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Ich habe es erkannt

Sie hat die Beziehung ganz beträchlich kaputt gemacht, weil sie einfach unsere Abmachung vergessen oder mit absicht ignoriert hat. Wo wir uns geschworen haben alles dem anderen mitzuteilen, wie man sich fühlt, damit wir das Problem gemeinsam anpacken könnten. Sie hat das missachtet, kein wunder dass sie dann am ende Angst, Paranoia und sonst was hatte. Sie hat mir einfach nie gesagt was in ihr vorgeht, dass sie total überarbeitet war, konnte auch ein blinder erkennen, deswegen wollte ich da nicht zuviel bei ihr nachhacken um sie nicht zusätzlich dem emotionalen Stress auszusetzen. Aber scheinbar war er schon lange da und sie hat versucht alleine mit ihm fertig zu werden, und scheiterte dabei.
 
Ich muss aber auch eingestehen dass ich es ihr schwieriger gemacht habe, über solche Sachen zu reden. Erstens dass ich sehr empfindlich auf sowas reagierte und zweitens, dass ich ihr etwas mal vor paar Wochen gesagt habe, was sie wohl sehr zu Herzen nahm. Sie wollte ja vor ca einem halben Jahr schon mal mit mir schluss machen, weil sie dachte dass sie mir nicht mehr zurückgeben konnte als ich ihr, sie wollte nicht zu ihrem Ex mutieren. Allerdings überlegte sie es sich anders und beschloss einfach "den A**** hochzukriegen". Sie teilte mir dieses Ereigniss trotzdem mit, weil wir uns geschworen haben uns immer alles zu sagen. Daraufhin habe ich es ziemlich stark zu herzen genommen und wir hatten eine sehr schwierige Zeit. Aber um zu diesem Satz zurück zu kommen denn ich mal vor paar Wochen zu ihr sagte, ich sagte ihr, falls sie wieder mit dem Gedanken spielen soll mit mir schluss zu machen, werde ich nicht mehr um sie Kämpfen, ich werde sie dann einfach gehen lassen. Ich glaube deswegen hatte sie einfach große Angst mit mir darüber zu sprechen. Das ist sehr schade.
 
Hallo Armadillo,

Ich finds nur schade dass sie sich gleich für immer und ewig getrennt hat, anstatt einfach nur einer Beziehungspause mit einer Kontaktsperre. Aber ich denke, das konnte sie nicht tun weil sie wusste wie ich reagieren würde, ich hätte sie sicher immer wieder kontaktiert und hätte ihr so kaum ruhe gegeben. Sie wusste ja wie empfindlich ich eigentlich immer war, wenn es mal hieß bei uns läufts mal grade nicht so gut, nahm ich mir alles sehr stark zu herzen.

Ich kann mir auch denken, dass sie diese Option gewählt hat, weil es, wie du selbst in einem früheren Beitrag ähnlich geschrieben hast, ein Unterschied ist, ob eine Beziehung auf Dauer oder nur vorübergehend beendet wird. Du und die Beziehung wären auch ihr wohl die ganze Zeit über noch im Kopf herumgespukt, ob sie sie will, wie sie sie will, was sich ändern lässt, was sich ändern muss usw. und ich denke, die Trennung war in der Hinsicht auch eine Entlastung von Verantwortung, der sie sich nicht gewachsen fühlte oder fühlen wollte, weil ihr eben die Uni so wichtig ist und so viel Zeit und Energie raubt. So muss sie es sicherlich auch als eine Art kleine Befreiung ansehen, auch wenn es natürlich auch für sie mit Verlustschmerz verbunden ist, denn Gefühle waren ja da.

Ungefähr kann ich schon erahnen wie sie sich jetzt fühlt, sie hat sicher eher eine aufbruchs Stimmung, endlich ist der Klotz runter von ihrem Bein, endlich ist sie frei und kann sich um wichtigere Dinge kümmern.

Das klingt sehr hartherzig dir selbst gegenüber und wie ein Weg deines Inneren, den Schmerz zu verarbeiten zu versuchen. Sie hat dich auch geliebt und wie gesagt sterben Gefühle nicht von heute auf morgen. Es gibt Menschen, die merken erst nach dem Verlust, wie wichtig ihnen der verlorene Mensch war/ist. Wie auch immer sie die Trennung als Befreiung empfinden mag, ist und bleibt sie ein Verlusterlebnis und erzeugt somit auch Schmerz. So ging es mir mit meiner ersten Trennung auch - sie war Befreiung und schmerzhafter Verlust zugleich. Denn auch eure Beziehung hatte ja sowohl ihre guten als auch ihre schlechten Seiten. Sie hat etwas gewonnen UND etwas verloren. Wie auch immer sie die neu gewonnene Zeit nutzen kann und wird, wird sie so wie du erst einmal verarbeiten müssen, dass sie dich verloren/aufgegeben hat.
Was "wichtiger" ist, ist, finde ich, immer subjektives Empfinden. Ich glaube nicht, dass sie überhaupt eine Beziehung mit dir gehabt hätte, wenn du ihr nicht unheimlich wichtig gewesen wärst. Und für ihr Herz bist du es sicher immer noch. Nur eben in ihrem Kopf nicht mehr. Putz' dich nicht selbst herunter. Dass du verletzt wurdest, heißt nicht, dass du unwichtig oder hilflos bist, auch wenn du dich so fühlst.

Wir waren über 10 1/2 Monate zusammen, wir wollten uns nie wieder loslassen und haben uns sehr geliebt, ich bin eigentlich auch ziemlich enttäuscht von ihr, wieso sie es nicht geschafft hat für uns zu kämpfen, aber sie hatte ja da noch diese Angst, Paranoias und Ungewissheiten wie sie damit umgehen soll.. schade dass sie es aufgeben musste ...

Hier sagst du selbst, wie wichtig du ihr warst. Und wie schmerzhaft es demnach auch für sie sein muss, dich aufgegeben zu haben. Ich denke auch, dass ihr gerade deswegen die Entscheidung überhaupt nicht leicht gefallen ist. Je "leichter" es rüberkommt, desto schwerer kann es im Herzen dem Gegenüber gefallen sein. Es ist und bleibt unausweichlich, dass derartige schwere Entscheidungen immer auch mindestens einen Menschen verletzen werden. Ihre Priorität war die Uni und in der Hinsicht musste sie Abstriche machen, ob die nun notwendig waren oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ich denke, es wäre auch auf Dauer nicht gut für euch beide gewesen, wenn es auf Dauer nur noch Stress gegeben hätte, eben weil sie eurer Beziehung nicht viel Zeit widmen konnte.

Die ersten Tage waren die Hölle, aus dem unglaubwürdigen Schockzustand wurde ein nüchternder dauerhafter Schmerz, der immer in mir drinn ist, in meiner Brust. Ich spüre es immer und trage es immer mit mir, egal wohin ich gehe oder was ich tue.

Genauso geht es mir auch heute immer noch und das ist verständlich, diese Gefühle sind da, sie dürfen da sein, sie sind in Ordnung, sie brauchen ihren Raum, dann wird der Schmerz irgendwann kleiner werden. Wenn die alten Gefühle keine Nahrung mehr erhalten, wenn du die Lücke mehr oder weniger mit neuen bedeutsamen Dingen gefüllt hast, wird die Last allmählich kleiner werden.

Ich versuche jetzt auch zu verstehen was ihr so die ganze Zeit vorging in unserer Beziehung. Sie meinte, sie hätte die ganze Zeit gelitten, weil ich ja so und so war. Weil ich sie eingeengt habe, weil ich über bestimmte Sachen die und die Meinung hatte, weil ich das und das getan habe. Aber wenn das alles so schlimm war, wieso um alles in der Welt war sie trotzdem mit mir zusammen, wieso hat sie die Pläne für das zusammenziehen geschmiedet. Wieso hat sie nicht gesagt wass sie stört und was wir anders machen können? Wieso hat sie versprochen um uns zu kämpfen, falls wir mal schwierigkeiten haben in der Beziehung, und dann doch aufgab? Wieso meinte sie plötzlich, die Beziehung sei nicht gut für sie gewesen, weil sie vieles vernachlässigt hat, und vorallem war die Beziehung angeblich auch nicht gut für mich. Wieso hat sie so oft gesagt dass ich ihr gut tue, dass ich was besonderes bin und sie glücklich ist dass sie mich hat, wieso sagte mir so oft ich liebe dich und fügte ein soooooooooooooooooooooooooooooooooo hinzu, ih kann das einfach nicht verstehen.

Sicher gibt es Macken am Partner, die Kompromisse erfordern, und alles lieben geht nicht, das macht das Entscheidende an Individualität aus. Deine Macken kann dir keiner nehmen und wozu auch? Sie sind ein Teil der Persönlichkeit. Sie machen dich nicht schuldig an ihrem Leid. Sie hätte einen Weg finden können, besser oder anders damit umzugehen, um darunter nicht zu leiden, in erster Linie offener zu sein. "Trotzdem" mit dir zusammen war sie, weil du ihr so gut getan hast. Weil es, wie gesagt, Schlechtes UND Gutes gibt, weil du auch viele bewundernswerte, liebenswerte Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen hast, weil du viel für die Beziehung getan hast:

Ich möchte jetzt die Schuld auch nicht alleine tragen, sie hatte auch eine Teilschuld an dem ganzen und wie sie das beendete war auch nicht die feine englische Art. Auch wenn ich guten Grund dazu habe sauer und wütend auf sie zu sein, kann ich es trotzdem irgendwie nicht. Ich hoffe sie wird eines tages erkennen was sie da eigentlich fabriziert hat. Mir so reinzuwürgen, ich gab ihr keinen Grund mir nicht zu vertrauen, ich habe sie immer mit Respekt behandelt, ich wollte nur das beste für sie und habe auch meine Wünsche und Bedürfnisse deshalb zurückgeschraubt.

Ganz genau! Ja, es wird sicher noch eine Weile dauern, bis du wirklich wütend auf sie sein kannst, denn noch ist sie ein schmerzhafter Verlust, den du am liebsten rückgängig machen würdest, und Wut würde nur das Gegenteil bewirken, würde die Trennung subjektiv legitimieren. Auch das zu integrieren, braucht seine Zeit. Schön, dass du es so früh erkannt hast 🙂

Vielleicht meinte sie ja das damit, dass die Beziehung auch nicht gut für dich war:

Sie hat die Beziehung ganz beträchlich kaputt gemacht, weil sie einfach unsere Abmachung vergessen oder mit absicht ignoriert hat. Wo wir uns geschworen haben alles dem anderen mitzuteilen, wie man sich fühlt, damit wir das Problem gemeinsam anpacken könnten. Sie hat das missachtet, kein wunder dass sie dann am ende Angst, Paranoia und sonst was hatte. Sie hat mir einfach nie gesagt was in ihr vorgeht, dass sie total überarbeitet war, konnte auch ein blinder erkennen, deswegen wollte ich da nicht zuviel bei ihr nachhacken um sie nicht zusätzlich dem emotionalen Stress auszusetzen. Aber scheinbar war er schon lange da und sie hat versucht alleine mit ihm fertig zu werden, und scheiterte dabei.

Sie hat entgegen ihren Absichten nicht gekämpft oder kämpfen wollen, hat euch immer hintan gestellt, hat die Beziehung womöglich nur als bequemes Ruhekissen betrachtet, das nicht anstrengend werden darf, damit sie sich, ohne die Uni zu vernachlässigen, nicht überanstrengt. Sie hat dir keinen Entscheidungsfreiraum gelassen. Es ist nur verständlich, dass du dich da verletzt fühlst, hilflos, und dass du allen Grund hast, wütend zu sein. Ihr habt beide Fehler gemacht, von denen sich viele erst im Nachhinein als Fehler entpuppen, aber es bleibt in der Entscheidung beider Partner, ob diese Fehler in der Summe bearbeitet werden können oder ein Schlussstrich besser wäre. Sehr schade, dass sie dir diese Entscheidung abgenommen hat.

Loslassen sollte ich, hat sie gesagt, aber warum sollte ich das? Was stimmt mit mir nicht? Was habe ich verkehrt gemacht als ich einfach aus "mir" ein "uns" gemacht habe, ich wollte immer für sie da sein, sie lieben und mit ihr mein Leben verbringen.

Du hast nichts verkehrt gemacht. Auch was verkehrt ist, ist immer eine subjektive Bewertung, die im Nachhinein anders ausfallen kann als währenddessen, denn während der Beziehung war auch deine Perspektive eine andere. Du hast ja nicht von Anfang an gewusst, hast nicht wissen können, dass es einmal so weit kommt, und wenn die Beziehung so verlaufen ist, dass du dich wohl gefühlt hast, dass du ihr deine Liebe gezeigt hast, dass du alles gegeben hast, dann hast du nichts "verkehrt" gemacht. Es war in deinen Augen eben etwas Schönes, was sich richtig angefühlt hat. Nichts stimmt mit dir nicht. Du bist ein Mensch, der Gefühle hat, der sich verletzt fühlt, weil er verlassen wurde, der vor vollendete Tatsachen gestellt wird und die Schuld bei sich sucht, der sich hilflos fühlt und zurückholen möchte. Das alles ist menschlich, das alles bist du. Nichts daran "stimmt nicht".
Dass du sehr viel schreibst, zeigt, dass du auf einem guten Weg bist, es ganz allmählich loszulassen. Es verstehen zu wollen, ist eine Form, loszulassen, denn dann verschwindet die Hilflosigkeit.

Ich wünsche dir weiterhin nur das Beste auf diesem Weg und ganz viel Kraft!

Lg, Schnecke 🙂
 
Danke Weisse_Schnecke, deine Worte helfen am meisten.
Ihre Kernaussage war halt, dass bei ihr die Liebe ganz plötzlich verschwand. Dass ist es, was mich seitdem am meisten beschäftigt, wie das passieren konnte.
Im moment hat sie immernoch viele Prüfungen und lernt scheinbar dafür ununterbrochen.
Mittlerweile verschwinden die ganzen bösen Erfahrungen der letzten Woche, dass sie mir so weh getan hat. Erst blieben noch die guten Erinnerungen, aber mittlerweile habe ich schon Probleme mich auch an diese zu erinnern. Ich weiß nicht warum, aber da ist irgendso eine Blockade. Vielleicht fängt mein Verstand an sie endgültig zu verbannen. Anfangs verursachte die Angst, dass ich sie wirklich aufhöre zu lieben, Panik in mir ich könnte sie so dann endgültig für immer verlieren. Aber mittlerweile ist es einfach so eine Leere in mir. Ich habe ihr gestern ihre restlichen Sachen vor die Tür gestellt, jetzt habe ich praktisch nichts mehr von ihr bei mir zuhause. Ein selbstgemaltes Bild, eine Karte und ein paar Zettel, sind das einzigste was mir von ihr geblieben ist. Sie dagegen hat soviele Sachen von mir bekommen, viele Blumen, die ich ihr auf dem Jahrmarkt geschossen habe, viele Pluschtiere die ich für sie gewonnen habe, viele selbstgemachte Dinge, die ich für sie gebastelt habe. Bis hin zu geschenken, die ich ihr gemacht habe, wie den Bademantel, denn sie immernoch anziehen wollte, oder einen ganz persönlichen Sweatshirt von mir, der mir nicht mehr gepasst hat. Sie meinte, sie wird all die Sachen aufheben, weil sie sie an die schönen Zeiten erinnern. Ich habe leider nichts mehr was an die schönen Zeiten erinnert, und wenn meine Erinnerungen endgültig verblassen, habe ich noch weniger.

Es macht mich einfach traurig, dass ich wieder alleine bin, ich wollte so gerne mit ihr zusammenziehen, das Leben mit ihr hat mir immer sehr geholfen. Ich wollte für sie da sein, sie beschützen und sie respektieren. Ich wollte mir ihr verreisen und unser gemeinsames Leben genießen, ich wollte unser gemeinsames Leben mit ihr aufbauen, auf eine gemeinsame Zukunft hinarbeiten.
Ich frage mich nur, ob sie nicht irgendwann zurückdenken wird, und ihre Entscheidung bedauern. Aber dann wird es wohl schon zu spät sein.
 
Hallo Armadillo,

freut mich sehr zu hören, dass dir meine Worte helfen 🙂 Weißt du, vielleicht liegt das daran, dass ich auch eine Beziehung hinter mir habe, die mir ebenfalls sehr wichtig war, und Ähnliches durchmache wie du, zumindest was die Gefühle anbelangt.

Ich glaube, sie lügt, wenn sie sagt, dass bei ihr die Liebe "ganz plötzlich" verschwand. Es kann sein, dass man sie plötzlich nicht mehr wahrnimmt, aber das heißt nicht, dass sie plötzlich aufhört, das liegt nicht in der Natur der Gefühle. Aber auch das könnte nur ein Schutzmechanismus ihrerseits sein, damit sie damit leichter fertig wird. Verdrängen ist bei schmerzhaften Gefühlen der erste Impuls, um den Schmerz erträglicher zu machen. Den Fehler habe ich auch gemacht und mich sogar noch gewundert, dass meine Gefühle "plötzlich" weg waren, und nun zahle ich den Preis dafür.
Aber wie auch immer es bei ihr tatsächlich sein mag, bringt es nicht viel, darüber nachzudenken, denn nur sie könnte die Frage beantworten. Also kann es gut sein, dass es dir am Ende schlechter geht, anstatt dass etwas dabei herauskommt. Ich finde dabei immer eine gute Methode, bei mir zu bleiben. Warum frage ich mich das, was versuche ich zu erreichen? Meistens wieder: der Hilflosigkeit entkommen, etwas gegen sie tun. Unbegreifliche Erfahrungen schmerzen mehr als solche, die wir begreifen, weil wir bei letzteren genau wissen, was zun tun ist, damit es einem besser geht.
Dass dein Verstand Erfahrungen aus der Beziehung in gute und schlechte selektiert und mal nur das eine, mal nur das andere vorherrscht oder sich der Blickwinkel ändert, ist auch normal und ein Teil des Verarbeitungsprozesses. Es ist der Versuch deines Verstandes, zu begreifen. Ob es sich "richtiger" anfühlt, die Sache so und so zu sehen, ob der Schmerz erträglicher wird, wenn die und die (Art von) Erinnerung ausgeblendet oder umgepolt wird. Ich sah mal nur Gutes und dann wieder nur Schlechtes in meiner Ex-Beziehung, in der Trennung (obwohl sie von mir ausging). Bei dir kan es sein: Du vermisst weniger, ergo leidest weniger, wenn es weniger gute Erinnerungen gibt, denn an jede einzelne ist auch (mindestens) ein entsprechendes positives Gefühl gekoppelt. Auch deine Panik kenne ich gut. Für mich fühlte sich anfangs die Vorstellung, meinen Ex-Freund eines Tages nicht mehr zu vermissen, wie Verrat an an allem Guten, das wir uns gegeben haben, und an der Tatsache, dass sie uns mal wichtig war. Aber auch das heißt, dass noch Gefühle vorhanden sind, dass diese Beziehung immer noch einen Stellenwert in unserem Leben hat. Und dass eines Tages dieses Vermissen aufhört, der Schmerz, bedeutet ja nicht, dass die Beziehung nie wichtig war im Leben. Es hat sich eben nur etwas in der Aktualität geändert. Du wirst sehen, eines Tages wird es dir nicht mehr so viel ausmachen, nichts von ihr als Erinnerung zu haben, denn es wird sich nicht mehr wichtig anfühlen. Mag jetzt sicher noch eine seltsame Vorstellung sein.

Es macht mich einfach traurig, dass ich wieder alleine bin, ich wollte so gerne mit ihr zusammenziehen, das Leben mit ihr hat mir immer sehr geholfen. Ich wollte für sie da sein, sie beschützen und sie respektieren. Ich wollte mir ihr verreisen und unser gemeinsames Leben genießen, ich wollte unser gemeinsames Leben mit ihr aufbauen, auf eine gemeinsame Zukunft hinarbeiten.

Ja, genauso fühlt sich Verlustschmerz an, und das ist auch gut so, auch wenn es schmerzt. Die Beziehung war dir eben wichtig. Sie hat dir etwas gegeben, was sie dir jetzt nicht mehr geben kann, und das fühlt sich noch total ungewohnt und fremd an, schlechter jedenfalls als das Leben während der Beziehung. Da fühle ich total mit dir. Aber auch das wird sich mit der Zeit ändern. Und mit Sicherheit wird es sich eines Tages auch wieder normal anfühlen, allein zu sein, und was die Zukunft dir alles noch Schönes und Bedeutsames geben kann, kannst du ja noch nicht wissen. Sicher wird sie einiges bereuen und sicher wirst du einiges bereuen. Aber dann könnt ihr es nutzen, um euer Leben weiter zu gestalten und weiterzukommen.

Viel Kraft dir weiterhin!

Lg, Schnecke 🙂
 
Ich habe es satt, mir ständig irgendwas zusammen zu reimen, sie in Schutz zu nehmen, ihr Verhalten zu erklären, es zu begründen und versuchen zu verstehen.
Sie hat mit mir schluss gemacht, ohne ein Wort zu wechseln, ohne mich gar dabei anzusehen. Sie hat meine Briefe, die ich an sie schrieb, wo ich mein Herz geöffnet habe, alle weggeworfen. Sie trampelte ohne Mitleid auf meinem Herzen rum, als wäre das irgendein stück Dreck auf der Straße. Sie hat mich so hintergangen, das die Zeit die ich mit ihr verbracht habe und eigentlich recht positiv war, ich mittlerweile als einer Art Alptraum sehe, an denn ich mich nie wieder erinnern möchte. Ich liebe sie nicht mehr, ich hasse sie aber auch nicht, sie ist mir einfach gleichgültig geworden.

Alles was ich gemacht habe war, sie über alles zu lieben, alles was sie getan hat war, mir einen großen Schmerz zuzufügen, sie hat mir Wunden zugefügt die für den rest meines Lebens mich begleiten werden. Ich hasse mich nur selber dafür, dass ich auf sie reingefallen bin, sie hat mich einfach nur ausgenutzt, ich war ihr Ruhekissen neben der Uni, sie dachte dabei nur an sich.
 
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Das was ich durchmache zeigt mir auch ganz deutlich, wie schwer es ist für den menschen für den man soviel empfunden hat einfach die Gefühle auszuschalten. Selbst wenn man das schaffen würde, bleibt eine fast 11 Monatige Beziehung nicht ohne Spuren. Wahrscheinlich war das Problem einfach, dass ich es nicht wirkich in echt erlebt habe. Nie habe ich mit ihr wirklich darüber gesprochen oder sie gar seitdem gesehen. Das ist schon ein ziemlich verrückter Umstand.
Auch wenn ich es manchmal schaffe das negative, was in den letzten Wochen war, auszublenden und mich versuche an die Positiven Sachen zu erinnern. Muss ich nur 1x unseren letzten Chatverlauf lesen und schon ist das alles positive wie weggewischt.
 
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Dieser Umstand, dass das alles so enden musste, ohne ein Gespräch, ohne dem anderen in die Augen zu schauen, finde ich einfach nur traurig. Nach so einer langen Zeit, ist es einfach nur unfassbar. Ich kann mich nie wieder bei ihr melden, jedes mal als ich es versuchte, war sie unerträglich und bösartig. Es ist schade, dass ich sie so in Erinnerung behalten muss, aber anders gehts wohl nicht.
 
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Ich habe das Gefühl, ich habe in der Beziehung einfach den Fehler gemacht, dass ich für sie einfach zuviele Gefühle hatte. Nicht nur meiner willen, sondern auch wäre es vielleicht für die Beziehung besser gewesen, dann hätte ich sie ned so oft um mich haben müssen, hätte nicht mit ihr irgendwelche pläne schmieden müssen oder sie in mein Herz schließen. Ich hätte sie bloß als irgendein komisches anhänsel oder halt Freundin ohne großartige Aussichten betrachten sollen, so dass man zwar Zeit zusammen verbrachte, aber mehr auch nicht.
Allerdings hatte ich oft das Gefühl, sie würde mich mehr lieben als ich sie. Aber vielleicht gings mir einfach nicht so gut, ich litt irgendwie in der Beziehung, aber ich weiß nicht woran. Vielleicht weil ich manchmal traurig darüber war, dass meine Freundin nicht so attraktiv war wie andere Frauen, ich habe sie geliebt weil ich auf die inneren Werte geschaut habe. Hatte aber trotzdem so meine traurigen Momente, wo ich andere Pärchen angeschaut habe und mir sagte, verdammt warum kann meine Freundin nicht so nen Körper haben. Warum hat sie mit anfang 20 einen Körper von einem 60 Jährigen Mann.. Dieser großer Bauch, diese Hängetitten, ihre Klamotten. Wieso ist mir nie aufgefallen dass sie nie Make up verwendet hat. 🙁
Aber die inneren Werte waren mir einfach wichtiger, scheinbar habe ich mich da einfach nur geirrt.
 

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