Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

im falschen beruf?

Frage mich allerdings was das für Ängste sein sollen ? Ich hatte ne total normale Kindheit, sogar besonders liebevoll, mir ist immer alles ermöglicht worden, ich durfte alles machen was mich interessiert hat und mir ist immer von meinen Eltern suggeriert worden, mir stünde die Welt offen....
kein Druck, keine Erwartungen was auch immer...alles easy, Hauptsache ich bin glücklich.
Also...wo soll dann was "verstecktes " sein...seltsam alles :-(
 
ich durfte alles machen was mich interessiert hat und mir ist immer von meinen Eltern suggeriert worden, mir stünde die Welt offen....

Hier unterscheiden wir uns... Meine Eltern waren da deutlich anders. Insbesondere meine Mutter war (und ist) im Grunde eine ziemlich ängstliche Person, die weder sich selbst noch mir etwas zugetraut hat. Sie erlaubte sich selbst nicht, zu ihren eigenen Interessen zu stehen, und auch mich hat sie nachhaltig in die "vernünftige" Richtung gedrängt. Interessante und ungewöhnliche Dinge und Interessen wurden argwöhnisch beäugt und in der Regel für ungeeignet befunden.

Sprich: ich hätte mich zwar für das Bankwesen oder den Elektrikerberuf, aber nicht für Musik oder Kunst interessieren sollen. Dass mich dennoch vor allem die Musik schon als Kind leidenschaftlich begeistert hat wurde von meinen Eltern mit großem Unbehagen gesehen und man hat damals versucht, mich davon abzubringen. Stattdessen wollte man aus mir einen "richtigen Jungen" machen, der sich gefälligst für Fußball, Technik und andere nützliche Dinge zu begeistern habe.

Ich erinnere mich noch gut daran: als ungefähr 12-jähriger begeisterte ich mich zum erstenmal für Beethovens Sinfonien und ich hörte die ersten gekauften Schallplatten rauf und runter. Mein Vater machte sich deshalb ernsthaft Sorgen um mich und jammerte "Warum kann der Junge keine normale Musik hören, so wie die anderen? Mit dem stimmt doch was nicht..."

Und als es später um die Berufswahl ging, wurden alle meine Berufswünsche (neben der Musik zum Beispiel auch die Fotografie oder Sprachen) mit einem verzweifelten "Aber das geht doch nicht, damit kann man doch kein Geld verdienen" quittiert.
 
Ja, bei so einer Vorgeschichte kann ich dann verstehen, dass da "Weichen" gesetzt wurden, die im Erwachsenenalter noch blockieren.
Wenn ich auf so eine Kindheit zurückblicken würde, könnte ich es für mich besser verstehen, wo es im Argen liegt.
Für mich fällt mir jedoch nichts ein.
Und auch heute ist es "egal" was ich mache, Hauptsache, ich bin zufrieden. Schon seltsam alles.
Würd mich ja mal interessieren was da ein Psychologe zu sagen würde 😕
 
Und auch heute ist es "egal" was ich mache, Hauptsache, ich bin zufrieden. Schon seltsam alles.
Würd mich ja mal interessieren was da ein Psychologe zu sagen würde 😕

Ich habe schon psychotherapeutische Sitzungen hinter mir, aber ehrlich gesagt: da ist nix anderes herausgekommen als das, was ich mir auch selber schon hatte denken können.

Mir gehts übrigens auch so, dass ich meine Ansprüche längst heruntergeschraubt habe. Es muss ja gar kein Beruf sein, der mich mit wirklicher Leidenschaft erfüllt. Es würde mir völlig reichen, halbwegs zufrieden zu sein (was im jetzigen Beruf ganz und gar nicht der Fall ist, weil ich hier völlig falsch bin). Zufrieden wäre ich schon, wenn ich wenigstens nur noch halb-falsch wäre...
 
Ja, das ist auch hübsch formuliert "so halb zufrieden"....
stimmt, mich beunruhigt total, dass vieles so an mir vorbeigeht, früher hab ich mich über alles aufgeregt, Anteil genommen, mich eingesetzt...
also mir fehlt echt der Sinn in meiner Arbeit....
aber ich merke, ich dreh mich im Kreis mit meinen Äußerungen....und so vergeht eine nach der anderen Woche....und jetzt im Sommer, wo man doch noch etwas mehr Energie hat passiert nix und bald ist es wieder dunkel und kalt, da passiert erst recht nichts...oh weia
 
aber ich merke, ich dreh mich im Kreis mit meinen Äußerungen....

Das sehe ich auch als Problem bei mir... Aber ich schaffe es irgendwie nicht, diese Gedankenkreisläufe dauerhaft zu stoppen, und die innere Energie konstruktiver zu nutzen... Eben dazu bräuchte ich einen (guten) Coach, der in solchen Fällen sagt: "Stopp, Sie drehen sich wieder im Kreis".

In dem zuletzt gelesenen Ratgeberbuch schreibt die Autorin übrigens, dass diese Gedankenkreisläufe sehr typisch seien und mit ein Hauptgrund, warum man nicht weiterkommt, wie ein Luftwirbel, der zwar rasch dreht, aber sich kaum vorwärtsbewegt....
 
und gab es in dem Ratgeber auch einen Passus wie man aus diesem Wirbel rauskommt ?
Ich bin ja Meister im analysieren, deswegen krieg ich ja auch echt nen Fön, wenn ich das so realistisch betrachte was ich so mit meinem Leben mach und an sich hasse ich nichts mehr als jammern....
ABER.....
und so schau ich immer mal auf den Kalender und denke, dass nun schon wieder die Hälfte des Jahres rum ist ....die Zeit galoppiert.

Und wie oft hab ich mir schon gesagt "entweder Du tust nun was oder Du lässt das jammern sein und fügst Dich"...
ich krieg beides nicht hin...verflixt....
ich bin mit meinen Gegenübern immer sehr "hart " und wenn mir einer so eierig rüberkäm, ich würd ausrasten ....und selber....
 
und gab es in dem Ratgeber auch einen Passus wie man aus diesem Wirbel rauskommt ?

Daran scheitern diese Ratgeber meistens: konkrete Tipps, wie man das stoppt gibts nicht wirklich, oder nur ganz schwammig (nach dem Motto, man solle sich solche Gedankenwirbel eben selbst bewusst machen und sich dann einfach sagen: "Stopp").

Ja, ich pendele auch immer zwischen diesen beiden Positionen hin und her: "entweder Du tust nun was oder Du lässt das jammern sein und fügst Dich"...

Da weder das eine noch das andere klappt, schwinge ich hin und her wie ein Pendel...
 
Das ist doch zum Verrücktwerden.
Gestandene erwachsene Leute, wenn uns einer "in der freien Wirtschaft" sehen würde, würde uns wahrscheinlich jeder als toughe Leute erleben...und hier mutiert man zum Jammerlappen...uah, das ist ja so gar nicht meins und trotzdem weiß ich mir keine andere Lösung um diesem Druck Herr zu werden......
 
Deswegen bräuchte ich einen guten Coach oder Berater, der mir sozusagen den Weg aus dem Irrgarten weist... Denn inzwischen fühle ich mich oft so, wie im dichten Nebel.... Ich weiß zwar, dass ich da nicht sein will, wo ich bin... Aber ich sehe die Wege nicht, kann nicht mal die Wegweiser lesen... Und mein Navi ist kaputt...
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben