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Frusttagebuch: Mutter

@Andreas900, ich verstehe nicht ganz worum es dir in diesem Faden geht. Willst du das "Trauma des verlassenen Kindes" aufarbeiten oder geht es dir darum, dass du eine für dich annehmbare Beziehung zu deiner Mutter herstellen willst?
 
Diese Mutter ist tatsächlich sehr schwierig und lieblos.
Ich vermute das Problem von Andreas ist nicht das von der Mutter verlassene Kind, sondern die sehr anstrengende, uneinsichtige, nicht fehlerzugebende, lästernde und egozentrische Art seiner Mutter.

Wenn du ...Andreas...im Internet mehr über das Thema narzisstische Mutter liest
könntest du vermutlich Wege finden, um mit ihr besser umzugehen,
ihre schwierigen verletzenden Sätze nicht ernst und persönlich zu nehmen
und dich noch schärfer von ihr abzugrenzen.

Andere Hilfskräfte..z.B. Handwerker für ihr Haus würde ich für sie organisieren und bezahlen, wenn du genug Geld hast oder ihr Bezahlungen von Hilfskräften über das Amt ermöglichen..
 
Andere Hilfskräfte..z.B. Handwerker für ihr Haus würde ich für sie organisieren und bezahlen, wenn du genug Geld hast oder ihr Bezahlungen von Hilfskräften über das Amt ermöglichen..

Das halte ich auch für genau richtig! Auf die Weise kommst du deinen Verpflichtungen als Sohn nach und grenzt dich zugleich auf angemessene Weise ab.
 
Diese Mutter ist tatsächlich sehr schwierig und lieblos.
Ich vermute das Problem von Andreas ist nicht das von der Mutter verlassene Kind, sondern die sehr anstrengende, uneinsichtige, nicht fehlerzugebende, lästernde und egozentrische Art seiner Mutter.
Danke dass du es auf den Punkt bringst.
Mir ging es hier auch erstmal nur darum es mal aussprechen und mal laut drüber meckern zu können.

Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber ich muss einen Weg finden wie ich heute mit meiner Mutter umgehen kann. Derzeit ist der für mich richtige Weg die Distanz.
 
Ich finde es schon mal gut, dass Du das so benennen kannst: Also dass Du Distanz möchtest.
Nur scheint Dir das irgendwie nicht so ganz zu gelingen: Dh da sind offenbar doch innere Hürden, die Dich daran hindern, die Distanz zu schaffen.
Rein theoreitsch könntest Du ja auch einfach nicht mehr ans Telefon gehen, oder ihr sagen, Du möchtest keinen Kontakt mehr oder Du möchtest Kontakt nur zu deinen Bedingungen oder so.
Aber offenbar schafsst Du es nicht, Dich innerlich abzugrenzen. Wenn man sich innerlich abgrenzen kann, kann man sich auch äußerlich abgrenzen. Bzw ist das äußerliche Abgrenzen dann ja garnicht mehr so entscheidend.
Deine Mutter löst vermutlich sehr viel in Dir aus, was viel durcheinander bringt und deswegen hast Du eben nicht diese innere Klarheit zu diesem Thema.
Wenn jetzt eine gute Fee käme und Dir zwei Wünsche zur Wahl stellen würde:
1. Deine Mutter lernt plötzlich einen reichen Mann in den USA kennen und wandert auf nimmer Wiedersehen aus. Du weißt, ihr geht es gut und Du musst Dich um nichts mehr kümmern und Du musst sie nie wieder sehen.
2. Deine Mutter ist von diesem Tag an ein anderer mensch und verhält sich dir gegenüber vernünftig und korrekt und kümmert sich um ihre Angelegenheiten selbst und unterhält sich mit Dir nur noch über angenehme Dinge, so dass ihr ein gutes Verhältnis aufbauen könnt.
Wäre eine von diesen Lösungen für Dich akzeptabel und würdest Du Dir eine von diesen Alternativen wünschen, oder wünschst Du Dir was komplett anderes?

Vielleicht fällt es Dir leichter, Dir das zu verschaffen, was gut für Dich ist, wenn Du Dir klar machst, was das überhaupt sein könnte.
 
Hier wurden ganz klar die Rollen vertauscht. Sie das Kind, du der Vater.
Es kommt nicht selten vor, dass sich Kinder um ihre Eltern kümmern. Das ist jedoch sehr belastend und sollte nicht sein. Es ist sehr gut, dass du ihr kein Geld gibst.
Bleib immer bei dir, setze Grenzen und notfalls breche den Kontakt ab. Ändern wirst du sie nicht.

Vielleicht hilft euch ein einmaliges gemeinsames Gespräch bei einer Beratungsstelle. Eine mögliche Stelle wäre die Sozialberatung der Caritas.
Dort könnte sie ihre finanziellen Probleme (und darüber hinaus alle Weiteren) besprechen, hätte in Zukunft eine Anlaufstelle und du wärst raus. Gebe ruhig das "Päckchen", das sie versucht, auf dich zu laden, dort ab.
 
Das stimmt nicht. Soweit ich das von beiden Seite höre, war die Beziehung zwischen meiner Mutter und meinen Großeltern immer liebevoll und meine Mutter sagt selbst, dass sie eine tolle Kindheit hatte. Niemand hat meine Mutter direkt oder indirekt als "nichtsnutziges Stück" oder als Sündenbock deklariert.

Der Bruder wurde auch nicht besser als sie behandelt. Wenn, dann eher im Gegenteil: Als kleine Schwester wurde sie eher verwöhnt und sie war absolutes Wunschkind meiner Großeltern, vor allem auch von meinem Großvater.

Das Kernproblem entstand als ich geboren wurde und sie mit mir zurück zu ihren Eltern (also meinen Großeltern) gezogen ist. Sie hat mich ganztags dort geparkt, während sie selber weiter mit Männer ausgegangen ist, teilweise gearbeitet hat oder sonstwas. Es entstand unweigerlich eine starke Bindung zwischen meinen Großeltern und mir.

Ich will meine Mutter hier keine Schuld geben. Sie war gewiss mit einem Kind überfordert, hatte sich von meinem Vater wegen der Schwangerschaft getrennt und suchte Hilfe bei ihren Eltern. Es war auch gewiss nicht ihr Plan mich dauerhaft abzugeben.

Mein Problem ist nicht der Umstand wie es gelaufen sondern wie meine Mutter nachträglich damit umgeht.
Dass sie sich ein Weltbild schafft, in der meine Großeltern ihr Kind (mich) geklaut haben. Dass sie nicht versteht, dass sich ein Kind nicht an einer Mutter orientiert, welche erst Nachts um 1 von ihren Dates nach Hause kommt. Im Flur dabei so viel Lärm macht, dass der Säugling wach wird, meine Großmutter mich wieder in den Schlaf wiegt während meine Mutter lauthals meckert wie schrecklich ihr Date war.
Dass ich von Onkels und Tanten Geschenke zu Weihnachten bekommen habe und meine Mutter meiner Oma nur einen 10 DM Schein zusteckte damit sie sich um das Geschenk für mich kümmern solle.
Darum dass meine Mutter regelmäßig mit einem gut sichtbaren Einkaufskorb voller Süßigkeiten nach Hause kam und ich nie etwas von ihr bekommen habe. Eine meiner frühstens Kindheitserinnerungen ist, dass ich gesagt habe "für oben nicht". Womit ich bei einem Packung Schokolade, die mir eine Tante schenkte, meinte, dass diese Schokolade ausnahmsweise nicht für meine Mutter (die oben im Haus wohnte) sondern für mich bestimmt war.
Darum dass mir meine Mutter auch heute seit 10 Jahren(!) jedes Jahr zum Geburtstag die gleiche Packung Pralinen schenkt.
Meine Mutter sagt und glaubt vielleicht sogar dass sie mich liebt, aber ist das Liebe?

Liebe ist (soweit sie nicht, wie Agape als Tätigkeit definiert ist) ein Gefühl.

Also kann nur deine Mutter wissen, ob und wie sehr sie dich liebt.

Ich denke auch, wie hier schon geschrieben wurde, dass es ein großes Glück für dich ist, dass deine Großeltern dich aufgezogen haben. Eine Frau, die es über Jahrzehnte hinweg nicht schafft, sich um die Wände ihrer Wohnung zu kümmern, obwohl es sie stört, wäre mit der Versorgung eines Kindes überfordert gewesen.

Ich glaube, dass du deine Mutter vielleicht besser verstehen kannst (wenn du das möchtest), wenn du dir die Zeit anschaust, in der sie jung war. Auch wenn du deine Großeltern als liebende Eltern beschreibst - auch liebende Eltern können ihren Kindern nur geben, was ihnen möglich ist.

Wenn deine Großeltern Bildung als Lebensweg für ihre Kinder nicht wirklich auf dem Schirm hatten (du schreibst, dass du der erste in deiner Familie mit Abitur warst) - welche möglichen Lebenswege hatte deine Mutter dann, als sie jung war?

Vielleicht entschied sie einfach früh für sich (auf einer sehr emotionalen, nicht rationalen Ebene), dass sie das Leben ihrer Mutter (Hausfrau und ständig tätig) oder gar Doppelbelatung, Beruf und Haushalt, nicht für sich führen wollte und sah keinen guten Ausweg für sich. Daher ihre Totalverweigerung allem gegenüber, was nach Mühe aussah oder aussieht, weil 'Anstrengung lohnt sich nicht'?
 
Derzeit ist der für mich richtige Weg die Distanz.
Dazu ist aber erst einmal die innere Distanz nötig.

In einem so engen Verhältnis wie zwischen Eltern und Kind kommt es zwangsläufig zu Verletzungen. Und nach meiner Beobachtung passiert es meist im Jugendalter, wenn das Kind ein erstes Bild davon hat, wer es als Mensch sein möchte, dass es zur Auseinandersetzung zwischen Eltern und Kind kommt. Und da lösen sich die Verletzungen auf, wenn die Eltern in der Lage sind, das Kind wahrzunehmen und die Verantwortung für die Fehler zu übernehmen, sich zu entschuldigen.

Wenn das nicht passiert, bleibt das Bedürfnis nach Anerkennung, danach gesehen zu werden, wahrgemnommen zu werden.

Mir ist irgendwann klar geworden, mein Vater hat sein Bestes getan. Das war nicht mal im Ansatz genug und mehr schädlich als irgendwo gut, aber es war eben sein Bestes und ich habe dort nicht mehr zu erwarten. Er kann mich nicht wahrnehmen. Er kann mir nicht das geben, was ich brauche, sonst hätte er es schon in der Kindheit getan. Und er gehört nicht zu den Menschen, die entwicklungsfähig sind.

Darüber kann ich weinen oder es akzeptieren. -Das war der Punkt, an dem ich meine innere Distanz gefunden habe und damit auch meine innere Freiheit.

Du schreibst von einer Mutter, von der Du keine Geschenke bekommen hast, die Dich in der Badewanne vergessen hat, die Dich als Baby durch unangemessenes Verhalten geweckt hat. Das ist das Kind, das seine Verletzung und seinen Unglauben nach außen trägt.

Natürlich weine ich auch um all die Liebe, die ich nicht bekommen habe, aber ich bin nicht mehr dieses Kind. Ich kann mir diese Liebe selbst geben. Und das ist für mich erwachsen sein, diese Ansprüche an die Eltern an sich selbst stellen können und für sich selbst sorgen zu können. So wie Du schreibst, hängst Du noch sehr in diesem Schmerz fest, der ja nichts anderes ist als ein massiver Mangel. Und das ist sehr schmerzhaft. So wie hier schon geschrieben wurde, ich denke auch, das arbeitet man am besten in der Therapie auf. Sonst geht man allein durch die Hölle.

Deine Mutter ist der Mensch, der sie ist. Sie wird sich nicht ändern. Was Du von ihr schreibst, ist ein typsiches Vermeidungsverhalten, eine typische Flucht. Das, was ihr gemeinsam habt, ist ein großer Schmerz. Woher auch immer der Schmerz bei ihr rührt, das spielt keine Rolle, aber wenn Du ihn sehen und akzeptieren kannst, kannst Du auch die innere Distanz finden. Dann kann sie von der Mutter zu einem Menschen werden, der gescheitert ist. Dann steht der Anspruch an sie nicht mehr im Mittelpunkt.
 
Um sie besser zu verstehen
könnte es helfen sich intensiver mit ihrer Kindheit und ihrer Elternbeziehung zu befassen.

Du könntest mit ihr nochmal über ihre subjektive Sichtweise von ihrer Kindheit und Elternbeziehung reden.
Lass sie einfach erzählen.
Wenn sie mit Männer nicht klar kommt
könnte es sein, dass es Probleme mit ihrem Vater für sie gab.
Vielleicht war auch diese Beziehung zum Vater zu eng oder andersweitig problematisch.

Setze ihr stärkere Grenzen.
Sage ihr..z.B. wenn sie weiterhin über andere Leute lästert
dann meldest du dich für eine gewisse Zeit nicht mehr bei ihr ..

Insgesamt würde ich dir zu einer wesentlich stärkeren äusseren und inneren Distanz zu deiner Mutter raten und dass du mehr auf dich ...was dir gut tut...und dein Leben achtest.

Wenn sie blöde oder verletzend redet ..dann nimm es nicht ernst..
nicht wortwörtlich.. und nicht persönlich.

Jeder Mensch ist ein Produkt von seiner eigenen Vergangenheit.
Es sind erwachsene Kinder, welche durch ihre eigenen Eltern (besonders im Kleinkindalter ) stark geprägt wurden.

Du kannst sie nicht verändern.
Du kannst nur auf dich selber .. deine Gefühle und Bedürfnisse verstärkt achten.

Verschiedene Helfer z.B. Handwerker würde ich für sie organisieren .
 
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