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Ich habe es versäumt, sexuelle Erfahrungen zu sammeln, bevor ich die Ehe schloss - meine Frau braucht das aber nicht

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Für weitere Antworten geschlossen.
Ich habe aber leider nun erst nach 10 Jahren Ehe erst festgestellt, dass mich viele andere Dinge in Sachen Sex reizen würden, sei es andere Stellungen oder auch Sextoys, Fesseln, Tease and Denial,Sex an anderen Orten, Kamasutra, usw. Aber Sie zeigt mir den Vogel wenn ich ihr mit sowas komme.
Lass die Pornos weg und genieße das, was du hast.
 
Dann geb ich auch mal meinen senf dazu.
Also grundsätzlich kann ich den TE gut verstehen. Vom alter, midlife crisis blabla jetzt mal abgesehen. Wenn man irgendwann auf den trichter kommt mal was neues probieren zu wollen, was ist daran so ungewöhnlich, oder schlimm? Die ganzen gegenargumente die hier so kommen, die find ich nicht wirklich sinnig.

Ich erklär das mal aus ner anderen perspektive. Stellt euch vor statt um sex gehts ums essen. Man hat also 10, 15, 20 jahre kartoffeln mit soße, reis mit soße, nudeln mit soße konsumiert. Jetzt hat man plötzlich mal lust auszupobieren, wie ein hamburger schmeckt. Ne pizza, ein brathuhn, ne kartoffelsuppe. Vielleicht ist irgendwas davon viel leckerer, als kartoffeln, reis oder nudeln?

Ich denke, das könnte jeder von euch nachvollziehen, oder. Dann kommt einer um die ecke und erklärt euch, hey, iss mal weiter kartoffeln, reis und nudeln, ein hamburger, döner, brathuhn macht auch nicht satter. Ist das ein gutes argument dagegen mal auf was andres lust zu haben? Oder kommt der nächste um die ecke, ey iss mal weiter kartoffeln, reis und nudeln. In asien oder afrika gibts leute die überglücklich wären, kartoffeln, reis und nudeln zu haben.

Ist das nicht ein total blödes argument? Wenn das ein gutes wäre, dann könnte man das auf alles und jedes anwenden und sich in jedem bereich mit dem einfachsten und geringstmöglichen abgeben. So sind die meisten menschen aber nicht. Sonst würden wir uns alle in kartoffelsäcken kleiden und trabant fahren.

Wenn man also in jedem bereich, mal was neues probieren kann, mal was verändert, mal einfach ein experiment wagen kann. Warum ist es dann so ein problem, das auch zu verstehen, wenns menschen gibt, die sich beim sex auch mal an was neuem versuchen wollen? Ne, da hat man dann die midlife cisis, oder 2. pubertät. Echt jetzt?

Also lieber TE, ich kann dein problem nachvollziehen, ich hatte auch schon beziehungen, wo der sex alles andre als aufregend war. Nur ist mir das früher aufgefallen als dir. Einen guten rat kann ich dir nicht geben, denn egal was du tun wirst, wird auch ne schattenseite haben. Solltest einfach gut abwägen, obs die eventuellen konsequenzen wert ist. Vielleicht doch nochmal mit deiner frau sprechen?

Und achja....ich wäre erfreut, wenn ausnahmsweise mal nicht mein beispiel zerpflückt wir, es dient nur zur veranschaulichung. Daaanke.
 
@Hutnagel
@Reignoverme
Die Frau hat sich klar geäußert, ein weiteres Gespräch wird schwierig, schon fast übergriffig.
Die aufgeführten Beispiele sind ja ganz schön, aber hier geht es nicht um ein Essen, hast Du selbst erkannt. Es geht um eine langjährige Partnerschaft.
Die locker mal so auf Spiel zu setzen, sehe ich sehr kritisch.

Der TE muss abwägen, was ihm seine Ehe wert ist.

Meine dauert jetzt im Oktober offiziell 46 Jahre, es gibt nichts, was es wert gewesen wäre, das aufs Spiel zu setzen.
 
Ja, vielen Dank schonmal für die vielen Antworten.
Ich denke, mir ist es jetzt in meiner Ehe mit Kindern, in der der uns schon so einiges aufgebaut haben, nicht mehr wert, das alles aufzugeben, nur um nochmal nachzuholen, was ich als Jugendlicher und junger Erwachsener versäumt habe. Natürlich werde ich Gespräche mit meiner Frau suchen und das beste hoffen, wobei ich aktuell da wenig Hoffnung habe. Dazu kenne ich Sie viel zu gut.
Wichtig sind mir aber dennoch zwei Dinge:
1. Ja, ich geb's zu... die heutige Gesellschaft mit ihrem "höher, schneller, weiter", auch was Sexualität angeht, darin eingeschlossen die Pornographie und auch diverse Foreneinträge haben sicherlich ein gutes Stück dazu beigetragen, dass ich - was Sex betriff- , das Gefühl habe, tatsächlich was verpasst zu haben.
2. Wenn ich an meine Kinder denke, weiß ich aktuell nicht, was ich ihnen raten soll, später wenn Sie Teenies werden. Sollen Sie sich sexuell erstmal ausprobieren, bevor sie sich "ewig" binden (wenn sie denn wollen), um nicht den selben "Fehler" wie ich begangen zu haben? Bin ich "Albacken" wenn ich sage, so wie ich es getan habe, war es doch nicht ganz schlecht? Oder im Gegensatz dazu z.B. F+, was ja auch hier im Forum die Runde macht, sag ich da "dann probiert das doch aus,wenn ihr sexuell Erfahrungen sammeln wollt"?
Vermutlich werde ich es eh nie erfahren wie Sie handeln und ihnen bestenfalls überhaupt nichts raten und das ist wohl auch gut so.
 
Die Frau hat sich klar geäußert, ein weiteres Gespräch wird schwierig, schon fast übergriffig.
Zitat Ende

Den Satz finde ich sehr wichtig.

Manchmal ist es besser, wenn Paare zumindest im Bereich Sex getrennte Wege gehen.
 
Ich bedanke mich für alle Antworten auf meinen Beitrag. Ich denke mir ist nochmal so Einiges klar geworden.

Zunächst einmal ist es so, dass das, was mir sehnsüchtig zu fehlen scheint, vielleicht wirklich nur Schein ist, ein Hirngespinst für dass es sich wohl eher nicht lohnt, die Liebe zu meiner Frau, meine Ehe, das Verhältnis zu meinen Kindern und nicht zuletzt auch das, was wir uns alles gemeinsam bisher aufgebaut haben, leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Natürlich werde ich wieder Gespräche mit meiner Frau suchen, auch wenn ich momentan da wenig Hoffnung habe. Aber die Liebe ist stärker.

Aber zwei Dinge möchte ich noch loswerden:
1. Ja, ich geb es zu... Unsere Gesellschaft in der es zunehmend nur um "höher, schneller, weiter" geht - auch in sexueller Hinsicht, haben mir aufgrund Pornographie, digitale Medien und nicht zuletzt auch aufgrund diverser Forenbeiträge in denen ich stiller Mitleser war und auch in anderen Foren wohl das Gefühl gegeben, sexuell was verpasst zu haben. Ich habe mir vorgenommen mit "NoFab" dagegen anzugehen, um letztendlich den Sex, wie er nun mal ist, mit meiner Frau wieder genießen zu können.
2. Was mich aber tatsächlich etwas ratlos zurücklässt, ist die Frage, ob und was ich meinen Kindern, wenn sie denn mal Teenager oder junge Erwachsene sind, mit auf den Weg geben soll?!? Soll ich ihnen dann raten "Dann macht das doch mit der F+, wenn ihr euch sexuell ausprobieren wollt, bevor ihr euch in einer Beziehung oder gar Ehe bindet!" um meinen "Fehler" nicht auch zu begehen? Bzw. sollte ich es gutheißen oder nicht, sollte ich es mitbekommen?
Oder einfach machen lassen und auf Verhütung hinweisen? Am Besten wird es sicher sein, ich kriegs gar nicht so genau mit...

Jedenfalls nochmal vielen Dank für alle Rückmeldungen. Hat mir echt weiter geholfen!
 
Ich bedanke mich für alle Antworten auf meinen Beitrag. Ich denke mir ist nochmal so Einiges klar geworden.

Zunächst einmal ist es so, dass das, was mir sehnsüchtig zu fehlen scheint, vielleicht wirklich nur Schein ist, ein Hirngespinst für dass es sich wohl eher nicht lohnt, die Liebe zu meiner Frau, meine Ehe, das Verhältnis zu meinen Kindern und nicht zuletzt auch das, was wir uns alles gemeinsam bisher aufgebaut haben, leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Natürlich werde ich wieder Gespräche mit meiner Frau suchen, auch wenn ich momentan da wenig Hoffnung habe. Aber die Liebe ist stärker.

Aber zwei Dinge möchte ich noch loswerden:
1. Ja, ich geb es zu... Unsere Gesellschaft in der es zunehmend nur um "höher, schneller, weiter" geht - auch in sexueller Hinsicht, haben mir aufgrund Pornographie, digitale Medien und nicht zuletzt auch aufgrund diverser Forenbeiträge in denen ich stiller Mitleser war und auch in anderen Foren wohl das Gefühl gegeben, sexuell was verpasst zu haben. Ich habe mir vorgenommen mit "NoFab" dagegen anzugehen, um letztendlich den Sex, wie er nun mal ist, mit meiner Frau wieder genießen zu können.
2. Was mich aber tatsächlich etwas ratlos zurücklässt, ist die Frage, ob und was ich meinen Kindern, wenn sie denn mal Teenager oder junge Erwachsene sind, mit auf den Weg geben soll?!? Soll ich ihnen dann raten "Dann macht das doch mit der F+, wenn ihr euch sexuell ausprobieren wollt, bevor ihr euch in einer Beziehung oder gar Ehe bindet!" um meinen "Fehler" nicht auch zu begehen? Bzw. sollte ich es gutheißen oder nicht, sollte ich es mitbekommen?
Oder einfach machen lassen und auf Verhütung hinweisen? Am Besten wird es sicher sein, ich kriegs gar nicht so genau mit...

Jedenfalls nochmal vielen Dank für alle Rückmeldungen. Hat mir echt weiter geholfen!

Hi,

ich kann Dich sehr gut verstehen.
Ich meiner Jugend war ich ein Blindgänger.
Eigentlich blühe ich erst jetzt wirklich auf.

Ich vermisse die Erfahrung, sich so Ende 20 zueinander gefunden und durch Kinder gebunden zu haben.
Weil sich dadurch so viele gemeinsame Erfahrungen, Erlebnisse und persönliche gemeinsame Reifungen ergeben.

Ich vermisse auch die Erfahrungen, als Teenager oder Twen rumge****t zu haben.

Ich denke, Ihr guten Ehefrauen: Gebt Euren Männern die Freiheit.

Dass sie mit 27jährigen attraktiven Studentinnen flirten, und wünscht ihnen Erfolg.
Dass sie mit 37jährigen selbstbewussten Frauen schlafen und sie zum Höhepunkt bringen.

Dass Eure Männer wieder zu Euch zurück kommen, im Wissen, sie haben es noch voll drauf.
Und wollen und können das alles nur mit Euch emotional eng verbunden höchst genussvoll ausleben.

Liebe Grüße
 
Hallo Hutnagel!

Ein wenig kann ich dich verstehen, weil es Parallelen gibt. Ich habe meinen Mann auch sehr jung (mit 19) kennengelernt, jetzt bin ich Anfang 30.
Was unsere Situationen unterscheidet, ist, dass ich vor unserer Beziehung schon Sex mit anderen hatte und ein paar Erfahrungen sammeln konnte. Außerdem bin ich mit unserem Sexleben grundsätzlich glücklich, auch wenn es immer wieder mal kleine Krisen oder schwierige Phasen gibt.

Dennoch wäre es eine Lüge, zu behaupten, dass der Aspekt, Erfahrungen zu "verpassen" noch nie aufgekommen ist.
Der Gedanke war bisher immer nur punktuell da und nicht sonderlich groß. In meinem Fall ist es nicht so, dass ich gerne konkret X und Y ausprobieren möchte, was mein Mann wiederum ablehnt, sondern eher das Gefühl, dass es so viele verschiedene Menschen gibt und daher sicher auch so viele verschiedene Möglichkeiten Sex miteinander zu erfahren und zu teilen und ich als neugieriger, offener Mensch würde das manchmal auch gerne erleben. Auch bewusster und mit mehr Wissen über mich selbst, als ich als Teenager hatte.

Aber Sie zeigt mir den Vogel wenn ich ihr mit sowas komme.

Was ich bei euch für den entscheidenden Punkt halte, ist eure Kommunikation. Sicher hören wir hier nur deine einseitige, subjektive Perspektive, aber die Reaktion deiner Frau, sollte sie sich so zugetragen haben, finde ich sehr, sehr schade und schwierig.
Es ist naiv zu denken, dass man alles mit Gesprächen lösen kann. Manchmal sind Positionen unvereinbar, aber es wäre ein Anfang einander ernsthaft anzuhören, die Bedürfnisse, Gedanken und Wünsche des anderen wahrzunehmen und nicht sofort abzuwerten und vom Tisch zu wischen und zu versuchen, zu verstehen.

Dass das bei euch nicht möglich ist, finde ich sehr problematisch. Das ist etwas, was mein Mann und ich uns versprochen haben: wir werden versuchen ehrlich miteinander zu sein und offen zu kommunizieren, wenn wir nicht mehr zufrieden mit unserem Sex sind. Woher soll man denn auch wissen, ob es in 5, 10 oder 20 Jahren noch gut zusammenpassen wird, so dass jeder auf seine Kosten kommt? Sollte das bei uns irgendwann einmal anders sein und anders bleiben, hoffe ich sehr, dass wir darüber sprechen können und beide auch offen für ev. ungewöhnliche Lösungen sein werden.
Die unverrückbare Position deiner Frau geht derzeit vor allem auf deine Kosten und ich finde schade, dass sie selbstverständlich hinnimmt, dass du eben unglücklich und unzufrieden bleiben sollst, weil ist halt so.
Daher wäre mein Vorschlag, das Thema gemeinsam in einer Paarberatung oder sogar -therapie aufzuarbeiten. Vielleicht ist deiner Frau nicht klar, wie wichtig es für dich ist und wischt deine Bedürfnisse deswegen leichtfertig weg. Vielleicht ist sie offen für Gespräche, wenn ihr klar ist, wie sehr dich das alles beschäftigt und wie dringend nötig es ist, dass ihr euch beide dem Problem widmet. Denn es ist nicht nur deines, sondern eures. Zumindest meiner Definition von Beziehung nach.
 
2. Wenn ich an meine Kinder denke, weiß ich aktuell nicht, was ich ihnen raten soll, später wenn Sie Teenies werden. Sollen Sie sich sexuell erstmal ausprobieren, bevor sie sich "ewig" binden (wenn sie denn wollen), um nicht den selben "Fehler" wie ich begangen zu haben?
Das entscheiden die ohne Ratschläge ganz prima alleine. 🙂
 
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