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Existenzproblematik

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 117667
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Zelebrierst du diesen gestelzten Stil, oder kannst du dich nicht mehr normal verständlich ausdrücken. Ich gehe mal davon aus, dass du keine Berufsausbildung gemacht hast, noch bei deinen Eltern lebst und praktisch jetzt in den Tag hinein lebst. Du hättest alle Möglichkeiten, was zu tun, bist aber mittlerweile so träge, dass du das alleine nicht schaffst. Du bekommst auch von deinen Eltern keinen Druck, auszuziehen und auf eigenen Füßen zu stehen.

Warum suchst du dir nicht professionelle Hilfe? Ich finde das Argument, quasi du passt nicht in die Gesellschaft, weil die dich nicht versteht, was übrigens hier im Forum häufig als Entschuldigung genannt wird, vorgeschoben. Es ist dein Leben, deine Zukunft. Niemand ist dafür verantwortlich, dich an die Hand zu nehmen und dich an Arbeit und Beruf heranszuführen.

Das musst alleine du wollen. Aber anscheinend willst du das ja gar nicht. Du hast keine Existenzproblematik, dir geht nur komplett ein Sinn ab, weil es ja auch als komplett träger und passiver Charakter auch geht.

Ich empfehle dir auch, dir ärztliche Hilfe zu suchen. Vielleicht bist du Autist oder hast eine Sozialphobie. Willst du dir nicht helfen lassen, dann bleibe weiter in deiner selbst gewählten Isolation.
 
Ich versuche zu antworten.

@tonytomate

1) Was heisst Isolation? Damit meine ich, dass ich den Großteil meiner Zeit alleine verbringe und es selten vorkommt, dass ich mit Artgenossen interagiere (abgesehen von repetitiven Wortwechseln oder Zweckgesprächen).

2) BG Empfänger ... ? Nein.

3) Was hast Du für Schulbildung? Absolvierte Schulpflicht.

4) Welchen Beruf hast Du erlernt? Keinen.

5) Wie und wo lebst Du? Ich habe Unterkunft in einem Haus, welches im Besitz von mir biologisch verwandten Menschen ist.

@ChrisR76

Ich bin ein Mensch welcher quasi grundlos existiert, zumindest erfahrungsgemäß und suche einen sozialen Markt für jemanden der nicht für das Gesellschaftssystem der BRD konzipiert ist, um im sozialen Kontext einen Mehrwert zu generieren und an anständigen Strukturen teilhaben zu können.

@Marisol

1) Beziehst du zur Zeit Grundrente und gibt es irgendwelche menschlichen Kontakte? Ein ökonomisches Einkommen beziehe ich nicht. Ich habe technisch gesehen Kontakt zu biologischen Verwandten, aber es ist nicht so, dass ich zu denen eine funktionale Beziehung hätte.

2) Wie kam es dazu? Ich habe den Kapitalfehler begangen mich nicht von den Herkunftsstrukturen zu distanzieren, als ich gemerkt habe, dass diese für mich kein Fundament für ein potentielles Leben darstellen, stattdessen habe ich mental von den mich umgebenden Strukturen ausgecheckt und daraus resultierte die in diesem Thema beschriebene Situation.

3) Hast du je an Autismus gedacht? Ja, in meinem damaligen Thema kam die Vermutung bei jemandem auf, ich könnte "Autist" sein, jedoch habe ich kein Interesse daran dieses Thema durch diesen Begriff fehlzuleiten.

Den Vorschlag "Sozialpsychiatrischen Dienst" lehne ich ab, weil ich meine Psyche nicht als "das Problem" erachte.

Das mit den Rechten ist schon eher ein Problem, nur wie soll man das handhaben, wenn man gar nicht für jenes System konzipiert ist und sich dessen auch nicht als angehörig identifiziert?

@Bingenervt

Ich habe tatsächlich aktuell niemanden den ich als meine Vertrauensperson assoziieren würde, im Sinne von Notfallkontakt, in gesellschaftlichem Kontext hatte ich ehrlich gesagt nicht einmal jemanden den ich als kompetenten Ansprechpartner assoziieren würde.

Weil ich die Befürchtung habe, es alleine nicht hinzubekommen mir etwas zu organisieren, habe ich dieses Thema schließlich erstellt, um Rat zu erhalten, jedoch suche ich gar kein "Betreutes Wohnen", sondern einfache, normale und zivilisierte Prozesse zum partizipieren, jenes System hierzulande erscheint mir nämlich arg dubios, weshalb ich mich in Anbetracht meiner Defizite, dem nicht mehr als nötig aussetzen möchte.

@Nana

Theoretisch mag das über Vorschriften geregelt sein, doch praktisch ist das eine andere Geschichte. Ich bin einmal unversichert zum Krankenhaus in meinem Wohnort gegangen, weil ich dachte, dass sich ein gesundheitlicher Notfall anbahnt, doch wurde dort abgewimmelt ohne das überhaupt ein Gesundheitscheck irgendwie stattgefunden hätte.

Nehmen wir an, selbst wenn man als unversicherte Person, medizinische Dienstleistungen in Anspruch nehmen würde, dann fallen ja trotzdem Kosten an und irgendwie müssten diese ja bezahlt werden, also wenn man diese weder aus eigener Tasche noch über eine Versicherung bezahlen kann, was passiert dann mit den Kosten? Gerät man in eine Schuldenfalle?

@Leere?Zukunft

Nein, ich benutze kein Tool. Den Begriff "Menschenschrott" habe ich nicht verwendet, um mich selbst herabzusetzen oder etwas in der Art, sondern als wertfreie Beschreibung gemeint.

Ich suche Informationen, wie man auf Grundlage dessen, dass einem komplett der Bezug zur Gesellschaft fehlt, zivilisierte Prozesse in Gang setzen kann, um funktionale Strukturen beanspruchen zu können, unter anderem aufgrund von gesundheitlichen Motiven.


Oh schon wieder so spät, ich wünsche eine gute Nacht.

Du kannst entweder ALG2 beantragen, dann wirst Du auch über das Amt krankenversichert, wenn der Antrag genehmigt wird.

Alternativ könntest du zum Beispiel einen 520€ Job machen, dann kannst du dich mit den Einnahmen freiwillig krankenversichern. Der Mindestbetrag dafür beträgt je nach Krankenkasse so um die 220 € monatlich.
 
Habe auch noch einmal in deinen alten Thread geschaut und diesen Post von dir gefunden:

"
@Keep Going
Das Problem das ich dabei sehe am System teilzunehmen ist, dass man eben auch nach dem System und dessen Interessen gefiltert wird, während die eigenen Interessen dabei eher weniger gewahrt werden.

Mit Spezifik und zugeschnittener Status meine ich, dass ich was gesellschaftliche Angelegenheiten angehen würde, zuerst als was ich bin, also als eigener Mensch gelten würde und ich über eine Art Rechtsschutz verfügen würde, welcher mich vor jeglichen Fremdinteressen schützt, damit man zum Beispiel nicht Opfer von Vorschriftenrüpelei wird.

Wie erwähnt habe ich in dieser Gesellschaft/diesem System das Problem, dass sie/es sehr vorstrukturiert ist, wodurch ich häufig zwischen den Zeilen verloren bin, weil der Kontext häufig unklar ist, aber man muss in der Regel alles irgendwie vorschriftsmäßig ausführen und dennoch erscheint es in der Umsetzung sehr schlampig. "

Das klingt für mich nach einem sehr grundsätzlichen Problem, für das es meiner Meinung nach keine Lösung gibt und geben kann, falls du an diesem Gedanken so festhältst.

Wir alle wurden in diese Welt hinein geboren. Falls wir uns dazu freiwillig gemeldet haben sollten, habe zumindest ich keine Erinnerung daran.

Und Menschen sind soziale Wesen. Ein Teil davon ist es, in einer Gesellschaft zu leben und diese hat ihre Regeln.

Das gilt nicht nur für moderne Staaten. Egal, über welche Zeit du dich informierst, ob über einen Stamm, der heute im afrikanischen Busch oder im südamerikanischen Regenwald lebt oder über Europa im Mittelalter, du wirst immer finden, dass es Regeln gibt, an die sich die Menschen anpassen mussten.

Du kannst darüber nachdenken und das grundsätzlich unfair finden, wenn du willst. Das ändert nichts an dieser Tatsache.

Entweder du bist in irgendeiner Art bereit, das zu akzeptieren oder du verdammst dich selbst zu einem Leben als Einsiedler.

Falls du eine aktuell existierende Gesellschaft ausfindig machen kannst, deren Regeln dir mehr zusagen als die in deinem aktuellen Umfeld, kannst du die Sprache lernen und auswandern.

Dass eine bereits existierende Gesellschaft (also zahlreiche Menschen, die bereits eine traditionelle Art des Umgangs haben) bereit ist, sozusagen von gleich zu gleich mit jedem Neuankömmling über ihre Regeln zu verhandeln, ist eine unrealistische Vorstellung.

Alles Gute auf deinem weiteren Weg!
 
@Emanreztuneb36
So ganz richtig hast du meinen Beitrag nicht gelesen, oder? Ich schrieb auch von der Hilfe durch eine Betreuungsperson, wenn man selbständig in der eigenen Wohnung lebt. Eine Unterstützung für die ätzenden Sachen im Leben. Anträge und Co.. Nur um das in Anspruch nehmen zu können, wirst du in irgendeiner Form erst einmal den Hintern hochbekommen müssen. Sei es Besuch beim Hausarzt, mal bei der Diakonie, AWO oder wo auch immer einen Gesprächstermin vereinbaren und den dann auch wahrnehmen.
 
Ich versuche nochmal zu antworten, auch wenn ich mich inhaltlich wiederholen sollte.

@Pfefferminzdrops

1) Wovon lebst du denn? Nennen wir es mal Almosen.

2) Bekommst du keine staatliche Unterstützung? Ja, ich bekomme keine staatliche Unterstützung.

3) Hast du eine Ausbildung bzw. jemals gearbeitet? Nein, ich war niemals Berufstätig.

4) Was hast du für Wünsche/Ziele? Ich würde nicht sagen, ich in anbetracht meiner Situation realistische Zukunftspläne aufstellen kann.

5) Was soll dieser seltsame Begriff des Menschenschrotts? Warum wertest du dich so ab? Ich werte mich nicht ab und werde diesen Begriff nicht mehr verwenden, weil es dem Thema nicht zuträglich ist, über Begrifflichkeiten zu diskutieren.

6) Kannst du vielleicht versuchen, dich etwas einfacher auszudrücken, dafür deine Situation konkreter Beschreiben? Ich verstehe nicht so recht, was unklar an meiner Art zu schreiben ist, meine Situation ist quasi ziemlich hohl, was soll ich genau konkretisieren?

Ich würde inhaltliches "wende dich an den Staat", womit ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht hab oder "such einen Psychiater/Psychologen auf", was impliziert, dass ich schlicht aufgrund meiner individuellen Persönlichkeit als krank beurteilt werde, sonderlich gute Tipps sind, um anständige Strukturen zu finden.

@Nia Nal

1) Warum suchst du dir nicht professionelle Hilfe? Zum einen, weil ich gar nicht wüsste welche professionellen Anbieter es im Bezug auf meine Situation überhaupt geben würde und zum anderen, weil ich wie erwähnt die Kosten dafür sehr wahrscheinlich nicht tragen könnte. Ausserdem ist es zweifelhaft, dass mir eine kompetente fremde Person aus altruistischen Motiven einfach ihre Hilfe anbieten würde, ohne das es einen Haken an der Sache gäbe.

Ich würde nicht sagen, dass das Wollen mein Problem ist, sondern eher das Können, Defizite gestehe ich ein, doch warum sollte ich hier für irgendetwas Entschuldigungen vorschieben müssen, der Sachverhalt ist nun mal wie er ist, entsprechend versuche ich diesen zu beschreiben, damit die Gesprächspartner das nachvollziehen können.

Der Umstand meiner Situation ist von mir ungewollt, doch wie soll man nach Gesellschaftslogik handeln, wenn man mit dieser nicht auf einer Wellenlänge ist und nicht über die mentalen Kapazitäten verfügt, sich tagtäglich für diese zweckentfremden zu müssen, kann mir das irgendwer erklären?

@Guestxy

In der Vergangenheit als ich Behörden, welche mir als Ansprechpartner angegeben wurden, aufsuchte, wurde mir dort jeweils mitgeteilt, dass diese für meinen Fall nicht zuständig wären und als ich direkt nachfragte, ob ich auf der Basis der Staatsbürgerschaft ein Anrecht auf staatliche Hilfestellungen hätte, wurde mir das verneint, bei einer Behörde wurde versucht mir die Teilnahme an einer staatlichen Maßnahme anzudrehen, dass war alles, Auskunft an wen ich mich nach "Staatslogik" hätte wenden können, gab es auch keine. Vom Konzept "Sozialstaat" war da keine Spur.

@Bingenervt
Doch das habe ich. Wer bietet sich mir denn als "Betreuungsperson" an, den ich beanspruchen kann? So etwas wie einen vom Staat finanzierten "Bürgersitter", der versucht mich in dieses primitive System zwangszuintegrieren lehne ich von vornherein ab.
 
Willst Du denn überhaupt in das " System " was auch immer das sein soll , integriert werden , wenn ja warum , das würde doch bedeuten sich in etwas zu integrieren was einem nicht passt ....

oder ist es mehr der Neid - so von wegen die anderen haben alle und ich buähhhh ...habe nur mich in der Menschenschrottversion zustande gebracht??
 
Ohne mehr als den Eingangsbeitrag gelesen zu haben:

Fang einfach damit an, dich nicht abheben zu wollen und gewollt 'gestelzt daherzuschreiben'.
Verschafft schonmal ein paar Sympathiepunkte.

Und dann bleibt nur Allerwertesten hoch, anstrengen. Gegen deinen inneren Schweinehund ankämpfen und ins HANDELN kommen.

Diverse Beratungen nutzen, aber daneben dieses Ding, dein Leben in die Hände nehmen und was daraus machen.

Such dir einen Markt, den du bedienen kannst, ein dazu passendes Gebiet, worüber du dir Wissen aneignen kannst. Werde irgendwo Hilfskraft in diesem Bereich: lehrreich in vielerlei Hinsicht für dich.
Vielleicht ergibt sich die Chance einer späten Ausbildung so. Oder du arbeitest hart daran, um dich eigenständig weiterzubilden und hochzuarbeiten.

Das Geheimnis ist ganz einfach: TUN.
Tu es.
 
@Emanreztuneb36
Mir stellt sich hier mittlerweile auch die Frage, was du eigentlich willst. Die Betreuer sind nur vom Staat über die Krankenkasse finanziert, wenn du nicht arbeiten gehst. Du hast es also selbst in der Hand. Ich hab zufällig eine Bekannte, die genau damit ihr Geld verdient. Sie ist keine Beamtin sondern bei einem freien Träger beschäftigt.

Wenn du nicht "zwangsintegriert" werden willst, tu was. Schliess dich der Hausbesetzerszene an, werde Punk, wandere aus, werde obdachlos oder was auch immer.
Um Integration wirst du allerdings in keiner Lebensform - egal wo auf der Welt - herum kommen. Das ist nämlich essentieller Teil des menschlichen Zusammenlebens. Selbst wenn du dich entscheidest, irgendwo als Eremit leben zu wollen, bist du immer noch auf den Goodwill anderer Menschen angewiesen, die dich mit Essen versorgen und die "zwangsintegriert" sind, um dir dein Leben zu ermöglichen.

Es wäre schön, wenn du dich mal etwas weniger kryptisch äussern könntest. Was willst du überhaupt?
 
Am besten könnte dir ein gesetzlicher Betreuer helfen. Dafür muss man nur zum Amtsgericht des Wohnortes gehen und dort zu Protokoll geben, dass man sowas haben möchte. Die Abteilung die das dort macht heisst Betreuungsgericht. Alles weitere erledigen die dann. Gegen den eigenen Willen bekommt niemand einen Betreuer. Es besteht also kaum ein Risiko.

Da du nicht erwerbsfähig bist, könntest du Sozialhilfe beziehen. Den Antrag kann aber nur der Betreuer stellen, weil man dafür sehr viele Unerlagen einreichen muss. Du hättest Geld und könntest besser am Leben teilnehmen. Und zum Arzt kannst du dann auch gehen.
 
Irgendwie habe ich meine Schwierigkeiten,zu verstehen was genau deine Situation ist.
Der Umstand meiner Situation ist von mir ungewollt, doch wie soll man nach Gesellschaftslogik handeln, wenn man mit dieser nicht auf einer Wellenlänge ist und nicht über die mentalen Kapazitäten verfügt, sich tagtäglich für diese zweckentfremden zu müssen, kann mir das irgendwer erklären?
Du möchtest zu dieser Gesellschaft gehören?
Du passt da nicht hinein?
Warum nicht?
Du willst dich nicht ändern,aber die Gesellschaft wird sich nicht dich anpassen.
Die Gesellschaft....man braucht
auch nicht überall dazu passen.

Hast du irgendwelche soziale Kontakte?
Interessen?
Würde es dir gefallen,dir einen Job zu suchen?
Ich verstehe wirklich nicht,was genau du suchst,damit ich dir irgendetwas raten könnte.
 

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