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Ignorieren wir unsere Zukunft?

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Um bei dem beispiel mit dem haus zu bleiben...
Das fundament wurde ausgehoelt und viele steine davon von unten nach oben transportiert.
Irgendwann MUSS es da ja zum einsturz kommen, wenn das gewicht so unguenstig verteilt wird.
Und das fundament immer bruechiger wird.
Und wie soll man das fundament sanieren, ohne "material" von oben wieder nach unten zu transportieren oder das ganze gebilde ganz abzureissen und wieder von vorn anzufangen?

Und wenn Teile des Fundamentes wie etwa Besitzrechte auf Land und Ressourcen und die exklusive Verfügungsgewalt darüber aus Elementen einer Epoche bestehen, in welcher das Recht des Stärkeren und damit die nackte Gewalt die Verhältnisse dominierten um später zum Gesetz erhoben zu werden, so können in den oberen Gebäudeteilen zwar hier und dort ein paar Mauern eingerissen und ein paar neue Fenster eingebaut werden etc. .... doch Alles nur auf der Basis dessen, wie es die alten Fundamente zulassen.
 
Hallo Foris,

Menschen gehen Tag für Tag ihren üblichen Beschäftigungen nach, so als
ob die Welt auch „morgen“ nicht anders aussehen wird. Dem gegenüber gibt es Prophezeiungen von Wissenschaftlern, Nostradamus, der Offenbarung, dass es zu gewaltigen, negativen Veränderungen kommen wird. Wohin steuert unsere Welt? Sollten wir uns auf Katastrophen einstellen (wenn ja, wie?) oder alle Prophezeiungen ignorieren? Sind Atheisten hilflos, können mit Prophezeiungen nichts anfangen und leben daher nur im „Jetzt“? Sind dem gegenüber Gläubige schon soweit in der Zukunft, dass sie aktuelle gesellschaftliche Aufgaben übersehen?



Mich interessiert immer warum Menschen tun was sie tun.
Ich selbst versuche Gegenwart und Zukunft zu verbinden.

Wie handhabt Ihr Gegenwart und Zukunft?

Das ist nicht schwierig zu erklären.

Ist es dir wirklich schwierig zu verstehen, warum Menschen tun, was sie tun? So manches Mal kommt es mir nämlich so vor, als würdest du mich veräppeln wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tsunami,
wenn Menschen ihr Handeln nicht darlegen bzw. ihre Beweggründe nicht transparent machen, kann man nur raten. Daher stellte ich die Frage, Tsunami. Das hat nichts mit Veräppeln zu tun, sondern mit Interesse an Menschen.

LG, Nordrheiner

 
Hallo Tsunami,
wenn Menschen ihr Handeln nicht darlegen bzw. ihre Beweggründe nicht transparent machen, kann man nur raten. Daher stellte ich die Frage, Tsunami. Das hat nichts mit Veräppeln zu tun, sondern mit Interesse an Menschen.

LG, Nordrheiner

Dss gefällt mir. Hart auf hart. Denn es ist das Einzige, was ich kann.
 
Hallo, Tsunami,
zu Deinem Beitrag Nr. 77 in Schwarz – mein Kommentar in Blau

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Okay, also Buddha bei die Fische:

Eine Beobachterin dieses Forums/Fadens fragte mich, ob du evangelisch oder katholisch bist? Ich bin nicht evangelisch, erst recht nicht katholisch. Ich bin nirgendwo Mitglied.

Worin siehst du den Unterschied zwischen evangelisch und katholisch?
Es sind mir viele Unterschiede bekannt. Beispiele: Ein Unterschied ist die Heiligenverehrung in der kath. Kirche, die ich garnicht christlich finde. Auch gibt es Unterschiede in der Lehre, z.B. Thema Verhütung. Beim Vater-Unser „glaube ich an die heilige christliche katholische Kirche“, was ich nicht bejahen kann. In der kath. Kirche werden die Emotionen besser angesprochen, was ich gut finde, denn der Mensch hat nicht nur einen Verstand. Die evang. Kirche ist da oft etwas nüchtern. Im übrigen hält die kath. Kirche an Glaubensgrundsätzen fest, lässt sich so schnell nicht vom Zeitgeist überrennen. Über einige Lehrmeinungen der kath. Kirche kann man streiten, ok, aber ich denke, das die evang. Kirche im Gegensatz zur kath. Kirche zu sehr aufgeweicht ist. Manchmal habe ich bei der evang. Kirche den Eindruck, dass die Bibel in den Hintergrund tritt und humanistische Ideen in den Vordergrund treten. An beiden Kirchen übe ich Kritik. Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt und erfreut, dass es in beiden Kirchen auch Christen gibt.


Ich denke, es geht alles den Lauf, den es überhaupt nur gehen kann. Insofern sehe ich keine "düsteren Zukunftsentwicklungen", sondern einfach nur Entwicklungen.

'Ignoranz' ist ein Wort, mit dem ich nicht besonders viel anfangen kann. Würde sagen, dass ich es mache wie die meisten anderen Menschen auch: Je nach Alter, Prägung, Erfahrung, Interesse und Möglichkeiten beschäftige ich mich mit gewissen Dingen mehr, mit anderen weniger. Im Moment geht es uns – vor allem in Deutschland – recht gut. Jedoch kann ich mich Deiner Haltung nicht anschliessen. Du klingst etwas fatalistisch.


Fröhlich? Ja, wenn man kann und will, so finde ich, sollte man sich fröhlich, frohmütig und tapfer an die Seite des Lebens stellen.
„Sich an die Seite des Lebens stellen“ – und das auch noch fröhlich und tapfer – wie machst Du das? Was soll man sich darunter vorstellen?

LG, Nordrheiner
 
Hallo, Rhenus,

zu Deinem Beitrag 64 folgendes.


Ich fragte Dich:
Werde doch konkret – wie sieht Dein „Jetzt“ aus und inwiefern berücksichtigst Du z.B. wissenschaftliche, negative Zukunftsprognosen?


Und Du antwortetest:
„Mein jetzt sieht so aus, dass ich lebe... Und gegen Verdummung argumentiere.
Negative Zukunftsprognosen definiere ich durch meine Arbeit und Erfahrung selbst...
Wenn das wissenschaftlich begründet ist, umso besser!

Doch im Gegensatz zu dir, brauche ich dafür keinen Gott der mich in Lethargie fallen lässt, der mich mit „wer weiß was“ belohnen soll...
Ich glaube an die Kreativität der Menschen, die schon stärkere Herausforderungen gemeistert haben, wenn sie frei genug sind, das tun zu dürfen.


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Also wenn ich Dich richtig verstehe, so besteht Dein Leben aus Argumentation – mit uns oder mit wem auch immer – gegen Verdummung. OK, solange Du Dich (und Eugen Drewermann) nicht selbst als die einzigen Klugen betrachtest, ist das ganz allgemein betrachtet nicht schlecht. Ist Argumentieren denn Deine einzige dynamische Aktivität?

Aber wie das aussieht, wenn Du negative Zukunftsprognosen durch deine Arbeit und Erfahrung definierst, kann ich mir nicht vorstellen. Könntest Du das bitte mal näher erläutern?

LG, Nordrheiner

 
Hallo, der_um_den_Baum_tanzt,

„Alle weltweiten Probleme lassen sich zurückführen auf Ausbeutung der Erde durch die Starken zu Ungunsten der Schwächeren.“


Könnte man Deine Einstellung zu Gegenwart und Zukunft so beschreiben?

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wie stellst Du Dir – und durch wen – eine Lösung vor?

LG, Nordrheiner

 
Nordrheiner, du bist wirklich intelligent. Zum Rest der Argumentation später mehr.

Fröhlich? Ja, wenn man kann und will, so finde ich, sollte man sich fröhlich, frohmütig und tapfer an die Seite des Lebens stellen.
„Sich an die Seite des Lebens stellen“ – und das auch noch fröhlich und tapfer – wie machst Du das? Was soll man sich darunter vorstellen?

Es ist eine gewisse Form von Liebe, in der ich mich gut aufgehoben fühle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, der_um_den_Baum_tanzt,

„Alle weltweiten Probleme lassen sich zurückführen auf Ausbeutung der Erde durch die Starken zu Ungunsten der Schwächeren.“


Könnte man Deine Einstellung zu Gegenwart und Zukunft so beschreiben?

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wie stellst Du Dir – und durch wen – eine Lösung vor?

LG, Nordrheiner

Die Lösung liegt im Empfinden, Denken und Handeln jedes Einzelnen und dessen Wirkungsgrad ist gekoppelt an sein ganz persönliches Vermögen, also daran, in welchem Umfang der Einzelne vermag seine Wahrnehmungen, seinen Verstand und seine Kraft, also seine ganz individuelle Macht, vor dem Hintergrund der anstehenden Notwendigkeiten zur Lösung anstehender Probleme zu gebrauchen.

Die Frage danach, durch wen eine Lösung zustande kommen sollte ist also ganz eindeutig zu beantworten:

Durch mich .... und Dich .... und unsere Zeitgenossen.

Dreh und Angelpunkt für die Ausübung individueller Macht innerhalb unserer Gemeinschaft, ist die gesellschaftliche Position die der Einzelne aufgrund seines persönlichen Vermögens inne hat.
Über die Kriterien, also die Qualität des Vermögens aufgrund dessen bestimmte Positionen besetzt werden, herrschen recht unterschiedliche Meinungen und die Mechanismen die letztlich zur Auswahl bestimmter Persönlichkeiten zur Besetzung bestimmter Positionen führen, vernachlässigen mitunter den aktuellen Zeitgeist und den aktuellen Stand der Erkenntnis zu Gunsten längst überholter, aber fest installierter Strukturen des gesellschaftlichen Miteinanders, die einem notwendigen Wandel beharrlich im Wege stehen.

Bei der Frage danach, wie ich mir eine Lösung vorstelle, lande ich wiederum bei mir und Dir und unseren Zeitgenossen.
Und da ich über Dein Vermögen und das Vermögen der meisten meiner Zeitgenossen nicht all zu viel weiß und den Umfang auch nur sehr begrenzt beeinflussen kann, kann ich nur mein eigenes Vermögen als Kriterium für die Einnahme einer gesellschaftlichen Position zu Grunde.

Und da ich mich aufgrund meines Empfindens und Denkens in der Verantwortung sehe mein Handeln auf die meines Erachtens nach anstehenden Notwendigkeiten abzustimmen, also etwas zu "unternehmen" und weil mein ganz persönliches Vermögen mich dazu befähigt, habe ich die gesellschaftliche Position eines Unternehmers gewählt und gebrauche meine Macht im Sinne einer sozialverträglichen und umweltgerechten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Betriebsführung und nehme dabei meine Mitarbeiter und meine Kunden und meine Lieferanten mit ins Boot, so weit sie mitfahren wollen.
 
Die Antwort ist einfach: An den Zuständen etwas ändern kann nur die Politik. Der einzelne Mensch kaum. Und die Politik kann nur etwas ändern, wenn alle Länder am selben Strang ziehen würden. Aber es wird niemand den Anfang machen wollen. Mit anderen Worten: Die Lawine ist nicht aufzuhalten.
 
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