Anzeige(1)

Glaubt ihr an Gott?

Daoga

Urgestein
Ja, Atheisten vergessen "gerne", dass Denken nie voraussetzungslos ist. Gilt wohl auch für die Existenz und den Gebrauch der Sinne. Außer Gott ist vielleicht überhaupt nichts voraussetzungslos.
Was ist denn "voraussetzungslos"? Wir sind von unserer Evolution her mit den Sinnen ausgestattet, die wir zum Überleben brauchen - sehen, hören, schmecken, fühlen etc. -

und dazu ein paar sehr nützliche Werkzeuge, nämlich unsere Hände - eine Rarität im Tierreich, vor allem wegen der beweglichen Daumen, die ein festes Greifen ermöglichen -

und das allerwichtigste, unser überentwickeltes Gehirn.
Beides zusammen ergab die Fähigkeit, Werkzeug aller Art zu benutzen, in viel stärkerem Maß als bei anderen Tieren, die ebenso Werkzeug benutzen können (Affen, Rabenvögel, Delphine etc.), und ebenso die Fähigkeit, über die Gegenwart hinauszudenken, sich an die Vergangenheit zu erinnern und Spekulationen über die Zukunft zu machen, wozu z. B. die Erkenntnis, daß es in gemäßigten Zonen auch hin und wieder mal Winter wird und dafür Vorräte angelegt werden müssen, wenn man nicht verhungern und erfrieren will, als hochgradige Überlebensnotwendigkeit zählt. In unserer Ur-Heimat Afrika, wo man nur zwischen Trocken- und Regenzeiten unterscheidet, aber das ganze Jahr über was zu essen zu finden oder zu erjagen ist, war das noch nicht so nötig.

Und last but not least, die Sprache. Die es ermöglichte, Wissen und Erfahrungen nicht nur per Erbgut, sondern immateriell, durch Hörensagen, weiterzugeben. Wie wir heute wissen, ein Ergebnis einer zufälligen Mutation auf einem bestimmten Gen, das beim Menschen anders gestaltet ist als bei seinen nächsten Verwandten, den Menschenaffen, die nicht sprechen können.
 

Anzeige(7)

Gast X

Namhaftes Mitglied
Was ist denn "voraussetzungslos"? Wir sind von unserer Evolution her mit den Sinnen ausgestattet, die wir zum Überleben brauchen - sehen, hören, schmecken, fühlen etc. -

und dazu ein paar sehr nützliche Werkzeuge, nämlich unsere Hände - eine Rarität im Tierreich, vor allem wegen der beweglichen Daumen, die ein festes Greifen ermöglichen -

und das allerwichtigste, unser überentwickeltes Gehirn.
Beides zusammen ergab die Fähigkeit, Werkzeug aller Art zu benutzen, in viel stärkerem Maß als bei anderen Tieren, die ebenso Werkzeug benutzen können (Affen, Rabenvögel, Delphine etc.), und ebenso die Fähigkeit, über die Gegenwart hinauszudenken, sich an die Vergangenheit zu erinnern und Spekulationen über die Zukunft zu machen, wozu z. B. die Erkenntnis, daß es in gemäßigten Zonen auch hin und wieder mal Winter wird und dafür Vorräte angelegt werden müssen, wenn man nicht verhungern und erfrieren will, als hochgradige Überlebensnotwendigkeit zählt. In unserer Ur-Heimat Afrika, wo man nur zwischen Trocken- und Regenzeiten unterscheidet, aber das ganze Jahr über was zu essen zu finden oder zu erjagen ist, war das noch nicht so nötig.

Und last but not least, die Sprache. Die es ermöglichte, Wissen und Erfahrungen nicht nur per Erbgut, sondern immateriell, durch Hörensagen, weiterzugeben. Wie wir heute wissen, ein Ergebnis einer zufälligen Mutation auf einem bestimmten Gen, das beim Menschen anders gestaltet ist als bei seinen nächsten Verwandten, den Menschenaffen, die nicht sprechen können.
"und das allerwichtigste, unser überentwickeltes Gehirn"
Vielleicht gibt es ja noch eine fremde Zivilisation, die darüber steht ?
https://www.scinexx.de/service/dossier_print_all.php?dossierID=91269

Irgendwas wird schon über uns stehen.
 

Portion Control

Urgestein
Im Grunde - es ist ja egal (nee, eigentlich nicht, aber viele sehen es so), ob ihr an Gott glaubt oder nicht. Denn am jüngsten Tag, wie es so schön heißt, moderner: Am Tag x werden eh alle sehen, was Sache ist.
Ach, das ist das gleiche Problem wie bei der betrieblichen Altersvorsorge:
Es fehlt einfach der garantierte Erlebensfall. ;)
Und das macht diese ganze Geschichte stets so uninteressant.
 

Daoga

Urgestein
Vor allem wenn die Gläubigen jetzt schon seit mindestens 2000 Jahren auf diesen ominösen Tag x warten, vielleicht sogar noch länger, wenn man vorchristliche Endzeitvorstellungen dazurechnet. Das läßt das Konzept nicht gerade glaubwürdig erscheinen.
 

_cloudy_

Urgestein
Vor allem wenn die Gläubigen jetzt schon seit mindestens 2000 Jahren auf diesen ominösen Tag x warten, vielleicht sogar noch länger, wenn man vorchristliche Endzeitvorstellungen dazurechnet. Das läßt das Konzept nicht gerade glaubwürdig erscheinen.
Auf welchen ominösen Tag warten wir angeblich seit 2000 Jahren?:D

Ihr Atheisten tut mir da eher leid. Ich möchte nicht einfach verfaulen und das war es dann.

Ich fühle mich reich und beschenkt, dass ich so überzeugt sein kann, dass alle meine gestorbenen Lieben immer bei mir sind und ich alle bald wiedersehe.

Da kann ein Heer an Atheisten hier auch nichts ändern.

Mir kommt es auch so vor, als müsstet ihr euch immer wieder gegenseitig überzeugen davon, dass ihr im Recht seid und wir Glaubenden ein bisschen minderbemittelt.
Ich kann auch Atheisten in Ruhe leben lassen. Umgekehrt ist es da aus irgendeinem Grund schwerer für euch, einfach andere leben zu lassen wie es ihnen guttut.


Und auf dem Sterbebett werden viele Atheisten doch noch schnell gläubig.
 

Jusehr

Namhaftes Mitglied
Denkbar wäre auch ein theistisches Weltbild ohne Unsterblichkeit. Also ein Auslöschen meines individuellen Selbst aber eine Fortsetzung des göttlich durchwirkten Universums.
 

_cloudy_

Urgestein
Denkbar wäre auch ein theistisches Weltbild ohne Unsterblichkeit. Also ein Auslöschen meines individuellen Selbst aber eine Fortsetzung des göttlich durchwirkten Universums.
Das bleibt ja jedem Menschen überlassen.
Für mich wäre das alles wertlos, wenn ich annehmen müsste, ich und alle meine Lieben sind einfach weg.
Dann interessierte mich auch kein Universum.
 

Jusehr

Namhaftes Mitglied
Das bleibt ja jedem Menschen überlassen.
Für mich wäre das alles wertlos, wenn ich annehmen müsste, ich und alle meine Lieben sind einfach weg.
Dann interessierte mich auch kein Universum.
Kann ich schon verstehen, dass dieser Gedanke, dass alle sterben, frustrierend klingen mag.

Aber wenn es der "göttliche Wille" wäre, so könnte man sich schon darin einfinden. Erinnert mich auch an Hiob. Wir verstehen nicht alles, was Gott will etc.
 

_cloudy_

Urgestein
Kann ich schon verstehen, dass dieser Gedanke, dass alle sterben, frustrierend klingen mag.

Aber wenn es der "göttliche Wille" wäre, so könnte man sich schon darin einfinden. Erinnert mich auch an Hiob. Wir verstehen nicht alles, was Gott will etc.
Für mich absolut unvorstellbar.

Für mich ist der grösste Trost, dass es meinen Lieben gutgeht im Himmel, anders könnte ich garnicht leben.
Ich kann auch alles Gute, das mir passiert, unmöglich als Zufall abtun.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
    Chat Bot: Hr. Pinguin hat den Raum verlassen.

    Anzeige (2)

    Oben