tja EuFrank:
und wo bleibe ich da mit meinem : Ethik und dann gar nix? Bzw. Ethik und Glaube an die Wissenschaft und die menschliche Vernunft etc...achso...du hast dazu die These erst Ethik und man kann dann das dann Gott weglassen.
Allerdings denke ich schon dass auch Atheisten ihr eigenes dann haben..jeder Mensch glaubt an irgendetwas..außer den Nihilisten ggf.aber an sich glauben die ja an das große NIX...und somit auch wieder an was.
Was Nietsche angeht: sein Papa starb bereits an Hirnerweichung, der Verdacht auf einen genetischen Defekt liegt nahe...muss nicht unbedingt die Syph gewesen sein,war wahrscheinlich beides...und übertriebener Drogenkonsum + Psychosen + abfahren auf seinem dionysischem Tripp + Frust nicht an die richtige Pietze (sprich wie hießt sie noch gleich? Lou Salome?) so recht in seinem Sinne ranzukommen....
Und Kant konnte zwar gut philosophieren, aber war der Mär nach zu doof ne Frau anzugraben (geschweige denn weiteres) noch ein Ei zu kochen...auch ein wenig suspekt der Knabe...was nicht heißt dass er nicht einiges Gutes geschrieben hat. Manchen treibt die Unterdrückung gewisser Triebe ja manchmal zeitweilig zu Höchstleistungen, ggf. aber auch zu Entgleisungen dabei....man muss da glaube ich immer den jeweiligen Menschen mit beachten.
Was Nietzche angeht, hat er trotz geistigen Verfalls zuvor einiges Großartiges aphoristisch auf den Punkt gebracht, hatte eine sehr scharfe Beobachtungsgabe und konnte excellent psychoanalysieren. In anderen Punkten hatte er natürlich manchmal einen an der Klatsche (betr. Frauenbild etc.) aber auch er war ja nur ein Mensch....und nicht vollkommen...ein unvollkommenes (zeitweiliges) Genie sozusagen.
Was also Vollkommenheit angeht...ich denke es reicht sich täglich aufrichtig zu bemühen ein guter Mensch zu sein...das reicht schon..Vollkommenheit ist eher eine Wahn- oder Idealvorstellung von Tugendrittern, oder zu weit idealistisch abgetrudelten Philosophen, die vom wahren Leben wenig Ahnung haben. Ich bemühe mich an sich schon auch als Buddhistin um eine gute Haltung, oder um sone Art Bemühung Life as Art zu sehen und zu gestalten...allerdings ist mir da eher der Weg das Ziel und nicht Vollkommenheit das Ziel was zu viel Karma und Anhaften erzeugen würde.
@ tulpe..auch ich habe keine Angst vor einem Gott und habe sogar keine Angst vor einem Nichts ..ohne Gott! 😉 Esoterik etc. ist absolut nicht mein Ding....eher die Wissenschaft in all ihren Facetten..ich stehe auf Fakten...Ich bin sowohl intellektuell als auch emotional sehr ausgeprägt. Ich denke das Esoterische bietet einem neugierigen stets wissbegierigen Geist auf Dauer nicht so viel, oder? Ich finde da zu wenig Nahrung für den Intellekt...was befriedigt Esoterik? Nur emotionale Bedürfnisse? Ist das auf Dauer net zu langweilig und einseitig? Was ist so spannend daran?
Ich finde es eher spannend über James Bond zu analysieren und die Action am Set etc. mitzuerleben also ganz banale Geschichten im Grunde und nicht so weltfremde und auch ichbehaftete Sachen wie Esoterik.....bei der man wohl eher sowas wie außerkörperliche Erfahrungen machen kann...aber ist das genauso spannend wie normale körperlich-sinnliche und gleichzeitig intellektuelle Erfahrungen in der realen Welt zu machen?? Fehlt bei der Esoterik nicht irgendwas ist und ist die nicht ein wenig zu abgehoben und weltfremd?
Kriegt man wenn man zu einseitig emotional oder esoterisch drauf ist im Leben nicht manchmal eher Probleme? Ich meine: Glauben ist eine Sache im Menschen, aber ich denke Wissen (also Intellekt) auszubilden ist auch wichtig, falls der Glaube dann mal einbricht hat man noch was auf das man aufbauen kann...ist ggf. ein Aberglaube, aber bisher hat er bei mir zumindest funktioniert.