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Ich will aufwachen

Moin zusammen,
also das Ausrechnen vom Unterhalt (im Wechselmodell) habe ich ja vorab ein paar Male probiert, nie zu 100% verstanden und kam immer auf verschiedene Ergebnisse..entsprechend war mir ja auch sehr daran gelegen, zu erfahren, worüber wir am Ende sprechen und das hat die Anwältin uns vorgeführt:
Allein der Kindesunterhalt für beide ist schon etwas mehr als in meinem "worst-case" berechnet und als i-Tüpfelchen steht meiner Ex auch noch Ehegattenunterhalt zu.
=> In Summe drücke ich ab Dezember also, trotz Wechselmodell, 850€ jeden Monat von meinem Netto ab!

Ich habe gestern Abend lange gerechnet und sollte mit meinen Lebenshaltungskosten - auch für die neue Wohnung und meinem Auto - gerade über die Runden kommen. Hurra...nicht...
Gegenüber chillt dann sie mit Ihrem 20h Job und sahnt fein ab - hab mal Ihre Kosten überschlagen und sie steht nicht viel schlechter da als ich. Ich muss mir aber den A. aufreißen mit meinem Vollzeitjob und Kinderbetreuung. Und dabei muss sie sich noch nichtmal "die Blöße geben", zum Jobcenter zu gehen und nach Beihilfen zu fragen..

Mir würden - aufgrund der Gehaltsverhältnisse - immerhin 3/4 des gesamten Kindergeldes zustehen.
-> Da meinte sie dann schnell, ja wir hätten ja vorher gesagt, wir fänden es fair das 50:50 zu teilen...
Ja, ich finde alles, was gerade passiert sehr fair, ja..

Außerdem könnte ich theoretisch ein Kind bei mir melden, dann würde ich nämlich in Steuerklasse 2 kommen und im Monat 100-130€ mehr netto haben!
-> Ja findet sie nicht gut, die Kinder zu "trennen" (auf dem Papier), aber naja, "wenn es nicht anders geht"..
Wow, danke, wie großzügig..

Darauf angesprochen, ob sie denn nicht 25 oder 30 Stunden arbeiten gehen könne: Ne, so viel Arbeitsvolumen liege dort nicht an, nach ihrem Chef.. Die Anwältin meinte dann auch nur etwas unkonkret, dass ich "später" mal auch Recht dazu hätte, von Ihr zu verlangen, sich einen Minijob dazu zu suchen oder eine andere Stelle mit mehr Stunden..
Wenn ich das richtig gegooglet habe, bekommt "Sie" auch nur im Trennungsjahr den Unterhalt, damit wäre also nach gut 10 Monaten wieder Schluss..

Wir haben kurzfristig für kommende Woche einen Termin zur "Nachbesprechung".
Die Themen bzgl Kindergeld sowie Meldung/Steuerklasse werde ich da versuchen für mich zu entscheiden, um nicht nicht noch schlechter zu stellen, als nötig.
Und ich werde auch das Thema mit dem Unterhalt für Sie nochmal hinterfragen, bzw, welche Bedingungen Sie dafür erfüllen muss.

Im Dezember startet dann das Wechselmodell, ich habe in der ersten Woche die Kinder, in der jetzigen Wohnung. Werde dann mal "schnuppern", wie dieser Alltag dann so läuft und zu was ich überhaupt in der Lage bin, stundenmäßig zu arbeiten.

Meine "Wunschvorstellung" wäre auf 35h zu verkürzen:
Kinderwoche = 30h + Vollzeitwoche = 40h; Mittel also 35.
Geldmäßig mache ich selbst damit Einschnitte!
Aber ich muss auch ein bisschen an meine Psyche und Belastbarkeit denken.
Eben AUCH um für meine Kinder möglichst "fit" da zu stehen!
Wenn ich da nicht an mich denke wird es kein anderer für mich tun.

Ich schicke das der Anwältin mal vorab, um mir das vorrechnen zu lassen zu nächster Woche, dann habe ich das als "Plan B" für mich , falls ich nach den ersten Wochen im Wechselmodell feststellen sollte, ich komme vorn und hinten nicht hinterher..

Das war Thema Unterhalt.
Dann ging es noch rund um unser Erspartes:
Und das Thema lag ihr ja schwer im Magen, weil sie sich angeblich nirgendwo Geld beschaffen konnte für Ihre Kaution, Schlafcouch, Küche etc und abei "ALLE Möglichkeiten" ausgeschöpft hätte.
Spoiler: Wie sich gestern herausstellte, ging es dann doch irgendwie irgendwo.....

Die Anwältin fing schon an, eine riesige Rechnung zu "Zugewinngemeinschaft" zu machen - da ich aber mit Eigenkapital und einem eigenen (relativ neuen) Auto in die Ehe gestartet bin, wurde schnell klar - mit dieser Rechnung gibt es nichts "zu holen".

Dann der absolut Hoch/Tiefpunkt - O-Ton von meiner Ex: "Ja, also da unten dieses neue Auto in der Garage ist mir ja echt ein Dorn im Auge!"
Übersetzt: Ja, da stecken rund 8000€ gemeinsames Geld von uns drin.

Die Anwältin rechnete Ihr dann aber dasselbe vor, wie ich es schon mehrfach: Ich habe vor der Ehe allein die komplette Wohnung, jedes Teil und Gerät, allein aus eigener Tasche bezahlt. Also die Teile inkl TV und Waschmaschine, die wir jetzt unter uns aufgeteilt hatten..
Außerdem Ihre Schulden bei mir - das schien sie mal wieder komplett auszublenden.
Aber NIX DA: Die Anwältin hat es genau wie ich einfach gegenübergestellt - theoretisch hätte ich sogar noch Geld von Ihr fordern können, aber wir haben das Thema damit einfach mal abgehakt.

ICH will mich NICHT an IHR bereichern - auch wenn ich mit dieser Einstellung offenbar in einer Einbahnstraße bin.
Ich will nur meinen Frieden und die Trennung von Ihr.


Es war schon krass nochmal so live, auch einem neutral Dritten gegenüber, zu sehen, wie abgezockt sie einfach reagiert..
Wie kann sich ein Mensch so brutal ändern..?
Egal was zu Ihrem Fremdgehen führte, wir haben 12 Jahre und zwei Gemeinsame Kinder vorzuweisen.
Da ist einfach Null Respekt, Rücksicht, Anstand oder was auch immer. Brutal einfach

Tja, dann müsste man überlegen ob man die Kinder ganz zu sich holen kann, wenn einer von beiden mit seinem eigenen Leben schon nicht klar kommt. Gibt für alles eine Lösung.
Das sehe ich allerdings auch so "hart".
Ich bin rechtlich dazu verpflichtet gewisse Unterhalte zu zahlen. Ich finde mich nicht verantwortlich dafür, dass Sie über die Runden kommt.
Absolut gar nicht.
Sie strengt sich ja nichtmal an. Wenn es Ihr zu wenig Geld im Monat wäre, ja dann such dir doch einen (Mini) Job, dann haste in der Kinderfreien Woche halt kein 20h-Eierschaukel-Alltag sondern musst dir dein Geld für deinen Haushalt erwirtschaften. Nicht gucken, wo man sich überall bedienen lassen kann.

Würde sie in einem Paralleluniversum all das tun und mir vorrechnen können, nicht über die Runden zu kommen, wäre ich evtl sogar gesprächsbereit, aber ich rechne und denke nicht mehr für sie mit. Sie ist wie ich 36 Jahr alt, hat sich wie ich dafür Entschieden zwei Kinder zu kriegen. Ok, also verhalte dich entsprechend.
Bist du nicht in der Lage dazu? Vernachlässigst Du die Kinder?
Dann mach ich eher ein Fass auf mit allen rechtlichen Mitteln dieser Welt, bevor ich ihr noch Geld in den Rachen werfe. Dann müssen die Kinder komplett zu mir, wenn sie nicht reif genug ist, in ihrer Komfortzone und Wechselmodell klar zu kommen.
Man kann auf der einen Seite nicht so Respekt- und rücksichtslos sein und sich dann von mir Fairness erhoffen, alles im Wohle der Kinder für sie zurecht zu biegen und nur auf meine Kosten, Geld, Zeit, Energie.

Kann sein, dass das jetzt wieder eine Kontroverse hier auslöst - die Meinungen von außen können sicher unterschiedlich sein, aber ich hab meine Gründe dafür jetzt erklärt.
Ich hoffe, für die Kinder, dass es nicht dazu kommt, weder jetzt nach der Trennung noch in Zukunft. Aber wie sie in Ihrem Haushalt zurecht kommt, liegt allein in Ihrer Hand, damit bin ich mit der Trennung fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, bei Geld hört die Freundschaft auf.
Ich finde du machst es richtig.
Wie es jeweils mit den eigenen Wohnungen läuft, wird noch einmal interessant.
Ich glaube letztendlich werden die Kinder ganz zu dir ziehen und du wirst das schaffen; zur Not mit Hilfe von außen.
 
wir haben 12 Jahre und zwei Gemeinsame Kinder vorzuweisen.
Da ist einfach Null Respekt, Rücksicht, Anstand
Meine Grosseltern haben 60 Jahre und vier gemeinsame Kinder vorzuweisen. 50 Jahre davon haben sie sich kaum mit dem A**** angeschaut und sich höchstens angeschnauzt. Ob das jetzt besser war?
 
Allein der Kindesunterhalt für beide ist schon etwas mehr als in meinem "worst-case" berechnet und als i-Tüpfelchen steht meiner Ex auch noch Ehegattenunterhalt zu.
=> In Summe drücke ich ab Dezember also, trotz Wechselmodell, 850€ jeden Monat von meinem Netto ab!
Achso, du meintest also nicht den Ehegattenunterhalt oder "nachehelichen" Unterhalt, sondern eigentlich ganz lapidar den Trennungsunterhalt. Ja, das kann schon anfangs für den zahlenden zu einer relativ großen Belastung führen. Deshalb auch nur zeitlich begrenzt.
Summe empfinde ich für ein Wechselmodell auch recht viel, aber da ich keine Zahlen kenne kann ich dazu nix sagen. Dennoch: Warum zahlt überhaupt jemand KU beim Wechselmodell? Wahrscheinlich habe ich es überlesen, es ging wahrscheinlich nicht um ein 50:50 Wechselmodell?

Die Anwältin meinte dann auch nur etwas unkonkret, dass ich "später" mal auch Recht dazu hätte, von Ihr zu verlangen, sich einen Minijob dazu zu suchen oder eine andere Stelle mit mehr Stunden..
wüsste nicht welches Recht du dazu hättest, so lange sie ihren Verpflichtungen nachkommt.

Wenn z.B. die Kinder bei dir wären und sie müsste den Unterhalt bezahlen, bestünde eine gesteigerte Erwerbsobliegenheitspflicht. D.h. es kann von ihr verlangt werden, im Zuge des KU die Stunden aufzustocken oder einen besser bezahlten Job zu nehmen. Aber so ist die Konstellation ja aktuell gar nicht.

Wenn ich das richtig gegooglet habe, bekommt "Sie" auch nur im Trennungsjahr den Unterhalt, damit wäre also nach gut 10 Monaten wieder Schluss..
Also das Trennungsjahr geht 1 Jahr und i.d.R. ist man im Anschluss rechtskräftig geschieden. Dann entfällt der TU und es wird geprüft ob nachehelicher Unterhalt ebenfalls noch zum Tragen kommt. Sehe ich aber bei euch keinen Grund für. "Einmal Arztfrau, immer Arztfrau" gibt es glücklicherweise nicht mehr. Jeder kann arbeiten gehen und sich selbst versorgen.

Es soll aber Fälle geben in welchen der Scheidung nicht zugestimmt wurde. Dann geht es nochmal ab zum Anwalt und demzufolge ist auch weiterhin TU fällig. Bis zur Härtefallentscheidung! ^^
Aber daran würde ich jetzt noch nicht denken.

Meine "Wunschvorstellung" wäre auf 35h zu verkürzen:
Kinderwoche = 30h + Vollzeitwoche = 40h; Mittel also 35.
Geldmäßig mache ich selbst damit Einschnitte!
Dann auf jeden Fall nochmal eine neue Berechnung starten!!


Das sehe ich allerdings auch so "hart".
Ich bin rechtlich dazu verpflichtet gewisse Unterhalte zu zahlen. Ich finde mich nicht verantwortlich dafür, dass Sie über die Runden kommt.
Absolut gar nicht.
Sie strengt sich ja nichtmal an. Wenn es Ihr zu wenig Geld im Monat wäre, ja dann such dir doch einen (Mini) Job, dann haste in der Kinderfreien Woche halt kein 20h-Eierschaukel-Alltag sondern musst dir dein Geld für deinen Haushalt erwirtschaften. Nicht gucken, wo man sich überall bedienen lassen kann.
Das ist die richtige Einstellung. 👊

Würde sie in einem Paralleluniversum all das tun und mir vorrechnen können, nicht über die Runden zu kommen, wäre ich evtl sogar gesprächsbereit, aber ich rechne und denke nicht mehr für sie mit. Sie ist wie ich 36 Jahr alt, hat sich wie ich dafür Entschieden zwei Kinder zu kriegen. Ok, also verhalte dich entsprechend.
Bist du nicht in der Lage dazu? Vernachlässigst Du die Kinder?
Dann mach ich eher ein Fass auf mit allen rechtlichen Mitteln dieser Welt, bevor ich ihr noch Geld in den Rachen werfe. Dann müssen die Kinder komplett zu mir, wenn sie nicht reif genug ist, in ihrer Komfortzone und Wechselmodell klar zu kommen.
Sag ich doch.
 

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