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Frusttagebuch: Mutter

Weil ihre Situation mein Mitgefühl weckt.
Ganz einfach.
Sie hat auch mein Mitgefühl bezogen auf Schwierigkeiten und Fehler in der Vergangenheit sowie generell Dinge, die sie bereut.

Sie hat aber nicht mein Mitgefühl im Hinblick darauf wie sie manchmal heute mit mir umgeht. Sei es auf die Weise, dass sie Nähe erzwingen will oder sich selber besser darstellen versucht indem sie Andere abwertet oder mich versucht emotional unter Druck zu setzen.
 
Sie hat aber nicht mein Mitgefühl im Hinblick darauf wie sie manchmal heute mit mir umgeht. Sei es auf die Weise, dass sie Nähe erzwingen will oder sich selber besser darstellen versucht indem sie Andere abwertet oder mich versucht emotional unter Druck zu setzen.
Im Grunde genommen ist es zweitrangig warum sie ist wie sie ist. Tatsache ist, dass sie dir nicht gut tut und dass du die Nähe oder Distanz finden musst, die für dich stimmig ist. Auch wenn das bedeutet, dass ausser einer Weihnachts- und einer Geburtstagskarte kein anderer Kontakt möglich ist.
 
Hi zusammen,

die meisten meiner nahestehenden Verwandten sind verstorben und meine Mutter ist so ziemlich die einzige, zu der ich regelmäßig Kontakt habe. Von daher ist mir meine Mutter schon wichtig.

Wer meine Situation nicht kennt: Meine Eltern haben sich vor meiner Geburt getrennt und meine Mutter hat mich bei ihren Eltern geparkt. Ich bin also bei meinen Großeltern aufgewachsen, hatte immer nur ein sehr distanziertes Verhältnis zu meiner leiblichen Mutter und habe meinen Vater erst mit 18 erstmalig kennen gelernt. nach dem Tod meiner Großeltern hatte meine Mutter wohl die Hoffnung, dass unsere Beziehung enger und besser wird (Das hat sie auch so gesagt).

Sorry, musste mal raus...
Nach reichlich Erfahrungen in so einer Situation kann ich dir nur sagen, dass die alte Schachtel nun niemanden mehr findet außer dir, der ihr noch Aufmerksamkeit schenkt.

Irgendwann musste ich lernen, dass die vielen Probleme meiner Mutter nur Mittel zum Zweck waren, um der Einsamkeit zu entfliehen. Auf gutgemeinte Ratschläge hat sie nie gehört. Dafür rief sie täglich mehrmals an um mir zu sagen, wie schlecht es ihr geht. Und alle waren böse zu ihr und sie ist immer nur das Opfer -> kotz!

Empathie? Fehlanzeige. Da war nie etwas gewesen. Ich bin mir sicher, dass deine Mutter falsch ist und dass ihr dein Schicksal und Wohlbefinden egal sind. Sonst würde sie Rücksicht auf Dich nehmen. Wenigstens jetzt, wenn sie die Jahrzehnte zuvor nie Zeit für dich hatte.
Sie braucht nur jemanden der sie bespaßt, bei dem sie ihren Müll abladen kann. Sie wird notfalls auch "Probleme" erfinden oder herbeiführen, die Du lösen sollst. Das Interesse an dir ist nur gespielt. Du wirst es bald durchschauen.

Warum sollte sie sich auch im hohen Alter noch ändern? Ihr Gehirn ist eh schon am Absterben.

Sorry für die gewählten Worte. Aber das Muster ist überdeutlich zu erkennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Grunde genommen ist es zweitrangig warum sie ist wie sie ist. Tatsache ist, dass sie dir nicht gut tut und dass du die Nähe oder Distanz finden musst, die für dich stimmig ist. Auch wenn das bedeutet, dass ausser einer Weihnachts- und einer Geburtstagskarte kein anderer Kontakt möglich ist.

Auch ich finde, dass deine Mutter dir gegenüber - moralisch gesehen- keinen Anspruch stellen kann, weder auf Mitgefühl noch auf Kindesliebe noch auf sonst was, @Andreas900

Ich glaube aber, dass du (wie z B auch ich) ein Mensch bist, bei dem rationales, vernunftgesteuertes Denken häufig im Vordergrund steht . Und darum denke ich, dass du vielleicht davon profitieren kannst, wenn du einen Weg findest, deine Mutter auf rationaler Ebene besser zu verstehen. Denn dieses Verständnis ermöglicht es dir vielleicht nachzuvollziehen, warum sie so geworden ist, so handelt, wie sie es tut.

Ein Darum ist nicht immer die beste Antwort auf ein verzweifeltes ' Warum? '
Aber für die, für die Verstehen wichtig ist, ist es zumindest eine kleine Hilfe.

Vielleicht sollte dein Ziel nicht sein, eine gute tragfähige Beziehung zu deiner Mutter aufzubauen (das kannst du ohne ihre Hilfe nicht, für eine gute Beziehung braucht es zwei und so wie das klingt wirst du ihre Hilfe dazu nicht bekommen).

Wahrscheinlich ist in dir ganz viel Schmerz, viel Zorn, Bedauern, Unverständnis und Leid darüber, dass deine Mutter so war und so ist, wie sie ist. Und das darf sein, vielleicht muß es das sogar. Solange das aber so ist, hält dich die Vergangenheit fest, beschneidet deine Möglichkeiten in der Gegenwart.

Wenn du willst, dann kannst du (vielleicht mit therapeutischer Hilfe) versuchen, dich davon zu lösen. Und dann bist du freier in deinen Handlungsmöglichkeiten. Verstehen ist ein möglicher Weg.
 
Wie war denn dein Großvater gegenüber deiner Mutter? Deine Oma beschreibst du als fürsorglich bis dominant.Dazu würde ein oft abwesender und für das Kind (also deine Mutter) nicht erreichbarer Vater passen. Ein Mensch, der vorzugsweise im Aussen lebt. War das so?

Die Elternkonstellation narzistisch geprägter Personen liegt häufig so wie oben beschrieben. Das erklärt zwar nicht, warum deine Mutter geworden ist wie sie ist. Aber es wäre eine plausible Erklärung, warum es gerade bei IHR so ist.
 
Das war auch meine Vermutung...dass diese Frau als Kind vielleicht problematische Erlebnisse mit ihrem Vater ( hinter der scheinbar heilen Fassade nach aussen) hatte...da sie auch eine schwierige Beziehung zur Männerwelt hat .
 
Heute ging es in die nächste Runde.
Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich ihr 500 € geben könnte (natürlich bar auf die Hand weil sonst erfährt der Sozialhilfeträger davon). Als ich dies verneinte, ließ sie nicht locker zu fragen, warum ich dies nicht tun wolle.
Obwohl ich mehrfach versuchte das Thema zu wechseln hielt sie mich knapp 2 Stunden damit unter Beschuss, weil sie absolut nicht den Versuch aufgeben wollte.
Sie versuchte dabei auch immer wieder die gesamte Vergangenheit aufzurollen, schimpfte gegen meine Großmutter und einige Personengruppen in der Gesellschaft.

Am Ende war ich der Sohn, der sie "nicht lieben" würde, "kein Mitleid" hätte und "sie könne ja auch tot auf dem Küchenboden liegen und es würde mir nichts ausmachen".
Also 2 Stunden in denen ich erzählt bekomme, was für ein A*loch von Sohn ich sei.

Ich hatte im Dezember 2021 einen Thread zum Thema "Geld verleihen an Mutter" erstellt.
Und Das Thema ist generell schon locker 5 Jahre alt. Ich habe meiner Mutter mehrfach und deutlich gesagt, dass ich ihr kein Geld geben will, aber sie versucht es seit Jahren immer und immer wieder.

Es ist aber nicht nur Geld, sondern sie verhält sich auch bei anderen Themen so. Einmal hat sie eine Pflanze in meinem Garten entdeckt, von der sie meinte, sie würde sich toll als Futter für ihre Tiere eignen. Sie hat mich ungelogen mehr als 10 mal während des Besuches gefragt ob sie die Pflanze mitnehmen könne. Egal wie deutlich und endgültig ich nein sagte, sie fragte nach 10 Minuten erneut, teilweise auch völlig penetrant mitten in ein anderes Thema hinein.

Dabei geht es mir nur teilweise um das Geld oder Pflanze. Ich glaube mein Hauptproblem ist, dass meine Mutter mich damit emotional unter Druck setzt und dies auch sehr manipulierend tut.
Einmal erzählte sie mir von einer Freundin, die arbeitslos geworden sei und jetzt von ihrem Sohn finanziell unterstützt wird. Das sei ja normal wenn man einen Menschen liebt und es wäre ja gefühlslos von dem Sohn wenn er dies nicht täte.

Mich kosten diese Gespräche unheimlich viel Kraft und ich brauche Stunden um davon runter zu kommen.

Ich habe ein großes Problem mit menschlicher Nähe und mein Arzt meinte zu mir, dass dies aus der Angst heraus käme, völlig vereinnahmt zu werden. Wenn ich die Nähe, die meine Mutter sich wünscht, zulasse, wäre meine Mutter längst bei mir eingezogen und ich würde sie finanziell unterhalten. Sie hat auch schon mehrfach danach gefragt, ob sie nicht bei mir wohnen könne, dass würden "wir" ja viel sparen.

Meine Mutter kennt keine Grenzen bzw. missachtet diese. Deswegen fragt und bohrt sie auch ewig nach. Mein Arzt hat mir gesagt, dass dieses Verhältnis zu meiner Mutter auch mein Verhältnis zu anderen Menschen beeinflusst. Ich sage oft "ja" einfach um meine Ruhe zu haben. Und wenn ich eine Beziehung nicht mehr ertrage, laufe ich davon anstatt demjenigen zu sagen wo ich unzufrieden. Ich habe stets Angst, dass ein "nein" oder eine Kritik von mir nicht akzeptiert wird und ich mich ewig rechtfertigen muss.

Gerade in den letzten Wochen aber auch durch eure Beiträge ist mir klar geworden, wie negativ dieser Einfluss meiner Mutter auf mich wirkt.
 

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