mikenull
Urgestein
Ich spreche von heute.
Ich sagte auch: Man belese sich!
Zitat ZDF-online:
Weltweite Sympathien für die Indios
Nachdem die spektakulären Bilder eines Stammes an der Grenze zwischen Brasilien und Peru veröffentlicht wurden und der Indianerschützer einen dramatischen Hilferuf gestartet hatte, gingen weltweit Zeitungsleser und Fernsehzuschauer, Experten und Politiker auf die Barrikaden. Der Koordinator der Indio-Behörde Funai in Brasilien, Elias Biggio, kündigte an: "Wir wollen ein Gesundheits-Projekt speziell für Stämme ins Leben rufen, zu denen es noch nie Kontakt gab".
Rund 60 Indio-Gruppen leben in Brasilien noch ohne Kontakt zur Außenwelt. Nach Schätzung des Indianermissionsrates CIMI sind 17 von ihnen unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es gebe Todesschwadronen, die im Auftrag von Holzfällern, Großgrundbesitzern und illegalen Landbesetzern "jede Spur einer Präsenz von Eingeborenen auszumerzen versuchen", um die Gründung neuer Indioschutzgebiete zu verhindern, meint CIMI-Missionar Guenter Loebens.
Holzfäller richten Massaker an
Wie schnell die Indianerausrottung gehen kann, beweist das Beispiel der Kawahiva-Indios, die isoliert am Fluss Pardo in den Bundesstaaten Amazonas und Mato Grosso lebten. Laut CIMI löschten Holzfäller und ein Ex-Polizeichef zwischen 2004 und 2005 durch mehrere Massaker die Gruppe aus. Man habe danach nur drei Überlebende gesichtet, ihr Schicksal sei aber unbekannt.
Die isolierten Indios werden nach Meinung des CIMI aber nicht nur von "Outlaws", von "weißen" Krankheiten wie Windpocken und Masern, von Drogen und Alkohol bedroht, sondern auch von den Aktivitäten der Regierung von Präsident Luiz Lula da Silva. Lulas "Programm zur Beschleunigung des Wachstums" (PAC) sei eine große Gefahr, betonte der Rat jüngst. Um den Bau von Wasserkraftwerken und Straßen in den Reservaten zu verhindern, protestierten Indianer jüngst sogar in der Hauptstadt Brasilia, nahmen mehrfach Regierungsvertreter als Geiseln fest. Der Kontakt mit der "Zivilisation" hatte für die Indios in Brasilien seit jeher katastrophale Folgen. Seit der Ankunft der ersten Europäer nahm ihre Zahl von fünf Millionen auf 350.000 ab.
Zitat
„In 508 Jahren hat sich bei uns kein Indiostamm wirklich der Zivilisation anpassen können.“
Indio-Experte Sidney Possuelo
Zivilisation bleibt Indios fremd
"In 508 Jahren hat sich bei uns kein Indiostamm wirklich der Zivilisation anpassen können", meint der legendäre Indio-Experte Sidney Possuelo. Die meisten isolierten Stämme sollen im Bundesstaat Acre an der Grenze zu Peru leben. Dort hat auch Meirelles Anfang Mai die Fotos gemacht, die dieser Tage um die Welt gingen - und unter anderem die Organisation Survival International in London jubeln ließen.
"Ich bin so zufrieden, Survival-Koordinatorin Fiona Watson hat mir begeistert geschrieben, Millionen von Briefen aus aller Welt seien unterwegs, damit die Regierungen den illegalen Holzeinschlag stoppen und mehr zum Schutz isolierter Indios tun", verriet Meirelles brasilianische Medien. Auf seinen Bildern sind Hütten, bepflanzte Felder und rund 15 männliche Krieger zu sehen, die mit dem Naturstoff Urucum feuerrot angemalt sind. Dass die Indios, wie auf den Bildern zu sehen, sein Kleinflugzeug mit Pfeil und Bogen beschossen, sei positiv, betonte der Indioexperte. "Ich wurde schon von einem Pfeil im Gesicht getroffen. Und das ist gut so. Wenn sich diese Indios erst einmal hübsch freundlich benehmen, wie viele wollen, dann ist das der Anfang vom Ende für sie."
von Emilio Rappold, dpa
Ich sagte auch: Man belese sich!
Zitat ZDF-online:
Weltweite Sympathien für die Indios
Nachdem die spektakulären Bilder eines Stammes an der Grenze zwischen Brasilien und Peru veröffentlicht wurden und der Indianerschützer einen dramatischen Hilferuf gestartet hatte, gingen weltweit Zeitungsleser und Fernsehzuschauer, Experten und Politiker auf die Barrikaden. Der Koordinator der Indio-Behörde Funai in Brasilien, Elias Biggio, kündigte an: "Wir wollen ein Gesundheits-Projekt speziell für Stämme ins Leben rufen, zu denen es noch nie Kontakt gab".
Rund 60 Indio-Gruppen leben in Brasilien noch ohne Kontakt zur Außenwelt. Nach Schätzung des Indianermissionsrates CIMI sind 17 von ihnen unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es gebe Todesschwadronen, die im Auftrag von Holzfällern, Großgrundbesitzern und illegalen Landbesetzern "jede Spur einer Präsenz von Eingeborenen auszumerzen versuchen", um die Gründung neuer Indioschutzgebiete zu verhindern, meint CIMI-Missionar Guenter Loebens.
Holzfäller richten Massaker an
Wie schnell die Indianerausrottung gehen kann, beweist das Beispiel der Kawahiva-Indios, die isoliert am Fluss Pardo in den Bundesstaaten Amazonas und Mato Grosso lebten. Laut CIMI löschten Holzfäller und ein Ex-Polizeichef zwischen 2004 und 2005 durch mehrere Massaker die Gruppe aus. Man habe danach nur drei Überlebende gesichtet, ihr Schicksal sei aber unbekannt.
Die isolierten Indios werden nach Meinung des CIMI aber nicht nur von "Outlaws", von "weißen" Krankheiten wie Windpocken und Masern, von Drogen und Alkohol bedroht, sondern auch von den Aktivitäten der Regierung von Präsident Luiz Lula da Silva. Lulas "Programm zur Beschleunigung des Wachstums" (PAC) sei eine große Gefahr, betonte der Rat jüngst. Um den Bau von Wasserkraftwerken und Straßen in den Reservaten zu verhindern, protestierten Indianer jüngst sogar in der Hauptstadt Brasilia, nahmen mehrfach Regierungsvertreter als Geiseln fest. Der Kontakt mit der "Zivilisation" hatte für die Indios in Brasilien seit jeher katastrophale Folgen. Seit der Ankunft der ersten Europäer nahm ihre Zahl von fünf Millionen auf 350.000 ab.
Zitat
„In 508 Jahren hat sich bei uns kein Indiostamm wirklich der Zivilisation anpassen können.“
Indio-Experte Sidney Possuelo
Zivilisation bleibt Indios fremd
"In 508 Jahren hat sich bei uns kein Indiostamm wirklich der Zivilisation anpassen können", meint der legendäre Indio-Experte Sidney Possuelo. Die meisten isolierten Stämme sollen im Bundesstaat Acre an der Grenze zu Peru leben. Dort hat auch Meirelles Anfang Mai die Fotos gemacht, die dieser Tage um die Welt gingen - und unter anderem die Organisation Survival International in London jubeln ließen.
"Ich bin so zufrieden, Survival-Koordinatorin Fiona Watson hat mir begeistert geschrieben, Millionen von Briefen aus aller Welt seien unterwegs, damit die Regierungen den illegalen Holzeinschlag stoppen und mehr zum Schutz isolierter Indios tun", verriet Meirelles brasilianische Medien. Auf seinen Bildern sind Hütten, bepflanzte Felder und rund 15 männliche Krieger zu sehen, die mit dem Naturstoff Urucum feuerrot angemalt sind. Dass die Indios, wie auf den Bildern zu sehen, sein Kleinflugzeug mit Pfeil und Bogen beschossen, sei positiv, betonte der Indioexperte. "Ich wurde schon von einem Pfeil im Gesicht getroffen. Und das ist gut so. Wenn sich diese Indios erst einmal hübsch freundlich benehmen, wie viele wollen, dann ist das der Anfang vom Ende für sie."
von Emilio Rappold, dpa
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