Dann benenne doch mal die “Störung im Gehirn”, es gibt einen Namen dafür und der steht im Arztbericht als gesicherte Diagnose, ansonsten gibt es auch keine Magensonde!
Klar, bei lebensbedrohlichem Untergewicht kommt auch ein Kind a die vorübergehende Zwangsernährung, ob die Eltern es wollen oder nicht, da steht der Erhalt des Lebens vor jeder anderen Überzeugung, der Exitus durch multiples Organversagen wird verhindert (siehe Magersucht).
Es deutet alles, zumindest für diese seltenen Erkrankungen in Bezug auf Essensaufnahme, also fehlendes Hungergefühl, Schluckbeschwerden, oft assoziiert mit Würgen und/oder Erbrechen, sowohl einen Namen wie auch die Erkenntnis, dass es sich um genetisch disponierte Defekte handelt, was im Umkehrschluss auch, wie z.B. auch das exponentiell steigende Trisomie-21 Risiko, auf eine späte Schwangerschaft zurückzuführen sein kann.
Deshalb jetzt vielleicht das schlechte Gewissen der Mutter, die Angst vor Stigmatisierung und der psychische Druck, der sich anders kaum erklären lässt?
Unser Körpersystem ist sehr schlau, weshalb zu späte Schwangerschaften auf natürlichem Weg quasi ausgeschlossen sind. Mit heutigem Wissensstand noch viel mehr als im Steinzeitalter, wo die meisten Frauen das Ende der Empfängnisbereitschaft altersmäßig garnicht erlebt haben.
Die Gendefekte geben wir unseren Kindern frei Haus und akzeptiert mit, Warnungen werden oft beiseite geschoben , der Wunsch ist Priorität und liegt das Kind dann im Brunnen - nein, im Kinderbettchen - ist das Leid aller groß, weil man allen Warnungen zum Trotz sich beweisen wollte, dass man mit über 50 noch ein gesundes Kind in die Welt setzen kann, obwohl der Körper diese Option bereits eingestellt hat.
Beim Alter von 55 sage ich ganz klar: zu spät für eine Mutterschaft und schlicht unüberlegt, für Eltern und Kind
Wir hätten gerne mehr als zwei Kinder gehabt, haben das aber mit dem Alter von 40 bei mir dann ad Acta gelegt aufgrund der Risiken und auch, weil wir nicht wissen können, ob wir sie noch lang genug in ihrem Leben begleiten können, das ist dem Kind gegenüber unfair und uns selbst gegenüber auch.
Es wäre verantwortungslos und unerträglich, eine solche Entscheidung zu fällen!
Benennen wir es nochmal explizit: die Tochter hat einen Gendefekt, der ein Chromosom oder eine Chromosomengruppe derart stört, dass weder Hunger, noch Schlucken ohne Würgen möglich ist. Dafür sind drei oder vier Erkrankungen bekannt, vielleicht jetzt eine neue Mischform.
Hoffentlich wird die Tochter, auch später, mit der Sonde gut umgehen, Pubertät, 1. Freund, alles wird schwierig werden, was jetzt in ihrem Denken noch nicht existiert. Wenigstens hat sie Geschwister, die eigentlich ihre Eltern sein könnten und deren Kinder als Geschwister, damit sie am Ende nicht viel zu früh alleine dasteht.
Hoffentlich ist dieser Thread eine Warnung für alle Frauen, die eine späte Mutterschaft andenken und die unkalkulierbaren Risiken, die eben viel, viel höher liegen als im Alter bis 40, wirklich abschätzen. Männer sind da meist nicht verantwortlich, zeugen Kinder auch mit 60, aber eben mit jungen Frauen, die noch wenige Risiken in sich haben. Die mitrochondiale DNA jedes Menschen (m/w) ist rein von der leiblichen Mutter! Die restliche DNA ist von Mutter und Vater. Viele Gendefekte sind mitrochondial verankert.
Der Tochter ist alles Erdenklich Gute zu wünschen!