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Gescheiterte Ehe, bevor sie überhaupt begann

kein wunder, dass dein mann sich nicht trennen will, festhält, und trotzdem nichts macht -
wenn seine familie immer hinter ihm stand und hilft, egal was er (nicht) macht.
du hast hier ja schon mehrfach geschrieben, und ich nehme an, du stehst voll dahinter, dass du dich trennst/getrennt hast.
"richtige, wirkungsvolle" tipps, den liebeskummer und die hoffnung zu verarbeiten, kann man nicht geben. das musst du für dich selbst herausfinden. wichtig ist aber der fakt, dass der schritt, die aussage zur trennung selbst schon der schwierigste Schritt war. du hast dich abgenabelt.
Jetzt folgt "nur" noch die Verarbeitung euerer geschichte, den selbstzweifeln, den kummer...
und leider noch das offizielle Loswerden des "Papiers" - hier aber hast du ja zum Gl+ck emotionalen Rückhalt in deiner familie -gehe bitte auch freunden damit auf den keks,
und wie gesagt - ablenkung hilft auch sehr gut.
 
Die Beiträge von Quo Vadis finde ich sehr gut und zutreffend.

Auch ist wichtig sich nicht von den netten Worten des Kindesvaters
blenden zu lassen.Seine (fehlenden ) Taten sind ehrlich.
 
Heute ist irgendwie der Gedanke übermächtig und verletzend, dass er was mit anderen Frauen hat ... also - ich weiß das nicht ... aber ich denke, er braucht das für sein ego, momentan ... und seit mehr als einem Monat interessiert er sich nicht einmal ein klitzeklenes bisschen für seinen Sohn ung mich. Also - wir könnten tot sein ... er würde weiter seinen Spaß haben, es geht alles an ihm vorbei ...

Klar kann ich versuchen, mich von diesen Gedanken abzulenken, mich auf mich zu konzentrieren, das Gute, was ich im Leben habe ... aber sie haben ja einen Ursprung ... und sie würden wiederkommen ...

Auch wenn ich mir sage, dass ER die Verantwortung dafür trägt, tut es ja weh. Eben dieses nicht zurückgeliebt werden. Wie geht man damit um?
 
Warum möchtest du von solch einem schwachen Typen zurückgeliebt werden ?
Er hat dich wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.
Er ist es nicht wert.Lauf ihm nicht hinter her.
Mit Sicherheit kannst du einen Besseren finden...jemand der gut mit euch 2 umgeht.
Du solltest loslassen..

Was hat er denn gesagt warum er sich getrennt hat ?
 
Vielleicht kann ich die Realität auch schwer akzeptieren, weil ich bisher immer meine Ziele erreicht habe ... weil das das erste Mal in meinem Leben wäre, wo ich mich damit zufrieden geben müsste, dass jemand anderes mein Leben zu einem großen Teil bestimmt hat - und es in eine Richtung gelenkt, in die ich es nicht führen wollte.

Hallo ImmerMeer

Du bist ein Mensch dem bisher alles ziemlich leicht fiel. Als du dann an deine Grenzen gekommen bist und rödeln musstest, konntest du es ohne fremde Hilfe nicht.

Da fing er dich auf, mit seinem emotionalen Schwung. Er war in diesem Moment eine fremde Hilfe. Diese fremde Hilfe hast du dann zu deinem Liebes- und Ehepartner gemacht. Wohl in der Hoffnung, dass so eine neuerliche Grenzsituation nicht mehr auftreten wird, man mit besagtem emotionalem Schwung sorgenfrei durchs Leben gehen würde.

Ebenso hast du ihm geholfen, in vielerlei Art und Weise.

So kann man sagen, dass da zwei Hilfsbedürftige eine abhängig/helfende Beziehung aufgebaut haben. Die Hoffnung bestand wohl darin, dass auf diese Art und Weise immer Hilfe da sei.

Bitte mich nicht gleich beschimpfen, ich meins nur gut.
 
Warum möchtest du von solch einem schwachen Typen zurückgeliebt werden ?
Er hat dich wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.
Er ist es nicht wert.Lauf ihm nicht hinter her.
Mit Sicherheit kannst du einen Besseren finden...jemand der gut mit euch 2 umgeht.
Du solltest loslassen..

Was hat er denn gesagt warum er sich getrennt hat ?

Ich habe mich getrennt, weil er mich ignoriert ... vielleicht solltest du die Hintergrundgeschichte lesen ...

Zurückgeliebt werden möchte ich, weil es mir egal ist, ob jemand schwach ist ... weil ich ihn liebe ...
 
Mit der Hintergrundgeschichte meinst du vielleicht dein Eingangsbeitrag.
Da stehen aber keine Gründe ,weshalb er dich ignorierte..

Es gibt auch Männer ,welche die Partnerin ignorieren aus Gründen, welche nix mit der Frau direkt zu tun haben..
Weisst du etwas über seine tatsächlichen Gründe ?

Was hat er zu dir gesagt um sein Verhalten zu begründen...?
Er hat dich geheiratet.....also müsstest du für ihn sehr wichtig gewesen sein.
 
Heute ist irgendwie der Gedanke übermächtig und verletzend, dass er was mit anderen Frauen hat ... also - ich weiß das nicht ... aber ich denke, er braucht das für sein ego, momentan ... und seit mehr als einem Monat interessiert er sich nicht einmal ein klitzeklenes bisschen für seinen Sohn ung mich. Also - wir könnten tot sein ... er würde weiter seinen Spaß haben, es geht alles an ihm vorbei ...

Klar kann ich versuchen, mich von diesen Gedanken abzulenken, mich auf mich zu konzentrieren, das Gute, was ich im Leben habe ... aber sie haben ja einen Ursprung ... und sie würden wiederkommen ...

Auch wenn ich mir sage, dass ER die Verantwortung dafür trägt, tut es ja weh. Eben dieses nicht zurückgeliebt werden. Wie geht man damit um?

Verhalten ist ja etwas, was durch Gedanken und Gefühle geprägt ist ( meine Ansicht).

Und um den Umgang mit dem "nicht zurückgeliebt werden" zu verbessern, ist es wichtig sich die Gedanken bei Dir anzuschauen.

Dein Mann und Du : ihr seid getrennt.

Jeder hat nun ein eigenes Leben.

Die Gedanken mit einer Vorstellung, dass er sich gerade ein gutes Leben mit anderen Frauen macht, entstehen in Dir.

Kannst Du sicher sein, dass dem wirklich so ist ? ( Hinterfragen wäre z.B. eine Möglichkeit, um möglichen Negativphantasien auf die Schliche zu kommen)

Auf Dich gemünzt ist auch eine Lösungsmöglichkeit: Wenn er sich ein tolles Leben macht - dann mache Dir auch ein tolles Leben ( mit anderen Männern ggf. ).

Das wäre dann der Ausgleich für die (mögliche) Negativphantasie in Deinem Kopf.

Ich vermute allerdings, Du idealisierst immer noch die Vorstellung, dass er ein toller Mann gewesen ist; der aus unterschiedlichsten Gründen sich so verhalten hat, wie er es Dir gegenüber getan hatte.

Das er ja immer dies oder jenes tun wollte, aber nicht konnte. Durch die Art solch ( möglicher) Sichtweisen bekommt die Sichtweise auf diesen Mann eine verklärende Wirkung.

Im Sinne : "er wollte ja dies tun... aber er konnte nicht.." - dadurch kann es sich so anfühlen, als ob Du ihn in Schutz nimmst ( die Verantwortung übernimmst, durch Verständnis ), dass er ja der beste Mann weit und breit ist; nur eben nicht besser gerade konnte... evtl. noch wann anders doch könnte?

- Wenn eine Trennung eher das Verständnisvolle hat, statt die Wut, dann ist zu Beginn einer Trennung immer noch gefühlte Verbundenheit vorhanden.

Es wird Dir dadurch zunächst schwer sein, damit umzugehen.

Es gehört eben dazu, eine Trennung zu verarbeiten; indem Du mal wütend bist und mal verständnisvoll.
Und wenn dann die Phantasien dazukommen, dass er sich gerade bestens amüsiert... dann ist es immer noch so, dass ihr getrennt seid; und das er Deine Interessen ignoriert hatte.

Diese Muster von " er ist im Grunde ein toller Mann... er konnte gerade nicht auf mein Eingehen, weil... dies... das.." wiederholen sich inhaltlich im Kopf. Und werden durch solche Sichtweisen wie "mit anderen Frauen sich amüsieren" verstärkt.

Ich kann zumindest empfehlen, Dir hier wieder deutlich zu machen, wie Du unter ihm Dich zurückgestellt hast.
Das ist der Ausgleich für die negativen Phantasien. Damit aktivierst Du ein ganz anderes Bild über ihn im Kopf.

Und somit kannst Du dich besser und eher wieder auf dich selbst konzentrieren.
 
Ich gehe mal davon aus, dass Du Dir einen Partner wünschst, welcher mit Dir den Alltag mit guten und schlechten Momenten bewerkstelligt.

Welcher mit beiden Beinen im Leben steht und sowohl zu Dir als auch zu seinem Kind steht.

Ein Partner auf welchen Du zählen kannst, der warmherzig, liebevoll und aufmerksam ist.

Augenscheinlich erfüllt Dein Ex-Freund diese und noch andere Komponenten nicht.

Für einen Moment, eine gewisse Zeit dachtest Du dass er dies erfüllen könnte, er der Mann wäre mit dem Du eine Familie gründen könntest, ein Leben führen, gemeinsam alt zu werden.

Nun hat sich heraus gestellt dass dem nicht so ist.

Das tut weh, Du fühlst Dich ENT- TÄUSCHT.

Es ist vielleicht nicht Dein Fehler, nicht seiner - möglich dass ihr einfach nicht kompatibel seid.

WAS genau meinst Du an ihm zu lieben? kannst Du dies erläutern?

Wie lange kanntest Du ihn bevor ihr euch entschlossen habt ein Kind zu bekommen und zu heiraten?

Verzeih falls diese Fragen bereits beantwortet wurden, ich habe den Thread nicht vollumfänglich zu Ende gelesen.

Fakt ist, nur die Zeit wird helfen dass Du Dich ENT-Lieben kannst. Dass Du den Schmerz und die Enttäuschung vergessen und vergeben kannst.

Bisher machst Du alles richtig. Du lenkst Dich ab und Du hast Dein Kind welches Deine Aufmerksamkeit braucht und auch erhält.

Man kann keinen Rat geben, Manch einer schüttelt sich wie ein nasser Hund und geht über in die nächste Beziehung, andere knabbern ewig und drei Donnerstage an so einer gescheiterten Geschichte.

Zumal Antworten fehlen. Dinge die nicht verstanden werden, sind immer schlechter zu verarbeiten

Naja, mein Mann hat die Komponenten ja mal erfüllt ... und ich denke, er könnte es wieder - wenn er seine psychischen Probelme bewältigen würde. Aber sie sind ihm nicht bewusst, er ignoriert sie - sucht die schuld für das, was in seinem Leben nicht gelingt, bei anderen. Und das wurmt mich so. Dass er sich quasi dafür entschieden hat, sein Leben zu ruinieren.

Also - für mich spielt da immer noch Folgendes mit rein: niemand steht immer mit beiden Beinen im Leben. Und so wie ich von meinem Partner erwarte, dass er durch schwere Zeiten mit mir geht - so sollte ich es umgekehrt auch tun. Das Problem daran: wir haben beide gerade eine schwere Zeit - und beiden fehlt die Kraft, da beim anderen was auszugleichen ... und das Vertrauen ist sowieso völlig kaputt - auf beiden Seiten.

Ich selbst rappele mich gut wieder auf, ich bin stark ... ich bekomm das hin ... ich bewältige auch den Schmerz mit der Zeit - und kann mit dem, was fehlt, halbwegs leben ... bzw. eben dafür arbeiten, dass ich es anderweitig ersetze.

Aber er vegetiert nur vor sich hin. Das ist schwer für mich - dass er seine Fähigkeiten nicht ausschöpft - und wir in der Ehe unsere auch nicht ausschöpfen konnten ... weil er so zeitig schon einen Rückzieher gemacht hat. Weil er vor so vielen Dingen so übermenschlich große Angst hat, verpasst er sein eigenes Leben - und das seines Kindes. Das wurmt mich.

Wir kannten uns nicht lange, bevor wir geheiratet haben ...

Was ich an ihm liebe? Seine lockere Art, sein Aussehen, wie er ist, wenn er gute Zeiten hat ... also - wie wir schöne Dinge erleben konnten - wie süß er mit dem Kleinen umgegangen ist ... Ich liebe an ihm, dass er viele Dinge gut kann, die ich nicht so gut kann - und umgekehrt. Und dass er schlau und begeisterungsfähig ist. Dass er eine harte Schale und einen weichen Kern hat. Ich liebe die Person, die er vor unserer Hochzeit war. Da konnten wir gut miteinander reden, da konnte ich ihn mitreißen zu allen möglichen Aktivitäten, da hatten wir gemeinsame Ziele ... da hat er Dinge einfach angepackt ... aber der Mensch ist er eben nicht mehr. Der Mensch, der er jetzt ist, den liebe ich nicht mehr.

Mit der Hintergrundgeschichte meinst du vielleicht dein Eingangsbeitrag.
Da stehen aber keine Gründe ,weshalb er dich ignorierte..

Es gibt auch Männer ,welche die Partnerin ignorieren aus Gründen, welche nix mit der Frau direkt zu tun haben..
Weisst du etwas über seine tatsächlichen Gründe ?

Was hat er zu dir gesagt um sein Verhalten zu begründen...?
Er hat dich geheiratet.....also müsstest du für ihn sehr wichtig gewesen sein.

Die Hintergrundgeschichte steht nicht in vollem Umfang im Anfangspost - sie ist sehr umfangreich. Er ignoriert mich und das Kind, weil er eben mit sich selbst emhr als genug zu tun hat - und weil er überfordert ist - mit Beziehungen, mit den unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen von mir und ihm selbst, die Kompromisse fordern würden - für die er zu schwach ist. Er ist überfordert damit, für sein eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen - und kann es somit erst recht nicht für eine Familie.

Sein Verhalten kann er nicht begründen - außer eben damit, dass er Angst hat. Er ist psychisch krank.

Dass er mich geheiratet hat, war, weil er eine Bindungsstörung hat - einerseits hat er Angst vor enger Bindung, andererseits wünscht er sie sich und hat starke Verlustängste. Er wollte sich damit Sicherheit verschaffen.

Verhalten ist ja etwas, was durch Gedanken und Gefühle geprägt ist ( meine Ansicht).

Und um den Umgang mit dem "nicht zurückgeliebt werden" zu verbessern, ist es wichtig sich die Gedanken bei Dir anzuschauen.

Dein Mann und Du : ihr seid getrennt.

Jeder hat nun ein eigenes Leben.

Die Gedanken mit einer Vorstellung, dass er sich gerade ein gutes Leben mit anderen Frauen macht, entstehen in Dir.

Kannst Du sicher sein, dass dem wirklich so ist ? ( Hinterfragen wäre z.B. eine Möglichkeit, um möglichen Negativphantasien auf die Schliche zu kommen)

Auf Dich gemünzt ist auch eine Lösungsmöglichkeit: Wenn er sich ein tolles Leben macht - dann mache Dir auch ein tolles Leben ( mit anderen Männern ggf. ).

Das wäre dann der Ausgleich für die (mögliche) Negativphantasie in Deinem Kopf.

Ich vermute allerdings, Du idealisierst immer noch die Vorstellung, dass er ein toller Mann gewesen ist; der aus unterschiedlichsten Gründen sich so verhalten hat, wie er es Dir gegenüber getan hatte.

Das er ja immer dies oder jenes tun wollte, aber nicht konnte. Durch die Art solch ( möglicher) Sichtweisen bekommt die Sichtweise auf diesen Mann eine verklärende Wirkung.

Im Sinne : "er wollte ja dies tun... aber er konnte nicht.." - dadurch kann es sich so anfühlen, als ob Du ihn in Schutz nimmst ( die Verantwortung übernimmst, durch Verständnis ), dass er ja der beste Mann weit und breit ist; nur eben nicht besser gerade konnte... evtl. noch wann anders doch könnte?

- Wenn eine Trennung eher das Verständnisvolle hat, statt die Wut, dann ist zu Beginn einer Trennung immer noch gefühlte Verbundenheit vorhanden.

Es wird Dir dadurch zunächst schwer sein, damit umzugehen.

Es gehört eben dazu, eine Trennung zu verarbeiten; indem Du mal wütend bist und mal verständnisvoll.
Und wenn dann die Phantasien dazukommen, dass er sich gerade bestens amüsiert... dann ist es immer noch so, dass ihr getrennt seid; und das er Deine Interessen ignoriert hatte.

Diese Muster von " er ist im Grunde ein toller Mann... er konnte gerade nicht auf mein Eingehen, weil... dies... das.." wiederholen sich inhaltlich im Kopf. Und werden durch solche Sichtweisen wie "mit anderen Frauen sich amüsieren" verstärkt.

Ich kann zumindest empfehlen, Dir hier wieder deutlich zu machen, wie Du unter ihm Dich zurückgestellt hast.
Das ist der Ausgleich für die negativen Phantasien. Damit aktivierst Du ein ganz anderes Bild über ihn im Kopf.

Und somit kannst Du dich besser und eher wieder auf dich selbst konzentrieren.

Ich soll mir ein schönes Leben mit anderen Männern machen? Find ich irgendwie unangebracht, solange ich noch verheiratet bin.
Zudem: ich habe ein kleines Baby und niemanden in der Nähe, dem ich den Kleinen mal geben kann - da ist es sehr, sehr schwer, jemanden kennenzulernen. Und die Ansprüche an diese Person wären ja unglaublich hoch ... zusätzlich zu den Ansprüchen, die ich selbst sowieso schon habe, kommt ja nun noch dazu, dass er sich auf ein fremdes Kind einlassen müsste ... und ich kann aus mehreren Gründen erstmal nicht umziehen - will aber auch keine Fernbeziehung ... hier in der Gegend gibt es aber kaum Arbeitsplätze ... also - ich seh da erstmal wenig Hoffnung ... das wird Jahre dauern, bis ich jemanden kennenlerne, der halbwegs passt.

Und genau das, macht mir auch immer wieder sehr zu schaffen. Allein mit einem Baby zu leben, ist für mich sehr hart ... weil ich eben vieles, was ich gern machen würde, nicht machen kann.

Ich denke nicht, dass ich ihn verkläre ... aber ich liebe ihn tatsächlich mit seinen Fehlern ... der einzige Fehler, mit dem ich nicht umgehen kann, ist eben seine Ignoranz - also - dass er keine Nähe will, keine Familie - und dass er mit sich selbst so unglücklich ist, aber dagegen nichts tun will.

Und mich ärgert es, dass er sich nicht einfach entscheidet ... also - wirklich entscheidet. Er hält sich ja immer noch alles offen - und lässt mich die endgültige Entscheidung allein treffen ... also - auch da muss ich alle Verantwortung tragen. Er sagt, er will mich nicht zurück - aber er will sich auch nicht scheiden lassen ... der Widerspruch in sich. Er liebt mich ja, meint er ... aber ich müsste mich eben ändern, damit es klappen würde ... also - er kehrt quasi meine Worte um - sein Grundsatz ist: Angriff ist die beste Verteidigung ... und darin steckt er fest. Da investiert er so viel Kraft - in einen völlig aussichtslosen und sinnlosen Krieg.

Jetzt hat er mich gefragt, ob ich die Hälfte der Kosten für einen Vaterschaftstest übernehmen würde - obwohl ER derjenig ist, der zweifelt. Er hat sich ausgedacht, dass das Kind nicht von ihm sein könnte. Als ich ablehnte, wurde er erst wieder wütend, dann sagte er, er hätte nicht das Geld dafür ... dann sagte er, er würde den Test machen wollen - und fragte nach meinem Einverständnis ... nun passiert wieder nichts mehr. Er wartet und wartet und wartet ... und denkt, er würde ja damit nichts Schlimmes tun ... "ich mach doch gar nichts" - dass Nichtstun auch Schaden verursachen kann (bei seinem Sohn, der immer älter wird - und dessen Leben er verpasst - zu dem er keine Beziehung aufbaut), geht nicht in seinen Kopf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh Mann,

ich bin völlig durch den Wind.

Inzwischen haben wir wieder Kontakt ... ich hab ihn wegen irgendwas angeschrieben, erst war er abweisend ... irgendwie hab ich nachgefragt, ob er inzwsichen Sex mit einer anderen hatte - er sagte ja. Aber er hatte mir ja die ganze Zeit auch erzählt, er würde mich lieben und die Ehe wollen ... Das war ein Schlag ins Gesicht.

Danach hat er angerufen, weil er gemerkt hat, dass das heftig ankam. Hat mir erklärt, dass er sich einfach geliebt fühlen und Nähe haben wollte ...

Wir haben dann tatsächlich lange geredet, auch manche Problemthemen ansprechen können, die zuvor immer im Streit endeten.

Ich hatte das Gefühl, dass er mir zum ersten Mal einräumt, dass ich auch leiden darf ... dass er das erste Mal Verständnis dafür hatte, dass ich leide ... dass er kapiert hat, dass ich nicht aus Spaß so viel darüber geredet habe, was ich für Probleme mit ihm habe.

Naja - das letzte bisschen Vertrauen ist natürlich zerstört ...

Aber das Schlimme daran ist - er hat mir auch Einiges erklärt, z.B. dass er nie Geld für uns hatte, weil er sein Kaufverhalten nicht unter Kontrolle hat - und Schulden. Ich wusste, dass er Schulden hatte - aber ich dachte, er hätte das in den Griff bekommen, weil er es immer wieder gesagt hat: "ich spare jetzt viel". Er hat zugegeben, dass er viele Dinge gekauft hat, die er nicht brauchte - weil es ihm ein gutes Gefühl gemacht hat. Und für mich fühlte es sich immer, wenn ich das mitbekam, an, als hätte er Geld für alles - nur nicht für die Familie. Effektiv war es natürlich so - aber er hat mir jetzt einen Grund geliefert, den ich verstehen kann ... Zum ersten Mal hat er mir gesagt, wie weit er im Minus ist - aktuell nur noch ca. 1000 Euro. Ich weiß nicht, ob ichs ihm glauben kann - aber er hat sonst immer rumgedruckst, wenns darum ging. Er sagte, er kauft sich jetzt keine Dinge mehr außer der Reihe - und schaut jeden Tag auf sein Konto - vorher hat er das einfach ignoriert und eben den Dispo ausgeschöpft.

Das war so ein Thema, was bei uns immer wieder für Streit gesorgt hat. Er hat es sicherlich immer noch nicht richtig im Griff - aber er hat mir ehrlich gesagt, was los ist. Und er hat dazugesagt, dass er es vorher nie sagen konnte, weil das für ihn intim ist - und er sich geschämt hat. Das kann ich alles nachvollziehen ... ich glaube es ihm irgendwie ...

Und auf der anderen Seite denke ich, ich bin doch bescheuert, dass ich mich jetzt wieder auf ihn einlasse.

Er hat so beteuert, dass er die Ehe will - und offen und ehrlich gesagt, dass er mich zwar vermisst, mir aber keine Nähe geben kann.

Also - ich habe einen depressiven, kaufsüchtigen, bindungsphobischen und angstgestörten Mann. Und ich hab so viel Verständnis dafür, dass er nicht aus dem Loch rauskommt, weil ich teilweise psychisch schon ähnlich am Ende war.

Ich sehe inzwischen, dass ich diesen Mann zwar nicht in seinen psychischen Supergau geführt habe, das ich nicht schuld bin - er war vor unserer Ehe auch schon belastet - aber dass er durch meine viele Kritik und mein ständiges Infragestellen der Ehe, wenn er mich enttäuscht hat, tiefer gerutscht ist - und kein Vertrauen mehr hatte. Er hat nie drüber geredet, was ihn alles verletzt und demotiviert hat - aber es war vieles, was ich gesagt habe ... und je mehr er mich enttäuscht hat (doch nicht mit in die gemeinsame Wohnung gezogen, keine Miete mit gezahlt, sich nichts ums Kind gekümmert, usw.), desto weniger hab ich ihm überhaupt mal irgendwas Nettes gesagt.

Und er hat mir erklärt, dass ich, was die Hochzeit anging, ihn so mitgerissen habe, dass er nicht reflektiert hat, ob er dem wirklich gewachsen ist. Und auch daist was dran. Natürlich heißt das aber nciht, dass er nicht auch Verantwortung für seine Entscheidung für die Ehe übernehmen muss. Aber ich sehe dadurch eben, dass er nicht absichtlich alles so scheiße gemacht hat - sondern dass er völlig überfordert war (und ist).

Er hat zu mir gestanden, als ich eine Angststörung hatte und mein Referendariat fast nicht beenden wollte.

Wir haben uns jetzt drauf geeinigt, bis Dezember (das ist der Monat, in dem ich die Scheidung einreichen kann) auszutesten, ob wir doch klarkommen können.

Soweit, so gut. Wir haben aber beide kein Vertrauen, wir haben riesige Angst, vom anderen wieder enttäuscht zu werden. Er kommt nicht damit klar, wenn ich meine Verletzungen anspreche - weil er dann Schuldgefühle hat (was für einen Depressiven ja lähmend ist), ich komme nicht damit klar, wenn wir die Dinge, die vorgefallen sind, nicht klären können.

Ich habe vorgeschlagen, dass er zwei Tage zu mir kommt, bevor ich mit dem Kind in Urlaub fahre ... damit wir uns nicht noch länger gar nicht sehen. Aber schon da kommt er wieder ins Schlingern. Er weiß nicht, was er will ... erst sagt er, er kommt. Dann spreche ich wieder irgendwas an, wo er mich verletzt hat, dann sagt er, er möchte erst nen Tag später kommen ...

Wir können nichts verlässlich vereinbaren ... er hat so eine starke Bindungsangst - und Angst vor der Konfrontation mit seinen Fehltritten ... und kann umgekehrt auch nur schwer über seine Verletzungen durch mich reden ...

Sein Studium bringt er auch immer noch nicht voran, er macht viel Sport ... das finde ich gut ... und ich finde es auch nicht sooo schlimm, dass er weiterhin in der Depression hängt und nichts weitermacht.

Aber was mir wirklich Probleme bereitet, ist seine Bindungsangst. Dass er sich nicht für mich entscheiden kann.

Ich merke nun, wie cih wieder krampfhaft versuche, Nähe zu ihm aufzubauen ... und er wieder abhaut. Er sagt, er liebt mich - und will mehr für mich da sein, kann es aber momentan nicht.

Genau das war immer seine Taktik.

Ich bräuchte nun, dass er mir zeigt, dass er sich geä#ndert hat - dass er nun mehr Nähe zulässt - und die Beziehung austestet ... aber es hat sich nicht wirklich was geändert, außer bei diesen Telefonaten, wo er mir seinen "Seitensprung" (wir waren ja offiziell getrennt, ich empfinde es aber trotzdem als Betrug, weil er ja gleichzeitig sagte, er würde mich lieben) gestand - und wir ein paar Dinge klärten.

Also - ich müsste damit leben, dass sich lange nichts ändert. Das weiß ich sicher. Er sagt auch: "aber erwarte nicht, dass sich bis Dezember jetzt alles ändert" ...

Ich habe Angst, dass mich die Sucht nach seiner Liebe kaputtmacht - weil ich automatisch wieder alle Türen für ihn aufhalte - und ihm die Möglichkeit für Nähe und Liebe uneingeschränkt einräume - und er wieder nur sehr eingeschränkt - eben in dem Umfang, für den er sich über meinen Kopf und meine Bedürfnisse hinweg entscheidet.

Ich denke, es hilft nur abwarten ... aber ich frage mich, wie sehr ich mich auf ihn einlassen kann, ohne dass es mir schadet. Wenn ich ihm keine Liebe zeige, bekomme ich von ihm auch nichts. Wenn ich sie ihm zeige, bekomme ich manchmal was ... aber immer bin ich seiner Gunst ausgeliefert.
 

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