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...emotionale Autonomie...

Vandan

Aktives Mitglied
...diesen Text hab ich grade geschrieben und möchte ihn mit euch teilen...




EMOTIONALE AUTONOMIE

„Wir Menschen haben die Tendenz
uns selber zu verlassen
um von Anderen etwas zu bekommen
was wir nicht brauchen
wenn wir bei uns bleiben“

Ich liebe diesen Satz, weil er so wunderbar klar und direkt auf den Punkt bringt
worunter wir so häufig leiden und wie unnötig diese Art des Leidens ist.

Wir Menschen sind, von Kindesbeinen an, emotional bedürftige Wesen.
Und wenn Kinder sich, zur Erfüllung ihrer emotionalen Bedürfnisse,
nach außen und an andere Menschen wenden
so ist das für sie ein angemessenes Verhalten,
denn Kinder sind real abhängig von der Zuwendung und Versorgung
durch andere, meist erwachsene, Menschen.

Wenn dieser kindliche Ruf nach Zuwendung nicht gehört und erwidert wird,
wenn die liebevolle Versorgung ausbleibt,
kann sich die kindliche Psyche in diesem Bereich nicht entwickeln
und erwachsen werden.


Der erlittene Schmerz des „Nicht-Geliebt-Seins“
wird verdrängt und ins Unterbewußtsein verschoben
wo er als eine Art innerer Leere darauf wartet
irgendwann im Leben zum Vorschein kommen zu können
um nachträglich zu bekommen was er braucht
und was in der Kindheit nicht geschehen konnte.

Die kindliche Strategie im Außen und in anderen Menschen
zu finden was wir brauchen
sorgt nun dafür, daß wir uns verlieben, uns einen Freundeskreis aufbauen
uns Kinder oder ein Haustier anschaffen oder einem Verein
oder einer spirituellen Gemeinschaft beitreten.

All diese Beziehungen werden uns jedoch gründlich enttäuschen,
wenn wir uns durch sie die Erfüllung unserer inneren Leere
und das Heilen unserer emotionalen Wunden versprechen.

Wir sind nun erwachsen,
und als Erwachsene sind wir liebesfähige Wesen,
und in der Lage andere und auch uns selber zu lieben und zu heilen.

Ein Teil in uns ist verletzt und bedürftig
und ein anderer Teil ist in der Lage
sich diesem bedürftigen Teil mit mütterlicher Liebe zuzuwenden.

Wenn wir lernen diese Möglichkeit zu nutzen und uns erwachsen zu verhalten,
entwickeln wir eine Art „emotionaler Autonomie“
und die Fähigkeit und Bereitschaft
für wirklich erwachsene, erfüllende und bereichernde Beziehungen.


Vandan




 

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Vandan

Aktives Mitglied
hmmm


der Inhalt ist ja nichts besonderes sondern eher eine banale Feststellung im Jahre 2011 - vor 30 oder 50 Jahren wäre er sicherlich revolutionär gewesen - aber heute?

...ach Lili....

...sicher, eine Revolution wollte ich nicht anzetteln,
aber wären diese Worte so banal und bekannt wie du es sagst
wäre ein Forum wie dieses und vieles andere überflüssig.

...aber übe dich ruhig weiter im ""Geringschätzen"
irgendetwas wirst du wohl davon haben...:daumen::daumen::daumen:
 

Sigi

Sehr aktives Mitglied
...diesen Text hab ich grade geschrieben und möchte ihn mit euch teilen...






EMOTIONALE AUTONOMIE

„Wir Menschen haben die Tendenz


uns selber zu verlassen

um von Anderen etwas zu bekommen


was wir nicht brauchen


wenn wir bei uns bleiben“

Ich liebe diesen Satz, weil er so wunderbar klar und direkt auf den Punkt bringt



worunter wir so häufig leiden und wie unnötig diese Art des Leidens ist.

Wir Menschen sind, von Kindesbeinen an, emotional bedürftige Wesen.



Und wenn Kinder sich, zur Erfüllung ihrer emotionalen Bedürfnisse,


nach außen und an andere Menschen wenden


so ist das für sie ein angemessenes Verhalten,


denn Kinder sind real abhängig von der Zuwendung und Versorgung


durch andere, meist erwachsene, Menschen.





Wenn dieser kindliche Ruf nach Zuwendung nicht gehört und erwidert wird,


wenn die liebevolle Versorgung ausbleibt,


kann sich die kindliche Psyche in diesem Bereich nicht entwickeln


und erwachsen werden.


Der erlittene Schmerz des „Nicht-Geliebt-Seins“



wird verdrängt und ins Unterbewußtsein verschoben


wo er als eine Art innerer Leere darauf wartet


irgendwann im Leben zum Vorschein kommen zu können


um nachträglich zu bekommen was er braucht


und was in der Kindheit nicht geschehen konnte.

Die kindliche Strategie im Außen und in anderen Menschen



zu finden was wir brauchen


sorgt nun dafür, daß wir uns verlieben, uns einen Freundeskreis aufbauen


uns Kinder oder ein Haustier anschaffen oder einem Verein


oder einer spirituellen Gemeinschaft beitreten.

All diese Beziehungen werden uns jedoch gründlich enttäuschen,



wenn wir uns durch sie die Erfüllung unserer inneren Leere


und das Heilen unserer emotionalen Wunden versprechen.

Wir sind nun erwachsen,



und als Erwachsene sind wir liebesfähige Wesen,


und in der Lage andere und auch uns selber zu lieben und zu heilen.

Ein Teil in uns ist verletzt und bedürftig



und ein anderer Teil ist in der Lage


sich diesem bedürftigen Teil mit mütterlicher Liebe zuzuwenden.





Wenn wir lernen diese Möglichkeit zu nutzen und uns erwachsen zu verhalten,


entwickeln wir eine Art „emotionaler Autonomie“


und die Fähigkeit und Bereitschaft


für wirklich erwachsene, erfüllende und bereichernde Beziehungen.





Vandan







Kann man alles nachvollziehen, was du schreibst.
Erst am Schluss ist der Haken. Warum können die vielen Betroffenen das nicht so einfach klar und logisch anwenden und gesunden?

Bei solchen Heilungswegen fühle ich immer, es sind gute Tipps für einigermaßen Gesunde, die sich freuen, dadurch noch gesünder zu werden, falls sie sich überhaupt mit sowas beschäftigen.

Auch streite ich nicht ab, dass da was dran ist, prinzipiell.

Aber irgendwas fehlt praktisch, sonst könntest du damit einen Preis gewinnen. Wie man einen entzündeten Blinddarm rausschneidet, dafür gibt es ein klares Konzept, was in den meisten Fällen hinhaut, dass das mit deinen Tipps nicht regelmäßig hinhaut, wirft Fragen auf, die ich interessant fände zu stellen und zu besprechen. Mir fehlt nur grad der Mumm dazu :)

Sigi
 

Nordfalke

Aktives Mitglied
Ist ja ein netter Text ,aber in einigen Teilen unwahr.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht als solches Austausch mit anderen. Man kann emotionale Reife erlangen aber keine emotionale Autonomie weil wir andere Menschen brauchen. Es mag Zeiten geben wo wir das Gefühl haben diese Autonomie zu besitzen aber über eine Lebensspanne gesehen werden dir viele bestätigen das es oft eben nicht so ist.

Auch die Vorstellung das nur eine gute Kindheit und ein richtiges Umfeld nötig wäre um gesunde Menschen zu erzeugen stimmt so nicht. Wir alle werden geprägt durch das was wir erleben ,der eine stärker der andere weniger, der andere mit Leid der andere mit weniger Leid. Je gesunder unsere Biographie ist um leichter werden wir einige Genickschläge verdauen können.

Was richtig ist ,das wir den eigenen Wert nicht von anderen Abhängig machen sollte,. Theoretisch schön,in der Praxis ist das selten so. Anerkennung gehört auch zu den Emotionalen Bedürfnissen des Menschen. Es gibt das ein Grundlagenbuch zur Psychologie,"Grundformen der Angst" wo man einiges Über die Persönlichkeitsentwicklung lernen kann.

Für meine Begriffe müssen wir uns damit abfinden nicht alles kontrollieren zu können und nicht alles reparieren zu können,vor allem wenn es um die Seele geht.
 
G

Gast

Gast
ich finde solche texte sollten einfach zu hauf in foren wie diesen zu lesen sein,damit immer mehr menschen merken, das sie wirklich etwas verändern könen und das sie selbstverantwortlicher mit sich und ihren probs umgeheen lernen....


warum immer so anti gegen solch texte? weil sich jemand das recht nimmt zu schreiben was er denkt? und wenns solch text schon zehnmal gibt,so ist die botschaft die darin zu finden ist, es doch wert tausend mal geschrieben zu werden.

und zu siggi,ich denke nicht das es nur den gesunden hilft, es kann allen menschen helfen,wenn sie endlich mal wagen würden,zu den urgründen zu gehen und nicht ständig nach verantwortlichen ausserhalb ihrer selbst suchen würden.....

die lösung vieler probs liegt in uns selbst,doch das will kaum einer wahrhaben :)
 

Landkaffee

Urgestein
Hi, Vandan.....

Sorry, aber wie soll denn das gehen?
Es gibt nichts Absolutes, ausser man tut es? ;):eek:
Wie definierst Du echte, authentische zwischenmenschliche Nähe?
Absolut?
Ein Hauch, Vergänglich, ein Moment, ein Nu? Ein schönes Erleben, flüchtig, prägt sich ein.

Das Gegenstück von Autonomie ist nicht Abhängigkeit.
"Leben" findet meistens zwischen den Widersprüchen statt.
Lücken? Keine. In der Zwischenzeit LEBEN wir, um zu LEBEN.
Nennt sich auch: Entwicklung.

LG
Landkaffee


Eine Tür geht auf, da kommt wer.
Wer ist es?
Herzschlag rasend...... , Schmetterlinge bahnen sich im Bauche an.
Wer ist er/sie?
Blickaustausch... . - Kann nicht ´mal jemand die Heizung ausstellen? *lach* - Vergessen: es ist Sommer.... .


Vandan.....
Was ist emotionale Autonomie, wie Du sie verstehst?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nordfalke

Aktives Mitglied
ich finde solche texte sollten einfach zu hauf in foren wie diesen zu lesen sein,damit immer mehr menschen merken, das sie wirklich etwas verändern könen und das sie selbstverantwortlicher mit sich und ihren probs umgeheen lernen....


warum immer so anti gegen solch texte? weil sich jemand das recht nimmt zu schreiben was er denkt? und wenns solch text schon zehnmal gibt,so ist die botschaft die darin zu finden ist, es doch wert tausend mal geschrieben zu werden.

und zu siggi,ich denke nicht das es nur den gesunden hilft, es kann allen menschen helfen,wenn sie endlich mal wagen würden,zu den urgründen zu gehen und nicht ständig nach verantwortlichen ausserhalb ihrer selbst suchen würden.....

die lösung vieler probs liegt in uns selbst,doch das will kaum einer wahrhaben :)
Nun, es gibt die Neigung, von allen von Helfenden Berufen alles zu Psychologisieren.
Es wird oft so getan als gäbe es ein universelles Heilrezept und damit lassen sich alle Probleme lösen. Als denkanstöß sind solchte Texte sicherlich hilfreich, aber für viele die wirklich Probleme haben und von Psychologie nichts verstehen geht das einfach an Ihrer Wirklichkeit vorbei. Ich find es immer sehr auffällig wenn ich mit Leuten zu tun habe die Psychologisch geschult sind, das diese oft garnicht mehr in der Lage sind wie normale Menschen zu reden. Wer aber einen Menschen erreichen will muss Ihn dort abholen wo er steht und da helfen gutgemeinte Texte über Selbsterkennnis und Selbstheilung nur begrenzt.


Im übrigen bin ich ja nicht gegen solchte Texte- aber ich finde es nicht wirklich hilfreich wenn diese mehr zur Selbstdarstellung benutzt werden als für das wofür Sie gedacht sind.
Der wirkliche Helfer arbeitet jeden Tag daran sich entbehrlich zu machen.
 

Landkaffee

Urgestein
Der wirkliche Helfer arbeitet jeden Tag daran sich entbehrlich zu machen.
Ja, der wirkliche professionelle Helfer im Rahmen seines Jobs.
Im Job stellt er sich mit seinem in Ausbildung erlernten Wissen und auch teils eben mit seiner ganzen Person (Persönlichkeit) dem Klienten in einem bestimmten, abgegrenzten Rahmen zur Verfügung.
Ein harter Job, da auch immer eigenes berührt wird, werden kann..... .

Privat kann der beruflich helfende teils ein A.... sein.

Er muss "nur" Beides zusammen bekommen, wie er es auch seinen Klienten oder Kunden sagt.
Dazu gehört Einiges.... .

Und die Bewertung dessen liegt wie immer: im Auge des Betrachters.

LG
Landkaffee


Ich stelle an prof. Helfer also beruflich und privat höhere Ansprüche.
Emotional autonom?
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Nun, es gibt die Neigung, von allen von Helfenden Berufen alles zu Psychologisieren.

finde ich normal....psychologe zu sein ist wahrscheinlich nicht nur ein beruf sondern,das lebt man....

Es wird oft so getan als gäbe es ein universelles Heilrezept und damit lassen sich alle Probleme lösen.

das empfinde ich auch als nichtpsychologe so. man kann einer linie folge und darin findet man die lösung für alle probs....der psychologe nimmt die psychologie, der schulmediziner seine medizin, der sternkundler seine sternkunde, der hömöopath seine mittelchen...
es bringt nichts sich im kreise zu drehn und nach allerlei lösungen zu suchen, die eine liegt in einem selbst...

Als denkanstöß sind solchte Texte sicherlich hilfreich, aber für viele die wirklich Probleme haben und von Psychologie nichts verstehen geht das einfach an Ihrer Wirklichkeit vorbei.
glaube ich nicht.
ich lebe nach diesem ding das eben alles an probs in der kindheit liegt und das es gilt dieses zu bearbeiten....das berede ich oft auch mit nichtpsychowissenden menschen und sie verstehen was ich meine :-9

Ich find es immer sehr auffällig wenn ich mit Leuten zu tun habe die Psychologisch geschult sind, das diese oft garnicht mehr in der Lage sind wie normale Menschen zu reden. Wer aber einen Menschen erreichen will muss Ihn dort abholen wo er steht und da helfen gutgemeinte Texte über Selbsterkennnis und Selbstheilung nur begrenzt.
begrenzt sagst du also helfen sie :)


Im übrigen bin ich ja nicht gegen solchte Texte- aber ich finde es nicht wirklich hilfreich wenn diese mehr zur Selbstdarstellung benutzt werden als für das wofür Sie gedacht sind.

das es zur selbstdarstellung geschrieben ist,ist eben eure wahrnehmung,weil ihr sie nicht als hilfe annehmt....die hilfe wird schon im keim erstickt.....

Der wirkliche Helfer arbeitet jeden Tag daran sich entbehrlich zu machen.

ja stimmt und wo maht sich der schreiber dieser worte oder solch texte,wo machen die sich unentbehrlich?
 

Nordfalke

Aktives Mitglied
Ja, der wirkliche professionelle Helfer im Rahmen seines Jobs.
Im Job stellt er sich mit seinem in Ausbildung erlernten Wissen und auch teils eben mit seiner ganzen Person (Persönlichkeit) dem Klienten in einem bestimmten, abgegrenzten Rahmen zur Verfügung.
Ein harter Job, da auch immer eigenes berührt wird, werden kann..... .

Privat kann der beruflich helfende teils ein A.... sein.

Er muss "nur" Beides zusammen bekommen, wie er es auch seinen Klienten oder Kunden sagt.
Dazu gehört Einiges.... .

Und die Bewertung dessen liegt wie immer: im Auge des Betrachters.

LG
Landkaffee


Ich stelle an prof. Helfer also beruflich und privat höhere Ansprüche.
Emotional autonom?
Nun, ich bezog es generell auf Leute die anderen Helfen , aber unter Umständen ein Helfersyndrom haben. Denn diese brauchen den Hilfebedürftigen genauso dringend wie er sie. Böse ausgedrückt: Ohne mich bist Du nichts du kannst nicht ohne mich....

Oder diejenigen die Ihr Wissen dazu gebrauchen sich selber über andere zu erheben. In der Form das der Ratgeber ja der kompetentere ist.

Ich will gar nicht abstreiten das es ein gutes Gefühl ist anderen geholfen zu haben.
Die Frage ist warum ich es tue.
 

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