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Gekündigt wegen surfen am Arbeitsplatz

Wenn es wirklich beim besten Willen nichts zu tun gab, find ich's auch unfair von denen und moralisch von dir völlig okay, nur halt taktisch ungeschickt. Wenn überhaupt Surfen, dann hättest du besser zu fachlichen Dingen recherchiert und dich damit fortgebildet.

Aber wenn's in der Firma keine Arbeit für dich gab, dann hätten die dich eh nicht behalten. Ich würde jetzt nur versuchen zu erreichen, dass dir kein zukünftiger Nachteil dadurch entsteht. Durch ein schlechtes Arbeitszeugnis oder wenn der nächste potenzielle Arbeitgeber sich beim jetzigen erkundigt. Diesbezüglich würde ich mit dem Chef eventuell nochmal sprechen und deinen Standpunkt nochmal deutlich machen. ("Okay, rechtlich ist es vielleicht nicht in Ordnung und war ich naiv, aber was hätten denn Sie an meiner Stelle getan, wenn Sie 6 Stunden täglich rumbringen hätten müssen? Es wär einfach nicht fair, wenn mir das meine weitere Karriere versauen würde.")
 
Ich würde es als Wink des Himmels sehen, auch wenn es erstmal hart ist und die nächsten 3 Monate eng werden könnten, wenn Dir ALG1 gesperrt ist. Informiere Dich am besten heute noch, wie es erstmal finanzielle weitergehen kann.
Und such Dir einen neuen Job. Einen, der Dich auslastet und Dir Spaß macht! 🙂 Du wirst bestimmt in den Vorstellungsgesprächen gefragt, wieso Du gekündigt wurdest. Da würde ich recht offen mit umgehen und sagen, dass Du nich ausgelastet warst, Dir aber auf Nachfrage keine weitere Arbeit gegeben wurde und Du dann eben "Internetrecherchen zu diesem und jenem Thema betrieben" hast (wäre schick, wenn Du da ein sinnvolles Hobby nennen könntest 😉 also nicht TV-Programm oder Frauenmagazine, das mögen die Personaler nicht so *g* eher sowas in Richtung Ehrenamt oder so). Sag das dann aber ganz ohne Groll und ohne der Ex-Firma die Schuld zuzuschieben, sondern eher als schlichten Sachbericht.
Oder wenn Du erst in der Probezeit warst, müsstest Du es gar nicht sagen. Es ist nur nicht sicher, ob bei einem "Hat einfach nicht gepasst." nicht doch bei Deinem Ex-Chef nachgehakt wird.

Dir wurde der Absprung abgenommen! 😉 Jetzt kann's losgehen!
 
Ich finde es ein Unding, jemanden Vollzeit einzustellen um dann herumsitzen zu lassen.
Das mag sein, entschuldigt aber dennoch das Fehlverhalten der TE nicht. Es entspricht der Einstellung eines Lungenkrebskranken, der jahrzehntelang jeden Tag mindestens 20 Zigaretten geraucht hat, und sich nun bei der Tabakindustrie beschwert (Ältere unter uns kennen noch die Zigarettenwerbung und das berümte HB-Männchen). Oder der eines Diabetikers Typ II, der sich bei Nestle, Lindt und Co. beschwert, weil er zu viele der von diesen Firmen produzierten Süßigkeiten gegessen hat.

Letztlich ist jeder Erwachsene selbst verantwortlich dafür, wie er mit vorgefundenen Rahmenbedingungen umgeht, und sollte die Schuld für sein Fehlverhalten nicht auf andere abwälzen, selbst wenn deren Verhalten ebenfalls kritikwürdig ist. Wenn man Mist gebaut hat, sollte man schon die Größe besitzen, dazu zu stehen und die Konsequenzen auf sich zu nehmen.

Die TE hätte sich mit Dingen beschäftigen können, die in irgendeiner Weise mit der Firma oder ihrer Ausbildung zu tun haben.

Gute und engagierte Betriebsräte setzen sich übrigens auch außerhalb rechtlicher Beteiligungsnotwendigkeiten dafür ein, jemanden in der Firma zu halten, von dem sie glauben, dass er eine 2. Chance verdient hat. Sie können es dann rechtlich zwar nicht erzwingen, zeigen aber durch einen Vorstoß bei der Geschäftsleitung bzw. den Personalverantwortlichen wenigstens den guten Willen und können bei vertrauensvoller Zusammenarbeit vielleicht auch etwas bewirken. Deswegen würde ich mich anstelle der TE einsichtig zeigen, mich für mein Fehlverhalten entschuldigen und das Gespräch mit dem Betriebsrat suchen. Oder ist es eine so kleine Klitsche, dass es dort keine Personalvertretung gibt? Oder will die TE sowieso nicht mehr bei dieser Firma arbeiten?
 
Zuletzt bearbeitet:
*hust* Es gibt wirklich noch Arbeitnehmer die wie Lemminge einem Chef hinterher rennen. Aber das ist gut. Sowas braucht die Arbeitswelt.

Den einzigen Fehler den sie machte war, sich nicht ab zu sichern wenn sie private Dinge erledigt. Mit einem eigenen Laptop wäre das nicht herausgekommen. Chef wäre glücklich, sie wäre glücklich und alles wäre gut gewesen.
 
*hust* Es gibt wirklich noch Arbeitnehmer die wie Lemminge einem Chef hinterher rennen. Aber das ist gut. Sowas braucht die Arbeitswelt.

Den einzigen Fehler den sie machte war, sich nicht ab zu sichern wenn sie private Dinge erledigt. Mit einem eigenen Laptop wäre das nicht herausgekommen. Chef wäre glücklich, sie wäre glücklich und alles wäre gut gewesen.

Den oberen 3 sätzen stimme ich zu.
Soll man lieber beim nichtstun versauern und verblöden, als sich wenn definitiv keine arbeit da ist (und die te hat sich anscheinend weiss gott darum bemüht was zu tun zu finden) anderweitig zu beschäftigen?
Früher wars dann eben das strickzeug oder ein buch...

Der untere absatz...na ich weiss ja nicht...machst du das so? Oder darfst du ganz offiziell?...wenn da dann doch mal jmd. vorbeikommt und du hockst da mit dem eigenen mitgebrachten laptop...auch doof!.DAS sieht doch dann wirklich nach vorsatz aus...
 
Also das mit dem Laptop würde ich tatsächlich machen bevor ich dumm herum sitzen würde. Und ich würde als Controller auch nicht vorher 3x am gleichen Tag die Regale im Büro putzen, sondern das direkt so machen.

Nur unter der Vorraussetzung das dies kaum auffallen kann. So wie die TE ihren Arbeitsplatz beschreibt, hätte ich dies dort getan. Oder großes Tablet. Ich hätte mir auf jeden Fall etwas einfallen lassen. Wenn der Job auch noch schlecht bezahlt ist, hätte ich natürlich eher gekündigt. Würde er gut bezahlt werden, hätte ich dies gerne so laufen lassen.
 
Ja so ist das heute leider. Wer als kleiner Mann einen Bleistift mit nach Hause nimmt, dem wird Unterschlagung unterstellt. Wer als Großer... Lassen wir das.

Ich denke, die Kündigung sollte dir eine Warnung gewesen sein.
Über fair oder unfair brauchen wir nicht zu diskutieren. Wobei ich mich persönlich auch sehr ausspioniert fühlen würde und mir daher die Frage stellen: Möchte ich in so einem Unternehmen, das bei seinen Mitarbeiterin jede Kleinigkeit kontrolliert überhaupt noch arbeiten?

Ich sage dir gerne wir das bei uns läuft. Zeitweise surft mein Kollege nach Babynahrung für sein Enkelkind, während meine Kollegin Privatnachrichten beantwortet wenn nichts zu tun ist.
Beide haben einen PC für sich genau wie ich. Ich denke nicht, dass das jemand kontrolliert. Wir würden uns nicht gegenseitig verpfeifen.
Allerdings war mir dein Beitrag jetzt auch eine Warnung. Wenn nämlich einmal die Langeweile ausbricht und man hat das www vor sich, ist es schon sehr verlockend anderweitig zu surfen.
Da ich selbst erst neu angefangen habe, werde ich mich da auch sehr zurück halten.

Geh mal davon aus, dass denen noch irgendetwas anderes nicht gefallen hat. Da ist es wie bei den Großen. Wenn man etwas suchen will, findet man das. An jedem Menschen.

Ich kann dich schon verstehen, würde jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken und weiter nach einer neuen Stelle suchen, mir aber fürs nächste Mal merken, dass ich mein Verhalten nicht wiederhole und dann eher auf dem Handy surfe.
 
Ich hatte das eher so verstanden, dass die Technik den Verlauf automatisch mitbekommt.
Ja, es mag erlaubt sein. Wie gesagt, würde ich mich bei einer Firma, die mein Verhalten derart kontrolliert dennoch nicht wohl fühlen.

In der Praxis wären einige erstaunt, wie viele Arbeitnehmer nicht arbeitsbezogene Abläufe in der Arbeitszeit machen.
Ich war vor ca. 6 Monaten mal in einer Beratungsstelle der Uni und erwischte den Berater prompt beim Solitär spielen, als ich herein kam. Ich kann unendliche weitere Beispiele nennen. Also beim nächsten Mal lieber die Probezeit abwarten oder es ganz lassen.
 
Ich glaube nach wie vor, das war nur ein vorgeschobener Grund: Vielleicht hat sich der Chef verkalkuliert und gedacht, es würde mehr Arbeit anfallen und als er dann merkte, das er die TE überhaupt nicht braucht, hat er irgendein Argument aus dem Boden gestampft.
Mal ehrlich: Wenn es wirklich so ist, dass kaum Arbeit anfällt, wäre es doch nur fair und vernünftig, dem Mitarbeiter das private surfen und sonstige Beschäftigung zu erlauben. Soll er dumm rumsitzen und verblöden? jeder normale Mensch würde entweder mit anderen Arbeiten um die Ecke kommen und dem Neuling was zu tun geben, oder ihn eben in den Leerläufen was anderes machen lassen. (Aber vermutlich hätte sie auch nen Rüffel gekriegt, wenn sie ihr Häkelkörbchen dabeigehabt hätte.
Ernsthaft: Was soll das, einen menschen dazu zwingen zu wollen, sich die beinen in den Bauch zu stehen und Löcher in die Luft zu gucken? ("Ich zahl Dich, also machst Du was ich sage und wenn es nichts ist, dann machst Du gefälligst nichts":mad🙂 Da hat dieser Chef mal echt keine Führungsqualitäten oder einfach keine Peilung, wie man mit Mitarbeitern umgeht.
Solagen die TE ihre Arbeit zur Zufriedenheit erledigt hat (auch wenn es eben wenig zu tun gab) so ist es doch eigentlich ihre Sache, wie sie die Zeit verbringt. Die zeiten, wo Internet die Telephonleitung blockiert hat und jeder Bit Geld kostete sind ja nun vorbei. Ich halte das für reine Schikane.
Der Hinweis, dass sie sich dann halt andere Sachen suchen soll ist doch auch kein Dauerzustand: Soll sie aus lauter Langeweile die Büros putzen? Dafür ist sie nicht eingestellt und es ist nicht ihre Aufgabe. Vielleicht hätte sie mal in der Chefetage etwas mithelfen können: Da scheint man ja wohl wirklich überfordert gewesen zu sein. Ehrlich: Sei froh, dass Du da weg bist.
 

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