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Glaubt ihr an Gott?

roman12

Namhaftes Mitglied
Wie kommst Du da auf irgendeinen Wunsch nach einem neuen Kreuzzug?
Ich nicht. Den hast Du der Figur des Narren in den Mund gelegt (#312).

Was weder der "Weise" noch der Narr in diesem Songtext schnallen. Und Du auch nicht, wie es aussieht.
Bloß weil ich de Burgh verteidigt habe, weil ich denke, dass er ein kritisches Lied über die Kreuzzüge gesungen hat, unterstellst Du mir ungenügende Geschichtskenntnisse?
Eine einzige Scharade.

Mit Deinen Verdrehungen, Ablenkungen und Nebelkerzen kannst Du nicht darüber hinwegtäuschen, dass Du konkret kein Jota für Bildung, Toleranz etc (i.e. Ideale, das Du vorgibst zu haben) leistest.

Ich bin es auch müde, mit einem Menschen zu schreiben, dem alle Mittel heilig sind, bloß um gläubigen Menschen an das Bein zu pinkeln. Das wird Dir langfristig nicht gut tun, ist aber in erster Linie Dein Problem..
 

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A

Alböguhl

Gast
Sand und Meer, Tag und Nacht stehen als Sinnbilder der Gegensätzlichkeit, der korrespondierenden Achsen, die zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Gott, unüberbrückbar konträr und doch aufs Engste miteinander verzahnt und in einer gegenseitigen, ja fast bilateralen Abhängigkeit, existieren.
Der Mensch braucht aber ebenso Gott, ohne die ein Glauben nicht exhaustiv, nicht vollkommen wäre. Man ist für einander da, kann sich auf den anderen verlassen und wähnt sich in einer Geborgenheitshülle, die einem das Leben auf der Erde erleichtert.
Die Liebe und Hinwendung zu Gott ist eine individuell erlebbare Erfahrung, ist dieses Glück mit anderen Menschen teilbar oder besteht nicht sogar die Notwendigkeit des soziokulturellen Austausches?
Abschließend wird joviale Vertrautheit angedeutet, Zeichen glückseliger Verbundenheit zwischen seinem Gott und einem selbst.
Darüber hinaus glaubt man nicht an ein Leben nach dem Tod, sondern hofft, daß der Erlöser erscheinen wird.
 

Daoga

Urgestein
Ich nicht. Den hast du der Figur des Narren in den Mund gelegt (#312).

Wäre das nicht so gemeint, würde also auch der Narr für durchaus für einen Kreuzzug sein, würde das Lied mehr oder weniger abrubt aufhören, weil er ja gerade erst angefangen hätte, seinerseits zu verklären.
Zitat von Dir. Du scheinst Deine eigenen Beiträge nicht zu kennen.
Ich habe nur darauf hingewiesen, daß selbst der Narr die Kreuzzüge der Vergangenheit nicht als Narretei erkannt hat, vom dumm-gläubigen "Weisen" ganz zu schweigen. Weil man damals (angeblich) noch irgendwie "ritterlich" gegeneinander gekämpft habe oder so, im Unterschied zur Gegenwart mit ihren "gierigen und bösen" Männern. Wunschträume und Geschichtsklitterung, ein musikalisches Beispiel für "früher war doch alles viel besser".
Na ja, OT. Thema Ende.
 

Daoga

Urgestein
Sand und Meer, Tag und Nacht stehen als Sinnbilder der Gegensätzlichkeit, der korrespondierenden Achsen, die zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Gott, unüberbrückbar konträr und doch aufs Engste miteinander verzahnt und in einer gegenseitigen, ja fast bilateralen Abhängigkeit, existieren.
Die "bilaterale Abhängigkeit" (schöner Ausdruck) treibt in der Religion die bizarrsten Blüten.
Die Azteken und Mayas z. B. glaubten, daß die Sonne ohne tägliches Blutopfer irgendwann nicht mehr erscheinen würde, daher die Menschenopfer, denen im Lauf der Jahrhunderte vermutlich ein paar Millionen Menschen zum Opfer fielen. Totale Abhängigkeit des Sonnengottes von menschlichem Handeln, "bilaterale Abhängigkeit".

Überall wo es um Gott oder Götter geht, bilden sich Rituale, mit denen man Gott/Götter zuerst mal auf sich aufmerksam machen will, so daß man ihnen (im 2. Schritt) Anbetung, Opfer und Demut darbringen kann - bunte und lautstarke Prozessionen, Gebetsmarathons, Opferzeremonien einschließlich der bereits erwähnten Menschenopfer oder doch nur masochistische Selbstgeißelungen, kein Affentheater wie ich das immer nenne, ist zu bizarr oder zu schräg, daß es nicht vorkommen täte - und dann, mit viel Glück, als dritter Schritt von Gott/Göttern "erhört" zu werden, egal was man sich wünscht.
Per Bitte (Gebet), Deal (Opfer gegen göttlichen Segen) oder nackter Erpressung (Gott schau wie ich mir selber/anderen weh tu!)

... schade daß ich kein ausgebildeter Psychologe bin, der könnte das in viel schönere Fachbegriffe kleiden wie ich.
 

Catley77

Aktives Mitglied
Faust hat seine Seele dem Teufel überschrieben. Was ebenso besagt: Faust wusste um Gottes Existenz.
Denn den einen gibt es nicht ohne den anderen.
Wie dein Zitat schon inhaltlich benennt.
 

Daoga

Urgestein
Der bekannte Faust ist eine literarische Figur. Wie Tarzan oder Sherlock Holmes. Er wurde einem realen Vorbild nachgestaltet, in einer Zeit in der Religiosität selbstverständlich war. Samt Teufels- und Dämonenglauben und Hexenverfolgungen. Das ist so viel "Beweis" für die Existenz eines Gottes wie moderne Gruselheftserien a la "John Sinclair". Oder Filme wie "Poltergeist".

Gott und Teufel sind zwei Seiten der gleichen Münze. Da Gott (angeblich) nichts böses tun kann, brauchte man als Ersatz irgendeinen Bösewicht, der es kann, da ja Böses ganz offensichtlich in der Welt existiert. Und schon entbrennt der Kampf, weil "natürlich" jeder das Gute will (und dabei oft genug das Böse schafft, siehe die Faust-Geschichte).

Die Asiaten kennen stattdessen Yin und Yang, aber keines davon ist explizit "nur" gut oder böse, und dort gibt es auch keinen Konflikt, solange beide im Gleichgewicht sind. Nur wenn eine Seite zu stark wird oder ihre Grenzen überschreitet, muß sie wieder zurechtgestutzt werden. Vergleichbar der Waage der Maat, der Gerechtigkeit, im alten Ägypten, alles muß im Gleichgewicht bleiben. Ein sehr viel schöneres, da weitgehend konfliktfreies und tolerantes Weltbild.
 

Daoga

Urgestein
Zumindest der Gott des AT hat noch keinen Teufel als faule Ausrede benötigt, um sich hin und wieder mit einem Massenmord die Finger schmutzig zu machen. Tötung der Ägyptischen Erstgeborenen, Schlagen fremder Heere mit Krankheiten, Sintflut, Sodom und Gomorra ...
a propos, habt Ihr gewußt, daß der Ur-Noah Utnapischtim später unsterblich gemacht und bei den Göttern aufgenommen wurde, wie später auch ein gewisser Held Herakles? Steht so im Gilgamesch-Epos, einer der ältesten Abenteuerlegenden der Welt und älter als die Bibel. https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/ori/assyriologie/forschung/gilga.html
 

Daoga

Urgestein
hier der Wiki-Eintrag über die älteste bekannte Sintflutsage, von der auch die biblische Version abgekupfert wurde: https://de.wikipedia.org/wiki/Atra%E1%B8%ABasis-Epos
hab ich deshalb herausgesucht, weil ich gerade ein Buch über die Ausgrabung der Kultur des antiken Dilmun lese.
Dilmun war bei den alten Sumerern die "Insel der Unsterblichkeit", wo ihre Götter sich (zumindest zeitweise) niederließen und wo auch laut der Legende der unsterblich gewordene Utnapischtim mit Gilgamesch zusammentraf. Unter ihrem heutigen Namen ist diese Insel in ganz anderem, modernem Zusammenhang ein Begriff, nämlich Ölindustrie - es ist Bahrain.
In der Antike gehörte zur Insel noch ein ordentliches Stück Festland auf der arabischen Halbinsel dazu, heute im wesentlichen Sand- und Felswüste mit großen Salzsümpfen entlang der Küste, aber zu damaligen Zeiten ein fruchtbarer und bewirtschafteter riesiger Garten Eden, kein Wunder daß die Menschen damals diese Gegend mit dem Paradies assoziierten.
 

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