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Gutachtertermin wegen Rückführung zur leiblichen Familie

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Hallo,

vielen Dank für eure netten Beiträge.
Dann will ich mich mal an die Beantwortung der gestellten Fragen machen.

@Diva:

Das JA hat bei der ersten Verhandlung den Antrag auf das Sorgerecht gestellt.
Nach Erstellung des Gutachtens ist deutlich geworden, dass die leibliche Mutter erziehungunfähig ist. Sie hat kaum Selbstwahrnehmung und ist nicht in der Lage sich in andere hinein zu versetzen.(Aussage der Gutachterin)
Außerdem ist sie ohne professionelle Hilfe nicht in der Lage eine Bindung zu der Kleinen aufzubauen. (Aussage der Gutachterin)
Vor Gericht hat die leibliche Mutter jegliche Unterstützung des JA abgelehnt. Sie ist sich sicher alles allein zu schaffen.
Ich denke, das dass die Gründe sind.
Da das Urteil noch nicht ausformuliert ist, kann ich im Moment nichts weiter dazu sagen.

Die Besuchskontakte haben nach dem ersten Jahr immer in diesem Intervall stattgefunden.
Es soll so bleiben, weil die Gutachterin der Meinung ist, dass es bei einem Bindungsaufbau nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität ankommt. Da sich aber innerhalb von drei Jahren keine Bindungen eingestellt haben, möchte sie der Kleinen die Irritationen der Besuchskontakte nach Möglichkeit nicht öfter zumuten.


@ Frettelmama:

Du hast Recht, es ist eine sehr schwierige Situation, die Pflegemama und leibliche Mama ertragen müssen.
Es war mit Beginn des Pflegeverhältnisses für mich aber klar, dass es mir wichtig ist, einen guten Kontakt zur Mutter herzustellen. Diese hat das von Anfang an nicht zugelasse. Nicht sie war meine Konkurentin, sondern ich ihre und das hat sich mich immer apüren lassen (Anfeindungen, Provokationen, lautstarke Streits - und das alles vor dem Kind)
Irgendwann habe ich mich natürlich zurückgezogen.
Ein weitergehendes Interesse an ihrem Kind hat sie nie gezeigt. Es ist also nicht so wie bei dir. Es scheint ihr egal zu sein, ob ihr Kind krank ist oder was ihr Kind erlebt hat...


@ HappyDreams:

- Die Kontakte findem im Jugendamt statt, weil die Kleine noch eine bekannte Umgebung braucht. Das gibt ihr Sicherheit. Wenn sie Älter ist kann das ganz anders sein.

- Das Kind hat gar nichts von diesen Besuchskontakten. Aber das hätte sie auch nicht, wenn es öfter oder länger stattfinden würde, da die beiden keine Beziehung haben.

- Was die Mutter davon hat weiß ich nicht. Aber wie kommst du auf eine Anreise von 5 Stunden?


So, ich hoffe ich habe alle Fragen und Gedanken beantwortet.
Nochmals danke für euren lieben Worte.

Liebe Grüße,

Tachi
 
Muss sich denn immer alles Zeit Lebens beim Jugendamt abspielen?:mad:
Warum nur einmal in Monat für eine Stunde?
Wozu soll das gut sein und was hat das Kind davon?
Was haben die leiblichen Eltern davon, die auch noch weite
Reisen von 5 Stunden aufsichnehmen sollen, nur für die eine
Stunde?
Als ich meinen Sohn beim letzten Besuchskontakt auf die Frage wer meine Kinder sein, antwortete, das der erste der bei mir in Bauch war, reagierte er mir gegenüber richtig wütend und agressiv. Die Pflegemutter hat ihn dafür fast schon wieder gelobt. Er kam dann zu ihr gerannt und flüsterte: Die lügt. Die PM antwortet ihm ja.
Dem Jugendamt erklärte ich, das ich mir die Umgänge zukünftig anders vorstellen würde und das mein Kind von der bisherigen Reglung (eingsperrt im Käfig) nichts davon hat
und forderte kindgerechte Umgangsaktivitäten,
Zirkus,Zoo,LEGO Land.
Bis jetzt hat sich die Dame vom Jugendamt noch nicht wieder bei mir gemeldet.

versetzt Euch doch auch mal bitte in meine Lage-
wenn man Kind und Mutter sich jeden Monat für Monat gesehen haben kennen sie sich.. aber für eine feste Bindung bleibt da sehr wenig spielraum. Kind will nicht in einem Käfig gefangen sein sondern
sich entfalten, sich austoben, Zeit für Interaktionsbeobachtung und Festigung der Beziehung
durch gemeinsame Erlebnisse die es bisher nur mit den Pflegeeltern erleben durfte.
 
Hallo Happy,

ich hatte deine Antwort ausschließlich auf unsere Sache bezogen.

Natürlich ist jeder Fall anders. Und eine STrecke von 5 Stunden ist schon lang. Aber das ist ja genau das, as alle leibliche Eltern hier sagen:
Ich liebe mein Kind und kämpfe darum.

Das ist ganz normal, aber da muss man das in Kauf nehmen.

Wie alt ist denn dein Kind?
Wie lange ist es in einer Pflegefamilie?
Wäre es denn möglich woanders hinzugehen? Ich meine, ist euer Kontakt so gut, dass dein Kind mit dir gehen würde?

Liebe Grüße,

Tachi
 
Ja klar,Tachi.
Jeder Fall ist anders. Ich habe schon Jahre Monatskontakte und Kind würde mit mir gehen, wenn die PM auch mitgeht.

Aber die Möglichkeiten in Rahmen des Jugendamts sind begrenzt
Es müsste dann halt eine Fachkraft mitgehen.

Aber wie stellst du dir Freizeitaktivitäten mit einem Pflegekind und seiner leiblichen Mutter vor?
 
@ Sherlock

Ja, für die Besuchskontakte ist die bekannte Umgebung das Jugendamt.
Das war vom ersten mal an so, also ist es "die" bekannte Umgebung.

@ Happy

Ich denke man könnte doch mal mit einem Spielplatzbesuch anfangen (wenn dein Kind nicht schon zu alt, bzw. zu jung ist)
Wenn das klappt, dann kann man doch darauf aufbauen, Weihnachtsmarkt besuchen, oder den Rummel...
Natürlich wird die PM von dir verlangen, dass sie sich auf dich verlassen kann, sprich es gelten voher abgesprochene Regeln, etc...
 
Hallo Tachi,
wenn dem wirklich so ist, dass die Mutter keine Beziehung aufbauen kann, ohne Hilfe, dann ist das echt schwer.
Wobei bei 1 Std. kann man auch nicht erwarten, dass mehr aufgebaut wird, aber das wollt ihr ja eh nicht oder möchte nicht erreicht werden.
Trotzdem ist 1 Std. wenig, aber das muss ja nicht für immer so sein!
Wichtig ist, dass man sich als Pflegemama beim Umgang raus hält, denn die Mutter ist eine erwachsene Person und sollte auch so behandelt werden.
Auch wenn sie nicht nach deinen Vorstellungen agiert.
Klar muss sein, dass keinerlei Kindeswohl gefährdet wird....und nicht nur "gemeinte" sondern echtes Kindeswohl.

Was mich interessiert:
Wurden denn im Gutachten Gründe dafür genannt, dass die Mutter keine Bindung herstellen kann?
Im übrigen wünsche ich mir für alle Kinder in einer Pflegefamilie, dass dieses Konkurrenzdenken zwischen Pflegemutter und leibl. Mutter unterbunden wird.
Das gilt sowohl für die leibl. Mutter, als auch für die Pflegemutter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich meinen Sohn beim letzten Besuchskontakt auf die Frage wer meine Kinder sein, antwortete, das der erste der bei mir in Bauch war, reagierte er mir gegenüber richtig wütend und agressiv. Die Pflegemutter hat ihn dafür fast schon wieder gelobt. Er kam dann zu ihr gerannt und flüsterte: Die lügt. Die PM antwortet ihm ja.

Sollte das so sein, solltet ihr echt überlegen, diese Kontakte anders zu gestalten.
Das ist ja ein Konkurrenzkampf, der nie gut ausgehen kann!
Denkt doch an das Kind, das tut mir echt am meisten leid!
Wie wollt ihr weiter machen?
 
Es ist aber so, das er ihr ins Ohr geflüstert hat ,,die lügt"
und sie ihm ein ,,ja" bestätigt hat.
warum seine Wut das er bei der PM nicht im Bauch war?

Er spielte dann ziemlich agressiv das er mich in eine Zelle
sperren wollte oder ich im Auto schlafen müsse.

was sagt das aus?
 
@ vermisst:

Nein in dem Gutachten würden keine Gründe dafür genannt, warum sie keine Bindungen aufbauen kann.
Sie sagte nur, dass sie professionelleHilfe in Anspruch nehmen muss, um es zu lernen.
Ich denke, dass es in dem Gutachten in erster Linie um das Kindeswohl bei einer Rückführung ging und intensive Erläuterungen zu spezifischen Problemen der LM zu weit gegangen wären.

Ich würde wirklich gerne eine angenehme Situation bei den Besuchskontakten schaffen. Aber wie du schon sagst, dazu gehören zwei.

@ Diva:

Ich hoffe, dass unsere Kleine nie in so einen Gewissenskonflikt gerät.
Allerdings ist es im Moment nicht möglich, sie allein bei den Besuchskontakten zu lassen.
Nachdem wir sie beim Gutachter ja allein mit der LM lassen sollten, wird sie im Moment nicht mehr mit ihr allein bleiben.
Als wir den Raum verlassen wollten, da begann das Drama. Sie hat so bitterlich geweint. Sie hat geschrien und ist sogar aus dem Raum gelaufen.
Das Problem war, dass die LM einfach stehen geblieben ist und die Wand angeguckt hat. Sie hat nicht versucht, die Kleine abzulenken, geschweige denn zu trösten.

Liebe Grüße,

Tachi
 
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