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Hättet ihr die Dame im Supermarkt auch ignoriert?

Berdine

Aktives Mitglied
Offene Brötchen und Backwaren in Selbstbedienung nehme ich ausschließlich mit der Zange und die Leute, die ich dabei beobachten konnte, die das mit der Hand einfach so rausgenommen haben, haben dann entschuldigend gemeint, sie schaffen das mit der Zange nicht. Sicherlich ist das hygienisch fragwürdig.

Wenn man natürlich die Einstellung hat, mir doch egal, ob das andere eklig finden, ich geh da mit meinen Fingern einfach so rein, der muss sich nicht wundern, dass er angesprochen und vermahnt wird. Von "Moralisten" lese ich auch nichts. Es gibt Leute, die haben keinen Bock auf Regeln und es gibt eben auch Leute, die einen darauf hinweisen. Mir hat auch schon mal jemand was gesagt, was ich nicht wusste, das war aber corona-bedingt. Ich kann nur raten, wenn man keinen Anschiss bekommen möchte, dann soll man sich entweder an die Regeln halten oder man kauft seine Backwaren woanders.
 

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Herbstzeitrose

Mitglied
Habe auch mal andere Leute gefragt ob sie die Klappe nach oben halten und ich mir die Brötchen oder was auch immer mit der Zange rausnehmen kann, es gibt ja noch hilfsbereite Leute.
Ich habe aber schon seit einigen Jahren genauer gesagt seit knapp 5 Jahren keine SB-Backwaren mehr gekauft.
Ich achte sehr auf Hygiene noch mehr seitdem ich mal eine schlimme Infektion vor Jahren hatte.
Maßregeln ist schon okay solange es nicht so krass ausartet und derjenige sich über Andere erhöht.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

Moraliornot

Gast
Es ist immer wieder interessant wie es bei solchen Themen zu zwei Lager kommt. Die, die Vorgaben/Gesetze warum auch immer nicht einhalten und es für richtig halten. Und das andere Lager das als Moralist/etc. einsortiert wird nur weil auf Dinge hinweist wo Grenzen überschritten werden.
 

Fenris85

Aktives Mitglied
Da ist der Begriff des Moralisten aber auch nur unzureichend exakt definiert. Wenn ich ihn benutze meine ich damit nicht jemanden der/die auf die (nicht) Einhaltung von Grenzen hinweist, sondern jemanden der etwas nicht vertritt weil es Sinn macht, sondern aus beispielsweise persönlichen Gründen wie "sich wichtig machen wollen", eigene Vorteile, Ideologie, Neid usw.
Also z.B. jemand der sich wünscht die Gesellschaft nach persönlichen Befindlichkeiten irgendeiner Gruppe auszurichten, man schiebt ja gerne ein Mündel vor, anstatt Intergessen und objektive Kriterien gewichtet gegeneinander abzuwägen.

Da die Sinnhaftigkeit aber natürlich auch irgendwo subjektives Empfinden ist, also wo ist die Grenze wo deine Freiheit beginnt und meine beendet wird, ist auch der Begriff des Moralisten zu einem (kleinen) Teil subjektiv.
Also jemand der anderer Freiheiten ungerechtfertigt zum persönlichen Vorteil / wichtig tun etc. pp. einschränken möchte. Was, je nach Einschränkung, dann eben als ziemlich Totalitär empfunden werden kann. Z.B. wenn man Dinge nicht mehr sagen dürfen soll, weil sich jemand vielleicht evtl. daran stören könnte.
Das würde ich immer als von einem Moralisten kommend bewerten, weil für mich dort die Grenze der Meinungsfreiheit nicht verlaufen sollte. Unabhängig davon ob es ein Gesetz gibt, welches das bekräftigt oder widerlegt.

Während mein erster Reflex zur Verteidigung meiner Position dann auch immer wäre die verschiedenen Argumente die dafür sprechen die Grenze dort verlaufen zu lassen wäre, so wäre die erste Reaktion des Moralisten wahrscheinlich mir indirekt boshafte Intentionen zu unterstellen und seine Ansichten als moralisch besonders hochwertig darzustellen. Also z.B. dass man mit seinem Auftreten für eine bessere Gesellschaft, tolleres Klima, mehr Gesundheit usw. eintritt.
Und schon sind wir wieder bei dem das gesamte Land spaltenden Konflikt zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik. Der Riss ist inzwischen wirklich so tief dass es kaum noch ein Thema gibt wo man nicht irgendwann dort landet. Einfach weil inzwischen kaum noch einen Lebensbereich gibt in den sich die Politik noch nich eingeschmischt hat.

Was ich, wie gesagt, als totalitäre Freiheitsberaubung empfinde, da es mir das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben (und Lebensende!) nimmt. Und das auch noch mit der dreisten Behauptung es wäre zu meinem Besten, also im Namen des Guten. Man wüsste also besser was gut oder schlecht für mich ist, als ich selbst.
 

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