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Gerichtstermin - die Uhren stehen still

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Hallo Bertil,
Wenn jetzt der Verteidiger aber behauptet, ich wollte das ja genau so, was soll man da noch sagen...

"Bitte was? Sie sagen ich wollte das genauso und mit schwerer Körperverletzung? Halten sie mich für eine Maschostin oder für eine Fetisischistin. die ihr Geschlechtsteil zerstören möchte? Ich wollte überhaupt NICHTS von alledem Herr Anwalt!"
 
Zuletzt bearbeitet:
Woher weißt du, um welche Verletzungen es sich handelt? Wer hat dir das gesagt?
 
Ich werde noch verrückt, drehe durch. Ich weiß nicht wohin mit mir, meine Gedanken wollen einfach nicht aufhören. So viel und oft war ich lange nicht mehr des nachts draußen. Ich könnte alles und jeden anschreien bis ich nicht mehr kann. Man, dass ich das nicht besser aushalte ärgert und beschämt mich selbst.
Morgen wieder zur Therapeutin. Und dann? Aushalten.
Die nächste Woche rückt näher. Ich bereue mehr denn je an diesem Abend ausgegangen zu sein, wäre doch eigentlich eine Konferenz in Brüssel gewesen...
 
Ich werde noch verrückt, drehe durch. Ich weiß nicht wohin mit mir, meine Gedanken wollen einfach nicht aufhören. So viel und oft war ich lange nicht mehr des nachts draußen. Ich könnte alles und jeden anschreien bis ich nicht mehr kann. Man, dass ich das nicht besser aushalte ärgert und beschämt mich selbst.
Morgen wieder zur Therapeutin. Und dann? Aushalten.
Die nächste Woche rückt näher. Ich bereue mehr denn je an diesem Abend ausgegangen zu sein, wäre doch eigentlich eine Konferenz in Brüssel gewesen...

Bitte versuch, ruhig zu bleiben. Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan. Hast Du denn niemand in Deiner Nähe, der Dir sozusagen die Hand halten kann jetzt in dieser schwierigen Zeit? Es ist nicht gut, dass Du - wie ich vermute - jetzt allein damit bist, da ist es nicht verwunderlich. Beschämen muss Dich gar nichts, es ist unermesslich schlimm, was Du gerade aushalten sollst/musst.
Bitte denke nicht so, was wäre, wenn ... das kann niemand von uns wirklich beeinflussen. Dinge geschehen leider so, wie wir es uns nicht vorstellen können. Ob es an diesem Abend oder einem anderen so passiert wäre, bitte lass diese Gedanken nicht zu und vor allem, es ist nicht Deine Schuld, weil Du draußen warst, es ist die Schuld des Täters.
 
Hallo Eisherz,
ich treffe mich morgen mit einer ehemaligen Mitpatientin auf einen Tee. Das lenkt mich vielleicht etwas ab. Darüber sprechen, wie es mir geht kann ich irgendwie nicht, dafür sind wir nicht vertraut genug miteinander und da bin ich inzwischen auch sehr vorsichtig. Selbst wenn ich es wollte, könnte ich das nicht. Das Problem ist auch, dass ich alles in meinem Kopf habe, aber irgendwie scheint es da keine Brücke zu meinem Sprachzentrum zu geben. Deshalb möchte ich so gerne einfach nur alles und jeden anschreien.
 
Ich hatte heute also wieder einen Termin bei meiner Therapeutin. Es ging heute gar nicht um die Thematik des Prozesses, sondern um etwas recht aktuelles.
Auf dem Weg dort hin ist es mir zugleich zwei Mal passiert, dass mich Passanten (Männer) unerwartet angesprochen und mich in ein Gespräch involvieren wollten. Inzwischen ganz typisch für mich: ich stehe wie angewurzelt da und kann mich nicht aus der Situation lösen, weil in mir in sekundenschnelle tausend Gedanken ablaufen und ich - nicht mal bewusst - Angst habe, dass die Situation schlecht ausgehen könnte. Ich verfalle dann in eine Art Starre und lasse die Situation irgendwie über mich ergehen, anstatt deutlich zu machen, dass ich keine Zeit, kein Interesse oder sonst etwas habe.

Meine Therapeutin warf den Begriff Vermeidung in den Raum. Es ist also ein Vermeidungsverhalten, das sich inzwischen verinnerlicht und verselbstständigt hat. Ich gehe sämtlichen Situationen, die ein Konfliktpotential haben, aus dem Weg, unterwerfe mich extrem, falls es doch dazu kommt oder erstarre.

Ich selbst habe das gar nicht so wahrgenommen, hätte sie mich gefragt, ob ich Dinge vermeide, hätte ich ganz klar mit Nein geantwortet (Naja, bis auf ein paar typische Ausnahmen). Dazu kommt, dass da alte Glaubenssätze "ich darf nichts falsch machen" mit reinspielen und durch die Tat verstärkt wurden.

Auch meine Tendenz, inzwischen alles als Gefahr einzustufen, wo nichtmal eine solche da ist. Jedes noch so kleine Wort wird von mir unbewusst akribisch auf Gefahr überprüft und überbewertet. Das macht das Zwischenmenschliche natürlich schwer. Deshalb auch die vielen Missverständnisse bezüglich meiner noch bestehenden oder verlorenen Freundschaften. Kurzum: ich bin nicht konfliktfahig, reagiere sensibel auf ebendiese und vermeide sie deshalb immer und überall. Nicht zuletzt aus der Angst heraus, dass Konflikte einen für mich sehr negativen Ausgang nehmen.

Wie komme ich da aber wieder raus, wenn es doch ein Automatismus ist?

Meine Therapeutin riet mir, mir in solchen Momenten bewusst zu machen, dass ich handeln kann, dass ich weiter gehe und nicht stehen bleibe, dass mir so schnell nichts schlimmes widerfährt, wenn ich bei mir bleibe. Sie sagte, ich müsse das wieder üben. Mein Organismus ist scheinbar derart auf Sicherheit getrimmt, dass das kleinste Risiko verletzt zu werden, total überbewertet und/oder vermieden wird. Das war mir bis heute nicht bewusst, aber es erklärt so manche Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen.

Hat jemand Tipps, wie ich aus dieser Spirale herauskomme? Wie habt ihr es geschafft, Vermeidung zu überwinden?

Mein ehemals bester Freund hatte immer mal wieder von äußerer und innerer Sicherheit gesprochen. Erst jetzt begreife ich wohl, was damit gemeint war.

Vielleicht kann ich dann ja auch etwas selbstbewusster durch den Prozess, weil ich mir ein besseres Sicherheitsgefühl erarbeitet habe. 🤷‍♀️
 
Zuletzt bearbeitet:
Kennst du Theater Therapie Ansätze?
Übe die Posen und Aussagen, die du in einer solchen Position brauchst.
Dann nimm dir einen Sandsack, und übe vor dem die Posen , Aussagen.
Schubse den Sandsack, bleib bei den Posen, Aussagen, wenn er zurück schwingt lass dich treffen, nur um deine Posen zu halten und deine Aussagen zu wiederholen , Dann schubs ihn weg.
Vielleicht gibt es ja Partzentraining oder so etwas trotz Corvid . Wäre eine gute Ergänzung.
Deine Therapeutin ist jedenfalls gut!
Innere / Äußere Sicherheit sind eins.
 
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