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Glaubt ihr an Gott?

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cafard

Aktives Mitglied
Ich denke, es gibt keine Antwort auf die Frage, warum jemand an Gott glaubt oder eben nicht. Es ist eher ein intuitives Empfinden. Manchmal ist da so ein Gefühl in mir, als ob alles, was ich erfahre, irgendwo einen tieferen Sinn hat und mir so aus gutem Grund bestimmt ist.

Es gibt keine Gründe dafür oder dagegen. Entweder, dieser Glaube ist in einem oder nicht.

Manchmal sind da Momente, wo ich spüre, ich habe nun eine wesentliche Einsicht gewonnen und bin einen Schritt weiter gekommen. Immer wieder sind da Momente, wo ich das Gefühl habe, das hat alles eine wichtige Bedeutung.

Mit verstandesmäßigen Argumenten lässt sich das nicht diskutieren, das geht nicht. Es ist auch keiner wissenschaftlichen Analyse zugänglich. Es hat nichts mit Intelligenz, Einsicht oder Bildung zu tun.

Man kann anderen Menschen nicht klarmachen, was in einem vorgeht und man kann genausowenig in die Welt des anderen reisen. Wir können uns keine Urteile über den Glauben oder Unglauben des anderen erlauben. Wir sollten auch nicht davon ausgehen, auf alles eine Antwort finden zu können.

Es lebt sich meiner Erfahrung nach auch besser damit, zu akzeptieren, dass man nicht alles weiß und nicht alles beurteilen und erklären kann.
 

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Daoga

Urgestein
Ich glaube nicht an irgendwelche Götter. Mehrzahl, denn wer will sagen, wo es einen Gott gibt, kann es nicht mehr davon geben? :rolleyes: Schonmal Eigentor Monotheisten.

Ich könnte mir Götter zwar vorstellen - in allen Größen, Formen und Geschmacksrichtungen, auch Aliens oder Supermänner, die so mächtig sind, daß wir sie problemlos als Götter bezeichnen könnten (ja, ich lese Superhelden-Comics :D ), aber deswegen glaube ich nicht dran. Oder vielleicht gerade darum nicht. Meine Mutter hat mir immer gesagt, nicht in Wunschwelten zu leben - dabei ist sie gläubig und ich nicht (mehr, seit Kinderzeiten), was sie nicht freut. War wohl nicht in dieser Art geplant, daß ich sie so beim Wort nehme ...

Ich glaube aber, daß es sowas wie Schicksal, Karma, was auch immer gibt. Ist leicht mit Naturgesetzen erklärbar, Selbstähnlichkeit des Universums, Chaostheorie und so weiter, in diese Richtung gehen übrigens auch Bücher wie "Das Geheimnis", "Bestellungen ans Universum" etc., die ich empfehlen kann, da steht viel Wahres drin.

Allerdings ist dieses Schicksal, Karma etc. nichts uneingeschränkt positives, ich vergleiche es immer mit einem verrückten Hund, der einem schön tut und sich friedlich gibt, solange man ihn im Auge behält, der einen aber von hinten anzufallen und zu beißen versucht, sobald man ihm vertrauensvoll den Rücken zudreht.
Deshalb die Häufung von Unglücksfällen bei Personen, die diesem verrückten Hund vielleicht zu oft den Rücken zudrehen - ihm zu viel Gelegenheit geben zu beißen. Denen würde ich die oben genannten Bücher ganz besonders empfehlen, damit sie in ihrem Leben was ändern und somit die Unglückswahrscheinlichkeit reduzieren.
 

Großstadtlegende

Aktives Mitglied
Ich denke nicht. Entweder man ist gläubig, oder man ist es nicht.
Gläubig bedeutet ja, dass man an die Existenz Gottes glaubt und von der Authentizität seiner Worte überzeugt ist.

Trotzdem gibt es immer noch viele, die dann teilweise mit ihren eigenen Moralvorstellungen versuchen, Religion und Moderne irgendwie so zurechtzurücken, dass es in deren Weltbild passt.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Mensch nie Gott über seine Bedürfnisse stellen kann, aber irgendwie ständig damit beschäftigt ist, dies zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

Großstadtlegende

Aktives Mitglied
Mehr als ein Gott ist ungefähr so logisch wie sich selbst widersprechende Naturgesetze.
Es hätte einfach nur eine Religion geben sollen, die universell ist.

Ich finde es auch nicht logisch, dass Gott nach Offenbarung der Bibel dann ein paar Jahrhunderte später in ganz neuer Sprache zurückgekehrt ist und einem neuen Propheten offenbart hat, dass alles, was er vorher sagte, nicht mehr gültig ist.

Das ist das Problem.

Wir sind beide gläubig, bzw. ich war es - aber wir können uns nicht auf einer Ebene unterhalten, weil du an etwas glaubst, wo mein Glaube sagt: nein, das stimmt nicht.

Wir gehen automatisch davon aus, dass wir an "verschiedene Götter" glauben, obwohl beide von sich behaupten, der Gleiche zu sein.
 

Großstadtlegende

Aktives Mitglied
Einen unvollkommenen Gott kann ich mir sowenig wie einen quadratischen Kreis vorstellen ;).
Unvollkommen vielleicht nicht, aber offensichtlich an Gott nur Dinge gesagt, die gut zu Wüstenmenschen und deren Leben passten, aber nicht so recht in die Moderne.

Nur leider bekommen wir keine aktualisierte Version von ihm und einen neuen Propheten der Moderne gibt es leider auch nicht.

Das heißt, wir müssen, um im Leben weiterzukommen, Religion an unsere weltliche Gesetze anpassen, in dem wir bestimmte Dinge einschränken. Wir müssen also Gott zwangsläufig kleiner machen, als er ist, was wiederum ja Blasphemie ist, weil Gottes Worte sind ja raum- und zeitlos und dürfen nicht abbedungen werden.
 

Daoga

Urgestein
Mehr als ein Gott ist ungefähr so logisch wie sich selbst widersprechende Naturgesetze.
Aber wenn es irgendwelche Bedingungen gibt, die die Existenz eines Gottes erlauben, dann können diese Bedingungen auch viele Götter erlauben, überall wo sie gelten. Man kann daher nur sagen, daß Gott/Götter eigentlich immer unlogisch sind.

Ein quadratischer Kreis ist übrigens - als optische mehrdimensionale Verzerrung - denkbar. Wenn man einen Kreis hochkant stellt und von oben draufschaut, was hat man dann? Einen Strich. Auch auf Kugelformen (Globus) ergeben sich mit Dreiecken und anderen scheinbar unveränderbaren geometrischen Formen interessante Spielereien.
 

Regis

Namhaftes Mitglied
Gläubig bedeutet ja, dass man an die Existenz Gottes glaubt und von der Authentizität seiner Worte überzeugt ist.
Das sehe ich auch so.

Trotzdem gibt es immer noch viele, die dann teilweise mit ihren eigenen Moralvorstellungen versuchen, Religion und Moderne irgendwie so zurechtzurücken, dass es in deren Weltbild passt.
Ja, diese Tendenzen gibt es bzw. gab es schon seit langer Zeit. Praktisch schon seitdem es die Religion gibt.
Was mich auch schon zu meiner ursprünglichen Aussage führt (entweder...oder...). Nietzsche hat es sehr treffend formuliert: "Gott ist tot" (ich möchte mir natürlich nicht anmaßen, Nietzsche zu 'bewerten').

Ich bin davon überzeugt, dass ein Mensch nie Gott über seine Bedürfnisse stellen kann, aber irgendwie ständig damit beschäftigt ist, dies zu tun.
Der Mensch ist von seinen Bedürfnissen ja nicht getrennt, gerade das bedeutet ja auch "Mensch zu sein."
Es kommt darauf an, wie er mit diesen Bedürfnissen umgeht bzw. sie befriedigt. Hier sind wir wieder beim "Prüfungsansatz" einer jeden monotheistischen Religion.
 

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