Silan
Aktives Mitglied
Weißt du, selbst bei industriell hergestellten Lebensmitteln kann es zu Verkeimungen kommen. Genau wie bei traditionell hergestellten Lebensmitteln.
Ich war damals total erstaunt, dass unser ''Obstwiesen-Apfelsaft'' so wenig keimbelastet war. Denn wir stellen den tatsächlich draußen auf der Streuobstwiese her. Da sind immer eine Gruppe Menschen beteiligt, unsere Hunde, Katzen und Hühner laufen da, und die Kinder schöpfen sich den Saft direkt aus der Presse, wenn sie probieren wollen (von Durst kann msn da nicht reden, denn sie haben an den Tagen immer den Bauch voll Apfelsaft...)
Unser Saft war einer der am wenigsten keimbelastetsten Säfte, welche die Frau getestet hat. Vielleicht ist da sogar was drüber zu finden, da es im Rahmen einer Masterarbeit an der Uni Bremen gemacht wurde... Leider weiß ich den Namen nicht mehr.
Ich mein, man kann sich natürlich mit sowas total einschränken und den Kram teuer kaufen... um mal den Bogen zum Thema ''sparen'' zurück zu schlagen. Aber meist ist es doch so, dass solche ''Warnungen'' von irgendwelchen Studien stammen, welche von irgendwelchen Lebensmittelkonzernen in Auftrag gegeben wurden... Ich hab da z.B. die Warnung vor der ''keimbelasteten'' Rohmilch direkt vom Bauern im Kopf, die als nicht sicheres Lebensmittel eingestuft ist. Aber tatsächlich gibt es wohl keinen bestätigten Fall von Erkrankungen durch den Verzehr von Rohmilch ( siehe z.B. ''Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso'' von Dr. Hans-Ulrich Grimm, S.115, Droemer-Knaur 2017 [ist zwar ein Buch was sich speziell um Kinderernährung dreht, aber ich gehe davon aus, dass sich das auch auf erwachsene Menschen übertragen lässt] Übrigens ein sehr lesenswertes Buch, wie ich finde.) Sondern es handelt sich um Warnungen der Großmolkereien...
Natürlich kann man nie 100% ausschließen, dass sich Keime auch in hausgemachte Konserven einschleichen, aber genau das Problem habe ich bei industriell hergestellten Lebensmitteln auch. Und Botulismus ist die fieseste Geschichte überhaupt, weil es weder geschmacklich noch optisch zu erkennen ist, ob ein Lebensmittel derart verdorben ist.
Allerdings ist mir auch nur ein einziger Fall bislang untergekommen, wo es eine Vergiftung mit Botulismusbakterien gekommen ist. Das war vor einigen Jahren hier im Ort, wo sich die ganzen Pferde eines Reiterhofes mit Botulismusbakterien infiziert haban und alle nach und nach verendet sind. Es lag vermutlich an einer toten Maus, die im Heusilageballen mit eingepresst worden war und dann mit eingelagert wurde. Das war hier lange ziemlich Gesprächsthema... und hat schon deutlich gemacht, wie wichtig Hygiene bei der Verarbeitung ist. Nicht nur bei Tierfutter. Allerdings können die Bauern hier keine Garantie dafür abgeben, dass es nicht nochmal vorkommen kann, dass versehentlich ein verendetes Tier mit in Heu- oder Silageballen eingepresst wird. Und dennoch gehen die Pferdehalter nicht hin und kaufen die total überteuerten Alpenheu-Säcke die man erwerben kann, um ihre Tiere zu versorgen.
Und es kann genau so passierenm dass ich vom Bus überfahren werdem wenn ich einkaufen gehe oder von einem LKW vom Fahrrad geholt werde weil ich mich im Toten Winkel befand. Das sind leider Fälle, die mir weit öfter begegnen, wenn ich z.B. die ''Ghost-Fahrräder'' an irgendwelchen Straßenecken sehe. Da könnte ich dir jetzt so aus dem Stehgreif mindestens 20 nennen. Stellt sich mir also die Fragem was ist gefährlicher? Apfelmus einkochen oder Fahrrad fahren?
Ich will deine Warnung gar nicht in Abrede stellen, ich glaube tatsächlich, dass es unter Umständen zu solchen Fällen kommen kann. Doch sind diese Fälle tatsächlich so häufig, dass man jedem davon abraten sollte, selber Apfelmus einzukochen? Und trägt nicht jeder für sich selbst due Verantwortung, hygienisch zu arbeiten, wenn man sowas macht?
Ich war damals total erstaunt, dass unser ''Obstwiesen-Apfelsaft'' so wenig keimbelastet war. Denn wir stellen den tatsächlich draußen auf der Streuobstwiese her. Da sind immer eine Gruppe Menschen beteiligt, unsere Hunde, Katzen und Hühner laufen da, und die Kinder schöpfen sich den Saft direkt aus der Presse, wenn sie probieren wollen (von Durst kann msn da nicht reden, denn sie haben an den Tagen immer den Bauch voll Apfelsaft...)
Unser Saft war einer der am wenigsten keimbelastetsten Säfte, welche die Frau getestet hat. Vielleicht ist da sogar was drüber zu finden, da es im Rahmen einer Masterarbeit an der Uni Bremen gemacht wurde... Leider weiß ich den Namen nicht mehr.
Ich mein, man kann sich natürlich mit sowas total einschränken und den Kram teuer kaufen... um mal den Bogen zum Thema ''sparen'' zurück zu schlagen. Aber meist ist es doch so, dass solche ''Warnungen'' von irgendwelchen Studien stammen, welche von irgendwelchen Lebensmittelkonzernen in Auftrag gegeben wurden... Ich hab da z.B. die Warnung vor der ''keimbelasteten'' Rohmilch direkt vom Bauern im Kopf, die als nicht sicheres Lebensmittel eingestuft ist. Aber tatsächlich gibt es wohl keinen bestätigten Fall von Erkrankungen durch den Verzehr von Rohmilch ( siehe z.B. ''Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso'' von Dr. Hans-Ulrich Grimm, S.115, Droemer-Knaur 2017 [ist zwar ein Buch was sich speziell um Kinderernährung dreht, aber ich gehe davon aus, dass sich das auch auf erwachsene Menschen übertragen lässt] Übrigens ein sehr lesenswertes Buch, wie ich finde.) Sondern es handelt sich um Warnungen der Großmolkereien...
Natürlich kann man nie 100% ausschließen, dass sich Keime auch in hausgemachte Konserven einschleichen, aber genau das Problem habe ich bei industriell hergestellten Lebensmitteln auch. Und Botulismus ist die fieseste Geschichte überhaupt, weil es weder geschmacklich noch optisch zu erkennen ist, ob ein Lebensmittel derart verdorben ist.
Allerdings ist mir auch nur ein einziger Fall bislang untergekommen, wo es eine Vergiftung mit Botulismusbakterien gekommen ist. Das war vor einigen Jahren hier im Ort, wo sich die ganzen Pferde eines Reiterhofes mit Botulismusbakterien infiziert haban und alle nach und nach verendet sind. Es lag vermutlich an einer toten Maus, die im Heusilageballen mit eingepresst worden war und dann mit eingelagert wurde. Das war hier lange ziemlich Gesprächsthema... und hat schon deutlich gemacht, wie wichtig Hygiene bei der Verarbeitung ist. Nicht nur bei Tierfutter. Allerdings können die Bauern hier keine Garantie dafür abgeben, dass es nicht nochmal vorkommen kann, dass versehentlich ein verendetes Tier mit in Heu- oder Silageballen eingepresst wird. Und dennoch gehen die Pferdehalter nicht hin und kaufen die total überteuerten Alpenheu-Säcke die man erwerben kann, um ihre Tiere zu versorgen.
Und es kann genau so passierenm dass ich vom Bus überfahren werdem wenn ich einkaufen gehe oder von einem LKW vom Fahrrad geholt werde weil ich mich im Toten Winkel befand. Das sind leider Fälle, die mir weit öfter begegnen, wenn ich z.B. die ''Ghost-Fahrräder'' an irgendwelchen Straßenecken sehe. Da könnte ich dir jetzt so aus dem Stehgreif mindestens 20 nennen. Stellt sich mir also die Fragem was ist gefährlicher? Apfelmus einkochen oder Fahrrad fahren?
Ich will deine Warnung gar nicht in Abrede stellen, ich glaube tatsächlich, dass es unter Umständen zu solchen Fällen kommen kann. Doch sind diese Fälle tatsächlich so häufig, dass man jedem davon abraten sollte, selber Apfelmus einzukochen? Und trägt nicht jeder für sich selbst due Verantwortung, hygienisch zu arbeiten, wenn man sowas macht?