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Frusttagebuch: Mutter

Deine Mutter hat sich halt wie eine verwöhnte Schlampe verhalten. Irgendwann hat sie gemerkt, dass sie auf diese Art nicht mehr durch kommt und hasst jetzt die Welt.

Und ich schreibe hier bewusst "Schlanpe" und nicht H***, weil sie ja sonst etwas aus ihren Männerbekanntschaften herausgeholt hätte.
Auch wenn deine Wortwahl hart ist, willst du vermutlich auf das richtige hinaus.

Meine Mutter war nach meinem Onkel das zweite Kind meiner Großeltern. Sie war das Wunschkind, weil sich mein Opa unbedingt eine Tochter gewünscht hat und meine Mutter wurde in ihrer Kindheit sehr verwöhnt. Konsequenzen für ein Fehlverhalten hat sie nie gelernt.
Wenn sie beispielsweise verschlafen hat und den Bus verpasst hat, hat mein Opa sie zur Schule gefahren.
Ihr erste Wohnung haben meine Großeltern für sie gekauft und ihren ersten Job hätte sie auch nicht ohne Mitwirkung meiner Großeltern gekriegt.
Ich kann das alles nachvollziehen, weil ich eben auch von diesen Menschen erzogen wurde und mit 18 habe ich auch ein Auto geschenkt bekommen. Wir waren nie reich aber Kinder haben bei uns in der Familie immer alles bekommen, was ging.

Entsprechend schwierig war der Übergang ins Erwachsenenleben wenn man auf eigenen Füßen stehen sollte. Meine Mutter kannte diese Eigenverantwortung nicht und kam deswegen als sie ungewollt schwanger wurde, auch direkt zu meiner Oma und fragte, was sie tun soll. Ich kam zur Welt, meine meine Oma das wollte. Hätte meine Oma meiner Mutter nicht überzeugt, ihr nicht jegliche Unterstützung und den Umzug zurück nach Hause erlaubt, hätte meine Mutter sich vermutlich nicht getraut ein Kind zu bekommen.

Meine Mutter ließ sich insofern weiter verwöhnen indem meine Oma ihr alle Arbeit mit dem Baby abnahm und sie weiter ausgehen konnte. Jahre später erst ist meine Mutter "aufgewacht" und hat realisiert, dass wenn man die Verantwortung für ein Kind abgibt, man auch irgendwann das Kind abgibt....

Das war von meiner Mutter gewiss nie eine bewusste Entscheidung und deswegen fühlt sie sich auch überfahren und verraten. Sie weiß aber auch, dass sie es natürlich hätte anders machen können. Und das nagt an ihr.

Sie ist übrigens Jahre nach mir, ich war ungefähr 12, nochmal schwanger gewesen. Damals saß ich am Küchentisch dabei als sich meine Mutter und Großmutter unterhielten. Meine Oma war damals 72 und sagte meiner Mutter nur, dass meine Mutter für ein weiteres Kind selber die Verantwortung übernehmen müsse. Ergebnis war, dass meine Mutter dieses Kind abgetrieben hat.

Sprich auch 12 Jahre nach meiner Geburt und auch heute will meine Mutter fürs nichts Verantwortung übernehmen. ich würde sie nicht als verwöhnte Schlampe aber als verwöhntes Kind bezeichnen, das auch mit Ü65 noch erwartet, dass alle sich um sie kümmern damit sie "spielen" kann. Und diese Spiel hat sie ihr Leben lang gespielt, sie ist nur von einer Abhängigkeit in die andere geflohen, seien es meine Großeltern, Sozialämter und jetzt ich (wenn ich es mitmachen würde).
 
Deine Mutter ist mit Sicherheit keine Schlampe und keine H*** ..

Ich hätte sie als psychisch gaga bezeichnet und für ihre schwierige, unselbständige,
unsichere und selbstbezogene Art und ihre unglücklichen, depressiven Gefühle wird es tiefere Hintergründe geben.
Sie wurde von den Eltern sehr verwöhnt und zur Unselbständigkeit erzogen, aber ich vermute, es gab noch andere Missstände für sie als Kind.

Was sagte sie, wenn man sie fragt, was sie als Kind so sehr belastet hat ?

Warum sind ihre Beziehungen zu den Männern gescheitert ?
War ihr Vater eifersüchtig auf ihre Männer ?

Ich kenne Frauen, welche als Kind sexuell missbraucht wurden und dies ein Leben lang verdrängten..
Ihren Brüdern ging es psychisch besser....sie waren selbständiger und selbstbewusster, weil sie diesen Missbrauch nicht erlebten.

So wie du sie und ihr Verhalten beschreibst erinnert sie mich SEHR an diese Frauen.

Und so wie sie dich behandelt und ihr tiefes Misstrauen gegen dich
zeigt ihren latenten Männerhass.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Mutter ist mit Sicherheit keine Schlampe und keine H*** ..

Ich hätte sie als psychisch gaga bezeichnet und für ihre schwierige, unselbständige,
unsichere und selbstbezogene Art und ihre unglücklichen, depressiven Gefühle wird es tiefere Hintergründe geben.
Sie wurde von den Eltern sehr verwöhnt und zur Unselbständigkeit erzogen, aber ich vermute, es gab noch andere Missstände für sie als Kind.

Was sagte sie, wenn man sie fragt, was sie als Kind so sehr belastet hat ?

Warum sind ihre Beziehungen zu den Männern gescheitert ?
War ihr Vater eifersüchtig auf ihre Männer ?

Ich kenne Frauen, welche als Kind sexuell missbraucht wurden und dies ein Leben lang verdrängten..
Ihren Brüdern ging es psychisch besser....sie waren selbständiger und selbstbewusster, weil sie diesen Missbrauch nicht erlebten.

So wie du sie und ihr Verhalten beschreibst erinnert sie mich SEHR an diese Frauen.

Und so wie sie dich behandelt und ihr tiefes Misstrauen gegen dich
zeigt ihren latenten Männerhass.
Ich habe kein Indiz dafür, dass irgendetwas andere belastendes in der Kindheit meiner Mutter geschehen ist. Für einen sexuellen Missbrauch gibt es auch absolut kein Anzeichen. Ich glaube auch nicht, dass sie sich anders verhalten würde wenn ich weiblich wäre.
 
Wenn du sie fragst was sie als Kind belastet hat was ist denn ihre Antwort ?

Und warum sind sämtliche Männer Beziehungen von ihr gescheitert ?

Dafür gibt es Gründe.

Wenn du eine Tochter gewesen wärst hätte sie sich bestimmt nicht anders verhalten.
Sie ...konnte...für kein Kind sorgen.
 
Ich schreibe meine Beiträge für Andreas und ich finde es gut, wenn er antworten will und keine fremden Leute.
Mische dich bitte nicht in meine Beiträge ein und sei tolerant...mir ist Andreas Meinung wichtig.
Die Einstellung...nur ICH habe recht und bei mir ist alles super....mag ich nicht.
Der TE soll über die Beiträge in seinem Faden entscheiden.

Was ich Andreas schreibe ist nicht unbedacht.
Ich kritisiere auch nicht deine Beiträge.
Unterschiedliche Ansichten der User können dem TE helfen.
Er sucht sich aus den Beiträgen das heraus was er möchte.

Ich denke auch, dass diese Grosseltern seine Rettung waren.

Jede Familie ist anders.
Im Bereich der Abwertungen gibt es zahlreiche unterschiedliche Formen in Familien mit einer unterschiedlichen Bindungsqualität.....daher entwickeln sich die abgewerteten und gedemütigten Kinder als Erwachsene auch sehr unterschiedlich..

Diese Mutter ist nicht als böser Mensch zur Welt gekommen.

Und bei deiner Einstellung...Hilf ihr nur, wenn sie dir das Haus überschreibt...gebe ich dir recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
War ihr Vater ihr gegenüber besitzergreifend und eifersüchtig ?

Wurde sie von ihrer Familie abgewertet und gedemütigt ?

Ist sie depressiv ?
Ihr Vater (also mein Großvater) war eher passiv, definitiv nicht besitzergreifend. Auch eine Abwertung in der Familie erkenne ich nicht. Sie war wie gesagt das Wunschkind und wurde sehr verwöhnt.
Depressionen hatte sie in ihren Leben auch keine, von denen ich wüsste.
Sie behauptet zwar manchmal dass sie psychisch krank sei, aber das konnten auch ein Dutzend Ärzte nicht bestätigen.

Ich habe nichts dagegen, dass du in diese Richtung fragst, aber mich haben auch schon Andere danach gefragt. Es gibt keine Ansätze oder schreckliche Lebenserfahrungen, die eine psychische Störung vermuten lassen.

Die Kindheit meiner Mutter war überdurchschnittlich friedlich, fürsorglich und schön. Das bezweifelt sie ja auch selber nicht. Der einzig besondere Faktor ist, dass sie halt wirklich in Watte gepackt wurde und als kleine Schwester alles bekommen hat, was sie wollte.
 

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