Ich versuche es mal, obwohl ich denke, dass dies verständlich ist.
"Wer wird denn zum Erziehungsjahr gedrängt?"
Wird ein Kind geboren, dann bekommt man Erziehungszeit. (12 Monate Rentenanrechnung)
Damit werden zeitnahe Rentenlücken der Frau aufgefüllt. Und des Mannes? Was wenn der das Erziehungsjahr nimmt?
Wer es nicht in Anspruch nimmt, wer als Frau sofort oder innerhalb eines Jahres weiter arbeitet, bekommt das als Beitragszahlung (Eckrentnereinzahlung) zusätzlich gutgeschrieben. Nicht jedoch als Rentenzeit! (Finde ich als schreiende Ungerechtigkeit!) Gilt das dann auch für den Mann? Man bekommt also nur das Geld, aber nicht die Zeit? Das wäre ja logisch, denn man arbeitet ja sowieso....Oder bin ich jetzt doof? 😕
Damit haben diese Jahre nicht den gleichen Wert wie Arbeitsjahre, weil die Einzahlung um den Faktor Arbeitgeberanteil geringer ist und eben diese Monate am Ende eines Arbeitslebens nicht zugutekommen. Verstehe ich auch nicht, denn man arbeitet ja schon wieder...
Denn wenn man die gesetzliche Altersgrenze nicht erreicht, werden diese erfolgten Zahlungen ebenfalls prozentual gekürzt!
"Außerdem wird die Mutter keinesfalls bevorzugt, weil wir normal vom Familieneinkommen sprechen und beide den Vorteil genießen. Bei Trennung wird es mit in die Berechnung des Ausgleichs kommen."
Hier musst du mir sagen was du nicht verstehst...
Es kann also sein, dass die Mutter Rentenanspruch (Geld) im Ausgleich an den Mann verliert.
"Zudem kann auch der Mann diese Anrechnung bekommen."
Äußert, bzw. erklärt sich das Paar bis zu einem gewissen Zeitpunkt (es erfolgt ein Anschreiben) nicht, so wird es grundsätzlich der Mutter zugesprochen. Das hiesse also, meine erste Frage siehe oben, dass diese Rechnung auf Mann und Frau zutreffen könnte, vorausgesetzt, man hat sich fristgemäß erklärt?
Bei umgekehrter Kinderbetreuung kann es sinnvoll sein, dem Mann die Rente aufzufüllen, weil wir ja auch Mindestzeiten beim Rentenanspruch haben.
Darüber sollte man sich beraten lassen.
Hier musst du mir bitte dann auch sagen, was du nicht verstehst...
......Rhenus, ich kenne mich echt nicht mit dieser Materie aus und meine Fragen sind durchaus ernstgemeint und interessiert, wenn auch "doof" klingend für den Fachmann.
Mir drängt sich dann auch die Frage auf, ob es ein generelles Problem mit der Ungerechtigkeit der Regelung gibt, wenn sie in gleichem Ausmass beide Geschlechter beträfe, also Mann und Frau im selben Boot sitzen. Und es jetzt um die Emanzipierung des Gesellschaft ginge, indem man diese Regelungen anpasst und ändert?