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Frusttagebuch: Mutter

Wie war denn dein Großvater gegenüber deiner Mutter? Deine Oma beschreibst du als fürsorglich bis dominant.Dazu würde ein oft abwesender und für das Kind (also deine Mutter) nicht erreichbarer Vater passen. Ein Mensch, der vorzugsweise im Aussen lebt. War das so?

Die Elternkonstellation narzistisch geprägter Personen liegt häufig so wie oben beschrieben. Das erklärt zwar nicht, warum deine Mutter geworden ist wie sie ist. Aber es wäre eine plausible Erklärung, warum es gerade bei IHR so ist.
Mein Opa war im zweiten Weltkrieg, u.a. auch beim Russland Feldzug dabei. Er kam mit einem Granitsplitter im Bein zurück. Ich glaube, dass mein Opa sehr traumatische Dinge durchlebt hat. Er konnte zwar über einiges offen sprechen aber überließ wohl meiner Oma die Führung in der Ehe.

Wobei wenn ich es mir recht überlege müsste ich dann super narzistisch sein. Denn ich bin ja auch von den selben Personen erzogen worden und in meiner Lebzeit war mein Opa extrem passiv. Ich kenne ihn fast nur im Sessel sitzend oder einmal die Woche Rasen mähen. Zur Verteidigung: Er war aber auch schon über 60 als ich zur Welt kam und konnte mit dem Granitsplitter im Bein auch nie weite Strecken gehen sondern stützte sich stets auf einen Gehstock.
 
Hey Andreas, falls es für dich passt & gerade interessant ist, könntest du dir mal etwas zu transgenerationalen Traumata durchlesen, in Bezug auf das, was dein Opa erlebt hat & vielleicht auch Einfluss auf dein Beziehungs- und Nähe/Distanz Erleben hat.

Auf der Arbeit mit Klient:innen würden wir es bei Übergriffigkeit so handhaben, dass man bei Themen, die sich nicht anders lösen lassen, im Vorhinein bespricht, dass man geht, wenn xy passiert. Wäre es für dich denkbar zukünftig Gespräche / Termine (nach Ankündigung) zu beenden, in denen deine Mutter deine Grenzen zu bestimmten Themen (Geld/ bei dir einziehen/...) nicht respektiert?

Also ganz praktisch:
Mutter fragt nach Geld.
Du sagst Nein.
Sie fragt wieder nach Geld
Du sagst: Ich hatte dir angekündigt, dass ich Termine abbreche, wenn du mich so bedrängst. Ich gehe jetzt (und dann auch aushalten, wenn sie weint oder sonstiges und gehen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht wurden von den Grosseltern Jungs besser behandelt als Mädchen..
Ich glaube, es war eher andersrum. Meine Mutter sagt selbst, dass "Oma und Opa alles für sie getan hätten". Meine Oma hat als ich Kind war jeden Tag 1-2 Stunden mit meiner Mutter telefoniert, ihr bei allem zugehört und geholfen, sogar ihre damalige Wohnung tapeziert.

Meine Mutter wurde auch ihr Leben lang massiv finanziell unterstützt. Ihren Erbanteil hat sie über 10 Jahre vor dem Tod meiner Großeltern ausgezahlt bekommen.

Weil sie immer was bekommen hat, war sie dann ja auch so überrascht, dass beim Erbe nichts mehr für sie kam. Sie hat mir Jahre lang vorgeworfen, ich hätte sie betrogen und es müsse doch noch was im Schließfach für sie gewesen sein.

Meine Großeltern haben damals für alle ihre drei Kinder durchaus gut gesorgt. Meine Mutter hat eine große Geldsumme bekommen, mit der sie sich ihr Haus kaufen konnte. Mein Onkel hat eine kleinere Geldsumme aber ein Stück Land dazu bekommen und ich habe das Haus Haus meiner Großeltern geerbt.
Jeder ist gut weggekommen. Es war aber meine Mutter, die nie zufrieden war. Sie meinte, dass sie hätte mehr erben müssen als ihr Bruder, weil sie nötiger habe.

Meine Mutter hat ihr ganzes Leben lang mehr Aufmerksamkeit, mehr Geld und mehr Hilfe bekommen. Sie lebt bis heute nach dem Prinzip, dass die ganze Welt sich um sie kümmern sollte, weil sie das selber nicht "kann".
 
Hm. Dann wird sie vielleicht jetzt auf die harte Tour lernen müssen, dass die ganze Welt nun mal nicht dazu da und dazu bereit ist, sich um sie zu kümmern.
Obwohl es mir irgendwie leid tut für sie, muss das sein.
Für Dich. Damit Du nicht mehr Opfer eines Energie/Finanz/Aufmerksamkeits-Vampirs bist.
 
Vermutlich wurde deine Mutter zu sehr verwöhnt, ihr zuviele Schwierigkeiten abgenommen und zur Unselbständigkeit erzogen.

Hat deine Mutter dir mal etwas darüber berichtet was sie an ihrer Mutter und/ oder
Vater als belastend empfand ?
Z.B. dass sie unter der Dominanz ihrer Mutter litt und deshalb depressiv wurde?
 
Wobei wenn ich es mir recht überlege müsste ich dann super narzistisch sein. Denn ich bin ja auch von den selben Personen erzogen worden und in meiner Lebzeit war mein Opa extrem passiv. Ich kenne ihn fast nur im Sessel sitzend oder einmal die Woche Rasen mähen
Im Krieg sein oder im Sessel sitzen und Rasen mähen sind nicht das Gleiche. Deine Mutter wusste nicht, wo ihr Vater genau ist, was er tut, ob er überhaupt wiederkommt. All diese Fragen konntest du dir bei deinem Opa beantworten, sie aber für ihren Vater nicht. Und die Verwöhnung durch die Mutter gab es bei dir durch die Oma so auch nicht. Für dich hat sie keine Wohnung tapeziert, und du musstest warten bis es was zu erben gibt. (Was das Risiko einschließt, dass dann nichtt s mehr da ist). Sie hat ihr Erbe vorzeitig ausgezahlt bekommen, auch das ein grosser Unterschied.

Ich will nicht für Verständnis für deine Mutter werben, sie erscheint mit äußerst unsymphatisch. Ich denke aber dass sie diesem setting zim Opfer gefallen ist, dass narzistisch geprägte Menschen hervorbringt.

Ich kann auch aus eigener Anschauung sagen, dass es Großeltern bei der Erziehung ihrer Enkel durchaus besser als mit den eigenen Kindern machen können. Das ist imner wieder erstaunlich, dass eben doch nicht alles vorherbestimnt und schicksalhaft ist. Die Menschen sind durchaus lernfähig, und das ist was sehr positives, finde ich.
 
Im Krieg sein oder im Sessel sitzen und Rasen mähen sind nicht das Gleiche. Deine Mutter wusste nicht, wo ihr Vater genau ist, was er tut, ob er überhaupt wiederkommt. All diese Fragen konntest du dir bei deinem Opa beantworten, sie aber für ihren Vater nicht.
Hier habe ich mich vielleicht nicht vollständig ausgedrückt. Mein Opa war mit um die 20 Jahre im Krieg, erst später kam mein Onkle zur Welt und nochmal später meine Mutter. Bei beiden war meine Opa anwesend.

Und die Verwöhnung durch die Mutter gab es bei dir durch die Oma so auch nicht. Für dich hat sie keine Wohnung tapeziert, und du musstest warten bis es was zu erben gibt. (Was das Risiko einschließt, dass dann nichtt s mehr da ist). Sie hat ihr Erbe vorzeitig ausgezahlt bekommen, auch das ein grosser Unterschied.
Das stimmt schon, auch wenn ich als Einzelkind schon auch ein bisschen verwöhnt wurde.

Ich kann auch aus eigener Anschauung sagen, dass es Großeltern bei der Erziehung ihrer Enkel durchaus besser als mit den eigenen Kindern machen können. Das ist imner wieder erstaunlich, dass eben doch nicht alles vorherbestimnt und schicksalhaft ist. Die Menschen sind durchaus lernfähig, und das ist was sehr positives, finde ich.
Absolut, ja!
 
Vermutlich wurde deine Mutter zu sehr verwöhnt, ihr zuviele Schwierigkeiten abgenommen und zur Unselbständigkeit erzogen.

Hat deine Mutter dir mal etwas darüber berichtet was sie an ihrer Mutter und/ oder
Vater als belastend empfand ?
Z.B. dass sie unter der Dominanz ihrer Mutter litt und deshalb depressiv wurde?
Meine Mutter betont eigentlich eine tolle Kindheit gehabt zu haben und ein gutes Elternhaus.

Aber ganz ehrlich? Ich habe oft darüber nachgedacht, warum meine Mutter handelt wie sie handelt. Ich habe einen Punkt erreicht, an dem es mir egal ist. Ich bin nicht ihr Therapeut und wirklich aufarbeiten WILL sie es auch nicht. Zweimal war sie aus eigenem Antrieb bei einem Therapeuten und hat es nach kurzer Zeit wieder abgebrochen.

Meine Mutter hat sich ihr eigenes Weltbild gebaut, in der jeder Mensch ihr böses will und sie nie an irgendwas Verantwortung hat.
 

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