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Ich passe irgendwie nicht in diese Welt.

Das ist für mich das Problem... Es scheint egal zu sein, was ich mache, oder wie ich es mache, ich fühle mich immer gleich. Und ich fühle mich meistens schlecht.
Diese Hoffnungslosigkeit ist, was mich fertig macht. Seitdem ich 13 bin, versuche ich aus diesem emotionalen Scheiß herauszukommen, und nach jedem kleinen Schritt nach vorne verschlechtert sich mein Zustand spontan aus unerklärlichen Gründen.

Du hast bist jetzt ja noch keinen gescheiten Therapeuten gehabt!

Bei mir war es ähnlich, ich hab auch ab 13 probiert, mich zu ändern, aber es ging nur bedingt. Erst in der Therapie hab ich angefangen zu kapieren, an welchen Schrauben ich drehen muss. Bei mir war es zuvor so, dass ich dachte, ich müsse unbedingt als erstes meine Ideale und bestimmte andere Werte erfüllen. Dabei ist eine der wichtigsten Fragen, wenn ich möchte, dass es mir gut geht: "Was braucht meine Seele gerade? Wo drückt es, was will die Seele ausdrücken (spielen, albern sein, weinen, vor Wut brüllen, kuscheln ..)?" Aber es ist eben ein langer Prozess, bis man bereit ist, der Seele regelmäßig Zeit einzuräumen. Außerdem kann es noch viele andere Baustellen geben. Es könnte ja sein, dass eine der Ursachen für deine Depression ein mehr oder weniger schweres Trauma ist, an das du dich nicht erinnern kannst. Oder ein langjähriger Mangel an Liebe und Wertschätzung durch die Eltern.
 
Hallo,

Naja, ich hatte gestern mit meiner Freundin eine Art Krisengespräch.
Und ja, der Donnerstag rückt immer näher. Dummerweise weiß ich garnicht, ob mir ein Arzt überhaupt helfen könnte. Wie gesagt ist das einzige Medikament, das ich kenne und das zuverlässig angstlösend bei mir wirkt Lorazepam/Tavor. Und ob ich mir das Zeug nach Hause holen will, weiß ich nicht.

Im Endeffekt bin ich als Raucher ja suchtgefährdet. Und da wäre eine Ladung Benzos bei mir in der Wohnung vielleicht eher ungünstig.
Ich fürchte, da werde ich mich einfach durchbeißen müssen.

Also ein Trauma habe ich definitiv nicht erlebt. Das ist der Vorteil daran, wenn man einen Zwillingsbruder hat, der einen auf Schritt und Tritt begleitet hat... Man hat so zu sagen ein "Backup"...
 
Klar, dass so eine Beziehungskrise bedrohlich ist ... sie hat dir ja in den letzten Tagen einige nicht sehr nette Dinge gesagt ...

Ich finde es sehr mutig, dass du dich ohne Medis durchbeißen willst.

Und das mit dem Trauma ... offiziell, im ICD-10-System (Verschlüsselung der Krankheiten), gibt es meines Wissens nur die Posttraumatische Belastungsstörung, also schwerwiegende Traumata. Aber alle "mittleren" und kleinen gibts ja auch, und ihr wisst wohl beide nicht, was los war, als ihr ganz klein ward. Außerdem kann die Geburt allein schon ein Trauma sein, ob das die Ärzte und Kassen jetzt so nennen oder nicht. Die Empfindungen reichen bis in den vorgeburtlichen Bereich; wenn die Mutter in der Zeit Stress hatte, kriegen das die Kleinen auch schon ab, das ist jetzt allgemein anerkannt.
 
Ich geh jetzt.
So ein "Backup" hätte ich auch gern. 😉 Aber es ist offenbar nicht nur Zuckerschlecken.
Bis demnächst. 🙂
 
Hey,

Gestern war meine Therapie doch sinnvoller, wie sonst. Es hat mich erstaunt, dass die Therapeutin sogar mal den Mund aufbekommen hat.

Ich bin jetzt in erster Linie gespannt, wie morgen das Musikprojekt laufen wird.

Das Krisengespräch mit meiner Freundin ging übrigens nicht davon aus, was sie mir die letzten Tage gesagt hatte. Das Gespräch ging von mir aus...

Sagen wir mal.. Ich weiß, dass meine Mutter vor meiner Geburt Medis bekommen hat, die sie nicht so recht vertragen hat, und dass bei meiner Geburt Komplikationen auftraten, sodass ein Kaiserschnitt notwendig war. Und die ersten zehn Tage meines Lebens habe ich im Krankenhaus verbracht - ohne Mutter.
Das sind für n kleines Kind sicher alles eher belastende Erfahrungen. Nur.. schön und gut, dass ich das jetzt weiß. Aber wie ändere ich an sowas?
 
Morgen! 🙂
Wann findet denn heute das musikalische Treffen statt? Ich drück dir jedenfalls beide Daumen! :daumen:
Und wünsch dir, dass du dich auf die Musik und auf die Musiktheorie konzentrieren kannst!
Zu allem anderen melde ich mich vermutlich morgen.

Alles Gute! 🙂
Kaela
 
Hallo JeanMoreau, ich habe mir deinen Thread angeschaut. Ehrlich gesagt finde ich, dass zwischen uns ein großer Unterschied besteht... Du hast bereits vieles erreicht, und das bringt dich nun zur Erschöpfung. Ich dagegen habe bislang herzlich wenig in meinem Leben erreicht, was Job und Karriere o.Ä. angeht.

Das musikalische Treffen ist heute um 18 Uhr.
Hab bei mir daheim noch ein pflanzliches Beruhigungsmittel gefunden (Neurexan), das ich heute den Tag über nehmen werde. Hilft vielleicht ein bisschen.
Meine Therapeutin meinte, sie würde bei mir einen sehr hohen Leistungsanspruch heraushören, und dagegen nicht den Eindruck bekommen, ich hätte Spaß an der ganzen Geschichte. Leider ist mein Leistungsanspruch in erster Linie, dass ich am Musizieren mit anderen Leuten wieder Spaß und Freude habe, anstatt Panik. Schon ein komischer Teufelskreis .___.

Ich finde es seltsam, nach gut vier Jahren wieder mit jemandem zusammen Musik zu machen. Nach so langer Zeit wird dieses Kapitel erneut aufgewärmt, und ich weiß nicht ob sich seitdem an meinen Gefühlen etwas verändert hat.
Diese Zeit über bin ich etwas selbstbewusster geworden, glaube ich... Und kann eigentlich auch besser mit meinen Ängsten umgehen - eigentlich.

Bin gespannt, wie das heute wird.
 
Hallo,

Das Treffen fand nicht statt. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und niemand sonst war da. Angeblich soll sowas aber schon mal vorkommen, wie mir dann jemand bestätigt hat, der letztes Semester dieses Musikprojekt mitgemacht hat.
Vielleicht hat es mir aber insofern was gebracht, als dass ich mich dennoch überwunden habe, und dort hingegangen bin, ohne dass es negative Folgen gehabt hätte.
Naja, wahrscheinlich dann nächste Woche.

Heute fühle ich mich irgendwie ziemlich unglücklich.
Einerseits, weil ich nicht weiß wie ich das Studium bewältigen soll... und ich finde auch keinen Studiengang, der mir gefallen würde. Überhaupt weiß ich nicht, ob ich so etwas wie Arbeitsmoral besitze... Irgendwie gibt es keinen Job auf der Welt, für den ich mich wirklich begeistern könnte.
Überhaupt sehe ich in dem Prinzip von "Arbeit" in der Gesellschaft von heute wenig Sinn, aber das ist wohl auch nur eine meiner vielen Macken, die sowieso nie jemand nachvollziehen kann.

Andererseits fühle ich micht etwas unwohl bei meiner Freundin. Ich weiß gar nicht, woher das kommt. Dieses mal hält sie sich mit dem Alkohol zurück, kiffen ist seit ein paar Wochen eh nicht mehr, und dennoch habe ich den Eindruck, dass irgendetwas nicht stimmt.

Vielleicht ist es, weil ich mich ziemlich gefühlskalt fühle. Momentan löst so ziemlich garnichts irgendeine emotionale Regung in mir aus. Alles, was da ist, ist so eine leichte aber anhaltende Trauer. Wahrscheinlich, weil ich mein Leben als klein und bedeutungslos empfinde. Andererseits, weil einfach irgendwas mit mir nicht stimmt.
 

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