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Frusttagebuch: Mutter

Vielleicht wäre eine Therapie für Dich echt nicht schlecht. Du hast ne Menge aufzuarbeiten und ich denke, es kann nicht schaden, wenn Du Hilfe dabei hast, Klarheit zu erlangen.
Weißt Du, wenn ich Deine Beiträge so quer lese, klingt es für mich immer so, als wolltest Du Dich (vor Dir selber?) rechtfertigen, dass es OK ist, auf Distanz gehen zu wollen.
Du sagst immer wieder, was dich an deiner Mutter alles stört und wie sehr es Dich belastet (und das ist auch gut so, dass Du das sagst, versteh mich nicht falsch): Aber es klingt für mich nicht so, als würdest Du Dir damit Luft machen (was ja sehr wohltuend sein kann), sondern als würdest Du Dich rechtfertigen wollen.
So als würdest Du tief in Dir drin doch irgendwie glauben, ein "schlechter Sohn" zu sein, und dir die Distanz nicht nehmen zu dürfen.
ich denke, das ist auch sehr schwer: Einerseits weißt Du, dass dir der Kontakt nicht gut tut, andererseits hält Dich etwas zurück, ihn wirklich zu beenden, bzw so deutlich aufzutreten, dass kein Raum mehr für Manipualtionen bleibt.

ich denke, mit einem Therapeuten würdest Du Licht ins dunkel bringen und einen Weg für Dich finden, der Dir gut tut und Dir Klarheit bringt.
Außerdem: Vergiss nicht, dass wir alle solche Muster übernehmen: Am Ende gerätst Du mal an eine Frau, die so ist wie Deine Mutter und lässt Dich dann auch wieder manipulieren oder aber Du gehst von Vornherein keine Freundshcaften und Beziehungen ein, weil Du genau davor Angst hast oder sowas: Da ist es schon besser, wenn man rechtzeitig solche Muster bei sich aufdeckt.
Dann bist Du auch in anderen Beziehungen (Zu Freunden, aber auch in Partnerschaften und vielleicht mal mit eigenen Kindern)frei.
 
Meine Mutter war früher ähnlich wie deine Mutter.

An deiner Stelle würde ich ihr etwas Geld schenken, wenn du genug Geld hast und sie in Geldnot ist.

Deine Mutter kann sehr grenzüberschreitend und sehr nervtötend reden.
Das wird sehr anstrengend sein.
Es wird ihr selber vermutlich nicht bewusst sein.
Wahrscheinlich hat sie kein Gespür und Gefühl für deine Gefühle und kein richtiges Gefühl für sich selber.

Versuche ihr Gerede nicht so ernst,persönlich und wortwörtlich zu nehmen....es ist ein Teil ihrer Psychomacke die sie hat.

Ich würde ihr die verschiedenen Punkte benennen (welche dich stören ) und ihr sagen (oder schreiben), dass sie auf solch eine Weise nicht mehr mit dir reden soll....sonst gibt es kein Geld von dir und du würdest auch den Kontakt mal für eine gewisse Zeit zu ihr abbrechen, wenn sie weiterhin so sehr nervtötend mit dir redet.
Du bist nicht ihr seelischer Mülleimer, nicht ihr Butler, nicht ihr Sugar Daddy und ihr Gerede belastet dich zu sehr.

Wenn sie z.B. etwas Ruhe gibt, weil sie z.B. dein Geld will und danach wieder nervtötend redet
würde ich tatsächlich zu ihr mal für eine gewisse Zeit den Kontakt abbrechen, damit sie vor dir mehr Respekt bekommt und Grenzen anerkennt.
Sie sollte lernen auch mal ihre Klappe halten zu können und vorsichtiger mit dir zu reden.

Es ist wichtig, dass du dich stärker von ihr abgrenzt und dich selber vor ihr schützt.

Meine Mutter konnte ich auch etwas durch den Kontaktabbruch verändern.
Sie redet danach mit mir vorsichtiger und respektvoller.
Ihre extreme Egozentrik wird ein Teil ihrer Persönlichkeit wegen ihrer Vergangenheit bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Mutter betont eigentlich eine tolle Kindheit gehabt zu haben und ein gutes Elternhaus.
Zitat Ende

Vermutlich lebt sie in einer Verdrängungswelt.
Wenn ein Mensch psychisch so gaga, narzisstisch und bindungsschwierig ist
hatte er meistens keine schöne Kindheit gehabt.

Die Verwöhnung und die Erziehung zur Unselbständigkeit wird bei ihr auch eine grosse Rolle spielen.
 
Heute ging es in die nächste Runde.
Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich ihr 500 € geben könnte (natürlich bar auf die Hand weil sonst erfährt der Sozialhilfeträger davon). Als ich dies verneinte, ließ sie nicht locker zu fragen, warum ich dies nicht tun wolle.
Obwohl ich mehrfach versuchte das Thema zu wechseln hielt sie mich knapp 2 Stunden damit unter Beschuss, weil sie absolut nicht den Versuch aufgeben wollte.
Sie versuchte dabei auch immer wieder die gesamte Vergangenheit aufzurollen, schimpfte gegen meine Großmutter und einige Personengruppen in der Gesellschaft.
Was steckt dahinter, dass du dir 2 Stunden lang alles anhörst. Es hört sich an, als ob dich jemand auf dem Stuhl festgetackert hat und du nicht aufstehen und gehen kannst. Wer ist dieser jemand? Wer oder was hindert dich daran, die "Sitzung" zu beenden und zu gehen? (Musst du hier nicht beantworten, nur für dich selber.) Du benötigst hinterher Stunden, um wieder normal zu werden.

Was Violetta geschrieben finde ich interessant. Ich empfinde es auch als ob du dich für dein Verhalten deiner Mutter gegenüber rechtfertigen willst. Du stehst nicht hinter deinem Verhalten und gibst dich somit in Situation rein, die du nicht möchtest und die Situationen aushälst und hinterher total fertig bist. Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, es ist ja deine Mutter, so etwas macht man bei der Mutter nicht. Irgendetwas ist in dir vergraben, was du nicht findest. Ein Therapeut könnte das herausfinden.

Es geht in erster Linie um dich. Herauszufinden, was oder wer deine Mutter zu dem gemacht, der sie heute ist, finde ich, ist müssig. Du wirst es nicht herausfinden bzw. du kannst es herausfinden, wenn du noch Verwandschaft hast, die die etwas über deine Mutter bzw. ihren Eltern erzählen können. ABer meistens kommt man da nicht an die Ursachen, weil darüber nicht geredet wird.

Z.B. meine Mutter ist 1922 geboren, 1986 verstorben, 2004 habe ich von ihrer Halbschwester, meiner Tanate, erfahren, was meiner Mutter auf der Flucht passiert ist. Meine Tante hatte das alles völllig vergessen und ist durch ein Buch wieder an die Erinnerun gekommen. Ich war froh, dass ich das noch erfahren habe und das hat einiges erklärt. Meine Mutter hat darüer nicht gesprochen, was ich gut verstehen kann/konnte. Meine Tante lebte in der DDR und wir im Westen und hatten briefllich und ab und zu Telefonkontakt. Meine Tante hat gemerkt, dass mit meiner Mutter etwas nicht stimmt und wusste, dass wir rätseln. Als die Erinnerung wieder da war, hat sie 2004 meiner Schwester und mir gesagt, was passiert war..

Was ich empfehlen kann, ist das Arbeitsbuch "Das Kind in dir muss Heimat finden" von Stefanie Stahl. Arbeitsbuch ist wichtig, weil es noch ein Taschenbuch mit dem gleichen Titel gibt. Das Arbeitsbuch ist größer als DIN A 4. Wenn du damit arbeitest, kommst du dahinter, was dich an dem Umgang mit deiner Mutter z. B. hindert zu gehen, wenn es dir zu viel wird. Die Erfahrung, die mit der Arbeit mit dem Buch gemacht habe, hat bei mir Türen geöffnet. Bei mir ist ein Satz aufgetaucht, den ich, seitdem ich ihn gehört habe (ich glaube das ist 60 Jahre her so in der Richtung), völllig vergessen habe, er war wieder da und ab da an war alles gut. Ein einziger Satz kann das ganze Leben verändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was steckt dahinter, dass du dir 2 Stunden lang alles anhörst. Es hört sich an, als ob dich jemand auf dem Stuhl festgetackert hat und du nicht aufstehen und gehen kannst. Wer ist dieser jemand? Wer oder was hindert dich daran, die "Sitzung" zu beenden und zu gehen? (Musst du hier nicht beantworten, nur für dich selber.) Du benötigst hinterher Stunden, um wieder normal zu werden.
Du hast vollkommen Recht.
Der Punkt ist: Wenn ich die "Sitzung" beende, ist das praktisch auch das Ende der Beziehung zwischen meiner Mutter und mir, weil meine Mutter über nichts anderes reden will.

Nachdem mich meine Mutter um Geld gefragt hat und ich dies abgelehnt habe, habe ich mehrfach versucht ein anderes Thema anzuschneiden.
Beispiel: Ich erzähle, dass mir ein Stück Wäsche in der Waschmaschine eingelaufen ist. Meine Mutter antwortet darauf "Du kannst dir ja ein neues Kleidungsstück kaufen, Geld hast du ja und mich lässt du verhungern".

Was Violetta geschrieben finde ich interessant. Ich empfinde es auch als ob du dich für dein Verhalten deiner Mutter gegenüber rechtfertigen willst. Du stehst nicht hinter deinem Verhalten und gibst dich somit in Situation rein, die du nicht möchtest und die Situationen aushälst und hinterher total fertig bist. Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, es ist ja deine Mutter, so etwas macht man bei der Mutter nicht. Irgendetwas ist in dir vergraben, was du nicht findest. Ein Therapeut könnte das herausfinden.
Ich denke es ist verschiedenes vergraben. Zum einen, dass ich außerhalb meines Berufes kaum soziale Kontakte oder gar eine Familie habe. Insofern wäre der Kontaktabbruch zu meiner Mutter auch der Abbruch zum letzten nahen Familienmitglied. Irgendwie auch das Selbsteingeständnis, dass ich weder eine eigene Familie geschaffen habe, noch den Kontakt zum letzten Familienmitglied gehalten habe.

Ich hätte auch meiner verstorbenen Oma gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil sie so eine Trennung zwischen uns nicht gewollt hätte. Ich hatte Dritten gegenüber immer Probleme die Situation zu erklären. Bereits in der Schule hat mich jedes Kind gefragt, warum ich nicht bei meinen Eltern leben würde. Wie erklärt das ein 7 jähriges Kind seinen Mitschülern?

Ich war bislang nicht in einer richtigen Therapie und hatte nur ein längeres Gespräch mit meinem Hausarzt. Der sagte mir, dass die Zurückweisung durch die eigenen Eltern ein prägendes Erlebnis war. Vielleicht komme ich davon auch nicht weg, dass weder meine Mutter noch mein Vater mich erziehen wollten.

Ein Teil in mir hasst meine Mutter. Ich bin zum Beispiel auch nicht in der Lage, sie zu umarmen oder sie anders anzusprechen als "Mutter". Deswegen triggert es mich auch so extrem wenn meine Mutter so betont, dass ich ihr Sohn sei und Kinder ihren Eltern ja helfen sollten.

Es triggert mich auch, weil ich ihr mehrfach oft geholfen habe bzw. es versucht habe. Ich habe für sie ihren Rentenantrag gestellt, ihren Grundsicherungsantrag, ich habe ihre Steuer gemacht und war mit ihr bei einem Rentenberater (den ich bezahlt habe). Als sie ihr Haus verkaufen wollte, war ich mit ihr beim Makler.
Ich ärger mich über mich selber, weil ich diese Arbeit in meine Mutter reininvestiert habe, nur um heute zu hören, sie würde "verhungern und es wäre mir egal".
Und ich glaube das nächste Gespräch mit ihr werde ich entsprechend deutlich beenden.

Es geht in erster Linie um dich. Herauszufinden, was oder wer deine Mutter zu dem gemacht, der sie heute ist, finde ich, ist müssig
Stimmt absolut!
 
Wenn sie oder ihre Tiere am Verhungern wären
würde ich ihr Geld bar auf ihre Kralle geben.
Ich unterstütze meine Mutter auch finanziell.

Die Gespräche mit ihr würde ich auf MAXIMAL ca. 10 Minuten begrenzen.

Das Hauptproblem ist doch (meiner Meinung nach) das sehr schwierige Sozialverhalten deiner Mutter und nicht, dass sie dich weggab und du bei den Grosseltern aufgewachsen warst, wie ich.

Ich vermute, dass diese Grosseltern deine Rettung waren.
Deine Grosseltern wollten bestimmt ....dass es Dir gut geht und du mehr an Dich selber denkst und nicht, dass du unter deiner Mutter leidest.

Deine Mutter muss dies nicht verstehen.

Ich würde mir einen guten Therapeuten suchen.
 
Da meine Mutter keine Mutter war nenne ich sie nicht Mutter, sondern spreche sie mit ihrem Vornamen an.
Ob es ihr passt oder auch nicht...egal.
Sie ist wie ein grosses Kind.
Umarmen kann ich sie auch nicht.

Versuche Dir bei ihr mehr Respekt zu verschaffen.
Es ist sehr wichtig, dass du lernst Gespräche mit ihr nur kurz und knapp zu halten,
ihr möglichst nix von dir zu berichten (was soll sie mit dem Satz über deine Wäsche anfangen)
und Gespräche mit ihr zu beenden.

Und warum ist es so schlimm ihr etwas Geld zu geben, wenn sie wirklich in Not ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Andreas, es wäre gut, wenn du eine Therapie machen würdest, es gibt bei dir eine Anzahl an verknoteten Gedankengänge, die man in einer Therapie auflösen kann. Deine Mutter erpresst dich, manipuliert dich wo sie nur kann und du machst das mit. Mir fällt gerade der Vergleich einer Sekte ein. Du findest den Ausstieg nicht, weil immer mehr wenns und abers in deinem Kopf sind. Es braucht nur jemand wieder etwas zu sagen und schon kippst du um. Du kommst von deiner Mutter nicht weg, weil sie dir sagt, was Söhne und Tochter für ihre Mutter machen müssen. Was deine Oma wollte ist doch völlig egal, sie erlebt es doch nicht mehr, wenn es dir damit nicht gut geht, dann sorge dafür, dass es dir gut geht und du selber eine Gedanken findest, die auf dich passen oder willst du den Rest deines Lebens danach leben was Oma gesagt hat? Du hast ziemlich viele Gesetze von Oma und von der Mutter im Kopf. Die Gesetze gilt es aufzulösen und deinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Du solltest den Weg deiner Oma nicht gehen und den deiner Mutter auch nicht. Wenn dir Mutter sagt, spring in den Brunnen, da sind viele Bekannte, dann machst du das? Ich würde demjeingen sagen, er soll selber springen, ich möche da nicht rein und ob da Bekannte sind ober nicht, wäre mir schnurzegal. Es geht um deinen Weg.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, der dir gut tut und in dem du Ruhe findest.

@ Andreas, ich schlage dir vor, auf diese meine Antwort nicht zu schreiben, denn dann fängst du an, dich und deine Situation zu verteidigen und viele wenns und abers zu finden. Lese dir dies einfach durch und lass es auf dich wirken ohne eine Gegenargumentation zu finden. Vielleicht findest du einen Weg, darüber nachzudenken wie dein Leben aussehen soll und du Wege findest das zu verwirklichen und bitte nicht darüber nachdenken warum dies und jenes nicht gehen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem ich für meine Mutter vor einiger Zeit die Anträge auf Grundsicherung und auf Rente gestellt habe und nun das Geld fließt, ist meine Mutter wieder umgänglicher geworden.

Ich habe sie aber bis auf ihren Geburtstag nicht mehr in Persona gesehen und telefoniere derzeit nur einmal die Woche mit ihr.

Das passt so auch für mich. Auch es immer das gleiche ist. Erst meckert sie über Nachbarn, dann über die Politik, dann über ihre Finanzen und noch wahlweise über ein paar andere Dinge. Am Ende erzählt sie mir, dass sie ausziehen will und ne Wohnung sucht. Eigentlich könnte ich die Gespräche auf Tonband aufnehmen und sie mir einfach nur jede Woche anhören.

Sie will sich halt nicht "bewegen" und fühlt sich immer sofort angegriffen. Wenn der Postbote bei ihr um 13 Uhr Mittag klingelt um was für die Nachbarn abzugeben, behauptet sie die Nachbarn hätten das extra bestellt um sie zu wecken (sie schläft meist bis nach Mittag).

Manchmal versteht sie schon, dass sie über ihr Ziel hinaus schießt. Sie hat sich bei mir jetzt entschuldigt für ihr Verhalten in den letzten Wochen, wo sie mich finanziell unter Druck gesetzt hat und mir vorgeworfen hat ich würde sie nicht lieben und ich würde sie sterben lassen.

Nur, was hilft so eine Entschuldigung, wenn sie sich immer und immer wieder so verhält?
Wo du von meiner Oma sprichst @CabMan: Meine Mutter hat meine Oma oft angeschrien als ich Kind war. Manchmal hat sich meine Mutter dafür entschuldigt und die nächste Woche schrie sie wieder.
 

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