Ach Andreas, das tut mir so leid zu lesen. Ich habe deinen Faden verfolg t, aber nichts geschrieben, weil ich nichts Beiträge konnte.
Offensichtlich will seine Mutter vor die Wand fahren.
Leiste keinerlei Unterstützung mehr.
Ich sage stets gerne: Das ganze Leben meiner Mutter ist ein "Fahren gegen die Wand in Zeitlupe"
Warum bin ich denn bei meinen Großeltern aufgewachsen? Weil meine Mutter mich dort abgesetzt hat. Meine Mutter war vormittags arbeiten und anschließend bis spät abends auf der Piste, so dass ich sie bereits während meine frühen Kindheit kaum zu Gesicht bekam.
Ähnlich wie beim Haus hat sie damals so lange das "Problem" Kind ignoriert, bis es sich irgendwann von selbst löste - in der Form, dass meine Großeltern in die Elternrolle geschlüpft waren.
Ähnliches hat sie auch in ihrem Berufsleben gemacht. Wenn ihr ein Job nicht mehr gefielt, hat sie sich immer wieder krank gemeldet und absichtlich schlecht gearbeitet, damit ihr gekündigt wird. So hatte sie damals oft nur genau so lange gearbeitet bis sie wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld hatte. die Regeln waren damals lockerer und sie bekam so immer wieder 12 Monate oder sogar länger Arbeitslosengeld. Aber auch die Taktik fuhr erwartbar gegen die Wand, weil ihr Lebenslauf irgendwann ruiniert war und sie niemand mehr einstellen wollte.
Mir ihrer Gesundheit das gleiche Spiel. Sie ernährt sich von Kaffee, Kuchen, Brot und Keksen. Sport treibt sie garnicht und hat sie auch noch nie. Wenn sie Schmerzen hat, nimmt sie Schmerzmittel, teilweise recht viel und lange. Auch hier schiebt sie das eigentliche Problem auf bzw. versucht es zu verdecken. Auch Zähne hat sie im Leben kaum geputzt, deswegen trägt sie mit 64 eine Prothese, hat auch nicht mehr viele Zähne im Mund an denen die hält....
Meine Mutter hat immer im Leben so lange gewartet, bis aus kleinen Probleme große wurden. So lange sich nicht um Dinge gekümmert, bis ihr Entscheidungen abgenommen wurden.
Wenn ich versuche eines daraus zu lernen, dann:
Triff deine Entscheidungen im Leben! Auch wenn sie mal falsch sein können, ist es besser etwas zu entscheiden als sich davor zu drücken.
Natürlich wird meine Mutter die nächsten Monate und vielleicht Jahre weiter klagen wie schlecht es ihr geht. Wie viel Arbeit das Haus ist, wie wenig Geld sie hat, wie gemein der Nachbar ist und dass die Regierung an allem Schuld ist.
Womit wir bei einer weiteren Lebensweisheit meinerseits wären: Ändere Dinge oder hör auf drüber zu jammern!