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Gescheiterte Ehe, bevor sie überhaupt begann

Du hast mich nicht verstanden, ich glaube, ich konnte nicht gut ausdrücken, was ich eigentlich mein(t)e. Tut mir leid.

Mir war auch klar, dass ich rüber kommen könnte wie die, die den Thread hier sprengen. War nicht so gemeint, ich glaube, ich habe es falsch angefasst. Ich glaube, man konnte nicht verstehen, was ich meine. Sorry.

Du darfst gern so leben und handeln wie Du magst, ich habe nichts als Vorwurf gemeint, jetzt auch nicht. Lag an mir, sorry. Vergiss es einfach, ich habe Dir nicht vermitteln können, was ich wollte. Tut mir leid.

Naja, ist schon gut ... es nervt mich eben inzwischen einfach, wenn hier Menschen Urteile über mich abgeben. Das kann man dezent ja gern machen - aber wenns dann nur noch drum geht, mich schlechtzumachen und das, was ich für mich als Weg gewählt habe (wohlüberlegt), zu hinterfragen, dann nutzt das ja nix.

Ich weiß schon, dass du es nicht böse meintest ... ich hätte auch nicht so heftig reagiert, wenn nicht schon vorher so viel in die Richtung gekommen wäre.

Aber ich kann damit leben, dass manch einer mein Handeln nicht oder eben nur teilweise nachvollziehen kann.

Also ... zurück zum Thema: es geht mir besser, wenn ich die Dinge in diesem Thread schreiben und mir ein paar Sichtweisen dazu zu Gemüte führen kann ... das hilft mir zu verarbeiten.

Und momentan hilft es mir tatsächlich auch ein bisschen, dass ich wieder mehr Hoffnung haben kann, dass mein Sohn wenigstens einen Teil des Unterhalts bekommt, der ihm zusteht. Das ist ein kleines bisschen Gerechtigkeit, nachdem mein Mann ihn bisher so oft so unfair behandelt hat. Denn Ignoranz und falsche Versprechungen hat der kleine Schatz nicht verdient.
 
Mir gefällt's, wie du dich hier behauptest. Die Gesetze für Ehegatten- und Kindesunterhalt sind vorhanden und die sollte jede Mutter zum Wohle ihres Kindes vertreten und einfordern. Mitunter kann es deinen Herzschmerz lindern, den dir dein Noch-Ehemann zufügte. Das Leben allein mit einem Kind zu schultern ist in unserer heutigen Gesellschaft (man kann Teile der "Gesellschaft" hier mitverfolgen) für eine Frau schwieriger als es einige Männer jemals nachempfinden können. Du bekommst von dieser Gesellschaft Verachtung geboten bis hin zum Mitleid. Viele Menschen auf deinem Wege werden ihre eigene Ehe reflektieren und dir stillschweigend dein Versagen in der Ehe unterstellen, oder eine schlechte Mutter zu sein (gute Mütter gibt es nur in der Ehe) und dein finanzieller Stand wird sehr niedrig angesehen. Bleibe standhaft und finde neue Kontakte im Leben, die dir gut tun und dich unterstützend begleiten. Alles Gute! 🙂

Wie wäre der Thread verlaufen, wenn du ein Mann gewesen wärst? 🙂)
 
Ein Trennungsjahr gibt es nicht mehr, wenn beide Partner einverstanden sind, dass sie schon ein Jahr von Tisch und Bett getrennt unterschreiben. Hierüber hat dich deine RAin ungenügend aufgeklärt.

Wir sind uns aber nicht einig, mein Mann möchte sich nicht scheiden lassen. Das ist ja das Unverständliche an seinem Verhalten ... er hat nichts getan, um die Ehe zu retten ... aber er will sich auch nicht trennen.
 
Ja, also, wie schon gesagt, ich hab keine Ahnung, was ich da gemacht hab, sollte was anderes werden.

Ich wünsche Dir natürlich sehr, dass Du den Unterhalt bekommst, weiß selbst, wie man darauf angewiesen sein kann. Und ich wünsche Dir einen guten Abschluss mit Deinem Mann und die schönste Zeit Deines Lebens mit Deinem Kind. 🙂

LG kiablue
 
Wir sind uns aber nicht einig, mein Mann möchte sich nicht scheiden lassen. Das ist ja das Unverständliche an seinem Verhalten ... er hat nichts getan, um die Ehe zu retten ... aber er will sich auch nicht trennen.
Welche Begründung fügt er an, um die Ehe aufrecht zu erhalten? Braucht er eine gewisse Zeit, um die Dinge reifen zu lassen? Männer, nicht alle, tun sich schwer mit der neuen Rolle als Vater zurecht zu kommen. In den ersten Jahren mit dem Kind sehen sie sich oft als Außenseiter, das die Frauen nicht einmal bemerken und verstehen können. Vielleicht hat er sich mit seiner Zukunftsplanung zu weit vorgewagt, so dass er nun Angst bekam. Wie wäre es für die erste Zeit, dass du jeglichen Groll auf ihn beiseite legst und ihm ein wöchentliches Update deines Leben mit eurem gemeinsamen Kind per Mail zukommen lässt, mit der stillen Hoffnung, er werde zurückschreiben und sich von Stück zu Stück erklären wollen. Eins ist sicher, ihr werdet die nächsten 2 Jahrzehnte, durch das Kind verbunden, miteinander kommunizieren. Auch wenn es mit einer Partnerschaft vorbei ist, sollte doch die Elternschaft weitergeführt werden. Wege gibt es verschiedene, nur sollten beide nach vorne gehen wollen.
 
Welche Begründung fügt er an, um die Ehe aufrecht zu erhalten? Braucht er eine gewisse Zeit, um die Dinge reifen zu lassen? Männer, nicht alle, tun sich schwer mit der neuen Rolle als Vater zurecht zu kommen. In den ersten Jahren mit dem Kind sehen sie sich oft als Außenseiter, das die Frauen nicht einmal bemerken und verstehen können. Vielleicht hat er sich mit seiner Zukunftsplanung zu weit vorgewagt, so dass er nun Angst bekam. Wie wäre es für die erste Zeit, dass du jeglichen Groll auf ihn beiseite legst und ihm ein wöchentliches Update deines Leben mit eurem gemeinsamen Kind per Mail zukommen lässt, mit der stillen Hoffnung, er werde zurückschreiben und sich von Stück zu Stück erklären wollen. Eins ist sicher, ihr werdet die nächsten 2 Jahrzehnte, durch das Kind verbunden, miteinander kommunizieren. Auch wenn es mit einer Partnerschaft vorbei ist, sollte doch die Elternschaft weitergeführt werden. Wege gibt es verschiedene, nur sollten beide nach vorne gehen wollen.

Er meint, er würde zu seinem Eheschwur stehen, würde mich lieben ... er ignoriert völlig, dass ich in der Zeit mit ihm so viel gelitten habe.

Ja, er sagte immer, er bräuchte Zeit ... aber wenn ich ihm Zeit gab, änderte sich nichts ... Dann hat er sich wieder zurückgelehnt und alles laufen lassen. Unter Druck kam es zu winzigen Vorwärzbewegungen ... aber das war mir zu anstrengend - und da kam ja meistens auch Gegenwehr von ihm. So stell ich mir keine Beziehung vor.

Reifen lassen, sich in eine Rolle einfinden bzw. seinen Platz im Leben finden, Angst überwinden - das sind sicher essenzielle Themen für ihn. Aber die Art, wie er meinte, da eine Entwicklung zu erreichen, war, zu warten - und nichts zu tun. Sich in seine Wohnung zurückzuziehen und vor allem zu verschließen, was ich an ihn herantrage. Ich sehe seine Verzweiflung - aber ich sehe auch, dass da grundsätzlich kein Wille ist, etwas dahingehend zu ändern, dass auch ich in dieser Beziehung ein lebenswertes Leben führe und mich nicht nur ausgenutzt fühle und die alleinige Verantwortung für alles trage.

Übrigens hat er ja schon vor unserem Kennenlernen sein Studium nicht weitergemacht ... da hatte er auch schon Angst, sich danach Arbeit suchen zu müssen. Das hat er mir nur verheimlicht und vorgeschoben, dass er gerade noch eine Arbeit (mit der er etwas Geld verdient hat) fertigschreibt.

Er verschließt sich seit Monaten vor jedem Gespräch ... er wollte keine Eheberatung, keine Trennungsberatung, nichts. Nur seine Ruhe. Ich gebe meinem Partner in einer Beziehung gern Freiheiten - ich brauche sie ja genauso ... aber nur mal vorbeizuschauen, wann man gerade Lust hat - und alles schwere dem anderen zu überlassen, ihn damit allein zu lassen - das ist für mich kein Dauerzustand. Leider war es das bei uns.

Das mit dem Update übers Leben mit Kind ist eine schöne Idee ... ich werde es mal versuchen ... wobei ich bezweifele, dass er die Mails liest. Er hat unheimlich viel Kraft, wenn es darum geht, sich abzuschotten. Naja, aber einen Versuch ist es trotzdem wert - auch für mich eine Übung, wieder neutral mit ihm umzugehen ... Hoffen, dass er zurückschreibt, werde ich nicht. Er ist sooo sehr in seiner Hassspirale gefangen, dass so etwas nicht drin ist. Ich denke, er investiert seine Gedanken und seine Kraft in Möglichkeiten, mir eins auszuwischen ... Zumindest ist es das, was er bisher rüberbringt. Positive, lösungsorientierte Regungen gab es nicht.

Naja - zu der Elternschaft: Ich habe mir ja sehr gewünscht, dass er die Regeluzng, sein Kind alle 2 Wochen zu sehen, weiter umsetzt - wir hatten das ja mit dem Jugendamt angebahnt. Aber wie ich es schon oft erlebt habe, meldete er sich einfach nicht mehr - und dann kam eben der nächste Knaller (Vaterschaftsanfechtung). Übrigens, obwohl unser letztes Gespräch davor friedlich ablief. Wahrscheinlich hat es ihn schon wieder völlig aufgebracht, dass ich nun über das Jugendamt den Unterhalt erstreite, weil er ihn nicht zahlen will.

Mit dem Kind läuft es sehr ähnlich wie mit der Ehe: er sagt, er wolle ihm ein guter Vater sein - aber seine Taten sprechen andere Worte. Er tut alles dafür, aus der Unterhaltssache rauszukommen und möglichst keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Vater sein heißt für ihn: wenn ich Lust habe, besuche ich das Kind mal, hab ein paar schöne Stunden mit ihm und gehe dann wieder meiner Wege.
 
Vielleicht hat er kein Geld für die Scheidung oder lebt jetzt steuerlich günstiger.....

Du reihst dich auch ganz prima in die Unlimited-Gruppe ein, die es nicht fertigbringt, mal zum Thema - und eben auf die gewünschte Art zu antworten, sondern lieber sinnlose Unterstellungen loswerden möchte.

Wenn du mitgelesen hättest, wäre dir klar, dass mein Mann nicht arbeiten geht und somit keinerlei Steuervorteile hat. Das einzige, was er durch eine längere Ehezeit bekäme, wäre irgendwann die Hälfte meiner Rentenpunkte und eben Ehegattenunterhalt von mir. Aber so weit lasse ich es ja nicht kommen.

Und das Geld für die Scheidung haben seine Eltern. Sie haben ihn bisher bei allem unterstützt, was nötig war, um die Trennung voranzubringen. Geld ist dort im Überfluss vorhanden.
 
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