kaela
Aktives Mitglied
Heyy ... ich kann mir einigermaßen gut vorstellen, wie schlimm es für dich ist, an den nächsten Donnerstag zu denken. Das muss echt furchtbar sein. Ja, vielleicht wäre es nicht schlecht, mal mit deinem Arzt deswegen zu sprechen, vielleicht verschreibt er dir was. Könnte eine gute Akuthilfe sein. Aber wohl nichts auf lange Sicht, oder?
Fühlst du dich spieltechnisch fit für das, was in dem Programm gefordert wird? Bereitest du dich vor?
Wenn du dich kurz vor der Probe wie vor dem Weltuntergang fühlst, dann kannst du ja immer noch sagen, dass dir nicht gut ist. Oder dass du es dir anders überlegt hast. Ich musste früher auch ein paar mal vorspielen ... war jedes Mal ein Horror für mich.
Also ... da ihr Jazz spielen werdet und das nicht deine Musikrichtung ist, frage ich mich natürlich, warum du dich dort angemeldet hast. Vielleicht deshalb, weil du wenigstens irgendwas spielen willst? Oder weil du dir beweisen willst, dass du Bandproben packst - sozusagen als Übung für deine zukünftige Band?
Ich stelle es mir bloß ziemlich schwer vor, bei einem Projekt mitzumachen, das für dich jede Menge Stress bedeutet und kaum Freude - und das zusätzlich zu allem Uni-Kram und zu deinen Depressionen. Oder sehe ich das falsch?
Ich versteh natürlich, dass du jetzt bloß noch an die Probe denkst. Über deinen Bruder hab ich dich deswegen ausgefragt, weil dein Leistungsanspruch an dich selbst evtl. auch mit ihm zusammenhängt, mit eurer Konkurrenzsituation. Und vielleicht auch die Sache mit den Bandproben. Soll ich dir lieber über nichts mehr anderes schreiben?
Du hast verdammt viel Schlimmes erlebt ... das Nazi-Gesindel, die Attacken deines Bruders früher, die Angst um ihn, als ihr 16 ward, das muss schrecklich gewesen sein.
Was bedeutet für dich "eine Memme" genau? Und wie sieht denn dein Männerbild aus?
Und kann es sein, dass du nicht weinen willst, weil du denkst, dass du dann "noch weniger" männlich bist? Ich hab "noch weniger" bewusst in Anführungszeichen gesetzt.
Dass du wütend bist über das fruchtlose Jahr "in Therapie", glaub ich dir sofort. Ich finde es eine Sauerei, wenn Therapeuten nicht wissen wollen, wie wirksam oder unwirksam das ist, was sie "Therapie" nennen! Es gibt in Deutschland leider kein System, nach dem man bei Auftreten psychischer Störungen vorgeht. Dass der Hausarzt den Leuten keine Homepage mit der neusten Literatur nennt, oder mit den neuesten Metastudien über die Wirksamkeit verschiedener Therapien bei bestimmten Störungen. Ganz zu schweigen davon, dass m. E. manche Therapien nicht mehr von der Kasse bezahlt werden sollten und andere dafür rein sollten. Es ist echt zum Kotzen.
Ich finde nicht, dass du undankbar bist, bloß weil es dir materiell gut geht (aber dafür kannst du schon dankbar sein). Es ist bei dir sicher vieles vorgefallen, was nicht o. k. war, bzw. es geht da ja auch um Körperverletzung! Und vermutlich um vieles andere. Du hast ganz sicher deine Gründe, weswegen du krank geworden bist. Und wenn du dir irgendwann eine Therapeutin suchst, der dir helfen kann, dann gehts auch vorwärts. Da fällt mir ein - hättest du die Mittel, um dir selbst eine Therapie zu bezahlen? Das wäre das Beste, da könntest du dir jemanden aussuchen, der wirklich was taugt.
Fühlst du dich spieltechnisch fit für das, was in dem Programm gefordert wird? Bereitest du dich vor?
Wenn du dich kurz vor der Probe wie vor dem Weltuntergang fühlst, dann kannst du ja immer noch sagen, dass dir nicht gut ist. Oder dass du es dir anders überlegt hast. Ich musste früher auch ein paar mal vorspielen ... war jedes Mal ein Horror für mich.
Also ... da ihr Jazz spielen werdet und das nicht deine Musikrichtung ist, frage ich mich natürlich, warum du dich dort angemeldet hast. Vielleicht deshalb, weil du wenigstens irgendwas spielen willst? Oder weil du dir beweisen willst, dass du Bandproben packst - sozusagen als Übung für deine zukünftige Band?
Ich stelle es mir bloß ziemlich schwer vor, bei einem Projekt mitzumachen, das für dich jede Menge Stress bedeutet und kaum Freude - und das zusätzlich zu allem Uni-Kram und zu deinen Depressionen. Oder sehe ich das falsch?
Ich versteh natürlich, dass du jetzt bloß noch an die Probe denkst. Über deinen Bruder hab ich dich deswegen ausgefragt, weil dein Leistungsanspruch an dich selbst evtl. auch mit ihm zusammenhängt, mit eurer Konkurrenzsituation. Und vielleicht auch die Sache mit den Bandproben. Soll ich dir lieber über nichts mehr anderes schreiben?
Du hast verdammt viel Schlimmes erlebt ... das Nazi-Gesindel, die Attacken deines Bruders früher, die Angst um ihn, als ihr 16 ward, das muss schrecklich gewesen sein.
Was bedeutet für dich "eine Memme" genau? Und wie sieht denn dein Männerbild aus?
Und kann es sein, dass du nicht weinen willst, weil du denkst, dass du dann "noch weniger" männlich bist? Ich hab "noch weniger" bewusst in Anführungszeichen gesetzt.
Dass du wütend bist über das fruchtlose Jahr "in Therapie", glaub ich dir sofort. Ich finde es eine Sauerei, wenn Therapeuten nicht wissen wollen, wie wirksam oder unwirksam das ist, was sie "Therapie" nennen! Es gibt in Deutschland leider kein System, nach dem man bei Auftreten psychischer Störungen vorgeht. Dass der Hausarzt den Leuten keine Homepage mit der neusten Literatur nennt, oder mit den neuesten Metastudien über die Wirksamkeit verschiedener Therapien bei bestimmten Störungen. Ganz zu schweigen davon, dass m. E. manche Therapien nicht mehr von der Kasse bezahlt werden sollten und andere dafür rein sollten. Es ist echt zum Kotzen.
Ich finde nicht, dass du undankbar bist, bloß weil es dir materiell gut geht (aber dafür kannst du schon dankbar sein). Es ist bei dir sicher vieles vorgefallen, was nicht o. k. war, bzw. es geht da ja auch um Körperverletzung! Und vermutlich um vieles andere. Du hast ganz sicher deine Gründe, weswegen du krank geworden bist. Und wenn du dir irgendwann eine Therapeutin suchst, der dir helfen kann, dann gehts auch vorwärts. Da fällt mir ein - hättest du die Mittel, um dir selbst eine Therapie zu bezahlen? Das wäre das Beste, da könntest du dir jemanden aussuchen, der wirklich was taugt.