Heute ging es in die nächste Runde.
Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich ihr 500 € geben könnte (natürlich bar auf die Hand weil sonst erfährt der Sozialhilfeträger davon). Als ich dies verneinte, ließ sie nicht locker zu fragen, warum ich dies nicht tun wolle.
Obwohl ich mehrfach versuchte das Thema zu wechseln hielt sie mich knapp 2 Stunden damit unter Beschuss, weil sie absolut nicht den Versuch aufgeben wollte.
Sie versuchte dabei auch immer wieder die gesamte Vergangenheit aufzurollen, schimpfte gegen meine Großmutter und einige Personengruppen in der Gesellschaft.
Am Ende war ich der Sohn, der sie "nicht lieben" würde, "kein Mitleid" hätte und "sie könne ja auch tot auf dem Küchenboden liegen und es würde mir nichts ausmachen".
Also 2 Stunden in denen ich erzählt bekomme, was für ein A*loch von Sohn ich sei.
Ich hatte im Dezember 2021 einen Thread zum Thema "Geld verleihen an Mutter" erstellt.
Hi zusammen, meine Mutter bezieht seit über 10 Jahren Hartz 4. Sie bewohnt ein Haus (Eigentum) und kam mit Hartz 4 nie gut aus. Inzwischen sind ihre Ersparnisse aufgebraucht und sie steht kurz davor, dass ihr der Strom abgestellt wird. Ihr Plan sieht derzeit so aus, dass sie das Haus komplett...
www.hilferuf.de
Und Das Thema ist generell schon locker 5 Jahre alt. Ich habe meiner Mutter mehrfach und deutlich gesagt, dass ich ihr kein Geld geben will, aber sie versucht es seit Jahren immer und immer wieder.
Es ist aber nicht nur Geld, sondern sie verhält sich auch bei anderen Themen so. Einmal hat sie eine Pflanze in meinem Garten entdeckt, von der sie meinte, sie würde sich toll als Futter für ihre Tiere eignen. Sie hat mich ungelogen mehr als 10 mal während des Besuches gefragt ob sie die Pflanze mitnehmen könne. Egal wie deutlich und endgültig ich nein sagte, sie fragte nach 10 Minuten erneut, teilweise auch völlig penetrant mitten in ein anderes Thema hinein.
Dabei geht es mir nur teilweise um das Geld oder Pflanze. Ich glaube mein Hauptproblem ist, dass meine Mutter mich damit emotional unter Druck setzt und dies auch sehr manipulierend tut.
Einmal erzählte sie mir von einer Freundin, die arbeitslos geworden sei und jetzt von ihrem Sohn finanziell unterstützt wird. Das sei ja normal wenn man einen Menschen liebt und es wäre ja gefühlslos von dem Sohn wenn er dies nicht täte.
Mich kosten diese Gespräche unheimlich viel Kraft und ich brauche Stunden um davon runter zu kommen.
Ich habe ein großes Problem mit menschlicher Nähe und mein Arzt meinte zu mir, dass dies aus der Angst heraus käme, völlig vereinnahmt zu werden. Wenn ich die Nähe, die meine Mutter sich wünscht, zulasse, wäre meine Mutter längst bei mir eingezogen und ich würde sie finanziell unterhalten. Sie hat auch schon mehrfach danach gefragt, ob sie nicht bei mir wohnen könne, dass würden "wir" ja viel sparen.
Meine Mutter kennt keine Grenzen bzw. missachtet diese. Deswegen fragt und bohrt sie auch ewig nach. Mein Arzt hat mir gesagt, dass dieses Verhältnis zu meiner Mutter auch mein Verhältnis zu anderen Menschen beeinflusst. Ich sage oft "ja" einfach um meine Ruhe zu haben. Und wenn ich eine Beziehung nicht mehr ertrage, laufe ich davon anstatt demjenigen zu sagen wo ich unzufrieden. Ich habe stets Angst, dass ein "nein" oder eine Kritik von mir nicht akzeptiert wird und ich mich ewig rechtfertigen muss.
Gerade in den letzten Wochen aber auch durch eure Beiträge ist mir klar geworden, wie negativ dieser Einfluss meiner Mutter auf mich wirkt.