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Frusttagebuch: Mutter

Inzwischen ist meine Mutter so weit, dass sie jetzt für den Verkauf ihres Hauses und den Kauf der neuen Wohnung Verträge vorliegen hat und in rund einer Woche den Notartermin zur Unterschrift. Wenn alles gut läuft, kann sie dann in ca. 6 Wochen umziehen.

Also eigentlich alles super, aber was denkt ihr? Sie ruft mich derzeit täglich an um irgendeinen Mist zu fragen. Sie sammelt die Fragen auch nicht, sondern ruft mich immer und immer wieder an. Um euch nicht zu langweilen nur ein Punkt als Beispiel, Küche:
- wie hoch soll die Arbeitsplatte ihrer Küche sein?
- wie lange sind die Lieferzeiten von Küchen?
- wo soll sie kaufen?
- wie überlebt sie wenn sie sie erst 1-2 Wochen nach Einzug die Küche hat?
- ziehen Handwerker die Schuhe aus?
- kann ich ihr Geld für die Küche vorstrecken?
Versteht mich nicht falsch, die Fragen an sich sind garnicht das schlimme. Viele der Fragen sind ja auch normal. Aber meine Mutter kennt keine Grenzen.

Für jeden Punkt einen Anruf und 20 Minuten ausholen bevor sie überhaupt zum Punkt kommt. Ich habe jetzt angefangen ihre Anrufe meist nicht mehr anzunehmen und antworte nur noch kurz per Whatsapp: "Arbeitsplattenhöhe 94cm"
Bei jedem Anruf erzählt sie mir nochmal ihre Lebensgeschichte und wie "schwer sie es im Leben hatte". Alleine dieser Satz triggert mich inzwischen. Warum? Wenn ich sie nicht aufhalte, erzählt sie mir danach jedes Mal, wie gemein meine Großmutter zu ihr war, wie herzlos mein Großvater, wie gemein mein Onkel (ihr Bruder) und dass Gerhard Schröder Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit ist usw.
Nochmal: Das ist kein Witz. Das erzählt sie IMMER!
Bei jedem Anruf fragt sie mich nach Geld. Bei jedem Anruf schimpft sie über irgendjemanden. Wenn ich ihr dann nicht recht gebe, bin ich "komisch" und "alle anderem Menschen außer mit würden das verstehen".
90% der Gesprächszeit dreht sich nicht um die eigentliche Frage. Und genau das ist der Punkt: Ich möchte die Gespräche nicht vermeiden, weil ich ihr in der Sache gerne helfen würde aber wegen dem ganzen drum herum, habe ich Null Bock.

Es wühlt bei mir regelmäßig die Vergangenheit auf, zum Beispiel über die Zeit, in der ich bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Es triggert mich, dass meine Mutter Menschen, die ich liebe, immer wieder angreift.
Es triggert mich, dass meine Mutter von mir gesteckte Grenzen nicht akzeptiert. Ich habe meiner Mutter über Jahre zig Mal gesagt, dass ich ihr kein Geld leihen werde und dennoch fragt sie immer und immer wieder. Ich weiß nicht wie es bei euch so ist, ich war immer ein Mensch der schlecht nein sagen kann. Erst mein Arzt hat mir das so richtig klar gemacht. Erst durch meinen Arzt und auch Gespräche hier, ist mir klar geworden wie meine Mutter mich emotional unter Druck setzt.

Ich glaube, dass ich meine Mutter nicht liebe. Sie ist das letzte Verwandschaftsband zu meinen Großeltern, deswegen will ich dieses Band nicht kappen. Und ich weiß meine Großeltern hätten es sich auch nicht gewünscht, dass es zwischen meiner Mutter und mir bricht. Vielleicht ist das mein großes Problem im Leben: Für 30 Jahre stand meine Großmutter in meinem Lebensmittelpunkt, ich habe selber keine Familie und war immer ein Einzelgänger. Meine Mutter kann mich so hart treffen, eben weil ich wenig andere engere soziale Kontakte habe.

Ich werde versuchen einfach nicht mehr ans Telefon zu gehen....
 
Inzwischen ist meine Mutter so weit, dass sie jetzt für den Verkauf ihres Hauses und den Kauf der neuen Wohnung Verträge vorliegen hat und in rund einer Woche den Notartermin zur Unterschrift. Wenn alles gut läuft, kann sie dann in ca. 6 Wochen umziehen.

Also eigentlich alles super, aber was denkt ihr? Sie ruft mich derzeit täglich an um irgendeinen Mist zu fragen. Sie sammelt die Fragen auch nicht, sondern ruft mich immer und immer wieder an. Um euch nicht zu langweilen nur ein Punkt als Beispiel, Küche:
- wie hoch soll die Arbeitsplatte ihrer Küche sein?
- wie lange sind die Lieferzeiten von Küchen?
- wo soll sie kaufen?
- wie überlebt sie wenn sie sie erst 1-2 Wochen nach Einzug die Küche hat?
- ziehen Handwerker die Schuhe aus?
- kann ich ihr Geld für die Küche vorstrecken?
Versteht mich nicht falsch, die Fragen an sich sind garnicht das schlimme. Viele der Fragen sind ja auch normal. Aber meine Mutter kennt keine Grenzen.

Für jeden Punkt einen Anruf und 20 Minuten ausholen bevor sie überhaupt zum Punkt kommt. Ich habe jetzt angefangen ihre Anrufe meist nicht mehr anzunehmen und antworte nur noch kurz per Whatsapp: "Arbeitsplattenhöhe 94cm"
Bei jedem Anruf erzählt sie mir nochmal ihre Lebensgeschichte und wie "schwer sie es im Leben hatte". Alleine dieser Satz triggert mich inzwischen. Warum? Wenn ich sie nicht aufhalte, erzählt sie mir danach jedes Mal, wie gemein meine Großmutter zu ihr war, wie herzlos mein Großvater, wie gemein mein Onkel (ihr Bruder) und dass Gerhard Schröder Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit ist usw.
Nochmal: Das ist kein Witz. Das erzählt sie IMMER!
Bei jedem Anruf fragt sie mich nach Geld. Bei jedem Anruf schimpft sie über irgendjemanden. Wenn ich ihr dann nicht recht gebe, bin ich "komisch" und "alle anderem Menschen außer mit würden das verstehen".
90% der Gesprächszeit dreht sich nicht um die eigentliche Frage. Und genau das ist der Punkt: Ich möchte die Gespräche nicht vermeiden, weil ich ihr in der Sache gerne helfen würde aber wegen dem ganzen drum herum, habe ich Null Bock.

Es wühlt bei mir regelmäßig die Vergangenheit auf, zum Beispiel über die Zeit, in der ich bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Es triggert mich, dass meine Mutter Menschen, die ich liebe, immer wieder angreift.
Es triggert mich, dass meine Mutter von mir gesteckte Grenzen nicht akzeptiert. Ich habe meiner Mutter über Jahre zig Mal gesagt, dass ich ihr kein Geld leihen werde und dennoch fragt sie immer und immer wieder. Ich weiß nicht wie es bei euch so ist, ich war immer ein Mensch der schlecht nein sagen kann. Erst mein Arzt hat mir das so richtig klar gemacht. Erst durch meinen Arzt und auch Gespräche hier, ist mir klar geworden wie meine Mutter mich emotional unter Druck setzt.

Ich glaube, dass ich meine Mutter nicht liebe. Sie ist das letzte Verwandschaftsband zu meinen Großeltern, deswegen will ich dieses Band nicht kappen. Und ich weiß meine Großeltern hätten es sich auch nicht gewünscht, dass es zwischen meiner Mutter und mir bricht. Vielleicht ist das mein großes Problem im Leben: Für 30 Jahre stand meine Großmutter in meinem Lebensmittelpunkt, ich habe selber keine Familie und war immer ein Einzelgänger. Meine Mutter kann mich so hart treffen, eben weil ich wenig andere engere soziale Kontakte habe.

Ich werde versuchen einfach nicht mehr ans Telefon zu gehen....
Ähm , in einem älteren thread erzählst du, dass du keine anderen Freunde haben willst. Und jetzt sagst du, dass du immer ein Einzelgänger wärst. Ich frage mich also, ob du dich nicht selbst in einem unglücklichen System festhält.
 
Ähm , in einem älteren thread erzählst du, dass du keine anderen Freunde haben willst. Und jetzt sagst du, dass du immer ein Einzelgänger wärst. Ich frage mich also, ob du dich nicht selbst in einem unglücklichen System festhält.
Mein Arzt hat es so formuliert:
Ich habe seit meiner Kindheit die Erfahrung gemacht, dass wenn ich Nähe zulasse, ich von diesen Menschen vereinnahmt werde. Das habe ich bei meiner Mutter erfahren und wenn ich ehrlich sein soll auch bei meiner Großmutter, an die ich mich auch gefesselt gefühlt habe, weil ich mit fortschreitendem Alter (und Pflegebedürftigkeit) die moralische Verpflichtung empfunden habe, bei ihr zu bleiben.

Rückwirkend betrachtet habe ich die ersten Jahrzehnte meines Lebens vor allem versucht die Erwartungen Anderer zu erfüllen. Wenn ich heute Beziehungen/Freundschaften eingehe, habe ich auch immer vor allem das Gefühl "was will der andere von mir? wie kann ich ihm gefallen?". Deswegen waren Freundschaften für mich immer belastend, weil ich mich selber immer unter Druck empfand meinen Freund glücklich zu machen.

Und ja, ich habe dann bestimmt auch mal gesagt, ich will garkeine Freundschaften. Der Kern ist aber, dass ich aber vermutlich sehr gerne Freundschaften/Beziehungen hätte, es mir selber aber schwer mache. Auch die Gespräche mit meiner Mutter bewirken, dass ich mich danach oft für ein paar Tage sehr zurück ziehe.
 
Du bist viel zu gutmütig.

Ich würde mich bei dieser Mutter wesentlich stärker und schärfer abgrenzen
Sie macht es halt auch geschickt und penetrant:
  • Sie fragt mich erst theoretisch ob ich ihr im Notfall Geld geben würde. Ich sage nein, weil ich ihr kein Blanko Versprechen geben will.
  • Dann fragt sie wenn sie knapp bei Kasse ist, ob ich ihr monatlich "eine kleine Summe" geben könnte. Ich sage nein. Zumal mir klar ist, ich komme aus der Nummer nie mehr raus wenn ich einmal anfange.
  • Dann hat sie einen teuren Arzttermin für ihre Haustiere. Fragt mich nicht ausdrücklich nach Geld aber erzählt mir 5 mal wie teuer es war und nebenbei erzählt sie, dass eine Freundin von ihr für solche "Notfälle" immer mal Geld von ihrem Sohn bekommt. Das sei ja normal, dass man sich in der Familie aushilft.
  • Ein paar Wochen später bittet sie mich erneut um Geld und diesmal lässt sie durchklingen, dass ich ja schließlich später auch was von ihr erben würde. Unterton: Sie könne ihr Geld ja auch jemand Anderem vererben. Meine Antwort: Es ist dein Testament. Ja, die darfst dein Geld jemand Anderem vererben
  • Dann kommt der nächste Arzttermin für ihre Tiere und sie sagt, dass sie den Rechnungsbetrag nicht bezahlen kann, ob "ich als Ihr Sohn es zulassen würde, dass ich geliebten Tiere sterben!?"
  • Aktuell ist die Umzugsthematik im Spiel und sie fragt mich z.B. ob ich ihr 1.000 € als Anzahlung für eine neue Küche geben könnte. Dann geht es um die Umzugskosten, dann um die Handwerker, dann um sonstwas. Jetzt pumpt sie ihren Makler an, der ihr wohl Geld privat vorstrecken will....
Nicht nur beim Thema Geld, es ist vollkommen egal wie oft ich nein sage, sie respektiert die Grenze nicht. Sie fragt auch immer wieder warum ich ihr kein Geld geben würde und verbindet das damit, dass "ich sie nicht lieben würde, sonst würde ich ihr das Geld geben"
Jede Chance, dass sich zwischen uns was verbessern könnte, macht sie mit diesem emotional Druck kaputt.
 
  • Ein paar Wochen später bittet sie mich erneut um Geld und diesmal lässt sie durchklingen, dass ich ja schließlich später auch was von ihr erben würde. Unterton: Sie könne ihr Geld ja auch jemand Anderem vererben. Meine Antwort: Es ist dein Testament. Ja, die darfst dein Geld jemand Anderem vererben
Hallo Andreas,

diesen Punkt verstehe ich nicht. Wenn deine Mutter etwas zu vererben hat, dann ist sie eigentlich nicht auf dein Geld angewiesen?
 
Hallo Andreas,

diesen Punkt verstehe ich nicht. Wenn deine Mutter etwas zu vererben hat, dann ist sie eigentlich nicht auf dein Geld angewiesen?
Solle man meinen ^^

Meine Mutter besitzt ein Haus in dem sie alleine wohnt. Das Haus ist durchaus auch einiges Wert, weil Baujahr 2005 und Niedrigenergiehaus.
Meine Mutter konnte dies 2005 kaufen weil sie A) ihren Erbanteil vorzeitig bekommen hat und B) sie mich nicht selber erzogen hat aber rund 20 Jahre lang die Unterhaltszahlungen von meinem Vater aufs Konto bekommen hat, die sie mit ins Haus gesteckt hat.

Damit ist steckt 100% ihres Vermögens im Haus. Meine Mutter bezieht seit knapp 20 Jahren Hartz 4/ Bürgergeld und das Amt hat das Haus als "geschützes Vermögen" akzeptiert. Sprich: Vermögen ist da, aber meine Mutter hat es halt nie verwertet.
 
Mit solch einem nervtötenden Verhalten kann man den Sohn verrückt machen.

Distanziere dich mehr von ihr.

Sie hätte die Möglichkeit das Haus an dich zu verkaufen und zu Lebzeiten bleibt sie drin wohnen.

Lässt sie sich nicht darauf ein..würde ich ihr gar nicht mehr helfen.
 

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