W
Weisse_Schnecke
Gast
Hallo Armadillo,
ich kann verstehen, dass du dich während des Gesprächs sehr zerrissen gefühlt hast, denn deine Gefühle für sie sind ja sehr stark, das lese ich, und daher auch der Schmerz über die Trennung, und du versuchst dir natürlich Hoffnung zu machen, um da wieder rauszukommen, und klammerst dich an jeden Strohhalm. Klar, dass es weh tut, wenn der einem wieder entrissen wird. Ich denke, es ist nicht so einfach, eine Beziehung als endgültig beendet zu sehen, solange du auch nicht zulassen möchtest, dass das geschieht, solange du noch Versuche unternimmst, zum Vergangenen zurückzukehren. Aber sicher ist das, wenn der Schmerz noch sehr frisch ist, das der erträglichste Weg, um mit dem Schmerz fertig zu werden. So ähnlich ering es mir auch.
Und ich denke, sie hat recht, wenn sie sagt, dass ihr beide schuld an der Trennung habt, an dem, was alles darin schief gelaufen ist. Das passiert und es liegt in jedermans Ermessen, das zu erkennen und daran zu arbeiten oder auch nicht, immer darauf achtend, weder den anderen noch sich selbst zu stark zu vernachlässigen. Für mich klingt das, was du über sie erzählst, sehr danach, dass sie sich einfach zu viel aufgehalst hat, die Uni und die Arbeit, und wenn sie dafür 100 Prozent geben will, dann bleibt es nicht aus, dass eure Beziehung wegstecken musste, sie ist schließlich kein Übermensch, keiner ist das. Mag ja sein, dass sie es zumindest wollte, dass eure Beziehung gut läuft, dass ihr über alle Probleme geredet und daran gearbeitet hätte, das würde ich mir auch für eine gut laufende Beziehung wünschen. Aber es in die Tat umzusetzen, ist etwas anderes, vor allem, wenn man nicht weiß, wie sehr einen Uni und Arbeit wirklich in Anspruch nehmen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie einfach auch nicht die Kraft fand, an der Beziehung zu arbeiten, einfach wenigstens da etwas haben wollte, was gut läuft, keinen stress verursacht, worin sie sich ausruhen kann. Was natürlich schief laufen kann, wie in eurem Fall. Warum gibst du dir da die Schuld, du hättest sie mehr unterstützen müssen? Ich vermute, du versuchst wieder Fehler da zu finden, wo keine sind, denn ich lese auch, dass du viel in die Beziehung investiert hast, nicht erst jetzt, wo du sie zurückhaben möchtest. Ich denke eher, dass sie sich selbst nicht genug unterstützt hat, dass sie sich zu viel aufgebürdet hat. Und alles hättest du ihr nicht abnehmen können, das hätte dich auf Dauer unglücklich gemacht, und wie gesagt trägt jeder in einer Beziehung Verantwortung. Ja, ich denke auch, dass ihre Liebe zu dir nicht einfach gestorben ist und sie sie "nur" erst einmal weggeschlossen hat, um sich dem emotionalen Stress neben Uni und Arbeit nicht zusätzlich auszusetzen. Du schreibst ja auch, dass du dich zur Zeit nicht auf die Arbeit konzentrieren kannst, und ich denke, das ist ihr Weg, damit sich sie auf die unverzichtbare Uni konzentrieren kann.
Nach vorne zu sehen, ist ein guter und der einzige Weg, denn es kann ja nur nach vorne gehen, wohin sonst? Wenn du offen bist für den Weg nach vorn, dann bist du auch bereit, die Kraft in dir zu sehen, zu finden und zu nutzen, um weiterzukommen, um irgendwann loszulassen und wieder frei und glücklich zu werden. Dass das dauern kann und der Schmerz nicht von heute auf morgen verschwindet, ist klar, aber bitte gib' dir diesen Raum.
Dass du was Handwerkliches machst, finde ich toll. Hast du denn nie was für dich oder für andere außer ihr gemacht? Warum hast du was Handwerkliches gemacht, was macht dir so Spaß daran? Vielleicht war auch etwas anderes der Antrieb, nur sahst du es nicht wegen deiner starken Gefühle zu ihr? Kreativität zum Beispiel kann auch ein sehr guter Weg sein, um Gefühle auszudrücken, um deine Fertigkeiten zu schulen, und wenn es jetzt nicht so gut klappt, wie früher, ist das auch in Ordnung. Im Moment brauchst du halt all deine Kraft für deinen Schmerz. Ich finde, du kannst sehr stolz auf deine Fertigkeiten sein, du kannst etwas erschaffen, andere Menschen damit glücklich machen und ihnen etwas geben, was einzigartig, was hadgemacht ist und was sie selbst nicht machen können. Auch das kann ein Antrieb sein.
Aus deinem Text lese ich heraus, dass du wohl vor dieser Beziehung noch nicht ganz aus der letzten heraus warst, dass das Fitnesstraining eine Art Ablenkungsmanöver war, um den Schmerz auf eine Weise erträglich zu machen und loszulassen. Hast du lernen können, dass es dir auch gut gehen kann, wenn du nicht allein bist, wenn du deinen Antrieb nicht aus anderen Menschen schöpfst? Du hast sicher so viele Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, auf die du stolz sein kannst (sonst hätten beide Frauen dich nicht so geliebt), die ein Antrieb für dich sein können. Sie weiterentwickeln, sie nutzen, damit es dir wieder gut geht, damit du stärker wirst und dich weiterentwickelst.
Es ist auch in Ordnung, sich einsam zu fühlen, jetzt ist ja erst mal die Lücke da, die sie hinterlassen hast, und du bist es praktisch nicht "gewohnt", allein zu sein, es fühlt sich wie das Gegenteil einer glücklichen Beziehung an, also schlecht. Aber auch das kann, wenn du es willst und dich dafür einsetzt, mit der Zeit anders werden.
Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft!
Lg, Schnecke 🙂
ich kann verstehen, dass du dich während des Gesprächs sehr zerrissen gefühlt hast, denn deine Gefühle für sie sind ja sehr stark, das lese ich, und daher auch der Schmerz über die Trennung, und du versuchst dir natürlich Hoffnung zu machen, um da wieder rauszukommen, und klammerst dich an jeden Strohhalm. Klar, dass es weh tut, wenn der einem wieder entrissen wird. Ich denke, es ist nicht so einfach, eine Beziehung als endgültig beendet zu sehen, solange du auch nicht zulassen möchtest, dass das geschieht, solange du noch Versuche unternimmst, zum Vergangenen zurückzukehren. Aber sicher ist das, wenn der Schmerz noch sehr frisch ist, das der erträglichste Weg, um mit dem Schmerz fertig zu werden. So ähnlich ering es mir auch.
Und ich denke, sie hat recht, wenn sie sagt, dass ihr beide schuld an der Trennung habt, an dem, was alles darin schief gelaufen ist. Das passiert und es liegt in jedermans Ermessen, das zu erkennen und daran zu arbeiten oder auch nicht, immer darauf achtend, weder den anderen noch sich selbst zu stark zu vernachlässigen. Für mich klingt das, was du über sie erzählst, sehr danach, dass sie sich einfach zu viel aufgehalst hat, die Uni und die Arbeit, und wenn sie dafür 100 Prozent geben will, dann bleibt es nicht aus, dass eure Beziehung wegstecken musste, sie ist schließlich kein Übermensch, keiner ist das. Mag ja sein, dass sie es zumindest wollte, dass eure Beziehung gut läuft, dass ihr über alle Probleme geredet und daran gearbeitet hätte, das würde ich mir auch für eine gut laufende Beziehung wünschen. Aber es in die Tat umzusetzen, ist etwas anderes, vor allem, wenn man nicht weiß, wie sehr einen Uni und Arbeit wirklich in Anspruch nehmen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie einfach auch nicht die Kraft fand, an der Beziehung zu arbeiten, einfach wenigstens da etwas haben wollte, was gut läuft, keinen stress verursacht, worin sie sich ausruhen kann. Was natürlich schief laufen kann, wie in eurem Fall. Warum gibst du dir da die Schuld, du hättest sie mehr unterstützen müssen? Ich vermute, du versuchst wieder Fehler da zu finden, wo keine sind, denn ich lese auch, dass du viel in die Beziehung investiert hast, nicht erst jetzt, wo du sie zurückhaben möchtest. Ich denke eher, dass sie sich selbst nicht genug unterstützt hat, dass sie sich zu viel aufgebürdet hat. Und alles hättest du ihr nicht abnehmen können, das hätte dich auf Dauer unglücklich gemacht, und wie gesagt trägt jeder in einer Beziehung Verantwortung. Ja, ich denke auch, dass ihre Liebe zu dir nicht einfach gestorben ist und sie sie "nur" erst einmal weggeschlossen hat, um sich dem emotionalen Stress neben Uni und Arbeit nicht zusätzlich auszusetzen. Du schreibst ja auch, dass du dich zur Zeit nicht auf die Arbeit konzentrieren kannst, und ich denke, das ist ihr Weg, damit sich sie auf die unverzichtbare Uni konzentrieren kann.
Nach vorne zu sehen, ist ein guter und der einzige Weg, denn es kann ja nur nach vorne gehen, wohin sonst? Wenn du offen bist für den Weg nach vorn, dann bist du auch bereit, die Kraft in dir zu sehen, zu finden und zu nutzen, um weiterzukommen, um irgendwann loszulassen und wieder frei und glücklich zu werden. Dass das dauern kann und der Schmerz nicht von heute auf morgen verschwindet, ist klar, aber bitte gib' dir diesen Raum.
Dass du was Handwerkliches machst, finde ich toll. Hast du denn nie was für dich oder für andere außer ihr gemacht? Warum hast du was Handwerkliches gemacht, was macht dir so Spaß daran? Vielleicht war auch etwas anderes der Antrieb, nur sahst du es nicht wegen deiner starken Gefühle zu ihr? Kreativität zum Beispiel kann auch ein sehr guter Weg sein, um Gefühle auszudrücken, um deine Fertigkeiten zu schulen, und wenn es jetzt nicht so gut klappt, wie früher, ist das auch in Ordnung. Im Moment brauchst du halt all deine Kraft für deinen Schmerz. Ich finde, du kannst sehr stolz auf deine Fertigkeiten sein, du kannst etwas erschaffen, andere Menschen damit glücklich machen und ihnen etwas geben, was einzigartig, was hadgemacht ist und was sie selbst nicht machen können. Auch das kann ein Antrieb sein.
Aus deinem Text lese ich heraus, dass du wohl vor dieser Beziehung noch nicht ganz aus der letzten heraus warst, dass das Fitnesstraining eine Art Ablenkungsmanöver war, um den Schmerz auf eine Weise erträglich zu machen und loszulassen. Hast du lernen können, dass es dir auch gut gehen kann, wenn du nicht allein bist, wenn du deinen Antrieb nicht aus anderen Menschen schöpfst? Du hast sicher so viele Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, auf die du stolz sein kannst (sonst hätten beide Frauen dich nicht so geliebt), die ein Antrieb für dich sein können. Sie weiterentwickeln, sie nutzen, damit es dir wieder gut geht, damit du stärker wirst und dich weiterentwickelst.
Es ist auch in Ordnung, sich einsam zu fühlen, jetzt ist ja erst mal die Lücke da, die sie hinterlassen hast, und du bist es praktisch nicht "gewohnt", allein zu sein, es fühlt sich wie das Gegenteil einer glücklichen Beziehung an, also schlecht. Aber auch das kann, wenn du es willst und dich dafür einsetzt, mit der Zeit anders werden.
Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft!
Lg, Schnecke 🙂