auch wenn sie im Dschungel bleiben wollen, müssen sie ebenfalls Abstriche machen. Ihr Aberglaube, man müsse behinderte Kinder lebendig begraben, weil sie ja keine Seele haben und sonst dem Dorf schaden, ist nicht haltbar. Weder im Dschungel, noch in der Zivilisation.

Dazu muss man ihnen auch klar machen, dass sie, als Erwachsene, bestimmte Dinge für sich ablehnen können, aber nicht für ihre Kinder.

Dass ihre Kinder nicht ihr Besitz sind und sie selbst Rechte, unabhängig von den Eltern, haben.

Da wäre z.B. das Recht der Kinder auf Bildung. Dieses Recht, und andere, müssen durch gesetzt werden.

Insofern, ja, erwachsene Indios werden wohl sehr große Probleme haben, aber die Kinder nicht. Kein Mensch wird mit einer festen Kultur geboren. Kulturen werden immer nur anerzogen und Kinder, weil die Kultur noch nicht gefestigt ist, kann man umerziehen. Dann werden sie auch keine bzw. wenig Probleme in der Zivilisation haben.
 
Mit den konkreten Vorschlägen ist das ja immer so eine Sache. Wir sind ja alle nur Theoretiker auf diesem Gebiet.

Dennoch, möchte ich was dazu schreiben.

Zuerst müsste man diesen Indios zwar nett, aber dennoch bestimmt, klar machen, dass sie ihre Kultur nicht zu 100 Prozent werden konservieren können. Das geht nicht.

Sie werden Abstriche machen müssen. Das aus ihrer Kultur mitnehmen, was sie für wichtig und, wenn sie überhaupt in die Zivilisation gehen wollen, auch ohne Probleme weiter betreiben können.

Aber auch wenn sie im Dschungel bleiben wollen, müssen sie ebenfalls Abstriche machen. Ihr Aberglaube, man müsse behinderte Kinder lebendig begraben, weil sie ja keine Seele haben und sonst dem Dorf schaden, ist nicht haltbar. Weder im Dschungel, noch in der Zivilisation.

Mach mal jemanden klar, das er seinen Aberglauben ablegen muß.
Das funktioniert nicht.
Da müßte man dem jenigen schon einen Ersatz - etwas anderes, Besseres dafür bieten.

Dazu muss man ihnen auch klar machen, dass sie, als Erwachsene, bestimmte Dinge für sich ablehnen können, aber nicht für ihre Kinder.

Dass ihre Kinder nicht ihr Besitz sind und sie selbst Rechte, unabhängig von den Eltern, haben.


In der Theorie alles schön gedacht, das wird aber nicht funktionieren.

Insofern, ja, erwachsene Indios werden wohl sehr große Probleme haben, aber die Kinder nicht. Kein Mensch wird mit einer festen Kultur geboren. Kulturen werden immer nur anerzogen und Kinder, weil die Kultur noch nicht gefestigt ist, kann man umerziehen. Dann werden sie auch keine bzw. wenig Probleme in der Zivilisation haben.

Bei den Kindern besteht die Chance das sie sich nach und nach der Zivilisation anpassen würden - aber erst nach langer Zeit denn der Einfluß der Eltern wir überwiegen.
 
Übrigens sind die meisten dieser Indios - von ehemals Millionen auf geschätzte hundertausend - von Weißen umgebracht worden. ( und nicht durch das Kinder vergraben eines Stammes ) Umgebracht durch Maschinenpistolen, durch injezierte Gifte, bei denen man den Eingeborenen gesagt hatte, es handele sich um Impfungen.
( nachlesbar in Augenzeugenberichten )
Die brasilianische Regierung überschreibt jedem Indio in seinem Land das Eigentum am Boden. Aber: Die brasilianische Regierung verkauft an Firmen Regenwald, der nachgewiesenermaßen "indianerfrei" ist. Und daher sind Söldnertruppen am Werk, die ganze Stämme ausrotten.

Man belese sich!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitate von Lena:

Da müßte man dem jenigen schon einen Ersatz - etwas anderes, Besseres dafür bieten.
Was "besseres" ? Du meinst Jesus? 😉


In der Theorie alles schön gedacht, das wird aber nicht funktionieren.
Dann muss eben etwas mehr Druck ausgeübt werden.

Bei den Kindern besteht die Chance das sie sich nach und nach der Zivilisation anpassen würden - aber erst nach langer Zeit denn der Einfluß der Eltern wir überwiegen.
Think Big! 😉


Übrigens sind die meisten dieser Indios - von ehemals Millionen auf geschätze hundertausend - von Weißen umgebracht worden. ( und nicht durch das Kinder vergraben eines Stammes ) Umgebracht durch Maschinenpistolen, durch injezierte Gifte, bei denen man den Eingeborenen gesagt hatte, es handele sich um Impfungen.
( nachlesbar in Augenzeugenberichten )

Und? Was soll das schon wieder aussagen? Ist das schon wieder das typische "Der weiße Mann ist damals gekommen und hat die Indios getötet. Daher hat er heute kein Recht irgendetwas zu fordern" ?

Kein Mensch bestreitet diese Verbrechen. Aber was bringt das heute?
 
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