Hat Dein Mann mit der Glasindustrie zu tun? Langsam kommt mir der Gedanke, nach allem, was Du schreibst.
Falls ich mich irren sollte, hier auch ein Bericht aus Süddeutschland, ebenfalls sehr ländlich...hier ist es oft reine Notwendigkeit, daß sich Großeltern oder andere Verwandte um kleine Kinder kümmern. Die Kitas haben teils unterirdische Öffnungszeiten, die Wege zu vielen Jobs sind lang (und im Winter oft länger). Viele dieser augenscheinlich sehr engagierten Großeltern sind nicht deshalb so "engagiert", weil sie möglichst viel vom Enkel haben wollen und rosa Herzen in den Augen haben beim Anblick der Windelscheißer.
Nein mein Mann arbeitet in der Raumfahrt. Da er
Hat Dein Mann mit der Glasindustrie zu tun? Langsam kommt mir der Gedanke, nach allem, was Du schreibst.
Falls ich mich irren sollte, hier auch ein Bericht aus Süddeutschland, ebenfalls sehr ländlich...hier ist es oft reine Notwendigkeit, daß sich Großeltern oder andere Verwandte um kleine Kinder kümmern. Die Kitas haben teils unterirdische Öffnungszeiten, die Wege zu vielen Jobs sind lang (und im Winter oft länger). Viele dieser augenscheinlich sehr engagierten Großeltern sind nicht deshalb so "engagiert", weil sie möglichst viel vom Enkel haben wollen und rosa Herzen in den Augen haben beim Anblick der Windelscheißer.
Nein keine Glasindustrie, er arbeitet in der Raumfahrt.
Wir hatten uns beim Studium in England kennengelernt und er war danach mir zuliebe nach Norddeutschland gezogen. Er kann aber nur hier in Südhessen arbeiten, hat 1 Jahr mir zuliebe Aushilfsjobs in Hamburg gemacht damals. Als er seinen Traumjob hier bei der Europäischen Raumfahrtzentrale bekommen hat sind wir vor 12 Jahren hier runter gezogen. Ich wäre gerne in Hamburg geblieben weil meine ganze Familie dort lebt. Aber ich liebe meinen Mann und wollte nicht das er mir zuliebe ewig in einem Paketlager arbeitet als studierter Raumfahrtingenieur. Er ist mir zuliebe nach Deutschland gezogen, ich ihm zuliebe ans andere Ende Deutschlands.
Ich bereue das nicht aber die Entwurzelung tut uns oft beiden weh. In England gibt es so wenig Raumfahrt das wir dorthin auch nicht konnten. Wir haben ein gutes Leben hier, mein Mann verdient sehr gut sodass ich meine Festanstellung vor kurzem aufgeben konnte und mich mit einem Herzensprojekt selbständig machen konnte. Aber es fehlt eben etwas, nämlich die Einbettung in eine erweitere Familie.
Ja vielleicht romantisiere ich das Engagement anderer Großeltern hier auf dem Land. Die Kinderbetreuung ist auch hier nur sehr kurz möglich und die Berufstätigkeit der Mutter eigentlich nur mit Hilfe der Großeltern möglich. Der beste Freund meines Sohnes wird jeden Tag von seiner Oma aus dem Kindergarten abgeholt und verbringt dort den Nachmittag bis er abends von seiner Mutter abgeholt wird. Unsere 3 Nachbarskinder verbringen jede Woche 2 Nächte bei den Großeltern, meine ältere Nachbarin fliegt alle 3 Monate in USA um ihre Tochter und Enkelinnen dort zu besuchen. Eine weitere Freundin aus Armenien bekommt jeden Winter 3 Monate lang Besuch von ihren Eltern aus Armenien um sie mit Haus und Kindern zu unterstützen.
Ich sehe also überall um mich herum große Familien die sich besuchen unterstützen. Vielleicht ist davon einiges mehr Zwang als Freiwilligkeit, das kann ich natürlich nicht beurteilen von Außen.