Hallo Nichtkonform!
Danke für Deinen langen Beitrag 🙂!
Es ändert dennoch nichts an dem Fakt das Hardcorechristen sich mit Hardcoremoslems im Krieg befunden haben und scheinbar immernoch sind.
"Hardcorechristen", die sich bewaffnen und mit Sprengstoffgürteln Unschuldige umbringen, haben mit Religion nichts zu tun. Und mit Vernunft wohl auch kaum. Selbst die Auseinandersetzungen in Nordirland zwischen Evangelischen und Katholischen haben meines Erachtens nichts mit der von mir beschriebenen Vernunftreligion zu tun. Dort geht es eher um Macht und Rache.
Du machst leider denselben Fehler, den hier im Forum schon viele gemacht haben. Du wirfst jeden, der irgendwie den Gottesbegriff für sinnvoll hält, in einen Topf mit Kreuzrittern, Hexenverbrennern, Bibelfundamentalisten und Sprengstoffattentätern. Ich bin kein Kreuzritter des 12. Jahrhunderts!
Ich halte mich für ein vernunftbegabtes Wesen.
Aus dieser (eingebildeten) Vernunft resultieren meine Aktionen.
Es ist ein Unterschied, ob ich behaupte, vernünftig zu sein oder ob ich es wirklich bin. Manche Leute handeln wirklich vernünftig und geben es nicht nur vor. Oder einfacher: es ist in der Tat möglich, vernünftig zu handeln. Wenn Du meinst, dass aus mir die Unvernunft spricht, dann erkläre mir bitte, wo Du bei dieselbe bei mir findest!
Darüber solltest Du mal mit einem, aus seiner Sicht sicherlich auch "vernunftbegabten", Sprengstoffgürtel tragenden Märtyrer diskutieren.
Findest Du, dass solche Selbstmordattentäter vernünftig sind? Was bedeutet Vernunft eigentlich für Dich?
Jep, verstehe ich.
Fünftes Gebot "Du sollst nicht töten".
Im Fall der Fälle wärest Du also bereit auf den Atheismus zurück zu greifen und Deine "vernunftbegabte" Moral kurz zu vergessen...
Angenommen, ein durchgeknallter Typ würde sich meine Tochter schnappen und wäre gerade im Begriff sie mit einer Waffe zu töten. Wäre es in diesem Falle vernünftig, tatenlos zuzusehen, wie sie umgebracht wird, wenn man selbst die Möglichkeit hätte diesen potentiellen Mörder umzubringen?
Angenommen, 200 Nazis würden zur Nazizeit ein Dorf mit Frauen und Kindern abbrennen wollen, um diese Menschen zu vernichten. Wäre es dann vernünftig, wenn man sich auf ein Waffengefecht mit ihnen einläßt?
Ist es vernünftig, Bakterien zu bekämpfen (zu töten), wenn sie das Leben eines Menschen gefährden?
Wenn ein sadistischer Massenmörder mit hoher Treffsicherheit gerade auf mich anlegt - ist es da vernünftig, ihm zuvorzukommen (quasi aus Notwehr)?
Ich denke, dass man in diesen Fällen immer mit "Ja" antworten muss.
Ich rede niemanden in sein Gewissen rein. Aber ich hätte vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn ich in solchen Fällen (Mord meiner Tochter zB) nicht zur Gegenwehr angetreten wäre. Würdest Du Deine Tochter abknallen lassen? Und ich glaube, dass ein Gott nichts dagegen hätte, wenn so eine Entscheidung aus den Tiefen meines Gewissens käme.
Manchmal macht man sich eben schuldig, wenn man nichts tut. Ich bin froh, dass die Alliierten damals mit Waffengewalt gegen Konzentrationslager vorgegangen sind. Und ich finde, dass die Existenz einer Bundeswehr nicht gegen den Willen eines göttlichen Wesens spricht.
Kurz gesagt: ich denke, dass es Fälle gibt, in denen man sich zur Wehr setzen muss. In Extremfällen ist es wohl auch unvermeidbar, den gelegentlichen Tod eines Gegners in Kauf zu nehmen.
Alle Wehrdienstverweigerer sind "vernunftbegabte" Christen?
Nein.
Alle Wehrdienstleistenden sind konfessionslos?
Nein. Und?
Das beschreibt auch den gutgläubigen Nazi der sich aufschwingen wollte die Welt zu beherrschen.
Ein Nazi hat andere Motive für sein Handeln als ein VernunftGläubiger. Deine Argumente werden - höflich ausgedrückt - leider immer dünner!
Wissenschaft bedeutet in erster Linie auch, dem Zweifel immer etwas Platz zu lassen.
Glauben ist eine Art subjektiver Überzeugung, die sich objektiv nicht weitergeben läßt. Den Zweifel habe ich insofern, dass ich Gott ja nicht beweisen kann. Aber mit diesem Unwissen muss ich ja auch irgendwie umgehen. Ich muss als Mensch Stellung nehmen zu den Dingen, über die ich keine Gewissheit habe.
Ist es wissenschaftlich, die Möglichkeit eines Gottes von vornherein als lächerlichen Quatsch abzutun? Ist es wissenschaftlich, etwas zu leugnen, was sich nicht widerlegen läßt. Das wäre ja so, als würde ein Wissenschaftler sagen: es gibt keine weiteren uns bekannten Bakterien. Im Grunde verhalten sich also Atheisten unwissenschaftlich, indem sie unwiderlegbares leugnen.
Und vor allem ist es unvernünftig, nicht mit Gott zu rechnen. Es ist ein Bedürfnis der Vernunft, ihn anzunehmen. Es hat etwas ziemlich unvernünftiges an sich, anzunehmen, dass hinter allem Chaos und Zufall steckt. Und man wirft auch gleichzeitig das Fundament der Moral weg.
Warum?
Mir wäre ein Arzt lieber, der sich, fachlich versiert, dem Problem annimmt und mir nicht erzählt meine Krankheit verschwindert wenn ich x Ave Maria/Rosenkränze bete oder Ablassbriefe kaufe.
Wenn zwei Ärtze über dasselbe Fachwissen verfügen, dann bevorzuge ich den Vernunftgläubigen vor dem porschefahrenden Atheisten 🙂. Überhaupt keine Frage.
Das ist dermaßen unterirdisch schlecht und einfältig argumentiert/vermutet...
Erkennst Du Atheisten am jammern in der Öffentlichkeit?
Ich erkenne Atheisten meist recht gut an ihrer unfreundlichen Wortwahl 🙂!
In der Tat glaube ich, dass viele Menschen weniger bedrückt wären, wenn sie die von mir beschriebene Haltung der Vernunftreligion besäßen. Ich habe in meinem Leben viele Menschen kennengelernt und habe die Christen immer im Durchschnitt als wesentlich ausgeglichener, freundlicher, warmherziger, weniger niedergeschlagen etc erlebt. Und abgesehen von diesen empirschen Beobachtungen haben sie ja auch a priori guten Grund dafür. Sie hören einfach auf ihre Vernunft und es geht ihnen gut dabei. Ihre Alltagsprobleme verschwinden dadurch nicht. Aber sie können ihr Leid besser in ihr gesamtes Weltbild integrieren. Sie sind orientiert, während sich der Atheist einer kalten Unverbindlichkeit ausgesetzt sieht.
Ist es logisch daher zu vermuten das dieses Wesen also existieren muss?
Natürlich nicht. Aber es ist vernünftig, auf seine Existenz zu hoffen.