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Erwartet Deutschland nun eine Hyperinflation?

takita

Mitglied
Nein. Der ganze Eingangsbeitrag ist derart von Unwissen geprägt, dass man diese Frage nur mit "Nein" beantworten kann und mit der Bitte, dich fachlich einzulesen (mit Fachbüchern, nicht mit Wikipedia und YouTube).
Natürlich bin ich geistig in der Lage das wesentlich fachlicher zu umschreiben, doch 1: was würde das hier für einen Sinn machen - wenn wir und ich hier unter uns darüber - mit jedem sprechen wollen? Und 2. sehe ich darin keine Bezahlung dafür und muss mich nicht beweisen, vor allem weil es Experten gibt, die genau das für uns & mich tun - und genau von denen schöpfe ich mein Wissen so nach und nach... ...was ja auch Sinn macht. Oder? Das hat weder mit meinen Berufsfeldern, noch mit meinen Hobbys zu tun, das ist reines Interesse. Weiter: wenn ich so hochnäsige Einzeiler lese, dann vergeht mir schnell die Lust dazu solche Antworten ernst zu nehmen.
 

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takita

Mitglied
Hast du evtl. auch gelesen das sich die Wirtschaft so langsam erholt hat bzw. sich von der Rezession erholt?
Denn das ist tatsächlich der Fall.
BIP ist von 90,4 Punkte auf 92,6 Punkte gestiegen, vor Corona (Februar) lag es noch bei 96 Punkte.
Vorsichtig, das Du nicht vorschnell urteilst! Hier (im Thread) wird versucht eine "Groß-Lage", wir können es auch "Gesamt-Tendenz" nennen, oder eine übergeordnete Entwicklung zu erkennen. Die tolle aktuelle Neuigkeit aus Deinem Beitrag entspricht aber ganz anderer Qualität. Man kann an diesem BIP - erstmal nicht viel messen, weil ja die EZB, also die Geldpolitik und die innere Politik voll gegensteuern und das mit nie rausgeschmissenen Summen. Stell Dir vor Du nimmst einen großen industriellen Kochtopf (Terlet) voller Wasser - und die Heißdampfmantelheizung brettert voll drauf los - so lange Du kaltes Wasser reinlaufen lässt, wird die Temperatur sich quasi dennoch nicht verändern. Der Effekt des Erhitzens kommt dann erst, wenn das kalte Wasser abgestellt werden muss (sinnvoller Weise) - weil der "Topf" bzw. Kessel voll ist.

Der Onlinehandel boomt und auch das evtl. mehr Leute angestellt werden wurde prognostiziert.
Ok - wow, we have a winner and 1000 losers? ;-) Das ist dann evtl. SEHR gut für die eine Branche, ja.

Aktienfonds werden zwar abgestoßen, aber trotzdem scheint der Markt positiv zu verlaufen.
Bad News verbreiten sich schneller als Good News.
Bad news verbreiten sich schneller... ich verstehe schon, allerdings sehe ich Aktienfonds als sehr schlechte Wirtschaftsindikatoren im Allgemeinen. Warum? Nun ja, wenn es gute wären, dann wären diese vorhersehbar bzw. besser einzuschätzen im Allgemeinen - oder? Wenn diese aber besser vorhersehbar wären, würden dann nicht Aktienfonds samt deren Handel wesentlich unkritischer sein?

Jetzt gibt es ja unterschiedliche Aktienfonds, so gibt´s ja auch welche - die eher unkritisch (weniger Risiko) und evtl. sogar krisensicher oder als antizyklisch gelten. Aber was ist ein Indikator? Etwas das mir Auskunft über den Istwert gibt... ...das was also gerade passiert. Wovon sind wesentliche Aktienfonds in Deutschland abhängig? Vom Export und Handel - richtig? Wenn jetzt der Export-Handel in einem Aktienfond-Bereich im Großteil zum erliegen kommt, aber die Politik die Einkommen der verbundenen Firmen ausgleicht und Gesetze erlässt, die ihre Probleme verschleiern können - wirkt sich das dann auf deren Aktienfonds direkt negativ aus? Oder muss erst die Hilfszahlung und die Gesetzeslage wieder sich normalisieren?
 

takita

Mitglied
Aber haben "die Leute" da wirklich den Durchblick, oder sind es Angst- und Panikkäufe?
Das ist ein interessanter Punkt, welcher an sich - vor allem oberflächlich betrachtet - gar nicht so leicht zu beantworten ist. Aber - wenn nirgends genügend echte, kritische Situationen & Probleme sind, dann müssten die Käufe sich doch nicht negativ auswirken... oder? Also ich denke jetzt so: selbst wenn es nur Angst- und Panikkäufe wären, dann kann es deswegen nicht schlechter werden... Das wertvolle Metall ist doch sowieso nur stark begrenzt verfügbar und für die breite Volks-Masse quasi eh egal...
 

takita

Mitglied
1923 war die Reichsmark nichts wert, weil die junge Weimarer Republik noch größere Probleme hatte als die BRD heute - und umgekehrt noch keine Reputation gehabt hat. Um 1920 herum gab es in Berlin, an der Ruhr und in Schlesien bürgerkriegsartige Zustände. Schließlich sind frz. und belg. Truppen an die Ruhr gerückt, um die Interessen ihrer Länder durchzudrücken (und weil es Streit gab mit der dt. Regierung). Im Zuge dessen explodierte die Inflation.

Das war doch wohl noch eine etwas andere Zeit als heute.
Ja klar war das eine andere Zeit - genau das heißt jedoch nicht das es heute punktuell besser aussehen muss. Das allerdings ist sehr umfangreich zu Diskutieren....

...im Grunde geht es auch nicht wirklich darum. Warum? Weil die gewesene Inflation nur eine Vorstellung gibt, was möglich ist und wie das damals aussah/aussehen musste. Man kann allerdings echte Parallelen zur heutigen Zeit ziehen, das machte schon der Dr. Markus Krall. Nur so oder so - es nützt nichts, die Situation bleibt heute eine andere - und darauf sollte man sich besser konzentrieren.
 

takita

Mitglied
Ich glaube, dass eine Inflation kommen wird, weil angesichts steigender Schulden die Notenbanken und Staten der Welt dies erzwingen werden.
Allerdings muss am Ende der Konsument mitmachen. Alles Geld hilft nichts wenn der Bürger es nicht ausgibt. Und genau deswegen könnte es auch noch Jahre dauern bis endlich die Inflation kommt. Eine Hyperinflation erwarte ich aber selbst dann nicht.

Es ist anders als 1923. Damals hatte "nur" Deutschland den Krieg verloren und musste extreme Reparationszahlungen leisten. Um dies zu leisten, druckte man wie wild Geld. Ein solch gezielter Verfall nur einer einzelnen Währung sehe ich nicht kommen, weil so viele Staaten verschuldet sind.

ich glaube man unterschätzt aber heute wie schlimm für manche eine "normale Inflation" wie in den 80ern ist. Alles von Rentenkassen, Bausparverträgen, Lebensversicherungen bis Pensionsansprüchen würde schrittweise weniger wert.
Auch ohne "Hyper" vor der Inflation wird die Zeche dick genug sein, die wir zahlen werden.
Sehr (!) interessant, das werde ich auch mal checken, wenn ich Zeit habe:

- Alles Geld hilft nichts, wenn der Bürger es nicht ausgibt.

- Ein solch gezielter Verfall nur einer einzelnen Währung sehe ich nicht kommen, weil so viele Staaten verschuldet sind.


Danke Dir Andreas!
 

takita

Mitglied
Ich bin die Ruhe selbst, du bist total im Panikmodus und möchtest, dass es die anderen auch sind.
In der Ruhe liegt meine Kraft.
Es kann sein das es so rüber kommt, aber das trifft für mich überhaupt nicht zu. Ich habe keinen wertvollen Besitz, nichts was ich verlieren könnte. Als Christ kann ich direkt sterben - und mir würde ein Gefallen dabei getan. Ich brauche nicht mal Hunger leiden, weil mein Gott wird mir selbst im Angesicht meines Feindes den Tisch decken. Und selbst wenn ich leiden muss, was ich ja sowieso als Christ muss, deswegen sehnen wir Christen uns ja nach dem "auf & davon", dann weiß ich jedoch was wirkliche unsterbliche, nicht bezahlbare Hoffnung ist, denn schließlich hat der Herr für uns bereitet was kein Mensch je gesehen. Achtung: OT!
 

takita

Mitglied
Vielleicht ist am Geldsystem inhärent etwas falsch bzw. "ineffizient". Aber was wäre die Alternative?
Ich glaube eine Alternative brauchen wir nicht, nur ich denke weiter: ein vernünftiger Weg muss ein sehr schmaler Grad zwischen dem einen und anderen Extrem sein... ...nennen wir es Gleichgewicht mit marginaler Abweichung? Ideale sind sicherlich immer sehr schwer zu definieren, vor allem wenn ganze menschliche Lebensräume in dieser Welt damit nachhaltig funktionieren sollen...
 

takita

Mitglied
Zum Topic:
Ich bin kein Finanz-Mathematiker aber ich glaube auch gehört zu haben, dass die EZB seit Jahren gegen eine Deflation kämpft. Eine Hyperinflation erwarte ich nicht - selbst wenn so etwas eintreten sollte, behaupte ich, würde die EZB vorher eingreifen (wie auch immer sie das tun wird) da man auf historische Ereignisse und Erfahrungen zurückgreifen kann.

Entgegen der landläufigen Meinung glaube ich nämlich nicht, dass dort nur dumme Leute sitzen!

Man wird wohl eher versuchen die Inflation auf ein normales Level zu bringen.
Das muss eigentlich auch so sein, ja. Nur - was ich nicht verstehe: nehmen wir an, da sitzt kluges Personal an den höchsten Hebeln: der dauernde Nullzinskurs muss die Banken ins Straucheln bringen, das versteht bzw. könnte doch jedes Mittelschulklassen-Kind verstehen! Das ist nun wirklich nicht kompliziert. Warum hält man diesen Kurs?????????

einige Möglichkeiten:

Die Wirkung der "Medizin" erreichte nicht den gewünschten End-Effekt und die Belastbarkeit der Banken hatte man ausreizen wollen.

Da die Politik nun vorhersehbar die Banken als systemrelevant weiter retten wollen wird, sind wenige Nutznießer daran interessiert unendliches Risiko an der Börse zu spielen. Im Prinzip ein gefährliches Spiel, nichts weiter....

Evtl. hatte man den Haushalt ohne große zusätzliche Belastungen verknappt berechnet - und sich am Rande der Sicherheit vernagelt. Corona könnte nun ein unerwarteter "Bestandteil" solcher Rand-Rechnung sein, dessen Auswirkungen die "Traum-Blase" platzen lässt.
 

takita

Mitglied
Zu dieser Person ist auch zu sagen das er gerne schürt, er wollte auch mal mit der Konterrevolution das allgemeine Wahlrecht abschaffen. gerne gesehen ist er auch als Redner bei der AFD in Sachsen.
Der Doktor rer pol stammt von seiner Dissertation über den japanischen Aktienmarkt.
Natürlich ist auch für ihn gerade jetzt Gold eine gute Währung, er hat ja jahrelang als "Risikomanager" gearbeitet und sitzt jetzt an der Spitze der Degussa Goldhandel GmbH.
Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Auf diese Interviews und You Tube Kanäle sollte man keinerlei Meinung aufbauen, wenn man nicht einseitige Erfahrungen sammeln möchte.
Vielleicht sollte man sich mal irgendeines seiner Bücher durchlesen, wer es sich mal antun mag, ich habe es getan da ich sehr differenzieren kann, um zu verstehen wie bizarr einige seiner Meinungen sind.
Als "gutes" Beispiel kann ich da die Bücher "Verzockte Freiheit" und "Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen" nennen.
Wenn man sich für etwas - nennen wir es Bahnbrechendes - entscheidet, wird es immer Personen geben die dagegen sind, das ist ganz normal - ihm geht es auch um Veränderung. Veränderungen erzeugen automatisch Zweifel und auch Ängste, müssen sich erst durchsetzen / etablieren. Vor allem übt er heftigste Kritik - und das an Dingen/Zusammenhängen, welche uns primär steuern (müssen). Alles Stoff, der einerseits nicht völlig ohne Wirkung bleiben kann und andererseits ihn besonders leicht angreifbar macht. Wäre er still in seinem Kämmerlein - und würde sein Wissen nur für sich nutzen - das müsste doch iwann gewiss genügend fette Beute machen - um auch die egoistischsten Träume zu erfüllen... ...aber irgendwie, geht es nur mir so - wirkt er sehr bodenständig...

...und müsste darüber hinaus was sein, um sich sein Fadenkreuz ins Gesicht zu malen? Das DER für viele - extrem unbequem sein muss - das ist doch reinstes Einmal Eins. Das nenne ich mutig, naja, weiß ja auch woher es kommt, weil ich seinen Erklärungen dazu Glauben schenken kann....

Übrigens etwas, das erst das Zusammenstreben äh, Zusammenleben der Menschen möglich macht.. Hm...
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube man muss das Thema insbesondere vor dem zeitlichem Kontext betrachten. Lustigerweise reden ja heute Menschen sowohl über Inflation als auch Deflation. Und ich glaube, dass ist vor allem eine Frage wie weit man in die zukunft blickt.

Kurzfristig kann das zurückhaltenden Kaufverhalten der Menschen zu eine Deflation führen. Deswegen haben die Menschen u.U. Recht wenn sie vor einer Deflation warnen -> kurzfristig!!

Langfristig (ich spreche mal von 5-10 Jahren) dürfte das aber nicht so sein. Keine Deflationsphase dauerte lange an. Vielleicht 6-12 Monate, mehr nicht. Langfristig spricht viel für eine Inflation.

Die amerikanische Notenbank FED verkündete gestern, man akzeptiere künftig höhere Inflationsraten. Eine historische Entscheidung, da bislang immer eine Inflation von 2% und nicht mehr angestrebt wurde. Mit der aktuellen Entscheidung sagt die FED sinngemäß "auch 5 oder 6% wären ok, um Staaten und unternehmen zu entschulden"
Gleichzeitig dürfte damit auch dem Letzten klar geworden sein, dass unsre Staaten und Zentralbanken jetzt mit Gewalt eine stärkere Inflation wollen.

Und auch wenn Staaten dies nicht alleine schaffen sondern den Geld ausgebenden Bürger dafür brauchen, würde ich fast darauf wetten, dass spätestens wenn Corona vom Tisch ist, die Inflation deutlich steigt.
 

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