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Ignorieren wir unsere Zukunft?

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Die Antwort ist einfach: An den Zuständen etwas ändern kann nur die Politik. Der einzelne Mensch kaum. Und die Politik kann nur etwas ändern, wenn alle Länder am selben Strang ziehen würden. Aber es wird niemand den Anfang machen wollen. Mit anderen Worten: Die Lawine ist nicht aufzuhalten.

Ja und Nein. Politik kann zwar Einiges bewerkstelligen, aber nicht alles. Es fehlt die Politik des Menschen, des Volkes. Und dazu braucht es Menschen, die in höchstem Maße politisch und liebevoll sind. Menschen, die Gerechtigkeit leben und zelebrieren, Liebe in ihrer höchsten Effizienz leben. Nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt. Und wenn nicht jetzt, dann zumindest morgen. ;-)
 
In den letzten Tagen kam es ja heraus: Die Parteien lassen umfassende Umfragen im Volk machen. Und zwar viel umfangreicher als das Forsa oder Allensbach machen könnten. Und die Politik richtet sich nach ihren Umfragen. Und das heißt: Erst wenn es deutliche Mehrheiten für irgendwas gibt, wird gehandelt. Was einzelne Menschen tun, interessiert da nicht. Und wer von uns denkt schon länderübergreifend?
 
Ja und Nein. Politik kann zwar Einiges bewerkstelligen, aber nicht alles. Es fehlt die Politik des Menschen, des Volkes. Und dazu braucht es Menschen, die in höchstem Maße politisch und liebevoll sind. Menschen, die Gerechtigkeit leben und zelebrieren, Liebe in ihrer höchsten Effizienz leben. Nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt. Und wenn nicht jetzt, dann zumindest morgen. ;

Mann, Tsunami, das ist ein super toller Beitrag! Du sprichst mir aus dem Herzen.
Das Geschimpfe auf Menschen und Institutionen ist völlig unproduktiv, wobei Kritik sicher auch wichtig ist. Aber was bewirkt Kritik, auch wenn sie berechtigt ist, ohne Liebe zu den Menschen?

Es kommt auf das an, was Du so schön beschrieben hast – und wenn das dann zur Tat gelangt… kommt es auch zu Verbesserungen im Jetzt und morgen auch noch….

LG, Nordrheiner
 
Das Problem ist, dass die Menschen in der Dritten Welt immernoch auf Kinder als Altersversoge angewiesen sind. Die Nachkommen versorgen die Alten und da man davon ausgehen kann, dass nicht alle Kinder durchkommen, werden mehrere gezeugt.
Dann müsste man diesen Ländern diesselbe wirtschaftliche Entwicklung wie in der ersten Welt ermöglich, damit es zu Geburtenrückgängen kommt wie in Europa, den USA, Japan und (langsam) auch China. Allerdings ist da dann wieder eine vermehrte Ausbeutung der Ressourcen etc. auf der anderen Seite.
Was also tun? Hier begibt man sich schnell auf recht dünnes Eis mit Geburtenkontrolle und Co. Wer entscheidet, wer wieviel Kinder bekommt und warum? Mit irgendwelchen Ideen Genozide zu veranstalten will ich gar nicht erst anfangen und für mich zieht da auch das Argument, dass es ja "für ein höheres Wohl" ist nicht. Egal ob jemand einfach nur die "überzähligen" Menschen weghaben will oder gleich alle draufgehen soll.
Was ich hoffe wäre wenn schonmal eine komplette Abkehr von fossilen Energien in der nächsten Zeit vollständig möglich wäre. Mehr als dann noch den eigenen Konsum im Auge zu behalten fällt mir da leider nicht ein. :/
Ob es wirklich eine globale Lösung gibt, weiß ich nicht.

Eine Abkehr von fossilen Brennstoffen ist sicher eine gute Idee.
Die meisten Energieversorger werden das noch so lange herauszögern, wie es Ihnen möglich ist.
Weil erneuerbare Energien den Energieversorgern kein Geld bringen werden.

Den eigenen Konsum im Auge zu behalten, ist schon ein sehr wichtiger Punkt.
Ob ich nun weiß, dass z.B. im Bereich diverser Schokoladenhersteller oftmals Kinderarbeit angesagt ist, zu völlig inakzeptablen Arbeitslöhnen, ist das Eine.

Das Andere wäre: die Schokolade entweder nur dort zu kaufen, wo es transparent genug ist, dass faire Löhne gezahlt werden, oder generell auf dieses Produkt zu verzichten.

Eine dritte Möglichkeit, neben dem Verzicht, besteht in dem Beitritt zu bestimmten Vereinen und Aktionsgruppen, die z.B. für die Natur sind ( Naturschutzbund oder andere Organisationen).

Denn dort werden ja Überlegungen gemeinsam stattfinden, wie etwas verändert werden kann. Und je mehr Gehirne zusammen an eine Sache denken, umso mehr Potenzial kann dabei entstehen.

Eine vierte Möglichkeit, wobei dies mit Vorsicht zu genießen ist, wäre in seinem persönlichen Umfeld vorsichtig auch andere Menschen zu ermutigen, über die Zukunft und Ihre mögliche Macht etwas verändern zu können, nachzudenken.

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Wenn z.B. jemand gegen Globalisierung ist, aber dennoch irgendwas bei riesigen Internetanbietern oder Textilherstellern kauft, kann er sich zumindest fragen, wie stark er selbst gegen Globalisierung wirklich ist.

---

Ich bin an einigen Stellen der Meinung, dass manchmal Menschen die Vorstellung fehlt, etwas könnte auch anders sein.

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Wenn alle Menschen in Deutschland sich entschließen würden, an einem Tag kein Fleisch zu essen. Ich bin fast sicher, dies würde eine Wirkung haben. So wie der Tag der Einheit gefeiert wird, könnte ein Tag des Verzichts auch schon etwas zum Vorschein bringen.

---

Um allerdings wirklich etwas dauerhaft im Bereich Zukunft zu verändern, bräuchte es eine Vision.

Was ich z.B. witzig finde, sämtliche Kaufhäuser nehmen mittlerweile Geld für Ihre Einkaufstüten.

Mich stört das wenig, da ich in den allermeisten Fällen ( wo es Geld kostet) bisher gut darauf verzichten konnte.

-> wenn allein beim Ansammeln von Plastiktüten beim Einkauf Menschen verzichten könnten ( und z.B. frühere Einkaufstaschen mitnehmen würden), wird dies über einen längeren Zeitraum zu Veränderungen führen.

Denn dann werden weniger Einkaufstaschen produziert werden müssen. Das wird die Industrie irgendwann schon merken.

Wenn ich natürlich jetzt nur der Einzige wäre, der auf Einkaufstüten verzichtet, ist das völlig irrelevant.

---

Die Masse macht's.
 
Hallo, Rhenus,

zu Deinem Beitrag 64 folgendes.


Ich fragte Dich:
Werde doch konkret – wie sieht Dein „Jetzt“ aus und inwiefern berücksichtigst Du z.B. wissenschaftliche, negative Zukunftsprognosen?


Und Du antwortetest:
„Mein jetzt sieht so aus, dass ich lebe... Und gegen Verdummung argumentiere.
Negative Zukunftsprognosen definiere ich durch meine Arbeit und Erfahrung selbst...
Wenn das wissenschaftlich begründet ist, umso besser!

Doch im Gegensatz zu dir, brauche ich dafür keinen Gott der mich in Lethargie fallen lässt, der mich mit „wer weiß was“ belohnen soll...
Ich glaube an die Kreativität der Menschen, die schon stärkere Herausforderungen gemeistert haben, wenn sie frei genug sind, das tun zu dürfen.


--------------------------------

Also wenn ich Dich richtig verstehe, so besteht Dein Leben aus Argumentation – mit uns oder mit wem auch immer – gegen Verdummung. OK, solange Du Dich (und Eugen Drewermann) nicht selbst als die einzigen Klugen betrachtest, ist das ganz allgemein betrachtet nicht schlecht. Ist Argumentieren denn Deine einzige dynamische Aktivität?

Aber wie das aussieht, wenn Du negative Zukunftsprognosen durch deine Arbeit und Erfahrung definierst, kann ich mir nicht vorstellen. Könntest Du das bitte mal näher erläutern?

LG, Nordrheiner

Gut, dann lege ich mal nach.

Ich beurteile wissenschaftliche Prognosen nicht nur nach ihrer Aussage, sondern auch nach ihrem Sinn, Wahrheit, Beweisbarkeit und persönlicher Motivation des Aussagenden, bzw. seines Geldgebers.

Da ich mich ein wenig damit auskenne, weiß ich wie Wissenschaft finanziert wird und wie dementsprechend, wie und was, dabei rauskommen soll.
Ansonsten verschwinden Studien im Nirwana der Aktenschränke. Wie z.B. die positive Machbarkeitsstudie, die beweist, dass die Sozialgesetzgebung weitgehend durch ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" zu ersetzen wäre.

Diese Studie sollte dem Auftraggeber nach, die Unmachbarkeit beweisen, was jedoch gründlich fehlschlug.

Ich frage also, und ich recherchiere den Wahrheitsgehalt einer Aussage, wie z.B. solche tollen Behauptungen und Aussagen, dass Gott bewiesen wäre...
Oder ob die Welt untergeht...

Mir gelingt es dabei, mich nur als Beobachter zu sehen und das ohne Eigennutz. Ich komme daher zu anderen Ergebnissen, als beispielsweise du, der das Endergebnis als feststehend betrachtet.

Nein, ich halte mich selbst nicht für klug, sogar für unvollkommen, dennoch erkenne ich Dummheit recht gut, wenn sie mir begegnet. Denn wer sich seiner eigenen Dummheit bewusst ist, ist schließlich klüger als der, der sie nicht erkennt. 😀
Zudem bin ich selbst mein schärfster Kritiker, wenn ich merke, was ich nicht weiß.

Daher glaube ich nicht wirklich an Negativprognosen, ich halte sie weitgehend für falsch, weil fast alles auf den Weg dorthin veränderbar ist.
Im Grunde wissen wir fast alles, wir befolgen es nicht.
Wir sind als kollektiv nicht bereit, uns an der Intelligenz zu orientieren, sondern nur an der Dummheit, weil sie vermeintliche Vorteile bringt.

So ist unser ganzes Wirtschaftssystem auf unsinnigen Konsum und Ressourcenverbrauch ausgerichtet.
Wir opfern unsere Kinder dem Wirtschaftssystem, machen sie wissentlich krank, um lediglich einen schnellen Erfolg zu erzielen, indem wir anstatt den Menschen weiter zu entwickeln, wir lediglich den Konsum stützen.
Intelligent wäre aber, die Geburtsraten zu senken und Kinder mehr körperlich und ethisch zu fördern!
Ihnen Sozialkompetenz geben, anstatt des Wettbewerbs.

Denn der Zukunftsmensch und Sieger wird abstürzen und erkennen, dass er so schnell gelaufen ist, dass er alleine ist und auf keine Hilfe rechnen kann.

Doch dagegen steht Kirche mit der propagierten Weisheit von vor tausenden Jahren, zu einer Zeit, wo Menschen weit unter 40 Lebensjahren starben.
Dazu gepaart mit Wirtschaftsinteresse und Fremdenfeindlichkeit.
Eine Evolution wird das korrigieren.

Die Wissenschaft ist nicht mehr frei, z.B. in der Medizin, wo keine neuen Wirkstoffe mehr entdeckt werden, und wenn, dann nur, die teuer zu vermarkten sind.
Die meisten Gelder werden in die Forschung der Rüstung und Überwachung gesteckt. Also Destruktivität.
Ich glaube an die Großartigkeit der Evolution, wo der Mensch in seiner Dummheit ersetzbar ist.

Zudem kann ich mir diesen provokanten Satz leisten, weil ich weiß, dass jeder jemals gelebter Mensch immer noch Bestandteil dieser Evolution ist, nur eben in anderer Form. Er also tatsächlich im übertragenen Sinne unsterblich ist.

Man muss nur bereit sein, über den Tellerrand zu schauen, dann wird man erkennen, dass die Bibel nicht von Gott kommt, sondern ein Großteil von atheistischen Philosophen.

Wenn Demokrit z.B. 440 v.Ch. schrieb:
„Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum.“

Er hat Atome beschrieben, woran auch heute kein Zweifel besteht.
Wie mögen also seine Worte auf einfache Menschen gewirkt haben, die sich das nur mit einer Göttlichkeit erklärten?
Und dann kommen du und andere mit einem Primitivbuch des Blut-Boden-Hass-Lebens...

Auch du, und so viele andere, sind nicht in der Lage oder bereit, einmal ohne das Endergebnis infrage zu stellen, etwas zu durchdenken.
Das wussten die Schreiber der Bibel schon und verboten es daher auch.

Also ich glaube nicht, dass man Eugen Drewermann vorhalten könnte, dumm zu sein, zumal ich mich nicht auf seinem Gebiet messen könnte. Ich brauchte wohl ein weiteres Leben, um dahin zu kommen, wo er ist.
Allerdings habe ich Gebiete wo ich punkten könnte. 😉

Unter anderem kann er sich nicht von einem Gott im herkömmlichen Sinne trennen, oder traut es sich nicht, es klar auszusprechen. Was seinen Feinden dann ein leichtes Spiel wäre, ihn zu verleumden.
Was mich zu der Frage bringt:
Was wirfst du Drewermann vor?

Wir haben (D. und ich) eben nur vieles gemeinsam...
Und wenn es nur das Hinterfragen und der Pazifismus wäre. Seine und meine Leidenschaft für den Maler Otto Dix...

Eugen Drewermann und Otto Dix - Flandern - YouTube

Es ist erstaunlich in der Kausalkette deiner Argumente, dass du dich, wenn man dir Missstände beweist, du dich zuerst von der Kirche distanzierst und doch sofort wieder für sie zum Kämpfer wirst, wenn du meinst, dass sie angegriffen wird.
Du erkennst nicht, die bewiesenen Lügen in der Bibel, die Widersprüche und den Unsinn.
Dabei müsstest du doch ein Interesse daran haben, eine Bibel unverfälscht zu lesen.

Denn wenn ein Gott Glaube ist, braucht man keine Bibel!
Man braucht nicht den Eifer der Mission, der ja nur Eigennutz und Machtmissbrauch darstellt.
Eine Bibel braucht man nur, um Menschen gleichzuschalten... sie entmündigen und Macht auszuüben über sie.

Denn wenn es einen Gott gäbe, wüssten es alle auch so, weil Ebenbild.
Heißt es nicht in der Bibel:

In Genesis 1,26 & 27 heißt es:
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild (zelem), das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib.

Die Frage nach UNS ist recht interessant...
Denn meine These lautet, dass der Mensch sich einen Gott schuf und nicht umgekehrt!

 
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