Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eltern bevorzugen Tochter der Schwester

Hat Dein Mann mit der Glasindustrie zu tun? Langsam kommt mir der Gedanke, nach allem, was Du schreibst.
Falls ich mich irren sollte, hier auch ein Bericht aus Süddeutschland, ebenfalls sehr ländlich...hier ist es oft reine Notwendigkeit, daß sich Großeltern oder andere Verwandte um kleine Kinder kümmern. Die Kitas haben teils unterirdische Öffnungszeiten, die Wege zu vielen Jobs sind lang (und im Winter oft länger). Viele dieser augenscheinlich sehr engagierten Großeltern sind nicht deshalb so "engagiert", weil sie möglichst viel vom Enkel haben wollen und rosa Herzen in den Augen haben beim Anblick der Windelscheißer.

Nein mein Mann arbeitet in der Raumfahrt. Da er
Hat Dein Mann mit der Glasindustrie zu tun? Langsam kommt mir der Gedanke, nach allem, was Du schreibst.
Falls ich mich irren sollte, hier auch ein Bericht aus Süddeutschland, ebenfalls sehr ländlich...hier ist es oft reine Notwendigkeit, daß sich Großeltern oder andere Verwandte um kleine Kinder kümmern. Die Kitas haben teils unterirdische Öffnungszeiten, die Wege zu vielen Jobs sind lang (und im Winter oft länger). Viele dieser augenscheinlich sehr engagierten Großeltern sind nicht deshalb so "engagiert", weil sie möglichst viel vom Enkel haben wollen und rosa Herzen in den Augen haben beim Anblick der Windelscheißer.

Nein keine Glasindustrie, er arbeitet in der Raumfahrt.
Wir hatten uns beim Studium in England kennengelernt und er war danach mir zuliebe nach Norddeutschland gezogen. Er kann aber nur hier in Südhessen arbeiten, hat 1 Jahr mir zuliebe Aushilfsjobs in Hamburg gemacht damals. Als er seinen Traumjob hier bei der Europäischen Raumfahrtzentrale bekommen hat sind wir vor 12 Jahren hier runter gezogen. Ich wäre gerne in Hamburg geblieben weil meine ganze Familie dort lebt. Aber ich liebe meinen Mann und wollte nicht das er mir zuliebe ewig in einem Paketlager arbeitet als studierter Raumfahrtingenieur. Er ist mir zuliebe nach Deutschland gezogen, ich ihm zuliebe ans andere Ende Deutschlands.
Ich bereue das nicht aber die Entwurzelung tut uns oft beiden weh. In England gibt es so wenig Raumfahrt das wir dorthin auch nicht konnten. Wir haben ein gutes Leben hier, mein Mann verdient sehr gut sodass ich meine Festanstellung vor kurzem aufgeben konnte und mich mit einem Herzensprojekt selbständig machen konnte. Aber es fehlt eben etwas, nämlich die Einbettung in eine erweitere Familie.

Ja vielleicht romantisiere ich das Engagement anderer Großeltern hier auf dem Land. Die Kinderbetreuung ist auch hier nur sehr kurz möglich und die Berufstätigkeit der Mutter eigentlich nur mit Hilfe der Großeltern möglich. Der beste Freund meines Sohnes wird jeden Tag von seiner Oma aus dem Kindergarten abgeholt und verbringt dort den Nachmittag bis er abends von seiner Mutter abgeholt wird. Unsere 3 Nachbarskinder verbringen jede Woche 2 Nächte bei den Großeltern, meine ältere Nachbarin fliegt alle 3 Monate in USA um ihre Tochter und Enkelinnen dort zu besuchen. Eine weitere Freundin aus Armenien bekommt jeden Winter 3 Monate lang Besuch von ihren Eltern aus Armenien um sie mit Haus und Kindern zu unterstützen.
Ich sehe also überall um mich herum große Familien die sich besuchen unterstützen. Vielleicht ist davon einiges mehr Zwang als Freiwilligkeit, das kann ich natürlich nicht beurteilen von Außen.
 
Du schreibst hier rel. oft, daß du andauernd in deinem Umfeld "glückliche" Familiengefüge siehst.

Glaubst du das wirklich ?

Meine Nichte wohnt nur knapp 130 Km entfernt.
Diese relativ kurze Strecke ist gefühlt manchmal das andere Ende der Welt.

Von daher.
Du solltest aufhören deinen Eltern dein Leben vorzuwerfen und zumindest eine neutrale Haltung einnehmen.

Das wäre für deinen Sohn gut.

Ja, evtl. über eine Therapie.

Es heißt ja nicht, daß in vier Jahren unbedingt dein ganzes Leben aufgearbeitet sein muß.
Ja vielleicht muss ich die Therapie nochmal aufnehmen. Ich werfe meinen Eltern nicht mein Leben vor,.sondern das sie uns opportunistisch aus ihrem Leben entfernt haben als sie eine Enkelin in der Nähe bekommen haben. Mangelnde Kontaktpflege, mangelndes Engagement. Ja vielleicht steht mir das nicht zu. Lerne ich gerade so zu akzeptieren.
 
Es ist nicht alles traumhaft hier - wir sind nur sehr festgelegt und es ist uns nicht möglich weg zu ziehen. Man kann zufrieden sein mit seinem Leben und trotzdem traurig sein das man keine erweiterte Familie hat. Wir wohnen sehr ländlich und ich sehe viele Großeltern hier sehr engagiert mit ihren Enkeln. Das tut oft weh. Wegziehen würde ich deshalb nicht und ich erwarte natürlich auch nicht von meine Eltern das sie zu uns ziehen.

Ja es gibt Tourismus bei uns- wohnen in einem Naturpark. Wäre natürlich auch ein Statement an unsere Eltern, die Wohnung zu vermieten.

Und ja,.ohne Kleinkind das alle 5 Minuten fragt "Wann sind wir endlich da?" Würde ich die 700 km alle 2 Monate fahren ohne mit der Wimper zu zucken. Habe ich die ersten 8 Jahre hier in denen ich noch kinderlos war. Bin alle 8 Wochen hoch gefahren. Aber ok ich war in den 20ern und nicht in den 60ern.
700 km ist nunmal ziemlich weit und Du solltest vielleicht alleine mal zu Deinen Eltern fahren , sie schön einladen und das Gespräch suchen , wie sehr das Verhalten Dich verletzt .

Auch wird Dein Son älter und Du kannst die Fahrten für ihn mit Technik Unterstützung verkürzen demnächst , das Internet macht es möglich auch während der Fahrt .
 
Das Kind von deiner Schwester ist noch ein Baby und sie ist anscheinend nicht so unabhängig wie du.Vllt hat sie auch nicht so viel Unterstützung von ihrem Mann wie du.
Du selbst hast selbst geschrieben,als dein Sohn so klein war,waren deine Eltern oft bei euch.
Ich finde es selbstverständlich,dass sie sich im Moment mehr um das neue Baby kümmern,auch zu Weihnachten,wo deine Schwester Corona hatte.Gut ,dass sie es schließlich gut überstanden hat.Es hätte ja auch schlechter laufen können.
Ich würde an deiner Stelle die Enttäuschung zur Seite stellen und deinen Eltern und deinen Sohn den Kontakt gönnen,so oft er eben möglich ist.
Zusätzlich fand ich das mit den " freiwilligen Großeltern" eine schöne Idee.
Meine eigene Kinder hatten nur meine Eltern als Großeltern und da ich im Ausland wohne haben sie sich höchstens zweimal im Jahr gesehen,einmal im Jahr kamen meine Eltern,einmal führen wir.
Da noch eine lustige Geschichte.
Als meine Tochter eingeschult wurde ,sagte eine nette ,ältere Frau zu ihr ( weil sie wußte,dass die Großeltern weit weg wohnen) : " Ich kann ja deine Oma sein!"
Meine Tochter hat sie ganz verwundert angeguckt und dann fast patzig gesagt: " Ich hab doch eine Oma!!!"
In den Tagen ,wo sie dann für 2 Wochen unter einem Dach gewohnt haben,haben sie denn doch eine schöne Verbindung aufbauen können.
 
Ich kann deine Enttäuschung schon verstehen, vor allem mit deiner persönlichen Vorgeschichte.

Allerdings kannst du dich erstmal von dem Gedanken verabschieden, dass überall anders glückliche Familien sind. Was meinst du, wie oft es vielleicht Krach gibt, weil die Eltern die Betreuung der Enkel übernehmen, aber andere Erziehungsvorstellungen haben? Weil die Eltern merken, dass es ihnen doch zu viel ist, aber die Kindeseltern ihre Berufe nicht aufgeben können/wollen? Weil gemeinsame Feste jedesmal zu Streitereien führen?

Bei uns ist die Situation so, dass die große Familie meines Mannes ähnlich weit weg ist wie deine, dafür wohnen meine Eltern ein paar Straßen weiter. Als die Kinder kleiner waren, haben sie auch mal aufgepasst, abgeholt etc. Aber meine Mutter hat z. B. dankend abgelehnt, eine regelmäßige Betreuung zu leisten, wenn ich arbeiten gehe. Dabei war sie da noch relativ jung. Sie haben auch echt sehr selten mal alleine was mit den Kindern unternommen, das kann man fast an zwei Händen abzählen. Meine beste Freundin dagegen muss sich bis heute gegen die massive Vereinahmung der Kinder durch ihre Schwiegermutter wehren, auch nicht angenehm.

Die Eltern und Geschwister meines Mannes spielen fast keine Rolle im Leben unserer Kinder. Die einzige, die ganz selten mal ein Päckchen geschickt hat ist meine Schwiegermutter, von allen anderen gab es eigentlich nie was. Mit den Kindern seiner Geschwister unternimmt die alleinstehende Schwester Urlaubsreisen, unseren hat sie noch nicht mal eine Tafel Schokolade geschenkt. Tja, ist so, können wir nicht ändern. Ich sehe den Vorteil, dass wir dafür auch nicht in irgendwelche Familien-Querelen eingebunden sind.

Sprichst du eigentlich auch mal mit deiner Schwester? Vielleicht ist sie ja auch genervt von der Kümmerei deiner Eltern? Mich würde das wahrscheinlich überfordern dieses Betüddeln.
 
Ich werfe meinen Eltern nicht mein Leben vor,.sondern das sie uns opportunistisch aus ihrem Leben entfernt haben als sie eine Enkelin in der Nähe bekommen haben.
Wo liegt hier jetzt der Unterschied ?

Wie war früher dein Verhältnis zu deinen Eltern/deiner Schwester ?

Bist du eifersüchtig ?

Mit "Einsichten" tue ich mich auch schwierig, du beschwerst dich hier allerdings dauernd, "wie blöd" das alles ist und tust alles dafür, daß das so bleibt.

700 Km "reist man" je nach Typ nicht einfach so runter.
Fahrt ihr mit dem PKW oder mit der Bahn ?
Mich persönlich stresst das mit zunehmenden alter.
Das braucht eine gewisse Vorplanung,
noch dazu soll dann in der rel. kurzen Besuchszeit, lt. dir ein 100%iges Harmoniefamilienprogramm statt finden.
Denkst du das ist realistisch ?

Das mit der Einliegerwohnung hört sich zunächst sehr auf aufopferungsvoll an,
es kann allerdings eine Art Verpflichtung und Besuchszwang auslösen.

Du hast es aktiv mitentschieden mit deinem Mann an seinen Arbeitsort zu ziehen.
Das ist eine Herausforderung, du hast es probiert und scheinst dich dabei unwohl zu fühlen.

Was willst/kannst du daran ändern ?
 
Den Beitrag von MissFox finde ich sehr schön. Ich schrieb ja auch, dass meine Mutter den Jungs meiner Schwester mehr zugetan war als unserer Tochter und ständig etwas für sie machte.

Meine Schwester klagte mir dazu dann auch mal ihr Leid: Auf der anderen Seite der Medaille forderte meine Mutter bei meiner Schwester dann nämlich Dankbarkeit ein. Das ging sogar soweit, dass sie sie in gewisser Hinsicht erpresste und drohte, nicht mehr zu kommen. Es gab wohl einen fixen Betreuungstag in der Woche, auf den meine Schwester ihre Arbeit angepasst hatte - sie hatte sich damit regelrecht abhängig gemacht von meiner Mutter. Als es dann mal Streit gab kam das als Druckmittel aufs Tapet. Furchtbar, eher hätte ich mir etwas abgebissen. Meine Schwester jammerte - mein Mitleid hielt sich in Grenzen.

Auch ist die Erwartungshaltung meiner Mutter an meine Schwester jetzt in ihrer Hilfsbedürftigkeit sehr groß und meine Schwester verspürt diesen Druck.
Ich helfe natürlich auch, aber eben wenn es bei mir passt.

Womöglich ist auch so etwas Thema bei deinen Eltern. Wenn mal etwas ist wird vorrangig die Familie helfen, die vor Ort ist. Das seid eben nicht ihr. Also zahlen sie auf dieses "Konto" jetzt verstärkt ein.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
O Meine Eltern Familie 23
L Immer wieder Probleme mit Eltern Familie 15
H Streit mit den Eltern wegen Hausbau Familie 41

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben