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...emotionale Autonomie...

Okay, ich mische mich mal ein.

Ich habe den Eingangspost von Vandan gelesen und finde ihn auch sehr sinnvoll.

Es ist allerdings ein nahezu unerreichbares Ideal für jeden gewöhnlichen Erdenbürger.

Denn anfangs ist ein Mensch irgendwie immer sehr empfänglich von außen und sucht den Anschluss. Er ist sich seiner selbst unsicher und bracht Reflexion von außen.

Wenn man oft missverstanden und abgelehnt oder verkannt wird, wie in jungen Jahren, dann ist es verdammt schwierig mit sich ins Reine zu kommen, da das Fundament für ein gesundes Selbstvertrauen fehlt.

Ich habe einfach nur die Frage, die ich mir selbst jeden Tag stelle:

Wie kann man als junger Erwachsener, der in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht und sich unterm Wert verkauft hat, wie kann man da lernen ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen?

Grüße
 
Also es gibt Beispiele, die bezeugen können, daß Menschen durchaus in der Lage dazu sind.
Allerdings Ausnahmen, die den Mut, die Kraft und Energie zu Wiederstand in sich fühlten und damit am Ende auch noch erfolgreich waren. Unglaublich!
Zum Beispiel, auch für Alle nicht Sport und Musik Begeisterten:
Billy Elliot - Angry Dance - Leon Cooke

Ist vielleicht ein wenig weit hergeholt, nur um mal nen Beispiel zu finden,
für erfolgreiche "emotionale Autonomie".
Habe letztens Dessen Biographie im TV gesehen.
 
Wenn man oft missverstanden und abgelehnt oder verkannt wird, wie in jungen Jahren, dann ist es verdammt schwierig mit sich ins Reine zu kommen, da das Fundament für ein gesundes Selbstvertrauen fehlt.

Ich habe einfach nur die Frage, die ich mir selbst jeden Tag stelle:

Wie kann man als junger Erwachsener, der in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht und sich unterm Wert verkauft hat, wie kann man da lernen ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen?

Grüße


...Danke für deinen Beitrag...!


...ich kann da nur ganz persönlich antworten:

...als Kind habe ich Vernachlassigung, physische und psychische Gewalt
und verschiedene Formen von Mißbrauch erlebt.

...als Jugendlicher war ich extrem verunsichert und orientierungslos

...als junger Erwachsener habe ich angefangen
psychotherapeutische Unterstützung zu nutzen,
ich habe Gruppen- und auch Einzeltherapie gemacht
und unterschiedliche therapeutische Methoden kennengelernt.

Am meisten hat mir die "Arbeit mit dem inneren Kind" gebracht
denn hier lerne ich immer wieder und immer tiefer:

...mich selber zu lieben
so wie ich bin...

...das bringt mich zu mir selber
und lässt mich emotional autonom sein...

...also:

kein unereichbares Ideal,
sondern einfach das Resultat gelebter (Selbst) Liebe...


 
gelebter Narzissmus ist allerdings nicht für jeden Menschen erstrebenswert. Ich halte gelebten Narzissmus im Grunde für falsch , weil die anderen zu kurz kommen .

Ich kann nur für die Wahrheit plädieren, als Lösung, und dazu gehört nun einmal auch, die Reflexion des Ichs an anderen. bzw. durch andere , die ich für sehr wichtig halte .

Das sollten allerdings dann auch Menschen sein, die ehrlich sind und offen die Wahrheit sagen .
Manchmal ist schwer sie zu finden und manchmal ist es auch nicht erwünscht , weil man die Entscheidung getroffen hat die Wahrheit zu hassen , doch heilsam ist es in meinen Augen sehr viel mehr, als auf eine Selbststeuerung dessen zu pochen, was Nietzsche das "Über Ich" nannte .

Überheblichkeit gepaart mit Scheuklappendenken und Unzugänglichkeit halte ich auch für keinen guten Wegbegleiter im Leben .
 
Also reden wir nicht von Leid,
denn

Leid ist eine Grunderfahrung und bezeichnet als Sammelbegriff alles, was körperlich und seelisch belastet.

Ich verstehe ganz gut was du meinst. Da aber im Buddhismus der Grundsatz fungiert, dass alles vergänglich ist, trifft diese Erkenntnis nicht nur auf materiellen Krempel und den Verlust von Menschen zu, sondern auch auf deine Beispiele mit dem körperlichen schmerz. Mit dem Bewusstsein, dass auch Schmerz endet und nicht wird andauert, ließe sich auch hier argumentieren. Wobei ich mir da auch noich nicht so ganz schlüssig bin, ob das funktioniert.

Ich will aber noch kurz versuchen, das Gesagte ein wenig präziser zu formulieren. Vandan kennt sich damit sicher besser aus. Trotzdem, ein Versuch:

Wenn Buddha von „Leid“ gesprochen hat, dann basierte dieses „Leid“ auf einer Ausdehnung des Ich. Das natürliche, ursprüngliche „Ich“ steht im Grunde für nichts anderes als deinen Körper, in dem du nun mal steckst. Im Zuge der Entwicklung des Menschen hat sich dieses „Ich“ immer weiter ausgedehnt, es erstreckt sich heute über deinen Körper hinaus, über deine Familie, deine Freunde, deinen Beruf, deinen materiellen Reichtum, deinen gesellschaftlichen Status, etc.

Und klar; je weiter dein „Ich“ sich ausdehnt, desto angreifbarer und verletzlicher wirst du, desto mehr hast du zu verlieren. Auf all das hast du aufzupassen, dass du es bloß nicht wieder verlierst, denn wenn, verlierst du auch dich selbst oder zumindest einen Teil von dir – du leidest.

Und hier kommt die erwähnte Problematik des Anhaftens ins Spiel. An all dem zu klammern, darauf bedacht zu sein, dies alles (was gemäß deiner falschen Vorstellung ja dein „Ich“ darstellt) bloß nie zu verlieren, dass sich Menschen um dich herum nie verändern, auf ewig bei dir bleiben, immer so bleiben, wie du sie brauchst – das ist - soweit ich bisher „Kenntnis“ habe, weitgehend das buddhistische Leid.

So würde ich es umschreiben, natürlich ohne Anspruch auf Genauigkeit. Es ist also ein bestimmtes, spezifisches „Leid“ was der Buddha erkannte und wovon er sprach – basierend auf der falschen und unsachgemäßen Ausdehnung des ursprünglichen „Ich“ auf (wie beschrieben) andere Dinge, Statussymbole und Personen, etc.

Anhaftung und Loslassen | Karma-Yoga: der sonnige Weg durch das Leben

 
Zuletzt bearbeitet:
gelebter Narzissmus ist allerdings nicht für jeden Menschen erstrebenswert. Ich halte gelebten Narzissmus im Grunde für falsch , weil die anderen zu kurz kommen .


...emotionale Autonomie hat nichts mit Narzissmus zu tun,
man könnte sogar sagen,
daß es sich um extreme Gegensätze handelt.

Narzissmus bezeichnet eine Psychische Störung.

Emotionale Autonomie ist ein Zeichen psychischer Gesundheit.
 
womit wir wieder bei der Frage wären , wie definierst Du die Begriffserfindung .....

emotionale Autonomie

denn wenn Du mit emotionale das Adjektiv zum Substantiv Emotion meinst , so kann emotionale Autonomie sehr wohl gefährlich und äußerst ungesund sein .

Denn Emotion beschreibt weitaus mehr, als der Begriff Gefühl , zB Affekte sind auch Emotionen .
 
womit wir wieder bei der Frage wären , wie definierst Du die Begriffserfindung .....

emotionale Autonomie

denn wenn Du mit emotionale das Adjektiv zum Substantiv Emotion meinst , so kann emotionale Autonomie sehr wohl gefährlich und äußerst ungesund sein .

Denn Emotion beschreibt weitaus mehr, als der Begriff Gefühl , zB Affekte sind auch Emotionen .

...sorry, aber ich hab keine Lust auf pseudowissenschaftliche Haarspaltereien ...
 
womit wir wieder bei der Frage wären , wie definierst Du die Begriffserfindung .....

emotionale Autonomie

denn wenn Du mit emotionale das Adjektiv zum Substantiv Emotion meinst , so kann emotionale Autonomie sehr wohl gefährlich und äußerst ungesund sein .

Denn Emotion beschreibt weitaus mehr, als der Begriff Gefühl , zB Affekte sind auch Emotionen .

ja.. genau.. und emotionale autonomie bedeutet eben auch die einsicht und das bewusstmachen all der "affekte".. meiner, deiner, die der anderen, die von allem. sozusagen... alles hat seele. actio. reactio. dauerwechselwirkung.

du sagst es! affekte können "gefährlich" sein.

aber weisst.. was ist schon nicht gefährlich?? gefährlich.. sicher... pseudosicher.. in dessen bewusstsein das leben anders gestalten, damit es nicht zu "unnötigem" leid kommt..

bewusstsein.. BEWUSST SEIN.

Bewusst.. >> WISSEN.. fakten.. und davon.. gibt es wie sand am meer. und wenn man sein sch*** beschränktes leben diesem widmet.. findest du dich am ende vollgefressen mit FAKTEN.

und für manche.. scheinen fakten hardcore realität zu sein.
 
ja.. genau.. und emotionale autonomie bedeutet eben auch die einsicht und das bewusstmachen all der "affekte".. meiner, deiner, die der anderen, die von allem. sozusagen... alles hat seele. actio. reactio. dauerwechselwirkung.



aber weisst.. was ist schon nicht gefährlich?? gefährlich.. sicher... pseudosicher.. in dessen bewusstsein das leben anders gestalten, damit es nicht zu "unnötigem" leid kommt..

bewusstsein.. BEWUSST SEIN.


und für manche.. scheinen fakten hardcore realität zu sein.

...Danke...!!
 

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