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Ich komme mit der heutigen Gesellschaft nicht klar

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Sun,

Menschen sind Opfer Ihrer unzulänglichen Fähigkeit Gefühle und Gedanken mitzuteilen... und einiger weniger unter Ihnen, die diesen Umstand ausnutzen.

Hui, ein kurzer Satz, der es ganz schön tief in sich hat.
Als Kurzzusammenfassung einer der Besten Sätze die ich je gehört habe - und mich zugleich sehr nachdenklich macht.

Ich glaube ja, dass es einen guten evolutionären Grund hat, warum wir Menschen dieses Potential, bzw. diese Fähigkeiten des Fühlens und Verbalisierens (noch) seltenst ausschöpfen können.

Wir sind besonders in der Kindheit abhängige Wesen und ich glaube es liegt ganz einfach an den Umweltbedingungen und somit Erfahrungen, die oft noch zu viel "Härte" erfordern um zu überleben (= innere "Härte" als Reaktion auf die äußeren "Härten" der Umwelt).

Deswegen würde ich das Wort "Opfer" lieber ersetzen, so schlimm es sich ja auch auswirkt, durch "(existenzielle) Notwendigkeit".

Denn wenn etwas zum Überleben notwendig ist, dann ist man kein Opfer ("Victim") - sondern Überlebender ("Survivor").
Immerhin haben wir als Spezies überlebt und es soweit gebracht - und mit etwas Glück, in einer immer weniger lebensfeindlicheren Umwelt, wird der Mensch vielleicht seine emotionalen Fähigkeiten immer besser entwickeln können.

"Für Menschen besteht oft leider die Überlebensnotwendigkeit eine unzulängliche Fähigkeit zu besitzen, Gefühle und Gedanken mitzuteilen... und einiger weniger unter Ihnen, die diesen Umstand ausnutzen."
 
Sun,

wenn ich Deine Worte lese, habe ich dennoch den Eindruck, dass Du auf dem richtigen Weg bist Deinen Frieden zu finden.

Denn Du hast Deine Umwelt beobachtet, Dir ein Modell von Ihr gebildet und ihre Missstände erkannt. Wenn Du meinen Rat hören willst: Fahre doch damit fort Dir ein Modell Deiner selbst und Deiner Mitmenschen zu machen und versuche die Ursachen des Leides zu ergründen.

Ich kann Dir aus dem von mir genannten Grund nicht sagen, warum es sich lohnt weiterzumachen. Aber es wird Dir nicht schwer fallen selbst herauszufinden, wer die Wenigen sind von denen ich spreche.

Und: Manchmal sind die unglaublichsten Geschichten von denen berichtet wird wahre Geschichten.
 
Guter Beitrag, @sun999!
Früher hatte ich noch Hoffnung, dass es allmählich aufwärts geht, weil die Menschheit ihre Lektionen endlich gelernt hat. Gerade vom Internet hatte ich mir einen großen Bewusstseinssprung erhofft, jetzt, wo endlich jeder seine eigene Gedanken senden konnte und die öffentliche Meinung nicht mehr so abhängig war von den Massenmedien und deren Gehirnwäsche.

Doch leider hat das Netz nur dazu beigetragen, dass die Blödheit der Menschen erst so richtig zum Vorschein gekommen ist. Jetzt verbreiten sie ihre Hetze und Vorurteile, teilen Katzenvideos, filmen sich selbst beim Computerspielen oder (schlimmer noch) verbringen ihre Zeit damit, anderen debilen selbstverliebten Dummschwätzern beim Computerspielen zuzuschauen. Echte Kultur muss man mit der Lupe suchen.
Wenn das dabei rauskommt, wenn man endlich Informationsfreiheit hat und alles senden darf, was man will, dann wäre es vielleicht wirklich besser, wenn mal irgendeine höhere Macht vorbeischaut und die Menschen wieder in die Steinzeit zurückbombt. Dann könnten sie sich endlich wieder voll und ganz auf das konzentrieren, was ihrer wahren Natur entspricht... jagen, sammeln, fressen, kämpfen und sich vermehren. Alles andere ist scheinbar sowieso nicht gefragt. (außer bei ein paar wenigen, die sich hier auf diesem Affen-Planeten zunehmend heimatlos fühlen)

Vielleicht tröstet es dich ein bisschen, dass du nicht ganz allein bist mit diesen Gedanken.
Folgender Song dürfte eigentlich das Thema dieses Threads ganz gut auf den Punkt bringen:
https://www.youtube.com/watch?v=10FckXIyYG8

"Auch wenn sich alle gleichschalten
schrecklich erwachsen verhalten
Ich widersetz mich dem Trend
und fühl mich hier nur noch fremd"
 
Guter Beitrag, @sun999!
Früher hatte ich noch Hoffnung, dass es allmählich aufwärts geht, weil die Menschheit ihre Lektionen endlich gelernt hat. Gerade vom Internet hatte ich mir einen großen Bewusstseinssprung erhofft, jetzt, wo endlich jeder seine eigene Gedanken senden konnte und die öffentliche Meinung nicht mehr so abhängig war von den Massenmedien und deren Gehirnwäsche.

Doch leider hat das Netz nur dazu beigetragen, dass die Blödheit der Menschen erst so richtig zum Vorschein gekommen ist. Jetzt verbreiten sie ihre Hetze und Vorurteile, teilen Katzenvideos, filmen sich selbst beim Computerspielen oder (schlimmer noch) verbringen ihre Zeit damit, anderen debilen selbstverliebten Dummschwätzern beim Computerspielen zuzuschauen. Echte Kultur muss man mit der Lupe suchen.
Wenn das dabei rauskommt, wenn man endlich Informationsfreiheit hat und alles senden darf, was man will, dann wäre es vielleicht wirklich besser, wenn mal irgendeine höhere Macht vorbeischaut und die Menschen wieder in die Steinzeit zurückbombt. Dann könnten sie sich endlich wieder voll und ganz auf das konzentrieren, was ihrer wahren Natur entspricht... jagen, sammeln, fressen, kämpfen und sich vermehren. Alles andere ist scheinbar sowieso nicht gefragt. (außer bei ein paar wenigen, die sich hier auf diesem Affen-Planeten zunehmend heimatlos fühlen)

Vielleicht tröstet es dich ein bisschen, dass du nicht ganz allein bist mit diesen Gedanken.
Folgender Song dürfte eigentlich das Thema dieses Threads ganz gut auf den Punkt bringen:


"Auch wenn sich alle gleichschalten
schrecklich erwachsen verhalten
Ich widersetz mich dem Trend
und fühl mich hier nur noch fremd"

Finde ich echt cool und Hier noch so eins!! :unschuldig:
 
Ich wünschte manchmal wirklich ich wäre kein Mensch geworden. Oder zu einer ganz anderen Zeit geboren, als der Kapitalismus nicht schon die ganze Welt zerstört hat. Egal wo man hingeht, es ist überall gleich. Man hat keine Freiheiten, man darf nicht mal mehr in der freien Natur, z.b. im Wald sein Zelt aufschlagen. Man muss für jeden Sch... bezahlen, selbst für seine Notdurft wird einem in der Öffentlichkeit gast überall 50ct abgeknüpft. Und wenn man wild irgendwo pinkelt und erwischt wird gibt’s ein Bußgeld. Für eine natürliche Sache, für ein Bedürfnis! Einfach nur krank wenn man so drüber nachdenkt. Überall ist man registriert, hat einen Ausweis, ist einfach nur eine Nummer. Eine Nummer in diesem kranken System.

Welche Zeit bevorzugst du denn? Vielleicht das alte Rom, indem zur Belustigung der Massen die Menschen Tieren zum Fraß vor geworfen wurden? Und selbige Tiere dann auch abgeschlachtet?
Das Aztekenreich wo dir das Herz raus geschnitten wurde, um den Sonnengott zu besänftigen? Vielleicht das Mittelalter wo vorne in den Fluss ge**** wurde und hinten Trinkwasser geschöpft? Wo eine Pestratte der Untergang sein konnte?
Oder die frühe Neuzeit mit dem dreißigjährigen Krieg? Allgemein hatten Kriege bis zum frühen 20. Jahrhundert eine tolle Tradition in Europa. Dumm war es auch wenn man jetzt umstandshalber zwischen 1900 und 1945 geboren wurde. Zweimal die Chance in einem großen Krieg zu sterben, in einem Lager zu landen usw.

Oder man nimmt die Zeit danach, in den Alternativen des Kapitalismus. Die DDR war ja auch ein toller Staat, welcher die Menschen an den Grenzen erschossen hat, Menschengruppen unterdrückt und das alles für die Macht einer elitären Clique.

Also, in welchem Zeitalter möchtest du nun leben?
 
Ich mit steigendem Lebensalter und steigender Lebenserfahrung geneigt Sun teils Recht zu geben, gleichwohl es kommt auch auf einen persönlich an wie man Dinge handhabt.

Mit der Naturzerstörung gebe ich dir Recht. Kapitalismus ist aber eigentlich keine Erfindung der Neuzeit. Und das Thema Ausbeutung ist auch nicht neu. Vielmehr leben wir einfach erstmalig in einer Zeit, in der wir die Auswirkungen spüren und um die langfristigen Folgen wissen. Umso trauriger, dass wir es machen ja, aber neu? Nein.

Wenn dich Menschen nach deinem Job fragen, dann nicht, weil sie dich nur und ausschließlich über diesen definieren, sondern weil sie schlicht etwas von dir erfahren wollen. Und wie du 8 Stunden am Tag verbringst, sagt natürlich was über dich aus. Das sind doch Standardfragen: Job, Familie, Hobbies...

Ist das blöd? Manchmal ja. Definieren sich manche Menschen über scheinheilige Freunde in Social Media? Ja.
Aber warum soll ich mich über eine 19 Jährige, die täglich Fotos von sich postet, ärgern? Lass solche menschen doch in ihrer Blase leben!

Ärgern tut mich dann schon in der Tat eher das Berufsleben wenn man 40+X Stunden arbeitet und trotzdem nicht viel vom Kuchen abbekommt. Ist auch nicht neu, macht es aber nicht besser. Zumal Einschnitte wie Hartz 4 in unserer vermeintlich wohlhabenden Kultur es eben noch schlimmer machen.

Was mich inzwischen ärgert sind pauschale Aussagen wie "Deutschland geht es gut". Ja das sage ich auch schon mal, aber "gut" ist relativ. Gemessen an den Möglichkeiten, ist vieles gar nicht so gut.

Deutschland investiert aus meiner Sicht zu wenig, zu wenig in Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung usw.
Dafür sind wir gut im Verbieten und Kontrollieren. Ja Schüler werden in der Schule und später durch Medien genormt.

Wobei es aus meiner Sicht auch nichts verbessert, sich einfach nicht zu beteiligen.
Man stelle sich vor die rund 45% der Nicht-Wähler würden mal geschlossen EINE kleine Partei wählen oder auf die Straße gehen. In Frankreich gingen die Gelbwesten auf die Straße und das waren vermutlich nicht mal 2% der Menschen.

Natürlich ist es auch gut auf sozialen Plattformen wie auch hier mal seine Meinung zu sagen.
Es hängt aber viel von unserem Handeln ab. Wie jeder einzelne mit Social Media umgeht, was du wählst, ob du basisdemokratisch Unterschriften gegen was sammelst oder gar auf die Straße gehst.
 
ich kann dem te nur zustimmen. geht mir genauso. ich habe einen bescheidenen job in einem bescheidenen leben. auf instagram sieht man die geilsten frauen. im echten leben steht man vor einem schaufenster und bekommt nicht mal die hässlichste brillenschlange der stadt ab, weil man nicht schritt- und mithalten kann. das ganze leben ist nur noch styling and profiling. wenn man nicht bei xing, twitter, pinterest, instagram, facebook und co. sein leben verbreitet und ausbreitet, ist man out.

über die fahrbahn düse ich mit dem zweitkleinsten kleinwagen, den man für geld kaufen kann, während ich umgeben bin von fetten suv´s, porsche und co., was ich mir niemals leisten können werde, weil ich nicht mit dem goldenen löffel im mund geboren worden bin. ich wohne in einer beschaulichen wohnung, ehrlich gesagt wäre mir ein haus lieber als eine wohnung. aber bei preisen von 400.000 euro aufwärts, hat sich die sache mit dem haus auf lebenszeit erledigt. während die einen 2x im jahr in urlaub fahren, war ich schon 20 jahre nicht mehr in urlaub. ich habe auch gar keine lust mehr geld zu verbrennen, weil ich eh nur noch an altersarmut denke. jeder, der unter 2500 brutto im monat liegt, ist später ein sozialfall. zum glück gibts das darknet. dort werde ich mir wohl irgendwann einen revolver für später kaufen und damit die birne wegschissen, wenn mich krebs, wie jeder in der familie, erwischt hat.

bildungstechnisch habe ich bwl studiert mit 2er abschluss. das studium hat mir persönlich nichts gebracht. man kann es verbrennen. die einen fangen mit 40-60000 euro im leben an, während ich froh bin, überhaupt mein leben selbst finanzieren zu können. vielleicht hats am verkorksten elternhaus gelegen, vater spieler, alles verzockt, meine mutter todkrank. bruder invalide, schwester depressionen. man kann sich die familie halt nicht aussuchen. irgendwie hats abgefärbt. ich könnte mich auch jeden tag betrinken. mir kommt das ganze hier auch vor, wie eine seifenoper - prost!

am berufsleben habe ich den spass aufgrund der tollen bezahlung genauso verloren, wie an sozialen kontakten. der eine kumpel, völlig verblödeter typ, aber vater kennt den chef der hiesigen behörde sehr gut, weswegen er einen super easy job mit traumgehalt bekommen hat. ich selber habe mich schon x-mal beworben, immer nur absagen. ein witz ist das. der andere durch einen onkel in einer großen fabrik direkt als schichtleiter mit einem gehalt, 10x über meinem eingestiegen, schulich ebenfalls weit unter meiner bildung. aber mit vitamin b eröffnen sich einem ganz andere möglichkeiten. ich weiß auch nicht mehr, was ich hier noch soll.
Du schreibst hier endlos, was für ein Loser Du bist (ja, da hat das Elternhaus definitiv abgefärbt!) und wunderst Dich, warum Du kein Luxusweibchen abbekommst.

Was gibt es da zu wundern, außer daß Loser bei Frauen generell nicht gut ankommen? Denn wenn sich einer selber als Loser darstellt, färbt das auf sein ganzes Verhalten ab, und da macht jede Frau mit Verstand, daß sie Land gewinnt.
... außer Du stehst auf Weiber ohne Verstand, oder solche denen der Verstand durch Sucht, Gewalterlebnisse, anderes abhanden kam, bei denen hättest Du vielleicht Chancen.
Aber das sind dann wiederum weder die geilen gestylten Geräte noch irgendwer, der Dich aus Deinem eigenen Elend herausholt, sondern dann sitzen zwei Loser aufeinander und machen sich gegenseitig das Leben noch schwerer.

Du solltest erst mal an Deiner eigenen Einstellung zum Leben arbeiten, Dich nicht an anderer Leute Erfolg orientieren, sondern Deine eigenen Erfolgserlebnisse, egal wie klein, zum Maßstab nehmen. Denn einer der mit sich selbst zufrieden ist, egal welch fette Autos andere fahren, der strahlt diese Zufriedenheit, seine Stabilität, auch aus, und der findet dann auch den Topf zum Deckel. Das keineswegs ein "gestyltes Luxusweibchen" sein muß, denn bei denen ist die Fassade oft mehr wert als der Inhalt. Wenn Du ein Haus kaufen willst, schaust Du es ja auch erst mal von innen an und verläßt Dich nicht darauf, wie poliert die Fassade aussieht, oder? Fassade hui, Innen pfui, weil da die Balken verfault sind und die Ratten tanzen - sowas möchtest Du auch nicht nehmen, oder? Frauen, just the same.
 
Es geht doch darum, mehr Freizügigkeit ausleben zu können. Wobei manche Kontrolle auch sinnvoll ist.

Der Witz ist, das die Grenzen unserer Gesellschaft viel niedriger sind als die Grenzen die sich die Menschen selber aufsetzen. Es steht im Prinzip jeden frei zu tun und zu lassen was er will, solange er damit niemand anderen schadet. Aber freizügig zu sein heißt eben auch selbst verantwortlich. Wenn man keine Lust auf seinen Job hat, dann kündigt man halt und reist um die Welt meinetwegen. Das geht auch hervorragend ohne viel Geld. Aber dazu müsste man sich ja informieren und etwas riskieren. Und das will dann auch wieder niemand. Dann wird lieber über den bösen Kapitalismus gejammert und wie wir alle nur für die Arbeit leben. Aber wehe man soll daran mal was ändern, dann ist das alles wieder zu mühselig und klappt ja sowieso nicht.
 
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