Dann versuche ich es nochmal zu erklären:
Man kann sich nur sinnvoll um etwas streiten, das eine klare Kontur hat. Polyteistischen Relgionen haftet etwas Buntes, Unbestimmtes, vielschichtiges, diffuses an (keine klare Kante).
Es gibt schon Kanten, aber diese sind eben weiter definiert.
Das könnte auch eine Erklärung für den polytheistischen Hinduismus sein, der ein Sammelsurium vieler anderer Religionen darstellt.
Eine Partei, die aus CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken bestehen würde, wäre so bunt wie ein Vogel und positionslos (will alles und nichts), dass man gar nicht mehr wüßte, worum man streiten soll und welche Ziele und Gegner man eigentlich hat).
Der vergleich ist weit hergeholt, Götter sind kein Patreiensystem. Außerdem gibt es auch in solchen Religionen oft einen höchsten Gott. Die Götter solcher Religionen sind auch nicht mit dem Gott einer Monotheistischen Religion vergleichbar, die alten Ägypter glaubten zum Beispiel Re der Sonnengott sei die Wiedergeburt des Pharao.
Um laues Wasser streitet man sich nicht. Vielleicht verstehst Du, wie ich das meine.
Ich finde es seht interessant, ich kann daran nichts laues erkennen, vielmehr langweilt mich die Bibel, weil ich sie einfach zu einfach finde. Aber ich bin ja eh ungläubig. Warum werden wohl für Fantasyromane (Der Herr der Ringe) und Filme etc. meinst Heidnische Motive gewählt (Elfen, Zwerge usw.) und keine Engel? Weil es eben spannender ind vielschichtiger ist.
Und nochmal ganz einfach: wenn eine polytheistische Religion zB acht Götter hat, dann findet ein potentieller Feind vielleicht einen oder zwei Götter von den acht, die ihm durchaus zusagen und der Streit unterbleibt.
Deshalb sind ja auch BoyGroups (Polytheisten) so beliebt. Einer der fünf süßen Boys gefällt doch jedem Mädchen. Solisten (Monotheisten) haben es da schon schwerer.
Das kann ich nicht nachvollziehen, es gibt sicher keine Boygroups die an Odin glauben aber ich kenne sehr gute Musiker, die daran glauben.
Hat also vor allem sozialpsychologische Gründe, warum polytheistische Religionen weniger anecken.
Einzelpersonen polarisieren mehr als (vielschichtige) Gruppen.