@Guestxy
Ich würde mir das ehrlich gesagt nicht zutrauen. Es ist auch nicht so, dass ich das Konzept von Gesetzen/Regeln nicht verstehen würde oder der Meinung wäre, dass eine Gesellschaft keine Gesetze/Regeln brauchen würde, doch in Anbetracht der gesellschaftlichen Missstände welche man über die Medien zur Kenntnis nimmt, erscheint es mir logisch, die Rechtskultur dieser Gesellschaft gemessen an der Realität zu beurteilen und diese wirft nun mal kein gutes Licht auf das Rechtssystem.
Was würde es ändern, wenn ich den geschichtlichen Kontext hinter Gesetzen kenne, wenn der Bezug zur eigenen Existenz dennoch gar nicht gegeben ist? Ich kann nachvollziehen, dass Menschengruppen ihre kulturellen Marotten haben, mir erscheint diese Kultur jedoch arg fragwürdig.
@Ausnahmsweise
Es kommt mir vor, als würdest du mich durch Plattitüden anprangern.
Denkst du ernsthaft ein Mensch benötigt ein Diplom um sich selbst einschätzen zu können, bzw. dass jemandes Selbsteinschätzung illegitim wäre, auf der Basis, dass diese Person nicht über ein Akademisches Diplom in Geisteswissenschaften verfügt?
Ich verstehe den Sinn deines Beitrags nicht, es erscheint mir so, als würdest du mir folgendes sagen wollen: "Du bist in deiner Situation, weil du faul und vermutlich geisteskrank bist, du triffst schlechte Entscheidungen und bist somit selbst Schuld, wenn dir deren Konsequenzen Probleme bereiten, also Pech gehabt. Die Gesellschaft hat sowieso kein Interesse an Dir, du hast dich Ihr anzubiedern, wenn du auch nur den geringsten Input haben willst, aber den willst du scheinbar auch gar nicht. Wenn du nicht arbeiten gehen willst, dann verrotte doch in deiner selbst geschaffenen Misere. Nobody cares."
Wenn diese anprangernde Art auf andere positiv wirkt, okay, auf mich tut sie es jedoch nicht und es erscheint mir seltsam, dass ausgerechnet solch ein Beitrag in diesem Thema bisher die meisten positiven Reaktionen erhalten hat. Auf solche Beiträge werde ich nicht mehr antworten.
@Leere?Zukunft
1) Welche Kontakte wären denn zu deinen Gunsten? Im Kontext auf meine Situation bezogen, jene die mir einen konstruktiven Input bieten und jene mit welchen ich vielleicht irgendwie auf einer Wellenlänge wäre.
2) Warum übst du deine Interessen nicht aus? Welche wären das denn? Zum Teil aus ökonomischen Gründen, zum Teil aus Inkompetenz und zum Teil weil mir dafür die sozialen Kontakte fehlen. Welche das wären möchte ich nicht mitteilen.
3) Welcher Job könnte dich reizen? Was würde dir einigermaßen Spaß machen? Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das im Kontext der Realität relevant wäre, denn im Bezug auf die Voraussetzungen des hiesigen Arbeitsmarktes, bin ich wohl zu unterqualifiziert, als das mir jemals ein solcher Job angeboten werden würde.
Wenn es, was einen Job betrifft, nach mir gehen würde, wäre die Tätigkeit an sich nicht der ausschlaggebende Punkt, solange ich der kompetenten Ausübung dieser befähigt wäre. Für mich würde es primär um die Konditionen und die Atmosphäre gehen, welche ich durch diesen Job konsumieren würde.
Für dich erfüllt dein Job somit einen primären Zweck, welcher nehme ich mal an auch die negativen Aspekte deines Jobs wieder ausgleicht, bzw. in das richtige Verhältnis setzt. Für mich wäre das jedoch schwer umzusetzen und wenn ich in eine schlechte Atmosphäre geraten würde potentiell sogar gefährlich.
@Meinung282
Bei mir wurde weder eine physische noch eine psychische Behinderung/Krankheit ärztlich diagnostiziert.
Mir wurde von Steuerzahlern aus meinem früheren sozialen Umfeld mitgeteilt, dass sie es schlechtheißen würden, jemandem mit meiner Einstellung von ihren Steuergeldern ein "Schmarotzerdasein" mitzufinanzieren, dazu die Erfahrungen mit Behörden. Eine Einladung wiederum, dass Steuerzahler mich als lohnende Investition sehen würden, dessen Existenz durch Steuergelder finanziert werden sollte, habe ich niemals erhalten, weshalb ich ersteres diesbezüglich als Referenzpunkt nehme und respektiere.
@Pfefferminzdrops
Ich versuche meine Perspektive zu erklären. Meine Situation ist eine von mir ungewollte Realität, welche ich erdulde, weil hypothetisch noch die Option besteht aus der eigenen Existenz einen Mehrwert im höheren Kontext zu generieren, quasi eine Art persönliches Gefängnisprinzip.
Der Unterschied für mich zwischen dem was ich jetzt tue und vom Staat Unterstützung zu beziehen, liegt unter anderem darin, dass die beteiligten Personen sich der Realität der Situation bewusst sind und ich direkt eingeladen bin, ohne irgendwelche Verpflichtungen auf unbestimmte Zeit so verweilen zu können. Konstruktiven Input vom Staat oder angemessene Konditionen vom Staat unter denen ich mich hätte in die Gesellschaft integrieren sollen, wurde mir weder vermittelt noch direkt angeboten.
Die emotionalen oder moralischen Gründe der entsprechenden Personen mir Unterkunft zu gewähren, sind ihre Privatangelegenheit, welche ich respektiere, moralisch verpflichtet bin ich diesen Personen jedoch in keinster Weise und ich bin mir dem auch bewusst, dass ich in diesem Aspekt von der gesellschaftlichen Norm abweiche.
Ich stelle mich im Kontext der Gesellschaft nicht über die Angehörigen dieser, verspüre ihr gegenüber jedoch kaum Anziehung, in vielen Aspekten ist eher das Gegenteil der Fall. Wenn man zu den Rahmenbedingungen und der Werteausrichtung einer Gesellschaft grundsätzlich nicht kompatibel ist, dann beurteile ich das zumindest in meinem Fall so, dass ich mich zur Teilnahme an dieser zweckentfremden/zwangsverändern müsste, worin sich mir der Sinn nicht erschließt so zu handeln.
Falls du implizierst ich würde mich aus Egozentrismus oder Größenwahn der Gesellschaft entziehen, so weise ich das zurück.
@Lukram
1) Was sind die Alternativen? Das ist was ich herausfinden will.
2) Könntest du dir vorstellen zu irgendeiner Non-Profit-Organisation zu gehen? Das würde darauf ankommen, was deren Anliegen wären und wie die Konditionen wären.
3) Du meintest du kommunizierst im realen Leben etwas anders als hier? Das ist korrekt, es passiert sehr selten, dass ich richtige Unterhaltungen führe und ich bin wirklich schlecht darin auf Situationen zu reagieren, also Spontanität und Reaktionsfähigkeit sind definitiv Schwächen von mir.
4) Ich lese heraus, dass du keine Krankenversicherung hast? Das ist korrekt. Über einen Zeitraum von einigen Jahren schickte eine Versicherung monatlich immer wieder Zahlungsforderungen an mich und ein paar mal das Zollamt zu mir, um ihre Forderungen einzutreiben, jedoch gab es bei mir nichts einzutreiben. Vor ein paar Jahren hat das jedoch aufgehört.
5) Hast du einen Plan, wenn deine Versorger nicht mehr sind? Nein.
6) Hast du zumindest einen Personalausweis und ein Bankkonto? Nein, aktuell verfüge ich weder über einen gültigen Personalausweis noch über ein Bankkonto.