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Existenzproblematik

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 117667
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Wenn Du nicht in die Gesellschaft integriert werden willst , das allerdings auch nicht geht, wo ist dann das Problem ?
Dann bist Du halt eben nicht integriert - ich bin auch nicht " integriert" passe mich gesellschaftlichen Konventionen nur selten an, für mich leben 99% der Menschen eine Lebenslüge - deshalb will ich mit denen nix zu tun haben. Klar gibt auch ein paar ehrliche, die sind willkommen.
Der Teil ist aber verschwindend gering, hat mich aber nie gestört, da die Qualität einer ehrlichen Person von keinem Lügner erreicht werden kann.

Wenn Du einen Job mit den Konditionen suchst, die Du für ideal hälst, kann es sein , das Du den nicht findest.

Letztendlich kannst Du es Dir nur auf geringem Niveau und dem Goodwill Deiner Almosengeber leisten zu existieren.
Da ist die Frage berechtigt , Du hast ja keine Skrupel die Almosen anzunehmen, sonst würdest Du arbeiten gehen und für Deinen Unterhalt sorgen.
Wo kommen da die Skrupel gegenüber irgendwelchen Steuerzahlern her, die in einen Topf einzahlen, den sie aber nicht einteilen ????
Ich denke Du hast keinen Bock da drauf Dich auf eigenen Füße zu stellen und für die Kosten, die Deine Existenz verursacht Verantwortung zu übernehmen.
Ich denke Du beweihräucherst Deine Faulheit / Bequemlichkeit - mehr nicht .

Wenn Dir das als Anspruch an die eigenen Menschlichkeit reicht - nur zu tu Dir keinen Zwang an , Du bist viel integrierter als Du denkst .....
 
Vieles wurde ja schon gesagt.

Ich würde dann mal kurz einige Sachen einbringen. Konkrete Vorschläge zum einen und dann einige Fragen, die du @Emanreztuneb36 beantworten kannst oder nicht. Im Gegensatz zum alten Thread (den ich gerade durchgelesen habe) finde ich allerdings gut, dass du hier auch wirklich auf Fragen antwortest.

Zuerst zu meinen Vorschlägen.

Die größere Gesellschaft und deren Hilfsangebote scheinst du ja nicht anzunehmen wollen. Die Frage ist dann, was sind Alternativen?

Könntest du dir vorstellen zu irgendeiner Non-Profit-Organisation zu gehen? Letzten Endes werden die alle dich wohl irgendwer erstmal psychologisch einschätzen wollen, bevor sie dir konkrete Hilfsangebote vorschlagen... die dann auch in Richtung Therapie gehen werden.

Alternativ kannst du in den privaten Sektor. Ein Lebenscoach also, der dich begleitet. Du kannst ihm auch konkret sagen, was du willst und er wird dann auch nicht versuchen dich z.B. in Arbeit zu stecken. Das Problem ist, dass sie Geld kosten... viel Geld mitunter.

Zum Schluss: Du scheinst eine sehr private Person zu sein. Dies muss nicht schlecht sein, könnte hier aber zum Problem werden. Wenn deine Schwierigkeit wirklich grundsätzlich das tägliche Agieren im echten Leben ist, kannst du dir online eine geduldige Person suchen, mit der du dich treffen und schrittweise Sachen machen kannst (Museumbesuch, konkreter nach Organisationen suchen, um den See spazieren gehen etc.). Hier musst du aber in letzter Konsequenz Vertrauen haben, dich öffnen und ein Treffen organisieren. Du kannst hier bei "Er sucht" eine Anzeige aufgeben oder dich bei Portalen wie Nebenan.de anmelden, damit du direkt Leute aus deiner Umgebung suchen kannst. Du meintest du kommunizierst etwas anders im realen Leben als hier? Vielleicht vereinfacht es die Sache als hier im Forum. Dies bedeutet aber halt, dass du auf jemand Fremdes zugehen musst... ohne einen geschützten Rahmen, die man bei einer Behörde oder NGO finden kann.

Nun zu meinen konkreten Fragen an dich:

Ich lese heraus, dass du keine Krankenversicherung hast? Dies ist schlecht, da du dann wohl inzwischen einige zehntausend+ Euro Schulden hast, die irgendwann eingefordert werden. Da gibt es kein Entkommen.

Hast du einen Plan, wenn deine Versorger nicht mehr sind? Das kann durchaus noch Jahrzehnte in der Zukunft sein, aber der Tag wird irgendwann kommen und dann musst du wohl zum Amt gehen.

Hast du zumindest einen Personalausweis und ein Bankkonto?

Ich stelle diese Fragen einfach um zu wissen, wo man grundsätzlich bei dir anfangen muss.
 
@Guestxy

Ich würde mir das ehrlich gesagt nicht zutrauen. Es ist auch nicht so, dass ich das Konzept von Gesetzen/Regeln nicht verstehen würde oder der Meinung wäre, dass eine Gesellschaft keine Gesetze/Regeln brauchen würde, doch in Anbetracht der gesellschaftlichen Missstände welche man über die Medien zur Kenntnis nimmt, erscheint es mir logisch, die Rechtskultur dieser Gesellschaft gemessen an der Realität zu beurteilen und diese wirft nun mal kein gutes Licht auf das Rechtssystem.

Was würde es ändern, wenn ich den geschichtlichen Kontext hinter Gesetzen kenne, wenn der Bezug zur eigenen Existenz dennoch gar nicht gegeben ist? Ich kann nachvollziehen, dass Menschengruppen ihre kulturellen Marotten haben, mir erscheint diese Kultur jedoch arg fragwürdig.

@Ausnahmsweise
Es kommt mir vor, als würdest du mich durch Plattitüden anprangern.

Denkst du ernsthaft ein Mensch benötigt ein Diplom um sich selbst einschätzen zu können, bzw. dass jemandes Selbsteinschätzung illegitim wäre, auf der Basis, dass diese Person nicht über ein Akademisches Diplom in Geisteswissenschaften verfügt?

Ich verstehe den Sinn deines Beitrags nicht, es erscheint mir so, als würdest du mir folgendes sagen wollen: "Du bist in deiner Situation, weil du faul und vermutlich geisteskrank bist, du triffst schlechte Entscheidungen und bist somit selbst Schuld, wenn dir deren Konsequenzen Probleme bereiten, also Pech gehabt. Die Gesellschaft hat sowieso kein Interesse an Dir, du hast dich Ihr anzubiedern, wenn du auch nur den geringsten Input haben willst, aber den willst du scheinbar auch gar nicht. Wenn du nicht arbeiten gehen willst, dann verrotte doch in deiner selbst geschaffenen Misere. Nobody cares."

Wenn diese anprangernde Art auf andere positiv wirkt, okay, auf mich tut sie es jedoch nicht und es erscheint mir seltsam, dass ausgerechnet solch ein Beitrag in diesem Thema bisher die meisten positiven Reaktionen erhalten hat. Auf solche Beiträge werde ich nicht mehr antworten.

@Leere?Zukunft
1) Welche Kontakte wären denn zu deinen Gunsten? Im Kontext auf meine Situation bezogen, jene die mir einen konstruktiven Input bieten und jene mit welchen ich vielleicht irgendwie auf einer Wellenlänge wäre.

2) Warum übst du deine Interessen nicht aus? Welche wären das denn? Zum Teil aus ökonomischen Gründen, zum Teil aus Inkompetenz und zum Teil weil mir dafür die sozialen Kontakte fehlen. Welche das wären möchte ich nicht mitteilen.

3) Welcher Job könnte dich reizen? Was würde dir einigermaßen Spaß machen? Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das im Kontext der Realität relevant wäre, denn im Bezug auf die Voraussetzungen des hiesigen Arbeitsmarktes, bin ich wohl zu unterqualifiziert, als das mir jemals ein solcher Job angeboten werden würde.

Wenn es, was einen Job betrifft, nach mir gehen würde, wäre die Tätigkeit an sich nicht der ausschlaggebende Punkt, solange ich der kompetenten Ausübung dieser befähigt wäre. Für mich würde es primär um die Konditionen und die Atmosphäre gehen, welche ich durch diesen Job konsumieren würde.

Für dich erfüllt dein Job somit einen primären Zweck, welcher nehme ich mal an auch die negativen Aspekte deines Jobs wieder ausgleicht, bzw. in das richtige Verhältnis setzt. Für mich wäre das jedoch schwer umzusetzen und wenn ich in eine schlechte Atmosphäre geraten würde potentiell sogar gefährlich.

@Meinung282
Bei mir wurde weder eine physische noch eine psychische Behinderung/Krankheit ärztlich diagnostiziert.

Mir wurde von Steuerzahlern aus meinem früheren sozialen Umfeld mitgeteilt, dass sie es schlechtheißen würden, jemandem mit meiner Einstellung von ihren Steuergeldern ein "Schmarotzerdasein" mitzufinanzieren, dazu die Erfahrungen mit Behörden. Eine Einladung wiederum, dass Steuerzahler mich als lohnende Investition sehen würden, dessen Existenz durch Steuergelder finanziert werden sollte, habe ich niemals erhalten, weshalb ich ersteres diesbezüglich als Referenzpunkt nehme und respektiere.

@Pfefferminzdrops
Ich versuche meine Perspektive zu erklären. Meine Situation ist eine von mir ungewollte Realität, welche ich erdulde, weil hypothetisch noch die Option besteht aus der eigenen Existenz einen Mehrwert im höheren Kontext zu generieren, quasi eine Art persönliches Gefängnisprinzip.

Der Unterschied für mich zwischen dem was ich jetzt tue und vom Staat Unterstützung zu beziehen, liegt unter anderem darin, dass die beteiligten Personen sich der Realität der Situation bewusst sind und ich direkt eingeladen bin, ohne irgendwelche Verpflichtungen auf unbestimmte Zeit so verweilen zu können. Konstruktiven Input vom Staat oder angemessene Konditionen vom Staat unter denen ich mich hätte in die Gesellschaft integrieren sollen, wurde mir weder vermittelt noch direkt angeboten.

Die emotionalen oder moralischen Gründe der entsprechenden Personen mir Unterkunft zu gewähren, sind ihre Privatangelegenheit, welche ich respektiere, moralisch verpflichtet bin ich diesen Personen jedoch in keinster Weise und ich bin mir dem auch bewusst, dass ich in diesem Aspekt von der gesellschaftlichen Norm abweiche.

Ich stelle mich im Kontext der Gesellschaft nicht über die Angehörigen dieser, verspüre ihr gegenüber jedoch kaum Anziehung, in vielen Aspekten ist eher das Gegenteil der Fall. Wenn man zu den Rahmenbedingungen und der Werteausrichtung einer Gesellschaft grundsätzlich nicht kompatibel ist, dann beurteile ich das zumindest in meinem Fall so, dass ich mich zur Teilnahme an dieser zweckentfremden/zwangsverändern müsste, worin sich mir der Sinn nicht erschließt so zu handeln.

Falls du implizierst ich würde mich aus Egozentrismus oder Größenwahn der Gesellschaft entziehen, so weise ich das zurück.

@Lukram
1) Was sind die Alternativen? Das ist was ich herausfinden will.

2) Könntest du dir vorstellen zu irgendeiner Non-Profit-Organisation zu gehen? Das würde darauf ankommen, was deren Anliegen wären und wie die Konditionen wären.

3) Du meintest du kommunizierst im realen Leben etwas anders als hier? Das ist korrekt, es passiert sehr selten, dass ich richtige Unterhaltungen führe und ich bin wirklich schlecht darin auf Situationen zu reagieren, also Spontanität und Reaktionsfähigkeit sind definitiv Schwächen von mir.

4) Ich lese heraus, dass du keine Krankenversicherung hast? Das ist korrekt. Über einen Zeitraum von einigen Jahren schickte eine Versicherung monatlich immer wieder Zahlungsforderungen an mich und ein paar mal das Zollamt zu mir, um ihre Forderungen einzutreiben, jedoch gab es bei mir nichts einzutreiben. Vor ein paar Jahren hat das jedoch aufgehört.

5) Hast du einen Plan, wenn deine Versorger nicht mehr sind? Nein.

6) Hast du zumindest einen Personalausweis und ein Bankkonto? Nein, aktuell verfüge ich weder über einen gültigen Personalausweis noch über ein Bankkonto.
 
Geh schaffen wie andere Leute auch. Wenn Du keine Arbeit findest, frag Dich bei den Bauern, Winzern und Co. durch. Die brauchen zähe Leute mit Biss. Das tut Deiner Gesundheit gut, Du bist krankenversichert und erlebst, wie Urerzeugung funktioniert.

Mir persönlich hat das seinerzeit als mich niemand einstellen wollte, sehr geholfen. Habe viele Leute kennengelernt und bin topfit geworden. Ganzen Tag Weinberg rauf und runter, Obstplantage sehen, wie alles wächst und gedeiht bis zur Ernte. Viele Dinge, die man aus dem Supermarkt kennt, von denen weiß man nicht, wie viel Aufwand dahintersteckt.

Wenn Du so einen Job hast, hört das Geschwurbel auf, Du schläfst wie ein Murmeltier.
 
@Emanreztuneb36

Schwieriger Hase bei Dir...

Du musst anfangen Deine Situation zu sortieren. Auch, wenn Du das ablehnst: Du wirst nicht drum herum kommen Dich ans Jobcenter zu wenden. Du brauchst eine Krankenversicherung. Selbst, wenn Du grundsätzlich Sozialgelder ablehnst brauchst Du eine Krankenversicherung. Warum will ich Dir erklären:

Nachdem Du Bürgergeld beantragt hast sollte Dein nächster Schritt unbedingt zum Gerichtsvollzieher gehen. Dort lässt Du Dir einen Ausdruck geben wo Du überall Schulden hast. Anschließend machst Du einen Termin bei der Schuldnerberatung. Bei der Schuldnerberatung wird man diesen Ausdruck nehmen, mit Dir innerhalb von 2 Terminen eine Privatinsolvenz starten. Die Schuldnerberatung wird alles in die Wege leiten. Es ist sehr unkompliziert. Dass Du Bürgergeld beziehst wird sogar ein Vorteil sein, weil dann nichts bei Dir zu pfänden ist.

Um die Krankenversicherung musst Du Dich aber kümmern. Denn in der Wohlverhaltensphase darfst Du keine Schulden machen. Also musst Du in den sauren Apfel beißen damit bei der Krankenkasse nicht weitere Schulden auflaufen.

Sobald diese beiden Felder abgearbeitet sind und Deine Privatinsolvenz läuft (sie wird 3 Jahre laufen) gehst Du zum Jobcenter und sagst, dass Du unbedingt eine Umschulung machen musst, weil Du noch keine Ausbildung hast. Wichtig! Such Dir VORHER etwas raus! Such Dir etwas raus, bei dem Du Dir vorstellen kannst die Umschulung zu beenden. Denk nicht daran einen Job zu machen, sondern denke in kleinen Schritten, ob Du die Umschulung beenden kannst.

Wenn Du mit der Umschulung fertig bist kannst Du Dir immer noch überlegen wie es für Dich weiter geht... In der Zwischenzeit wirst Du fast die Privatinsolvenz abgeschlossen haben, also schuldenfrei sein. Und Du hast einen ersten Abschluss. Ob Du danach noch mal studierst, Teilzeit arbeitest oder Vollzeit liegt dann bei Dir.

Das ist das was ich Dir raten kann. Meiner Meinung nach ist das ein guter Weg, damit Du Dich langsam aber sicher rausschaffen kannst.
 
Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das im Kontext der Realität relevant wäre, denn im Bezug auf die Voraussetzungen des hiesigen Arbeitsmarktes, bin ich wohl zu unterqualifiziert, als das mir jemals ein solcher Job angeboten werden würde
Mein Gedanke dahinter ist,dass du ein Ziel hast.
Wenn du ein Ziel hast,arbeitest du darauf hin und wirst etwas erreichen,wenn vllt auch nicht alles .
Ich meine jetzt nicht,ein Ziel,was du nie erreichen kannst ( wie zum Beispiel Arzt,weil du weißt dass du ein schwieriges Studium abschließen müsstest oder ähnliches).
Setzt dir Ziele.
Es gibt auch Beschäftigungen,die nichts kosten.
Auch ehrenamtliche Sachen,die einen innerlich erfüllen können und auch soziale Kontakte herstellen könnten.
 
Danke für deine Antworten @Emanreztuneb36, hat mir geholfen ein besseres Bild zu bekommen.

Für das Rechtliche hat @Meinung282 schon gute Anhaltspunkte gegeben. Auch wenn du seine Tipps jetzt gerade nicht umsetzen willst, würde ich es mir notieren oder abspeichern für die Zukunft.

Das Wichtigste für mich ist allerdings, dass du eine Vertrauensperson aus deiner Umgebung findest. Ich gehe davon aus, dass deine Familienverhältnisse restlos vergiftet sind.

Was wären die nächsten Optionen?

Wie gesagt, kannst du aktiv eine Anzeige online aufgeben und hoffen, dass jemand Vernünftiges antwortet.

Ansonsten fällt mir noch die Kirche und Pfarramt ein. Ich weiß nicht, wie du zu Religion stehst, aber dort aufzuschlagen schadet nicht. Sie werden dich nicht schon vorm Altar anketten und zum Beten zwingen. Die meisten Pfarrer wollen ihrer Gemeinde helfen, inklusive Nichtgläubige, und wird ein offenes Ohr haben. Vielleicht sind bei dir auch größere Institutionen wie eine Diakonie.

Was mir auch noch einfällt ist eine Bahnhofsmission. Falls es bei dir sowas gibt, kannst du dorthin und mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern reden. Dafür sind sie da, zum Zuhören und sie kennen wesentlich schwierige Fälle als dich (z.B. schlugen bei meiner alten Heimatstadt dort häufig drogensüchtige Obdachlose auf). Es ist ein Ort, wo keine Verpflichtungen oder andere bürokratische Hürden auf dich warten. Es geht erstmal nicht darum Lösungen zu finden (das ist schon einige Schritte weiter), sondern einfach Kontakt zu knüpfen. Wenn dir nicht gefällt, was sie sagen, kannst du ja immer aufstehen und gehen.

Was hast du zu verlieren, als ein bis zwei Stunden deiner Zeit?


Und zum Schluss: hast du immerhin eine Geburtsurkunde? Auch wenn du dich von der Gesellschaft entfremdet hast, wäre für die Zukunft schon wichtig zumindest ein Dokument griffbereit zu haben.
 
@Guestxy

Ich würde mir das ehrlich gesagt nicht zutrauen. Es ist auch nicht so, dass ich das Konzept von Gesetzen/Regeln nicht verstehen würde oder der Meinung wäre, dass eine Gesellschaft keine Gesetze/Regeln brauchen würde, doch in Anbetracht der gesellschaftlichen Missstände welche man über die Medien zur Kenntnis nimmt, erscheint es mir logisch, die Rechtskultur dieser Gesellschaft gemessen an der Realität zu beurteilen und diese wirft nun mal kein gutes Licht auf das Rechtssystem.

Was würde es ändern, wenn ich den geschichtlichen Kontext hinter Gesetzen kenne, wenn der Bezug zur eigenen Existenz dennoch gar nicht gegeben ist? Ich kann nachvollziehen, dass Menschengruppen ihre kulturellen Marotten haben, mir erscheint diese Kultur jedoch arg fragwürdig.

@Ausnahmsweise
Es kommt mir vor, als würdest du mich durch Plattitüden anprangern.

Denkst du ernsthaft ein Mensch benötigt ein Diplom um sich selbst einschätzen zu können, bzw. dass jemandes Selbsteinschätzung illegitim wäre, auf der Basis, dass diese Person nicht über ein Akademisches Diplom in Geisteswissenschaften verfügt?

Ich verstehe den Sinn deines Beitrags nicht, es erscheint mir so, als würdest du mir folgendes sagen wollen: "Du bist in deiner Situation, weil du faul und vermutlich geisteskrank bist, du triffst schlechte Entscheidungen und bist somit selbst Schuld, wenn dir deren Konsequenzen Probleme bereiten, also Pech gehabt. Die Gesellschaft hat sowieso kein Interesse an Dir, du hast dich Ihr anzubiedern, wenn du auch nur den geringsten Input haben willst, aber den willst du scheinbar auch gar nicht. Wenn du nicht arbeiten gehen willst, dann verrotte doch in deiner selbst geschaffenen Misere. Nobody cares."

Wenn diese anprangernde Art auf andere positiv wirkt, okay, auf mich tut sie es jedoch nicht und es erscheint mir seltsam, dass ausgerechnet solch ein Beitrag in diesem Thema bisher die meisten positiven Reaktionen erhalten hat. Auf solche Beiträge werde ich nicht mehr antworten.

@Leere?Zukunft
1) Welche Kontakte wären denn zu deinen Gunsten? Im Kontext auf meine Situation bezogen, jene die mir einen konstruktiven Input bieten und jene mit welchen ich vielleicht irgendwie auf einer Wellenlänge wäre.

2) Warum übst du deine Interessen nicht aus? Welche wären das denn? Zum Teil aus ökonomischen Gründen, zum Teil aus Inkompetenz und zum Teil weil mir dafür die sozialen Kontakte fehlen. Welche das wären möchte ich nicht mitteilen.

3) Welcher Job könnte dich reizen? Was würde dir einigermaßen Spaß machen? Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das im Kontext der Realität relevant wäre, denn im Bezug auf die Voraussetzungen des hiesigen Arbeitsmarktes, bin ich wohl zu unterqualifiziert, als das mir jemals ein solcher Job angeboten werden würde.

Wenn es, was einen Job betrifft, nach mir gehen würde, wäre die Tätigkeit an sich nicht der ausschlaggebende Punkt, solange ich der kompetenten Ausübung dieser befähigt wäre. Für mich würde es primär um die Konditionen und die Atmosphäre gehen, welche ich durch diesen Job konsumieren würde.

Für dich erfüllt dein Job somit einen primären Zweck, welcher nehme ich mal an auch die negativen Aspekte deines Jobs wieder ausgleicht, bzw. in das richtige Verhältnis setzt. Für mich wäre das jedoch schwer umzusetzen und wenn ich in eine schlechte Atmosphäre geraten würde potentiell sogar gefährlich.

@Meinung282
Bei mir wurde weder eine physische noch eine psychische Behinderung/Krankheit ärztlich diagnostiziert.

Mir wurde von Steuerzahlern aus meinem früheren sozialen Umfeld mitgeteilt, dass sie es schlechtheißen würden, jemandem mit meiner Einstellung von ihren Steuergeldern ein "Schmarotzerdasein" mitzufinanzieren, dazu die Erfahrungen mit Behörden. Eine Einladung wiederum, dass Steuerzahler mich als lohnende Investition sehen würden, dessen Existenz durch Steuergelder finanziert werden sollte, habe ich niemals erhalten, weshalb ich ersteres diesbezüglich als Referenzpunkt nehme und respektiere.

@Pfefferminzdrops
Ich versuche meine Perspektive zu erklären. Meine Situation ist eine von mir ungewollte Realität, welche ich erdulde, weil hypothetisch noch die Option besteht aus der eigenen Existenz einen Mehrwert im höheren Kontext zu generieren, quasi eine Art persönliches Gefängnisprinzip.

Der Unterschied für mich zwischen dem was ich jetzt tue und vom Staat Unterstützung zu beziehen, liegt unter anderem darin, dass die beteiligten Personen sich der Realität der Situation bewusst sind und ich direkt eingeladen bin, ohne irgendwelche Verpflichtungen auf unbestimmte Zeit so verweilen zu können. Konstruktiven Input vom Staat oder angemessene Konditionen vom Staat unter denen ich mich hätte in die Gesellschaft integrieren sollen, wurde mir weder vermittelt noch direkt angeboten.

Die emotionalen oder moralischen Gründe der entsprechenden Personen mir Unterkunft zu gewähren, sind ihre Privatangelegenheit, welche ich respektiere, moralisch verpflichtet bin ich diesen Personen jedoch in keinster Weise und ich bin mir dem auch bewusst, dass ich in diesem Aspekt von der gesellschaftlichen Norm abweiche.

Ich stelle mich im Kontext der Gesellschaft nicht über die Angehörigen dieser, verspüre ihr gegenüber jedoch kaum Anziehung, in vielen Aspekten ist eher das Gegenteil der Fall. Wenn man zu den Rahmenbedingungen und der Werteausrichtung einer Gesellschaft grundsätzlich nicht kompatibel ist, dann beurteile ich das zumindest in meinem Fall so, dass ich mich zur Teilnahme an dieser zweckentfremden/zwangsverändern müsste, worin sich mir der Sinn nicht erschließt so zu handeln.

Falls du implizierst ich würde mich aus Egozentrismus oder Größenwahn der Gesellschaft entziehen, so weise ich das zurück.

@Lukram
1) Was sind die Alternativen? Das ist was ich herausfinden will.

2) Könntest du dir vorstellen zu irgendeiner Non-Profit-Organisation zu gehen? Das würde darauf ankommen, was deren Anliegen wären und wie die Konditionen wären.

3) Du meintest du kommunizierst im realen Leben etwas anders als hier? Das ist korrekt, es passiert sehr selten, dass ich richtige Unterhaltungen führe und ich bin wirklich schlecht darin auf Situationen zu reagieren, also Spontanität und Reaktionsfähigkeit sind definitiv Schwächen von mir.

4) Ich lese heraus, dass du keine Krankenversicherung hast? Das ist korrekt. Über einen Zeitraum von einigen Jahren schickte eine Versicherung monatlich immer wieder Zahlungsforderungen an mich und ein paar mal das Zollamt zu mir, um ihre Forderungen einzutreiben, jedoch gab es bei mir nichts einzutreiben. Vor ein paar Jahren hat das jedoch aufgehört.

5) Hast du einen Plan, wenn deine Versorger nicht mehr sind? Nein.

6) Hast du zumindest einen Personalausweis und ein Bankkonto? Nein, aktuell verfüge ich weder über einen gültigen Personalausweis noch über ein Bankkonto.

Ob es dir wirklich weiter helfen kann, wenn du dich mit Gesetzen befasst, hängt davon ab, aus welchen Gründen du die Regeln der Gesellschaft ablehnst.

Wenn es daran liegt, dass sie dir willkürlich, unvorhersehbar erscheinen, hilft es dir vielleicht weiter, wenn du sie besser verstehst.

Du hast hier mehrfach geschrieben, dass deine Grundausrichtung, deine Werte andere seien als die gesellschaftlichen und dazu auf Berichte über gesellschaftliche Missstände in den Medien verwiesen.

Nun ist eine der primären Aufgaben der Medien, auf Missstände hinzuweisen und Kritik zu üben. Dass Positives in den Medien seltener erscheint, heißt nicht, dass es nicht existiert, nur dass es seltener eine Nachricht wert ist.

Es ist zugegebenermaßen eine sehr persönliche Frage und ich verstehe, wenn du sie hier nicht beantworten willst, aber welche deiner Werte sind mit denen der Gesellschaft nicht kompatibel?

So, wie du schreibst, kann ich mir nicht gut vorstellen, dass du etwas gegen Menschenwürde oder andere Menschenrechte hast


Darum verstehe ich nicht ganz, was du kritisierst . Auch schreibst du so, als würdest du nur wenig von Gesellschaft wissen und das nur von außen.

Bevor du über gesellschaftliche Regeln urteilst und entscheidest, ob sie mit dir kompatibel sind , wäre es nicht fair, dass du sie erst einigermaßen kennst?
 
@Emanreztuneb36

Schwieriger Hase bei Dir...

Du musst anfangen Deine Situation zu sortieren. Auch, wenn Du das ablehnst: Du wirst nicht drum herum kommen Dich ans Jobcenter zu wenden. Du brauchst eine Krankenversicherung. Selbst, wenn Du grundsätzlich Sozialgelder ablehnst brauchst Du eine Krankenversicherung. Warum will ich Dir erklären:

Nachdem Du Bürgergeld beantragt hast sollte Dein nächster Schritt unbedingt zum Gerichtsvollzieher gehen. Dort lässt Du Dir einen Ausdruck geben wo Du überall Schulden hast. Anschließend machst Du einen Termin bei der Schuldnerberatung. Bei der Schuldnerberatung wird man diesen Ausdruck nehmen, mit Dir innerhalb von 2 Terminen eine Privatinsolvenz starten. Die Schuldnerberatung wird alles in die Wege leiten. Es ist sehr unkompliziert. Dass Du Bürgergeld beziehst wird sogar ein Vorteil sein, weil dann nichts bei Dir zu pfänden ist.

Um die Krankenversicherung musst Du Dich aber kümmern. Denn in der Wohlverhaltensphase darfst Du keine Schulden machen. Also musst Du in den sauren Apfel beißen damit bei der Krankenkasse nicht weitere Schulden auflaufen.

Die Krankenversicherung ist unbedingt nötig, ebenso wie der Antrag auf Bürgergeld.
Ob eine Teilnahme am Arbeitsleben möglich ist, ob evtl. gesundheitlich etwas dagegenspricht, wäre wichtig dann diagnostisch abzuklären.

Im anderen Thread wurde bereits angesprochen, dass da möglicherweise etwas vorliegen könnte, was zu Diagnosen und Gutachten führen könnte, welche einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen.
Ich finde diesen Punkt wichtig für dich @Emanreztuneb36.

Ist 36 dein Alter?
 

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