Ich weiss, du bist seit Jahren ein gutes Vorbild was Geldanlage betrifft. Ich tue mir da eher schwer. Außer meiner Legokasten habe ich nichts. 🤔
Habe mir schon oft vorgenommen mich in dieser Richtung mal schlau zu machen und bin dann doch immer zu faul dazu.
Hab im Prinzip nur noch ein Tagesgeldkono. Aber auch das ist nicht gerade üppig gefüllt. Es hätte finanziell alles anders werden können, bevor der Traum von dem Haus im Feriengebiet geplatzt war.
Mit dem Haus was wir jetzt als verzweifelte Alternative in bester Wohnlage gekauft haben plus unbebautes Nebengrundstück das wir ebenfalls gleich mitkauften, nur damit sich der Verkäufer für uns entscheidet - habe ich keine Sorgen mehr das ich nicht weiss wo ich meine liquiden Mittel unterbringen könnte! ^^
Umrüstung auf Pelletofen ( ca. 25.000 euro ) steht demnächst an wegen der Förderung. So geht es immer weiter.
Wieso sagst du, dass du dich schwer tust, wenn du doch eine Immobilie als Wertanlagegekauft hast? Zumindest auf Basis der letzten 20 Jahre waren die meisten Immobilien in guter Lage ein gutes Investment.
Immobilien sind nicht mein Ding, weil ich
a) gar nicht so viel Geld habe um groß in Immobilien zu investieren
b) keine Schulden für einen Immobilienkauf aufnehmen möchte
c) ich weder die Arbeit noch die Konflikte mit Mietern haben möchte
Für dich als Immobilieneigentümer macht ein Tagesgeldkonto auch durchaus Sinn, da du Rücklagen für Instandhaltung und co brauchst.
Für die meisten macht ein Tagesgeldkonto, welches mehr als eine Rücklage enthält, keinen Sinn.
Ich weiß nicht ob ich ein Vorbild bin, ich habe den für einen Kleinanleger einfachsten Weg gewählt und investiere in Aktien ETFs. Mit Blick in Länder wie die USA ist dies dort eine gängige private Altersvorsorge. Menschen besparen mit teils kleinen Summen monatlich ihre Aktienfonds.
Hier im Thread geht es weniger um Investment, ich erwähne es dennoch. Für mich ist ein Grund für meine Sparsamkeit, dass es sich lohnt. Ich wäre viel weniger motiviert zu sparen wenn ich wüsste, das Geld liegt nur auf dem Tagesgeldkonto rum.
Der Mensch braucht Ziele. Das ist beim 2 Kontenmodell auch so. Viele plündern irgendwann ihr Zweitkonto, weil sie Wünsche haben und das Geld eben nur "rumliegt". Wenn man das Geld aber nicht nur parkt, sondern anlegt und sieht wie es wächst, ist die mentale Hürde größer es zu verbrauchen.
Jemand hat mal gesagt, wenn man spart, tut man dies nicht für die Zukunft, sondern für heute. Bereits heute schläft man besser mit einer Rücklage, bereits heute hat man ein Erfolgserlebnis wenn man etwas gespart hat.
Das ist die psychologische Seite: Dein Haus zwingt dich auch dazu das Geld, welches im Haus steckt, liegen zu lassen und sogar weiter zu investieren (z.B. für den Ofen). Läge dein Geld nur auf einem Tagesgeldkonto, wäre die Versuchung vermutlich hoch sich davon ein neues Auto oder dergleichen zu kaufen. Alles im Leben benötigt Sinn und Ziel.
Zweites Konto? Gerne, aber überlegt euch wofür und was ihr langfristig mit dem Geld machen wollt.