Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier im Forum und versuche mich durch die Beiträge zu lesen, was oft ein Buch mit 7 Siegeln ist, weil die Abkürzungen verwirren.
Ich habe einen positiven Bescheid bekommen, GdS 50 nach § 1 Absatz 1 OEG.
Irgendwann werde ich auch noch einen Bescheid bekommen wie hoch die "Versorgungsbezüge/ -rente" sind.
Ich habe den OEG-Antrag gestellt weil ich in der Kindheit über Jahre Opfer von Gewalttaten war und heute bei Retraumatisierungen zusammenbreche. Mit einem positiven Bescheid habe ich nicht gerechnet, weil ja überall zu lesen ist, wie lange oft Opfer kämpfen um anerkannt zu werden. Die Anerkennung habe ich natürlich nur befristet bekommen.
Nun zu meiner Frage: Was mache ich nun mit dem Bescheid?
Ich habe auch ein GdB von 30 (lebenslänglich) und nun auch noch GdS von 50 (befristet)
Ich bin (mit enormen Kräfteaufwand) Vollzeit beschäftigt, was auch in der Stellungnahme des Nervenärztlichen Dienstes "moniert" wurde aber auf Grund meiner Einschränkungen des restlichen / privaten Lebens doch mit einem GdS von 50 anerkannt wurde.
Ich hatte die Voraussetzungen fürs Gymnasium als der nächste Schlag kam und bin dann schulisch so abgedriftet, dass ich nicht mal den Qualifizierten Hauptschulabschluss schaffte. Die Lehre habe ich abgebrochen. Mit rd. 30 J. habe ich dann eine Umschulung im kfm. Bereich gemacht um nicht immer als Hilfskraft irgendwo jobben zu müssen und als erste gefeuert zu werden, wenn es mal wieder um Personalabbau ging. Seit 6 Jahren habe ich zum ersten mal im Leben eine Anstellung die nun länger als 6 Jahre geht. Ich bin jetzt bald 52 Jahre.
Hätte ich die Möglichkeit einer anständigen Schulförderung als Kind erhalten, hätte ich heute sicher einen Beruf mit einem höheren Einkommen. Zudem musste ich ein Angebot von meinem jetzigen Arbeitgeber für eine Beförderung auf Grund meiner PTBS und meiner Depressionen ablehnen. Ich habe natürlich nicht gesagt warum, sondern gesagt, das würde ich mir nicht zutrauen. Vom "Intellekt" her hätte ich dies sicher geschafft aber in keinster Weise vom psychischen her. Und die Blamage, als Versagerin dazu stehen wollte und konnte ich mir nicht (auch noch) antun.
Ist es ratsam, einen Antrag auf Berufsausgleichsrente zu stellen?
Ich habe zwar jetzt (vorübergehend) den Bescheid, der für mich im Moment nichts weiter als ein Stück Papier ist. Von Zuzahlungen ectr. pp bekomme ich nur Befreiung, wenn es im Zusammenhang mit meiner Schädigung steht. Bekomme ich wegen der GdS jetzt auch mehr Urlaub (5 Tage)? Oder bekommt man das nur bei GdB ab 50?
Würde mich auf Antworten freuen, noch einen schönen Sonntag
LG Akinom