Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Freiwillige Einweisung in die Psychiatrie

  • Starter*in Starter*in PrincessOD
  • Datum Start Datum Start
Hallo flo
habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich würde mich auch gerne freiwillig einweisen,habe nur angst, dass nachher Schwierigkeiten wegen Arbeit und sowas auftauchen und dass ein normales Leben nicht mehr möglich wird. Außerdem habe ich auch einwenig Bedenken wie es dadrin aussieht. Hast du dich schon erkündigt?

Aber ein normales Leben habe ich jetzt auch nicht. Die ganze Zeit denke ich wie ich mich am schmerzloseten erlösen kann und ohne Psychopharmaka würde ich gar nicht klar kommen.

Falls du das hier liest, lass uns einwenig miteinander reden.

Almamaria
 
Du kannst Dich selber einweisen lassen. Sollten die es verweigern rufst du bei der Seelsorge an und bittest um HILFE. Die können dir weiter helfen in diesem Fall.
Mache aber Bitte keine dummheiten. Überlege es Dir gut was Du machst. 😕
 
Ein liebes, nettes Hallo an alle!

Ich vermute diesen Thread lesen doch einige User die mit dem Gedanken spielen, sich freiwillig in eine psychatr. Klinik einweisen zu lassen.

Ich habe diesen Schritt selbst vor zwei Jahren getan, und würde es, sollte ich jemals wieder in eine solch schwere psychische Notlage geraten, immer wieder tun.

Wer selbst darüber nachdenkt, sich Hilfe angedeihen zu lassen weil es momentan einfach aus eigener Kraft nicht zu schaffen ist, die seelische Krise zu überwinden, hat in meinen Augen Mut und schon einen ganz wichtigen entscheidenden Schritt in Richtung Bewältigung getan.

Ich habe in jeder Beziehung gute Erfahrung gemacht. Natürlich waren es meine persönlichen Erfahrungen, die man nicht verallgemeinern kann, aber trotz allem möchte ich Mut machen.

Hier also mein Erfahrungsbericht.

Ich habe mich über den ärztlichen Notdienst in das für meinen Wohnort zuständige Bezirkskrankenhaus einweisen lassen. Da damals auch Suizidgedanken eine Rolle gespielt haben, war mir schon klar, dass ich zuerst drei Tage auf der geschlossenen Station verbringen werden muss, wurde mir vom Notarzt auch gleich gesagt.

Diesen Punkt würde ich im Nachhinein anders regeln. Wenn die freiwillige Einweisung mit dem Arzt des Vertrauens vorbereitet wird, muss man ganz sicherlich nicht
auf eine geschlossene Situation.

Ich weiß wirklich nicht, warum die Märchen von Zwangsmedikation etc. verbreitetet werden. Ich jedenfalls wurde niemals dazu gezwungen, irgendwelche Medikamente einzunehmen. Ich habe während meines vierwöchigen Aufenthalts in der Klinik kein einziges Medikament eingenommen. Es wurde mir zwar angeboten, aber ich hatte das von vornherein für mich persönlich ausgeschlossen. Ich wollte meine Probleme aktiv lösen, und nicht mit Hilfe von Medikamenten. Obwohl ich das nicht verteufeln möchte, diese Entscheidung ist ja jedem selbst überlassen.

Die drei Tage auf der geschlossenen Station waren, das muss ich ehrlicherweise schon sagen, jetzt nicht unbedingt das gelbe vom Ei. Aber ich hatte das auch nicht erwartet. Es war halt die Notfallstation, aber die Tage gingen ja auch vorbei.

Anschließend wurde ich auf eine offene Station verlegt, ich hatte damals mit einer beginnenden Depression zu kämpfen.

Mit vielfältigen Therapieangeboten hatte ich die Möglichkeit mich aus meinem Jammertal zu befreien. Es wurde einiges angeboten, Musiktherapie, Klangtherapie, diverse kreative Workshops, Gedächtnistraining, Gesprächskreise etc. etc.

Ich habe alles Angebotene ausprobiert und angenommen. Wenn es mir gut tat, gerne wieder, lag es mir einfach nicht so, okay dann lieber andere Angebote öfter belegen.

Diese vier Wochen haben mir so unwahrscheinlich gut getan, mir soviel Kraft gegeben. Ich konnte mich seelisch wieder auftanken, und war anschließend endlich dazu in der Lage notwendige schon längst überfallige Entscheidung zu treffen, und die Ursachen für meine psychischen Probleme zu beseitigen.

Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber es sollte einem schon klar sein, die eigenen Probleme können andere nicht lösen. Das muss man letztendlich schon selbst schaffen, aber man kann sich Hilfe und Unterstützung auf den Weg dahin holen.

Ich finde es gibt keinen Grund dafür sich für die Inanspruchnahme einer solchen Hilfe schämen zu müssen. Aus diesem Grunde hatte ich das damals auch ganz offen und ehrlich mit meinem Arbeitgeber und natürlich auch mit meinem persönlichen Umfeld besprochen.

Ich hoffe mein Post hilft dem einem oder anderem der momentan noch zögert, sich aber gerne Hilfe angedeihen lassen möchte.

Ich drücke euch jedenfalls alle ganz fest die Daumen!

Amitica
 
Wenn man das Gefühl hat, dass man alleine nicht mehr zurechtkommt und eine ambulante Behandlung nicht ausreichend ist, sollte man sich nicht scheuen, sich freiwillig einweisen zu lassen. Eine freiwillige Einweisung ist nichts, wofür man sich schämen braucht - im Gegenteil, sie beweist ein hohes Maß an Mut und (Selbst-)Verantwortung...!
 
Ich war fuer mehrere Monate auf einer geschlossenen Station und es war nicht so grauenhaft wie viele es sich sicher vorstellen. Ich denke ein grosses Problem ist dass man nicht weiss was man mit sich anfangen soll und zur Unterstuetzung hauptsaechlich Medikamente bekommt. Es ist natuerlich schlimm per richterlicher Anordnung festgehalten zu werden oder auch zwangsweise Medikamente zu bekommen aber ich denke in einigen Faellen war es echt notwendig um das Leben der Betroffenen zu retten. Die sehen das vielleicht anders und moechten nicht gerettet werden aber vor allem wenn sie minderjaehrig sind (ich war auf einer Jugendlichen Station) haben die Eltern oder die Klinik doch eine gewisse Verantwortung.
Was ich nicht sehr gut finde ist dass die Aerzte eine enorme Macht besitzen und einen nur dabehalten koennen weil sie denken dass man gefaerdet ist, nur weil man eine Geschichte von Suizidalitaet hat oder wie in meinem Fall Privatpatient ist und dann besonders gerne dabehalten wird.
 
Ich würde jetzt das Thema mal nicht so einseitig betrachten.

Ich will aber niemanden entmutigen oder angst machen, nur sollte man sich die leute aber sicher genau ansehen.

Irgendwie ist ein Psychiater ja ein Klempner der Seele u. bevor da was schief geht - vielleicht doch erst mal ambulant antesten.

Gut wir haben das Jahr 2008, vielleicht schaue ich einfach nur zuviel TV.


Ich kann aus Erfahrung sagen u weil ich andere da schon besuchte, wenn man einmal da drin ist, kommt man so schnell nicht wieder da raus!u es gibt schön zur Beruhigung morgens, mittags, Abends u zur Nacht irgendwelche Tropfen u Tabl. womit man wie n Schwamm auseinander geht.wer da was gegen sagen will, ich kenne zuviele! und es stimmt sobald man auf einer offenene o halb geschlossenen o normalen Chirug. Station zb etwas von "man will nicht mehr leben" oder irgendwas faselt auf Grund von Schmerzen, egal weswegen, wird nicht lang gefackelt u die Verantwortung abgeschoben u es geht ab in die geschlossene!

.und die sind so überfüllt die liegen da alle auf den Gängen, leider sind da auch viele ältere Personen die einfach nur tüdelig sind dem Alter entsprechend finde ich persönlich mit 80 rum darf man schon so sein, denke ich, da sind, weil es keinen Heimplatz gibt, auf der geschlossenen u "hausen" im Gang.soviel zur Würde.

ich habe mir einfach Bücher mitbringen lassen u habe von 6 Uhr früh bis Abends 18 Uhr gelesen 🙂 sonst wird man da irre.
Ansonsten gibt es ja nun wirklich verschiedene lösungen/Möglichkeiten der Therapie! muss jeder rausfinden was zu einem passt, Gruppengespräche haben mich zutiefst berührt u sehr bewegt, war also nichts für mich.
(meine erfolgreichste Therapien sind meine Tiere, Aufgaben, Verantwortung u Sport) u das ohne Tabletten oder Tropfen!

Wichtig ist bei egal welcher Therapie, das man ehrlich ist, u was verändern will-u nicht gleich aufgibt sondern ruhig soviele Therapeuten aufsucht bis man den jenigen gefunden hat, wo man aus sich heraus gehen kann u das Gefühl hat der nimmt einen "ernst"- vielleicht hilft auch einfach nur hier zu schreiben u sich auszutauschen.

Seel.krank zu sein, zu leiden ist schlimm.wovor viele aussen stehende Personen auch Angst haben, weil sie es nicht kennen o es sie eventl.an ihr Leben erinnert u sie das nicht wollen und es keine sichtbare Krankheit ist wie zb ein gebrochener Arm..
Ich wünsche jedem den es so mies geht, das er nicht alleine damit ist, sondern von wem auch immer das Gefühl vermittelt bekommt, ich bin da für Dich, u nimm dich so an wie du bist!Auch wenn viele es nicht "verstehen" können.

Gute Besserung!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo wir gerade bei diesem Thema sind, kann ich auch jemand anderes einweisen. Also es geht um ein Mädel 18 die mal so mal so ist. Ich denke die hat 2 Persönlichkeiten. Es ist schon extrem mit ihr, wie kann man ihr helfen?

Sie selber sieht aber nicht ein, dass sie eingewiesen werden muss, will aber auch nicht zum Arzt. Ich weiß nur, dass sie lautstark mit Leuten redet, die in wirklichkeit nicht da sind.

Als sie im Badezimmer alleine war, hat man die gespräche verfolgen können.

beginnend mit lautem Gelächter: "Weißt Du was heute passiert ist?....Ja.... echt.... ja aber jetzt bin ich bei xxx."

Mein Freund fragte nur "Alles klar?"

sie antwortete "Ja" später fragte sie mich dann warum mein freund sie fragte ob alles klar sei. ich verschwieg es ihr.

Oder noch so eine sache:

zuerst rede ich mit ihr. "Besser, wenn du dir von dem Mann helfen lässt, der ist doch vom Jugendamt und kann dir durch die Behörden helfen und der kennt das Gesetz." zuerst ist sie störisch der meineung "Nein" später wieder ja und so geht das hin und her.

Mal redest du mit dem dann mal mit dem und die Augen ändern sich dann ein bischen. Sollte das Mädchen jetzt den Beitrag gelesen haben, müsste ich sogar Angst haben, dass sie mir was tut.

Alle sind ja so falsch nur sie geht den richitgen weg. Im Teenager ist das ja noch etwas normal aber die ist schon 18 und lebt noch in ihrer eigenen Zauberwelt und reimt sich dinge zusammen und ist der meineung das Geld würde vom Himmel fallen(dies jetzt bitte nicht wörtlich nehmen).
 
hallo leute,

hätte eine frage zur freiwilligen einweisung in einer psychatrie.
ich hatte eine längere arztodysee hinter mir mit schmerzen verbunden (offensichtiche wunden) es waren zuvor mehrere krankenhausaufenthalte um gewisse krankheiten auszuschließen.
ich wurde dann mit dem notarzt in eine klinik gebracht und bekam übers we eine schmerztherapie dazu wurden psychomatische medikamente eingesetzt. saroten 25 mg abends, morgens gewalcam, und zyprexa 5mg morgens dazu noch proxen zwei mal.
an darauf folgendem tag wurde mir vorgeschlagen nebenan in die psychatrie zu gehen da meine schmerzen unter anderem auch psychologische hintergründe haben könnten. ich hab mich überrumpeln lassen, stimmte zu und wurde hingebracht (freiwillig)
über nacht hab ich über alles nachgedahct und mich am nächsten tag entschieden doch wieder freiwillig zu gehen.
der leiter der arzt der für mich zuständig war mit dem konnte man kaum reden so gestresst war der und er war ncht nett mit deren patienten, auch nicht mit mir.
ich kann eigentlich noch ganz klar denken und beim ausfüllen eines fragebogens fragte mich ein pfleger sogar was ich hier mache oder er für mich tun an. ich guckte ihn nur fragend an und sagte das müssen sie mir sagen.

der arzt der nicht nett war und rumläufte wie von einer tarantel gestochen sagte mir ich sei depressiv meine schmerzen kommen davon und ich sollte mir das in einer stunde noch überlegen.
ich wartete zwei stunden, ein freund der mich abholte wartet schon vor dem gelände.
irgendwann ging ich auf ihn zu er schreite wieder rum und ich fragte ihm warum er nicht vernünftig mit mir reden kann und das ich alt genug bin um selbst zu entscheiden ob ich deren hilfe annehme oder nicht.
er würde das den amtsarzt in einem brief mitteilen blbalbalba - er lief wieder davon (der lief ständig irgendwo hin)
mir reichte es dann, ich ging ihm nach und fragte ob ich meinen vater her holen soll damit wir das klären sonst bin ich jetzt weg. ich bin freiwillig her gekommen und gehe freiwillig wieder. er sagte nur dann verschwinden sie was ich auch gemacht habe.

zusätzlich möchte ich sagen das ich denke das ich schon eine medizinische krankheit habe, durch die lange arztodysee bin ich psychisch schon ein wenig angeschlagen aber ich würde es nicht als schlimm bezeichnen.
trotzdem bin ich den darauf folgenden tag zu einem psychiater in meiner nähe mit dem arztbrief noch vom kh und deren medikamenten die da vorgeschlagen worden sind.
der psychiater sagte ich sollte das saroten weglassen und das gewalcam gleich wieder ausschleichen, ich bekam auch das mittel pram ich sollte eine halbe am morgen nehmen, zyprex 5mg abends die proxen bei bedarf und das wars auch.

kann mir dieser arzt nun schwierigkeiten bereiten oder sollte ich das einfach nicht ernst nehmen und der hat einfach übertrieben.
ich bin normal ein sehr kommunikativer mensch aber der arzt lies nicht mit sich reden.falls ich es in betracht ziehe doch stationär mich psychosomatisch behandeln zu lassen dann sicher nicht mehr dort.

erstmal aber würde ich schon versuchen das mit meinem psychiater in der gegend zu versuchen und auch wieder arbeiten zu gehen.

habt ihr vl eine ahnung oder ein paar infos zu dieser geschichte?
würde mich über ein feedback natürlich freuen

lg vom gast
 
hi,

wenn es dir so schlecht geht, solltest du wirklich zu deinen hausarzt gehen und dir eine überweisung in die psychatrie geben lassen. ich habe mich damals auch freiwillig einweisen lassen. naja, mehr oder weniger, da mich meine damalige therapeutin sonst hätte zwangseinweisen lassen. bin also zu meinen hausarzt gegangen und habe ihm geschildert das ich zur zeit gerade stark suizid gefärdet bin und mich in die psychatrie einweisen lassen möchte. er hat mir dann auch die überweisung gegeben und ich habe einen termin in der psychatrie gemacht. eine woche später konnte ich schon aufgenommen werden. mache es ruhig. hole dir rechtzeitig hilfe,

ich wünsche dir ganz viel kraft.

liebe grüße dunkleseele
 
Kein Mensch ist gut genug, einen anderen
ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln)

[...]

Ich dagegen verwehre mich noch einmal gegen die Verharmlosung der
geschlossenen Klapsen in Deutschland. Es hat in der
Vergangenheit immer wieder Skandale gegeben. Dabei sind
die deutschen Wegsteck-Klapsen schon aus ihrer Vergangenheit
im Dritten Reich berüchtigt-berühmt. Schon jeder Verharmlosungsversuch
ist ein Versuch die Öffentlichkeit zu täuschen.

Die geschlossenen Psychiatrien sind meist der blanke Horror,
wo psychiatrische Drogen die Persönlichkeit der Patienten
angreifen, abhänging machen und oft auch zertören.

Die deutschen geschlossenen Psychiatrien sind meist Wegsteckpsychiatrien,
wo die Menschen ihrer Rechte verloren haben. Sie sind der Willkür
der Ärzte ausgesetzt und des meist überforderten Pflegepersonal.

[...]

Herzlichst

Germ

Hallo Germ, man kann unterschiedlicher Meinung sein, aber sollte auch die Meinung des anderen zumindest akzeptieren und sich nicht gegenseitig niedermachen. Ich weiß nicht, wo Du "gelandet" bist, aber ich kenne mindestens eine Person aus meinem privaten Umfeld, für die war die "Geschlossene" überhaupt kein Horror. Im Gegenteil, als man die Person in die "offene" Station verlegen wollte, wollte sie gar nicht... ich denke, es ist immer unterschiedlich, auch in welcher Klinik man landet. Ich war übrigens persönlich diese Person in der "Geschlossenen" besuchen und war eigentlich angenehm überrascht (hatte mir das schlimmer vorgestellt). Es tut mir natürlich für Dich sehr Leid, dass es so ein Horror war und hoffe, dass es nie wieder vorkommt! Und: Eine Psychiatrie ist keine "Klapse" - gegen dieses Vorurteil wehre ich mich.

Liebe Grüße Sabine
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 3) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben