Hallo Lumpi!
Ich danke Dir für Deine Ausführungen 🙂!
Aber angesichts eines Fehlens von Gut und Böse muss ich doch fragen:
Vergewaltigung von Kindern, Tierquälerei und Foltern von Menschen ist nicht Böse, sondern hat seine "Berechtigung"?
@Lumpi
Eine sehr gute Erklärung zu dem Thema.
Die ganzen Grausamkeinten im Namen des Christentums wurden ja bereits aufgezählt. Offenbar kommt es durch ein existieren von "gut" und "böse" nach christlichem Sinn auch zu solchen Grausamkeiten.
Wie erwähnt hatten die Germanischen Stämme (Wobei die Germanen eigentlich nur ein Stamm waren und Cäsar hat all diesen Stämmen eben diesen Namen aufgedrückt) feste Regeln, nach denen sie lebten. Es gab zum Beispiel "Heilige Plätze" Ting Plätze, wo sie sich bei schrwierigen Fragen beraten hatten. Außerdem hatten die Prister/Innen eine hohe Stellung und sogar der Herrscher einen Stammes musste ihre Entscheidung achten. Es gab also Regeln, nach denen gelebt wurde. Die Götter waren ein Teil der Natur, sie hatten menschliche Eigenschaften und waren keine weit hergeholten, undefinierbaren allmächtigen, wie der christliche Gott.
Somit taugten sie auch nicht als Druckmittel einiger, um Macht über viele auszuüben.
Die Grundlage dieses Glaubens war Selbstverantwortung, im Einklang mit der Umwelt zu leben. Es gab also kein "du bist böse" etc. Man war allerdings dafür verantwortlich und musste auch mit den Konsequenzen leben. Diese Angsmache, mit der Hölle, mit der die Menschen im Mittelalter mehr oder weniger gefügig und dumm gehalten wurden, gab es nicht.
Ich bin wie gesagt Agnostiker. Aber wenn ich glauben sollte/würde, dann daran, ich fühle mich diesem Glauben näher verbunden als dem Christentum, dass mir immer fremd war und mit dem ich nie etwas anfangen konnte.