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Freiwillige Einweisung in die Psychiatrie

  • Starter*in Starter*in PrincessOD
  • Datum Start Datum Start
hallo, ich fand meine diversen Psychiatrieaufenthalte grausam, ähnlich traumatisierend, wie Germ es beschrieben hat. Taschenkontrolle, Abtasten gegen meinen Willen unter anderem

Das ist schon eine längere Zeit her, gestern abend kam ein Bericht im Fernsehen (kein deutsches Programm), wo genau solche Dinge gezeigt wurden aus dem Ausland ( Transport von Polizei mit Handschellen in Klinik, Zwangsfesthalten, Fixierung, Zwangsmedikation)

Nein danke, ich lebe meine Stimmungen, bin sehr extrem in meinem Empfindungen, super gut drauf, am Boden zerstört

Die guten Phasen koste ich aus, die schlechten versuche ich irgendwie durch zu stehen

aber das bin ich, authentisch, echt, ungekünsteltes Empfinden

Zwang widerspricht der Menschenwürde

LG Gatinha
 
Ich war 3 Monate in der Psychatrie.
Freiwillig, ohne Polizei ohne Handschellen.
Es gab zwar auch Leute, die mit der Polizei gebracht wurden
aber diese standen oft unter Alkohol oder Drogen.
Und in den 3 Monaten habe ich es 2 mal gesehen, das Leute am Bett fixiert wurden.
Beide Male zum Schutz.

Dort wurde ich ganz normal behandelt,
alles wurde mit mir abgesprochen, meine Sachen wurden nicht durchsucht.
Ich wurde lediglich gefragt, ob ich meine Tabletten dabei hätte und gebeten, diese abzugeben, was ja klar ist 😉
Sogar nachdem ich es auch dort versucht hatte, wurden mit mir zusammen
alle gefährlichen Gegenstände entfernt, ok ich weiß nicht, was sie gemacht hätten, wenn ich mich geweigert hätte.
 
Hallo,
mir geht es seit längerem nicht gut...Ich hatte solche "depressiven Phasen" in den letzten Jahren immer mal wieder, aber im moment ist es doch sehr arg. Ich bin schon seit ein paar Monaten bei einer psychosozialen Beratung. Allerdings ist bei mir denke ich einfach der Punkt erreicht, wo das nicht genug. So sicher bin ich mir da aber auch nicht. Ab wann macht es sinn, sich seinem Hausarzt anzuvertrauen bzw. sich selbst einzuweisen? Das mag vielleicht komisch klingen, aber ich finde das ganz schwer einzuschätzen und habe ehrlich gesagt einfach Angst die nötigen Konsequenzen zu ziehen.
Danke im voraus.
 
Zur Anfrage des letzten Gasts:
Ganz ehrlich, ich würde mich nicht einfach so einweisen lassen bei Depressionen. Nur wenn du akut dein Leben in Gefahr siehst wegen Suizidgedanken o.Ä., macht es bei Depressionen sinn, finde ich.
An deiner Stelle würde ich mich umfassend informieren, was bei deinem Krankheitsbild an Behandlungsmaßnahmen angezeigt sind. Gerade bei Depressionen gibt es wirklich gute Literatur und auch im Internet viel zu lesen.
Dann würde ich mir einen guten Therapeuten suchen und erst mal eine ambulante Therapie machen.
Wenn es in deiner Gegend in dem nächsten Jahr keine freien Plätze gibt und kaum Therapeuten, dann würde ich anfangen, gezielt nach Kliniken zu suchen, die sich auf dein Krankheitsbild spezialisiert haben und einen guten Ruf genießen. Man kann sich bei denen auch vorher umsehen und dort einen Vorstellungstermin machen.
Bitte überstürze nichts ohne Not, denn du läufst sonst Gefahr, Zeit in einer Therapie zu verbringen, die dir überhaupt nichts bringt.
 
Hallo,
ich überlege auch, mich in eine Klinik einweisen zu lassen. Mein Freund hat sich nach fünf Jahren von heute auf morgen getrennt. Zwei Tage vorher hatten wir noch nach Häusern geguckt, wir waren zusammen im Urlaub und alles war super. Das ganze ist jetzt vier Wochen her und es wird mit jedem Tag schlimmer anstatt besser.
Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen und habe den Sinn des Lebens verloren. Ich habe zu nichts Lust. Ich habe in den letzten vier Wochen fünf Kilo abgenommen, kann nichts essen und trotz Schlafmittel nicht schlafen. Meine Gedanken sind nur bei ihm und seiner neuen Freundin (er hatte drei Tage nach seinem Auszug wieder eine neue Freundin). Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich nicht mal mehr arbeiten kann. Ich sitze den ganzen Tag in unserer damaligen gemeinsamen Wohnung. Alles erinnert mich an ihn.
Ich habe mir schon einen Termin bei einer Therapeutin besorgt, aber der ist erst nächste Woche. Ich weiß nicht, wie ich die Zeit solange aushalten soll.
Wie muss ich mir einen Klinikaufenthalt vorstellen. Ich möchte nicht den ganzen Tag mit irgendwelchen Fremden auf einem Zimmer liegen, mit Medikamenten vollgedröhnt und mich mir selbst überlassen werden.
Danke für die Antworten.
 
habe viele probleme,hab keine mutter und vater mehr,mit eine schwester streit,mit die eine schwester versteh ich mich sehr gut,aber ich habe sehr oft streit mit mein partner sagt bin psychotante,das macht mich fertig,ich will leben!!!!!!
 
Hallo,

einige Anmerkungen, da ich vor Ort arbeite:

Unser geschützter Bereich wir für wenige Pat. benötigt, etwa Betroffene, die sich zeitweise nicht eindeutig von Suicidalität distanzieren können, Pat. in einer akuten Psychose (Wahnvorstellungen)
Wir ermöglichen so schnell wie möglich, den geschützten Bereich zu verlassen, oft brauchen die Pat. diesen Schutz jedoch auch länger. (Die Alternative, eine extrem hohe Medikation, wird ja von den Psychiatrie-Gegnern auch verteufelt...)

Jeder, der Hilfe braucht, erhält sie bei uns.
Allerdings muss die Station schon zeitweise(!) die Verantwortung für Pat. übernehmen - immer dann, wenn der Pat. es krankheitsbedingt nicht selbst kann.

Es gibt ja nicht mehr die Psychiatrie von Früher (Iso-Räume, Bettensääle etc.)
Bei uns gibt es keine gepanzerten und durchsichtigen Scheiben im Geschützten B., keine Kameraüberwachung - der Pat. hat Heute auch ein Recht auf Krankheit - d.h. er muss keine Tbl. einnehmen!
Wenn er für sich und seine Gesundheit keine Verantwortung übernehmen kann, kommt es (auf richterliche Anordnung!) durchaus zu einer Zwangsmedikation - das ist nicht schön, aber der Pat. hat mit diesem Medikament die Chance, sich wieder zu stabilisieren, um eine Behandlung dann eigenverantwortlich und freiwillig annehmen zu können!

Schlimm ist es, wenn ein Pat. so psychotisch ist, dass er fixiert werden muss, dann wird er aber direkt am Dienstzimmer (im Geschützten) ständig überwacht.

Der Pat. soll in einer vertrauensvollen Atmosphäre behandelt werden - und später auch freiwillig wieder in die Klinik kommen, wenn es ihm schlecht geht (z.B. die Tbl. abgesetzt hat.....ist leider oft der Fall)


@Germ

Wenn ein Patient im Wahn Glas schlucken will, weil Stimmen ihm das befehlen, soll man ihn dann gehen lassen??

Mann, Mann, Mann - Du scheinst eine blühende Phantasie zu haben!

Unverantwortlich, hier Deine Beiträge nicht zu löschen (@Admins!!)



Jeder Mensch kann in die Aufnahme gehen und sich aufnehmen lassen. Der diensthabende Arzt stellt im Gespräch dann schon fest, ob Eigen- oder Fremdgefährfung vorliegt. Wenn der Pat. nicht eindeutig signalisiert, dass er sich nichts antut, wird er definitiv stationär aufgenommen!

Und das ist med. und menschlich notwendig!!

LG

von der Tigerente

Marlies🙂

*verärgert*

Hallo Tigerente
Schön das du schreibst wie es wirklich ist!
Ich war selber nach einem Tumor in einer Psychosomatischen Klinik. 2 mal.
Ich bin froh und dankbar das man die Hilfe bekommt die man braucht.
Zur Zeit geht es mir wieder schlecht und ich werde mir wieder Hilfe holen.
Traurig das eine Studentin alle Depressiven hier dermaßen verunsichert !

Da fehlen einem echt die Worte.

Gruß Angel
 

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