die Frage ist doch, wem würde ich als Chef oder Unternehmer mehr vertrauen? Einem Arbeitnehmer der heimlich im Internet surft oder einem der sich selbstständig eine Aufgabe sucht?🙄
Man ist einfach ein extrem schlechter Arbeitgeber, wenn man den Angestellten überhaupt in die Lage bringt, sich eine Aufgabe suchen zu müssen: Normalerweise sollte das ja wohl klar definiert sein.
Ein guter Chef hätte vermutlich auch kein Problem damit, wenn ein Angstellter zB seine Arbeit schneller als gedacht erledigt und sich dann mal ne Auszeit nimmt.
Jedenfalls ist es NICHT Aufgabe des Angestellten (es sei denn, es ist explizit so festgehalten) sich wie ein Detektiv seine Arbeit erstmal mühsam suchen zu müssen. Vor allem: Wenn es keine gibt, was soll er dann tun?
Soweit ich weiß, ist es sogar arbeitsrechlich nict zulässig, dass ein Mitarbeiter gezwungen wird, total fachfremde Sachen zu machen. Also wenn ich ZB einen Ingenieur einstelle und plötzlich keine Arbeit für ihn habe, so ist es nicht zulässig, im einfach mal den Putzeimer in die Hand zu drücken.
Die Arbeit muss dem Arbeitsvertrag angemessen sein.
Eine Thekenkraft kann man vielleicht noch für andere Büroaufgaben einteilen, aber man kann nicht erwarten, dass sie sich die selber sucht, oder anfängt das Büro zu putzen. Wie soll man sich das überhaupt vorstellen? Soll sie sich selbständig mal über den Posteingang hermachen, und mal schauen, ob sie nicht selber etwas beantworten kann? Oder soll sie mal durch die Büros gehen und schauen, ob es nicht mal Zeit wäre, Bleistifte nachzubestellen? Sie könnte auch ins Lager gehen und ein paar Kisten schleppen? Oder wenn es ein Labor gibt, mal selber unters Mikroskop schauen...
Je nach Firma ist das doch total unrealistisch. Es fallen sicher Arbeiten an, aber vielleicht ist sie dafür nicht qualifiziert? Oder es ist eben unzumutbar. Auf jeden Fall wäre es anmaßend den anderen Mitarbeitern gegenüber, wenn sie sich selbständig deren Arbeit aneignen würde, oder etwa nicht?
Hätte sie das gemacht, hätte man sie vermutlich deswegen gekündigt!