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Frusttagebuch: Mutter

Na ja, deine Mutter braucht dir nichts zu überschreiben, deinen Erbteil bekommsst du sowieso.
Die Erpressung ist ein richtig fiese Masche. Deine Mutter ist ein richtig fiese Person und ich hätte den Kontakt schon längst beendet. Mit dem Kontakt hast du noch nicht mal eine schöne Zeit.
 
Wie reagiert sie, wenn du sie genau darauf ansprichst?

Hast du schon mal versucht, ihr zu sagen, dass du ihr die Vergangenheit nicht nachträgst, ihr ihr Handeln damals nicht zum Vorwurf machst?
Ich habe ihr oft gesagt, dass ich eine schöne Kindheit hatte und mit dem was geschehen ist gut leben kann.

Das reicht ihr aber nicht, sie betont zum Beispiel auch das was du sagst....
Denn nach allem, was du hier so schreibst, ist es doch vielleicht sachlich betrachtet auch so, dass deine Großeltern besser für dich gesorgt haben als deine Mutter es hin bekommen hätte.
... und will daraus ableiten, dass ich ihr Handeln als richtig anerkenne. Dass sie uneigennützig nur in meinem Interesse gehandelt hätte.

Das kann ich aber nicht. Ich kann ihr nicht sagen: "Ich hätte an deiner Stelle genauso gehandelt. Du hast das toll gemacht!"
Wie könnte ich das auch ehrlich sagen? Ich könnte mir nicht vorstellen ein eigenes Kind abzugeben. Und ihre Begründung ist auch scheinheilig. Zumal sie heute ja behauptet meine Großeltern hätten mich ihr geklaut.

Meine Mutter ist damals den bequemen Weg gegangen, schwanger zu ihren Eltern (meinen Großeltern) zurück und hat sich dann bemuttern lassen. Meine Großeltern sorgten für sie und mich. Meine Oma kochte für die große Familie, wir lebten von der kleinen Renten meiner Großeltern und der Kriegsopferfürsorge, die mein Opa bekam.
Meine Mutter ging damals "auf die Piste" und hatte alle paar Monate einen neuen Lebensabschnittsgefährten. Was auch dazu führte, dass ich meine Mutter in meiner frühen Kindheit kaum sah. Morgens schlief sie lang, so dass ich sie nicht vor dem Kindergarten sah, nachmittags war sie auf der Piste und kam erst zurück als ich schon schlief.
Ich war vielleicht 5 oder 6 Jahre als meine Mutter dann auszog und ich bei meinen Großeltern blieb.
Heute verdreht meine Mutter es so als ob sie nur keine Chance gehabt habe bei meiner Erziehung mitzuwirken.

Kindesliebe ist ja eine Reaktion auf die unmittelbar erfahrene Mutterliebe.

Mit anderen Worten: könntest du ihr freundlich und fest erklären, dass du jegliche moralische Verpflichtung ihr gegenüber zurück weist und du den Kontakt weiter einschränken wirst, wenn sie nicht aufhört, zu versuchen in die gleiche Kerbe zu hauen?

Dass dir das weh tut, wenn sie Dinge einfordert, die Söhne angeblich oder wirklich für ihre Mütter tun, während sie von sich aus für dich noch nicht einmal eine Kleinigkeit tut, wie sie Mütter täglich für ihre Kinder tun, ohne auch nur ein Danke zu erwarten?

Wenn sie ein Beispiel will, dann erwähne, dass sie noch nicht einmal in ihrem Leben einen Kuchen zum Geburtstag für dich gebacken hat.
Absolut ja, du hast Recht. Und im begrenzten Maße versteht meine Mutter auch, dass sie nicht das Verhältnis erwarten kann, was wir hätten wenn sie mich groß gezogen hätten.
Das habe ich ihr auch deutlich viele Male gesagt.

Aber sie kann eben in einem Satz das so zugeben und um nächsten wieder sagen "dass andere Söhne mehr für ihre Mutter tun würden".

Im Moment, habe ich den Eindruck, hat sie sich da recht komfortabel eingerichtet: sie jammert dir was vor und betrachtet dich als Wünscherfüller und du blockst nur ab und manches tust du ja auch für sie.

In anderen Worten: im Moment gewinnt sie stets etwas aus Gesprächen mit dir.

Vielleicht gibt es aber etwas, was du gern von ihr möchtest? Dinge, die du wissen willst oder die du gern mit ihr unternehmen möchtest?

Überleg dir da paar Sachen und sprich sie aus. Vielleicht fängst du mit was an, was sie sehr leicht erfüllen könnte. Und darum bittest du sie, in jedem Gespräch.

So hartnäckig und stur wie sie kannst du doch sicher auch sein?
Ich bin es in gewisser Weise auch indem ich auf gewisse Dinge nicht mehr eingehe oder einfach nur "nein" sage. Sie hasst es wenn ich zu etwas nein sage und das nicht begründe. Ich lasse dann das "nein" einfach im Raum stehen und sage nichts mehr.

Aber ganz ehrlich? Ich möchte nichts von dir.
Es gibt noch Moment, wo ich ihr mal was von meiner Arbeit erzähle oder ein schönes Erlebnis von von den letzten Tagen. Aber als Gesprächspartnerin ist sie für mich mit jedem Anderen austauschbar. Ich weiß, ob das so verständlich ist, aber ich will nichts von ihr wollen, weil ich ihr nichts schulden will.
 
Hallo Andreas,
Du hast mein Mitgefûhl.

Ich wollte Dir nur sagen, daß ich mich freue, daß Du so einen guten und klugen Arzt gefunden hast. Da sitzt echt jeder Satz, den Du zitierst. Das freut mich einfach, daß Du da eimen guten Profi an der Seite hast, der Dich unterstützt.
Lieber Gruß

Bird
 
Frag doch mal zurück, was sie mit dem ganzen Geld gemacht hat, dass dir zustand.
Da hat sie doch schon genug bekommen, oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Du bist ihr auch überhaupt nichts
schuldig!!!
Das hast du richtig in Erinnerung.
Mein Vater hat für mich 18 Jahre lang Kindesunterhalt gezahlt. Das Geld hat meine Großmutter für mich auf einem Konto angespart. Es war am Ende der 18 Jahren fast 100.000 €. Die Idee dahinter war, dass ich das Geld mit 18 bekommen sollte um zum Beispiel sorgenfrei studieren oder mir vielleicht eine Wohnung kaufen zu können.

Weil ich mit 18 eine Ausbildung anfing, noch zuhause wohnte und das Geld nicht unmittelbar brauchte, hat meine Großmutter das Geld meiner Mutter gegeben und diese konnte dann mit den 100.000 € Kindergeld + 100.000 € Vorschuss auf das Erbe ihr Haus kaufen.

Wobei ich mich nicht beschweren will. Ich habe später das Haus meiner Großeltern geerbt, so sind beide (meine Mutter und ich) von meinen Großeltern gut bedacht worden. Alles ok für mich! Meine Mutter und ich hatten sozusagen beide ein Haus bekommen.

Der Unterschied ist eben nur, dass ich seit meinem 18 Lebensjahr Vollzeit arbeite und meine Mutter nun seit hmmm.... 20 Jahren(?) Hartz 4/Bürgergeld bezieht. Entsprechend hat sie finanzielle Probleme und all ihr Geld im Haus stecken und mir geht es finanziell gut.
 
Er bekommt gar nichts, wenn ihr Haus verkauft wird, um das Pflegeheim zu finanzieren.
Es wäre klug, es im Vorfeld zu verschenken.
Aber muss ja nicht sein.
Aktuell ist sie ja dabei das Haus zu verkaufen und kauft sich davon eine Eigentumswohnung und wird den Rest vom Verkaufserlös vermutlich über die Jahre aufbrauchen. Was mich für mich im Erbfall bleibt, ist Spekulation.

Wir haben im Vorfeld überlegt, wie wir es anders machen könnten. Also ob sie mir das Haus schenkt, meinetwegen mit lebenslangem Wohnrecht für sie. 10 Jahre nach Schenkung wäre das Haus vor Sozialamt oder Pflegekasse sicher.

Einmal hatte sie von sich aus die Idee, ob sie mir das Haus oder den Verkaufserlös schenken könne und ich ihr im Gegenzug eine lebenslange Zahlung garantieren könne.

Am Ende war sie aber mit keiner Lösung zufrieden, weil sie mir nicht vertraute, auch nicht wenn wir es vertraglich festhalten würden.
Klar formulierte sie es anders, sie sagte dann z.B. "Natürlich vertraue ich dir als meinen Sohn, aber nachher gerätst du an eine Frau, die dir einredet mich zu betrügen"

Sie dreht sich die Sachen eben immer so zurecht, dass sie in ihrem eigenen Weltbild gut ist. Aber am Ende des Tages vertraut sie mir halt absolut nicht.
Sie hatte ja auch über Jahre vermutet, dass ich sie beim Erbe betrogen hätte, weil sie glaubte, es wäre noch etwas im Schließfach meiner Großmutter für sie gewesen.

Rückblickend bin ich froh, dass sie mir nichts geschenkt hat, weil sonst wäre natürlich auch eine massive Erwartungshaltung von ihr da gewesen.
 
dass ich ihr Handeln als richtig anerkenne

Das ist eine schwierige Situation. Dass du ihr keine Absolution erteilen willst, kann ich gut verstehen. Ihr Handeln hat dich verletzt und verletzt dich weiter.

Andererseits: ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht. Wenn ich mich betrachte, meine Motive, um irgendwas zu tun, dann ist das meist ein Gemisch aus ganz verschiedenen Dingen, je mehr, je ehrlicher ich zu mir selbst bin.

Letztendlich ist die Frage auch, ob es schlimm ist, wenn man das Richtige aus den falschen Gründen tut. Wahrscheinlich für den Handelnden selbst, aber sonst?

Weisst du, obwohl sich deine Mutter auf geradezu absurde Weise falsch verhalten hat und immer noch verhält, tut sie mir auf seltsame Weise fast leid.

Der Psychologe Alfred Adler hat ja von den 3 Lebensaufgaben gesprochen, die jeder Mensch zu bewältigen hat und deine Mutter hat alle drei versemmelt, so wie das hier klingt.

Ich verstehe, dass du ihr nichts schulden willst, aber bist du sicher, dass du gar nichts von ihr willst? Du brauchst hier nicht zu antworten, aber ich glaube, dass es dir vielleicht hilft, wenn du dir selbst diese Frage beantwortest :

Warum hältst du den Kontakt zu ihr, wenn sie so anstrengend ist? Aus einer Form von Pflichtgefühl, weil deine Großeltern sich das so gewünscht hätten? Weil du eine abstrakte, rationale oder in Gegensatz dazu recht abergläubische Vorstellung von kindlicher Pietät hast? Weil du neugierig auf sie als Person bist? Aus Gewohnheit? Ganz andere Gründe?

Wenn du das für dich selbst klären kannst, dann fällt es dir vielleicht leichter, den Kontakt in deinem Sinne zu gestalten.
 
Deine Mutter wirkt sehr egozentrisch, narzisstisch und psychisch krank.
Das wird mit ihrer eigenen Kindheit und Elternbeziehung im Zusammenhang stehen. .

Was wäre passiert, wenn sie dich als Kind behalten hätte ?
Wäre sie plötzlich eine komplett andere Mutter geworden und hätte sie liebevoll, rücksichtsvoll und fürsorglich für dich gesorgt ?

Nein....du wärst ein Opfer einer psychisch kranken Mutter gewesen und du wärst vermutlich nicht psychisch stabil, du würdest unter psychischen Erkrankungen leiden, wärst vielleicht suchtmittelabhängig, depressiv,
nicht belastungsfähig und nicht arbeitsfähig als Erwachsener geworden und du würdest vielleicht unter Angstpanikattacken leiden.

Von daher hatte sie für dich das Beste getan was im Rahmen ihrer
Möglichkeiten war.....nämlich dich bei den Grosseltern zu lassen.

Sie wäre unfähig gewesen für
ein Kind zu sorgen .
Deine Mutter war stets nur mit sich selber beschäftigt.

Wenn es dir finanziell gut geht hätte ich ihr Geld gegeben.
Aber sie hätte auch etwas für dich tun tun sollen.... z.B. Haus überschreiben, Geld zurück geben, wenn sie Haus verkauft.. usw.

Ihr Haus ist mit deinem Geld bezahlt worden.
 
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