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Gedankengänge Thema Emanzipation

  • Starter*in Starter*in pfefferjunge
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So Rhenus,
Du meinst also, dass die Vorraussetzung für die Emanzipation der Gesellschaft ist, dass die soziale Ungerechtigkeit abgeschafft wird?
Dazu braucht man aber Menschen, die dies vorantreiben, sprich Organisationen, Politiker, Verbände und Individuen.
Diese treibenden Kräfte sind die, die die Ungerechtigkeiten identifizieren können und Veränderungen herbeiführen helfen, unter anderem auch in Form von Gesetzesveränderungen.
Das bedeutet, wenn dem so ist, dass die Emanzipation das Mittel zur Gleichstellung ist, also der Weg.
Und das würde bedeuten, dass die die sozial schwächer sind und mehr Hilfe brauchen als andere, von der Emanzipation profitieren?

Was das Ost-West Gefälle betrifft; Das ist nochmal eine ganz andere, auch sehr relevante Diskussion. Die Lebenshaltungskosten im Osten Deutschlands sind jedoch auch niedriger als im Westen Deutschlands. Und ich kenne einige Menschen, die zum Beispiel in Tschechien leben und in Deutschland arbeiten. Aber wie gesagt, darüber mal in einem anderen Thread. 🙂

Geschlechtliche Emanzipation, bedeutet ja eben weitgehend soziale und arbeitsweltliche Gleichstellung und Reformen.
Die einfache Emanzipation, wurde 1949 mit dem Artikel 3 Abs. 2 GG vollzogen, jedoch nicht mit Leben erfüllt.
So mussten dennoch viele Klagen geführt werden, um letztlich fast alles, was erreicht wurde, zu erstreiten.
Erst 1959 konnte Frau selbst Arbeitsverträge schließen oder beenden!

Und so bedurfte es sogar einer Verfassungsergänzung im Jahre 1994, um das sogar zu ergänzen und zu beleben:
Art. 3 Abs. 2 Ziff. 2
Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.


Aber noch heute streitet man über diese Umsetzung von 1994. Daran sieht man, wie wenig erreicht wird.
Das ist eine Schande!

So wurde sogar mit der zweistufigen Erhöhung des Rentenalters für Frauen, ein Teil der gesellschaftlichen Emanzipation, zurück gedreht.
Ich habe kaum, oder sagen wir besser, gar keinen Protest der Berufsemanzen gehört.
Und hier wird diese Benachteiligung doch noch von Männern zynisch als Zeichen der Emanzipation gefeiert...
Daran siehst du, wie landläufig das vorherrschende Frauenbild tatsächlich ist.

Wer nicht erkennen möchte, dass das Erziehungsjahr zu wenig an Rentenvorteil bietet, wer das den Frauen als Mann neidet, möchte keine wirkliche Emanzipation. Er möchte zu Hause "seine Untergebene".

In frühen Jahren habe ich dazu geschrieben:
Auf der Firma wird der Mann von den Vorgesetzten gedemütigt, zu Hause wird die Frau und Kinder dafür geschlagen.
Dieser Geist herrscht leider heute noch.
Mann nimmt sich das Recht, seinen Frust auf Kosten der Familie zu kompensieren. Man muss sich nur in Frauenhäusern umschauen.

Ich kenne keine Partei, die die Rechte der Frauen ohne "Wenn und Aber" verteidigt.
Es dürfte daran liegen, dass die s.g. Emanzipationsbewegung sich nicht auf die soziale Gleichstellung der Frau in Arbeit, Lebenswerk und Beruf konzentriert oder wiederfindet, sondern sich geschlechtlichem Geplänkel und Gleichgeschlechtlichkeit widmet.
Und die Frauen in der Politik sich ihrer Stellung so unsicher sind, dass sie ihren Geschlechtsgenossinnen zuliebe nicht bereit sind, sich überparteilich zusammen zu schließen.

So konnte Kanzler Schröder 1998, der sich bekanntlich „Sozial“ nannte, das Thema mit „Frauenpolitik und so Gedöns“ abtun... Ich fürchte, das ist heute nicht besser.
 
...Geschlechtliche Emanzipation, bedeutet ja eben weitgehend soziale und arbeitsweltliche Gleichstellung und Reformen.
Die einfache Emanzipation, wurde 1949 mit dem Artikel 3 Abs. 2 GG vollzogen, jedoch nicht mit Leben erfüllt.
So mussten dennoch viele Klagen geführt werden, um letztlich fast alles, was erreicht wurde, zu erstreiten.
.....


Das bedeutet also, dass alles was vor 1994 kam, nicht emanzipiert war? 😕
 
Wer nicht erkennen möchte, dass das Erziehungsjahr zu wenig an Rentenvorteil bietet, wer das den Frauen als Mann neidet, möchte keine wirkliche Emanzipation. Er möchte zu Hause "seine Untergebene".

Solch eine Schlussfolgerung erwarte ich eigentlich nur von radikalfeministischen Ideologen die nichtmal 5 Minuten darüber nachdenken was die Konsequenzen sind. Oder darf man dich dazu zählen, Rhenus. Problematischer daran ist wohl eher die geschlechtsspezifische Regelung, die der Mutter gegenüber dem Vater Rentenvorteile verschafft aber gleichzeitig damit auch den Nachteil, dass Frauen zum Erziehungsjahr drängt und das alte Rollenverständnis geradezu fördert weil es für den Vater einfach unrentabler ist.
 
Solch eine Schlussfolgerung erwarte ich eigentlich nur von radikalfeministischen Ideologen die nichtmal 5 Minuten darüber nachdenken was die Konsequenzen sind. Oder darf man dich dazu zählen, Rhenus. Problematischer daran ist wohl eher die geschlechtsspezifische Regelung, die der Mutter gegenüber dem Vater Rentenvorteile verschafft aber gleichzeitig damit auch den Nachteil, dass Frauen zum Erziehungsjahr drängt und das alte Rollenverständnis geradezu fördert weil es für den Vater einfach unrentabler ist.


Du kannst mich nennen was und wie du willst, Blödsinn bleibt es von deiner Seite trotzdem...🙄🙂

Wer wird denn zum Erziehungsjahr gedrängt?
Wer es nicht in Anspruch nimmt, bekommt das als Beitragszahlung (Eckrentnereinzahlung) zusätzlich gutgeschrieben.
Außerdem wird die Mutter keinesfalls bevorzugt, weil wir normal vom Familieneinkommen sprechen und beide den Vorteil genießen. Bei Trennung wird es mit in die Berechnung des Ausgleichs kommen.
Zudem kann auch der Mann diese Anrechnung bekommen.
Äußert, bzw. erklärt sich das Paar bis zu einem gewissen Zeitpunkt (es erfolgt ein Anschreiben) nicht, so wird es grundsätzlich der Mutter zugesprochen.
 
Du kannst mich nennen was und wie du willst, Blödsinn bleibt es von deiner Seite trotzdem...🙄🙂

Wer wird denn zum Erziehungsjahr gedrängt?
Wer es nicht in Anspruch nimmt, bekommt das als Beitragszahlung (Eckrentnereinzahlung) zusätzlich gutgeschrieben.
Außerdem wird die Mutter keinesfalls bevorzugt, weil wir normal vom Familieneinkommen sprechen und beide den Vorteil genießen. Bei Trennung wird es mit in die Berechnung des Ausgleichs kommen.
Zudem kann auch der Mann diese Anrechnung bekommen.
Äußert, bzw. erklärt sich das Paar bis zu einem gewissen Zeitpunkt (es erfolgt ein Anschreiben) nicht, so wird es grundsätzlich der Mutter zugesprochen.


Warum wird mir schwindlig, wenn ich das lese, Rhenus? Kannst du mal Klartext reden bitte, für alle hier, die nicht "zwischen den Zeilen" lesen können?😕
 
Was ist denn jetzt, diabolo?

Also ich fasse nochmal zusammen: Frauen opfern sich im Rahmen der Kindererziehung auf während der Mann arbeiten geht und von all dem Stress nichts mitbekommt! Wäre die Rollenverteilung eine andere, gäbe es keine Benachteiligung die du hättest ansprechen können. Unterbrich´mich bitte wenn ich etwas falsch interpretiere.

Kommts zur Scheidung, haben plötzlich Väter die gleichen Möglichkeiten in Bezug auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht, da du dann von der üblichen fraulichen Benachteiligungsrolle abweicht und dann der Meinung bist, dass anscheinend haufenweise Männer in die Rolle geschlüpft sind, in welcher noch kurz vorher die Frauen zu finden waren.

Ich weiss nicht, beisst sich da nicht irgendetwas? *kopfkratz*

Von "aufopfern" habe ich nichts geschrieben. Ich schrieb davon, dass die berufliche Laufbahn zurückgestellt wird.

Du hast meine Aussage nicht verstanden. WENN sich der Mann annähernd so viel um das Kind gekümmert hat wie die Frau, dann hat er auch die gleichen Chancen.
Wenn er allerdings im klaren Rollenmodell den Part übernommen hat, dass er arbeiten ging und die Frau das Kind versorgte, dann stehen seine Chancen bei der Scheidung schlechter (Kontinuität der Hauptbetreuungsperson).

Ich kenne dennoch genug Fälle in denen die Kinder dennoch den Vätern zugesprochen wurden... weil diese in der elterlichen Wohnung verblieben (Kontiunuität des Wohnortes) oder die Kinder zum Vater wollten.
 
Ich kenne dennoch genug Fälle in denen die Kinder dennoch den Vätern zugesprochen wurden... weil diese in der elterlichen Wohnung verblieben (Kontiunuität des Wohnortes) oder die Kinder zum Vater wollten.

wie viel Prozent ist "genug Fälle"

Werden Kinder von 3 Jahre wirklich zugemutet vor Gericht sich gegen der Vater oder die Mutter aus zu sagen. Das ist was passiert wenn das Kind sagt muss bei wem er wohnen will.

Ob das wirklich das Kindeswohl dient?
 
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