ja, weiß auch nicht, was da plötzlich los war. der anfall ist noch nicht garnz vorbei, fühle mich stabiler, aber immer noch sehr labil. es ist ganz plötzlich auf einer autofahrt über mich hereingebrochen. plötzlich nur noch solche gedanken:"du schaffst das studium nicht, du schaffst es nicht unterricht für schüler der oberstufe vorzubereiten, niemals wirst du eine gute lehrerin, du warst doch selber nur mittelmäßig in der schule... vielleicht ist es alles doch nicht das richtige für dich und das soziale arbeiten überfordert dich"... und es hörte nicht mehr auf. zu vielen leuten hatte ich es auch schon erzählt um einen rückzieher zu machen. mein chef weiß auch schon bescheid. diese rasende panik, die mir jegliche form von lebensfreude raubte. einfach furchtbar.
in der tat, das verlassen einer gewohnten situation - mag sie auch noch so langweilig und stupide sein - es ist irgendwie angsteinflößend. man könnte vom regen in die traufe kommen. wieder völlig orientierungslos dastehen und schnell eine neue berufliche prspektive entwickeln müssen. ich werde noch wahnsinnig.
meine eltern wollten auch immer nur das beste für mich, allerdings ist meine mutter äußerst ängstlich und das habe ich wohl schon als kind wahrgenommen. es überträgt sich einfach und schafft verunsicherung. heute schadet mir das leider sehr, dass ich so behütet aufgewachsen bin. dadurch entwickele ich eine bestimmte lebensangst, das verkriechen-wollen, fluchtgedanken. schon ein bedrückend hässliches gebäude reicht aus um mir unbehagen zu bereiten.